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Samstag, der 11. Februar 2012
Das Solarium - Fakten, Bedenken, Hinweise

Das Solarium - Fakten, Bedenken, Hinweise

Autor: Anika • Dienstag, 29. April 2008, 21:20 Uhr
   Kategorie: Körper und Seele, Wellness

Der Vorschlag der Bundesregierung, den Besuch von Solarien per Gesetz erst ab der Vollendung des 18. Lebensjahrs zu gestatten, hat mich veranlasst, ein paar Fakten niederzuschreiben, denn in vielen Fällen erfolgt die Nutzung der künstlichen Sonne völlig kritik- und bedenkenlos.

Mit 12 000 Sonnenstudios und etwa 90 000 Bräunungsgeräten, die von etwa 16 Millionen Sonnenhungrigen mehr oder weniger regelmäßig besucht werden, gehört Deutschland in Europa zu den Spitzenreitern auf diesem Gebiet.

Der „Vorteil“ für körperbewusste Menschen liegt auf der Hand: Eine gleichmäßige Bräune das ganze Jahr über, und diese Bräune signalisiert Gesundheit und Schönheit.
Welchen Preis zahlt der Nutzer der künstlichen Sonne für dieses Wohlbefinden und das Gefühl, etwas für seinen Körper getan zu haben?
Er zahlt dafür in Geld, und das scheint mir das einzige zu sein, was er bemerkt.
Er weiß nicht oder bedenkt nicht oder schiebt die Bedenken einfach weg, dass mit Strahlen, die seinem Körper schaden, Geschäfte gemacht werden. Letztlich liegt es in der Entscheidung der Nutzer, ob sie sich Gesundheitsgefährdungen aussetzten, doch ein wenig Wissen kann nicht schaden.

Grundsätzlich sollte man wissen, dass es keine UV-Strahlung – ob künstlich oder natürlich – ohne schädliche Nebenwirkung gibt.
Das Licht einer Sonnenbank setzt sich zusammen aus UVA- und einen geringeren Anteil an UVB- Strahlen. Beide sind gleichermaßen ursächlich für Verbrennungen, Hautkrebs und vorzeitige Hautalterung.
Um eine möglichst schnelle Bräunung zu erreichen, ist die Dosis an UVA-Strahlen im Solarium deutlich höher als in der natürlichen Sonne.
Der verringerte Anteil an UVB-Strahlen reicht noch immer aus, Schäden zu verursachen, und die Skala reicht vom Sonnenbrand bis zu Hautkrebs und Schädigung Erbgutes.

Ein Beispiel:
Solarienstärke wird in MED gemessen.
(MED = Minimale Erythem Dosis; Erythem = Sonnenbrand)
1 MED schon kann das Erbgut eines Menschen schädigen und Hautkrebs auslösende Veränderungen im Erbgut bewirken.
Messungen in Solarien haben ergeben, dass die Strahlung oft bei 10 bis 12 MED liegt.
Von gesunder Bräunung kann also keinesfalls die Rede sein
Das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, erhöht sich beträchtlich, wenn zur Solarienbenutzung noch das Sonnenbaden in der natürlichen Sonne hinzukommt.

Ein Irrtum besteht in der gängigen Annahme, dass man sich durch den Gang ins Solarium schonend auf den Aufenthalt in der Sonne vorbereiten könnte.
Wer trotzdem nicht auf das Solarium verzichten möchte, sollte die folgenden Empfehlungen
der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V.,
der Deutsche Krebshilfe,
der World Health Organisation (WHO),
der European Society of Skin Cancer Prevention (EUROSKIN), derInternational Commission on Non-Ionizing Radiation Protection (ICNIRP)
und der Strahlenschutzkommission (SSK) beherzigen:

  • So wenig wie möglich Besuche im Solarium (Faustregel: 50 Sonnenbäder im Jahr insgesamt = natürliche + künstliche Sonne = 50 Stunden)
  • Sonnenbrand vermeiden
  • Die Bräunungsapparate sollten zu Gerätetyp 2 oder 3 gehören und in Anlehnung an die Standards IEC* 60335-2-27, DIN/EN 60335-2-27 und DIN 5050 Teil I + II klassifiziert sein.
  • Keine Benutzung von Selbstbedienungsstudios, denn nur geschultes Fachpersonal kann die richtigen Geräte und die geeignete Dosierung empfehlen.
  • Für den Hauttyp empfohlenen Anfangsbestrahlung unbedingt einhalten
  • Bein Krankheiten (auch Hautkrankheiten) und Medikamenteneinnahme vor dem Solariumbesuch den Arzt befragen.
  • Im Sonnenstudio muss auf die Gesundheitsschädlichkeit der Strahlung hingewiesen werden.
  • Keine Benutzung von Parfums, Kosmetika und Sonnenschutzmittel
  • Unbedingt immer notwendig: Das Tragen einer Schutzbrille aus UV-undurchlässigen Material (Plastik)

Wer sollte nicht ins Solarium gehen?

 

Personen unter 18 Jahren,

 

Menschen mit Hauttyp I,

 

Personen mit vielen Leberflecken,

 

Personen, die an Hautkrebs oder einer Vorstufe erkrankt waren,

 

Personen mit transplantierten Organen,

 

Personen, die als Kind häufig Sonnenbrand hatten

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Anika ist Trägerin des Ginger-Gens, Antifeministin, Kämpferin gegen Pickel, Falten und Damenbärte. ;-)
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Eine Antwort auf “Das Solarium - Fakten, Bedenken, Hinweise”

  1. Roulet System Schreibt:

    Tja, das Leben kann so einfach sein, mann muss nur glück haben.

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