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Donnerstag, der 09. Februar 2012
Akne vulgaris

Akne vulgaris

Autor: Anika • Sonntag, 15. Juni 2008, 12:04 Uhr
   Kategorie: Körper und Seele

 

Die Akne vulgaris ist weltweit die häufigste Hauterkrankung.

Etwa 80% aller Jugendlichen erkranken daran, und bei etwa 20% ist eine medikamentöse Therapie notwendig.

Häufig stellt diese Erkrankung eine hohe psychische Belastung der betroffenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen dar. Hänseleien bis hin zum Mobbing sind keine Seltenheit.

Akne vulgaris

Begriffsklärung und Entstehung

Unter den verschiedenen Akneformen ist die so genannte Akne vulgaris am weitesten verbreitet. Sie stellt eine Verhornungsstörung der Talgdrüsen in der obersten Schicht der Haut (Epidermis) dar, hervorgerufen durch vermehrte Talgproduktion der Talgdrüsen (Seborrhoe). Eine Erkrankung des Talgdrüsenfollikels ist die Folge.

Mit dem Eintritt in die Pubertät kommt es zu einem verstärkten Einfluss von Androgenen (=männliche Hormone, Testoide) und damit zu einer Veränderung des Stoffwechsels, die häufig einhergeht mit der oben genannten Erkrankung.

Jungen sind demnach öfter betroffen als Mädchen.

Bei Sportlern kann die Einnahme von Anabolika eine Akne begünstigen und hervorrufen.

In den meisten Fällen heilt eine Akne bis zum 25. Lebenjahr aus, bei Frauen allerdings kann sich der Prozess bis zum 40. Lebensjahr ausdehnen.

Akne hat nicht zu tun mit ungenügender Körperhygiene, und eine Vorbeugung ist nicht möglich.

Ein Zusammenhang mit der Ernährung konnte bisher wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden, weil aussagekräftige Studien zu diesem Problem fehlen.

Verlauf

Zuerst bilden sich Komedonen (Mitesser).

Die so genannte Komedonen-Akne ist zunächst eine leichte Erkrankung, weil keine Entzündung des Gewebes vorliegt.

Durch die erhöhte Talgproduktion wird der Ausgang der Talgdrüse verstopft, und der Talg kann nicht abfließen. Licht und Bakterien sorgen dafür, dass sich die bekannten dunklen Punkte bilden.

Im weiteren Verlauf kann es zur so genannten Acne papulo-pustulosa mit Effloreszenzen wie Papeln und Pusteln kommen.

Der aufgestaute Talg gelangt in das die Talgdrüse umgebende Gewebe, verstopft es und ruft eine Entzündung hervor. Bakterien sorgen dafür, dass Eiter entsteht, der sich in einem Bläschen an der Hautoberfläche sammelt. Durch die teilweise massiven Entzündungsprozesse stellt diese Form der Akne eine schwere Erkrankung dar, und bei nicht sachgemäßer Therapie können Narben zurückbleiben.

(Worterklärungen:

  • Effloreszenzen: in der Haut aus einem krankhaften Prozess heraus entstehende Veränderungen
  • Papeln: Knötchen
  • Pusteln: mit eitriger Absonderung gefülltes Bläschen)

Hinzu kommen oft Sekundärveränderungen wie Schuppen und Krusten durch getrocknetes Sekret.

Sehr schwere Sekundärveränderungen sind Narben, die als Ersatz bei Hautsubstanzverlust nach Geschwüren auftreten. Bei Geschwüren ist die Gewebszerstörung derart tief und massiv, dass es zwangsläufig zu Narbenbildung kommt.

Akne tritt besonders häufig an solchen Körperstellen auf die, die viele Talgdrüsen aufweisen, also Gesicht, Rücken und mittlere Brustregion.

Das Krankheitsbild ist auf den folgenden Abbildungen sichtbar.

Mit freundlicher Genehmigung von www.hautstadt.de

 

 

 

 

 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Henryart

Mein Dank geht an Herrn Dietmar Wieser/Kufstein, für die freundliche Erlaubnis, das Bild zu nutzen.

 

 

 

Die Behandlung

Bei einer leichten Akne kann eine kosmetische Behandlung Erfolg bringen.

Man sollte sich jedoch klar darüber sein, dass hier lediglich die Symptome behandelt werden können.

Die Haut wird gereinigt, Mitesser und kleine Pusteln werden ausgedrückt.

Das Ausdrücken sollte nur durch geschultes Personal erfolgen, um durch Schmierinfektion entstehende Abszesse zu vermeiden.

Schwerwiegende Komplikationen wären z.B. größere Entzündungen mit einer Schwellung der Lymphknoten und als Folge einer Schmierinfektion Furunkulose und sogar Sepsis (Blutvergiftung).

Narbenbildung wäre unausweichlich.

Anzumerken wäre hier, dass sich das Hautbild nach einer kosmetischen Behandlung vorübergehend verschlechtern kann, als würde durch die Manipulationen ein Schub ausgelöst werden. Die Irritationen klingen jedoch nach einiger Zeit ab.

In schweren Fällen sollte ein Hautarzt (Dermatologe) aufgesucht werden. Er kann eine medikamentöse Therapie durchführen, die die Talgdrüsenproduktion vermindert und den Verhornungsvorgang im Bereich des Ausführungsganges der Talgdrüse normalisiert.

Er wird eventuell Antibiotika verschreiben, die zur Bekämpfung der Bakterien dienen, die die entzündeten Bereiche besiedeln.

Für Frauen besteht die Möglichkeit einer hormonellen Therapie, die zugleich der Empfängnisverhütung dient.

Äußerlich zur Behandlung der Haut kann der Arzt eine Hautschälung mit Vitamin-A-Derivaten oder Fruchtsäuren durchführen. Sie gehört unbedingt in die Hand des Arztes.

Eine weitere Möglichkeit ist die Behandlung mit Benzoylperoxid, dessen klinische Wirkung unbestritten ist, weil bei 80 bis 90% der Patienten Therapieerfolge zu verzeichnen sind.

Generell sollte der Arzt aufgesucht werden, wenn…

  • große wunde Pickel vorhanden sind,
  • sich dunkle Stellen gebildet haben, wo vorher Pickel waren,
  • Narben entstanden sind. Sie können gegebenenfalls abgeschliffen werden (Dermabrasio) oder durch eine Laserbehandlung gemildert werden. Behandlungen dieser Art führen der Hautarzt oder ein Plastischer Chirurg durch.
  • der Betroffene psychisch sehr belastet ist.

Eine bestehende Akne kann durch bestimmte Faktoren verschlimmert werden. Dazu gehören das Arbeiten in feuchtem Milieu, mit Ölen und Fetten und der Aufenthalt in gechlortem Wasser.

Bei Frauen ist es die Menstruation, die Akne verschlimmert.

Bei einem Arztbesuch ist der Arzt zu informieren, welche Medikamente man einnimmt, um abklären, ob sie eine Akne begünstigen.

Über unsachgemäßes Ausdrücken von Pickeln und Pusteln wurde schon geschrieben.

Selbsthilfe

  • Wasche dein Gesicht zweimal täglich mit einer milden, hautfreundlichen Seife, deren PH-Wert etwa bei 6,5 liegt.
  • Verwende ein mildes Gesichtswasser, das du nach der Reinigung aufträgst, doch achte darauf, dass es nicht mehr als 10% Alkohol enthält. Zu viel Alkohol entfettet zu stark, und das setzt einen Kreislauf in Gang: Entfetten à Haut ist bemüht nachzufetten à noch mehr Talg wird produziert à subjektives Bedürfnis, wieder zu entfetten à entfetten à und so weiter…
  • Wasche deine Haare häufig mit einem milden Shampoo und lasse sie nicht ins Gesicht hängen, damit Luft an die Haut gelangt.
  • Drücke deine Pickel nicht selbst aus.
  • Schütze deine Haut vor zu viel Kälte, Wärme und Sonne. Sonneneinstrahlung bringt nur eine kurzfristige Linderung. Danach erfolgt eine Verschlechterung des Hautzustandes.
  • Verwende generell Kosmetika auf Wasserbasis, also Öl-in-Wasser-Emulsionen. Fett produziert deine Haut von selbst.
  • Lebe gesund. Achte auf eine gesunde Ernährung, trinke viel und ausreichend und bewege dich viel an frischer Luft.

Quellen zur Informationsgewinnung:

www.wikipedia.

www.medinfo.com

www.netdoctor.de

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Anika ist Trägerin des Ginger-Gens, Antifeministin, Kämpferin gegen Pickel, Falten und Damenbärte. ;-)
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