Barbara Erskine: Die Herrin von Hay
Autor: Anika • Mittwoch, 16. Juli 2008, 9:58 UhrKategorie: Lesestoff
Was für ein Roman für alle, die sich für das Leben und die Menschen im Mittelalter interessieren, für ihre Freuden, ihre Leiden und Intrigen!
Barbara Erskine: Die Herrin von Hay
Wilhelm Heyne Verlag München
ISBN 3-453-03278-0
Meine Taschenbuchausgabe ist zerlesen und verknittert, und ich kann mich nicht erinnern, wie oft ich dieses Buch schon verschlungen habe – und das mit immer derselben atemlosen Spannung und mit immer demselben Lesevergnügen.
Eben wegen dieses desolaten Zustands weigere ich mich strikt, mein „Kleinod“ in fremde Hände zu verleihen.
Zum Inhalt:
Die junge Studentin Joanna nimmt an einem psychologischen Experiment teil, bei dem untersucht werden soll, ob sie Erinnerungen an ein früheres Leben in sich trägt und ob sich eine Verbindung zu ihrem heutigen Leben herstellen lässt. Das Experiment endet fast mit ihrem Tod, so dass man sich zum Abbruch und zum Verwahren der zutage getretenen Erinnerungen entscheidet.
Doch Joanna wagt aus beruflichen Gründen Jahre später einen gefährlichen Selbstversuch, bei dem die verschlossenen Erinnerungen wieder frei werden.
Sie ist Matilda, Lady of Hay, erlebt deren bitteres Leben im England des 12. Jahrhunderts. Ihr brutaler Ehemann William verrät sie, von King John wird sie gehasst, weil sie ihn einst abwies, ihr Geliebter Richard verlässt sie, und ihr bitteres Leben endet grausam, als sie gemeinsam mit ihrem ältesten Sohn stirbt.
Mit den Erinnerungen kehrt jedoch nicht nur Matilda in Joannas Leben zurück…
Lasst euch überraschen, denn eine 800 Jahre alte Rechnung ist noch offen…
Fazit:
„Die Herrin von Hay“ ist ein phantastischer Roman. Phantastisch nicht im Sinne von phantastisch, sondern im Sinne von außergewöhnlich, mitreißend, wundervoll…
Die Handlung ist außerordentlich spannend, die Charaktere und ihre Verbindungen sind fein und ausführlich gezeichnet, und so wird dem Leser sogar die Möglichkeit einer Reinkarnation plausibel.
Prädikat: Sehr empfehlenswert!
Anika ist Trägerin des Ginger-Gens,
Antifeministin,
Kämpferin gegen Pickel, Falten und Damenbärte. ;-)
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