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Dienstag, der 21. Mai 2013
Die Hauttypen aus kosmetischer Sicht

Die Hauttypen aus kosmetischer Sicht

Autor: Anika • Sonntag, 15. Juni 2008, 12:56 Uhr
   Kategorie: Körper und Seele

 

Um seine Haut richtig zu pflegen und dafür die entsprechenden Präparate auswählen zu können, ist es notwendig, seinen Hauttyp zu kennen.

Dieser Artikel soll helfen, eine erste „Selbstdiagnose“ stellen zu können.

Die Hauttypen

Im kosmetischen Bereich erfolgt die Einteilung nach Merkmalen, die eine bestimmte Hautbeschaffenheit kennzeichnen.

Der individuelle Hauttyp ist von verschiedenen inneren und äußeren Einflüssen abhängig: Veranlagung, Krankheit, Lebensweise und Ernährung, Hormonschwankungen, Witterungseinflüsse, Umweltschadstoffe und das individuelle Pflegeverhalten.

Nicht immer ist also die Genetik verantwortlich dafür, dass wir einen bestimmten Hauttyp besitzen, sondern die Haut kann in ihrer natürlichen, ursprünglichen Beschaffenheit sozusagen „umkippen“ und sich verändern, und das auch durch eine falsche Pflege.

Wer hat nicht schon ratlos vor dem Spiegel gestanden, sich ratlos und kritisch betrachtet und hier ein Pickelchen und dort eine rote Stelle entdeckt und Haut, die sich vor Trockenheit schuppt oder unschön glänzt?

Da ist zunächst einmal guter Rat teuer.

Und dann geht die Probiererei los, die nichts weiter bringt als einen leeren Geldbeutel und neuen Frust, wenn sich das gewünschte Ergebnis nicht einstellt. Der Markt an kosmetischen Präparaten ist riesig und selbst für mich als „Eingeweihte“ unübersichtlich, und glaubt man den Herstellern, hat jeder DAS ultimative Mittel zur Bekämpfung gerade deiner Probleme im Angebot.

Doch HALT!

Bevor du zugreifst, ist eine Analyse deiner Hautbeschaffenheit notwendig.

Dieser Artikel soll dir dabei helfen, deine Haut in einer Selbstdiagnose kennen zu lernen. Diese Selbsteinschätzung kann jedoch nur eine Erste-Hilfe-Maßnahme sein. Wer tieferen Einblick in die Problematik gewinnen will, sollte eine professionelle Diagnose von einer Kosmetikerin vornehmen lassen.

Der Artikel sagt noch nichts über Behandlungsmöglichkeiten. Er soll lediglich als Orientierungshilfe und dem Erkennen einer Tendenz dienen.


Selbsttest:

Reinige deine Haut mit einer Reinigungsmilch oder einem milden Reinigungsgel. Trag keine Creme auf, sondern lass der Haut einige Minuten Zeit. Dann überprüfe dein Hautbild und versuche, es in eine der folgenden Kategorien einzuordnen.


Unreine fettige Haut:

Sie glänzt, denn sie sondert hauteigenes Fett in übermäßiger Menge ab.

Durch die verminderte Durchblutung wirkt sie fahl, und durch die vermehrte Talgabsonderung sind die Poren vergrößert. Die fettige Haut neigt zu Pickeln, Pusteln und Mitessern.

Fett-feuchte Haut:

Neben einem öligen Film fühlt sie sich feucht an.

Fett-trockene Haut:

Sie fühlt sich trocken an und weist Fettschuppen auf, die sich leicht lösen lassen.

Nach der Reinigung spürst du ein leichtes Spannungsgefühl.

Die fettige Haut neigt nur gering zu Linien und Fältchen.

Mischhaut

Hier findet man die so genannte T-Zone, die Stirn, Nase und Kinn umfasst. Die Haut ist an diesen Stellen eher fettig, während die anderen Partien die Merkmale einer trockenen Haut haben. Auf den Wangen können sich kleine erweiterte Äderchen zeigen (Couperose).

Normale Haut:

Das ist der Idealfall, der Traum überhaupt.

Die Haut ist glatt und geschmeidig, spannt nicht und ist rosig und gut durchblutet.

Der Begriff „normal“ gefällt mir nicht. Sie ist nicht „normal“. Sie ist ein Wunschtraum, und bei den wenigsten Menschen erfüllt er sich. Ich hab in meiner Praxis diesen Hauttyp nur bei ganz jungen Menschen und bei Kindern gesehen.

Trockene Haut

Nach der Reinigung spannt die Haut. Sie juckt und brennt hin und wieder und zeigt häufig gerötete Flecken. Durch ihr Unvermögen, ein Defizit an Fett und Feuchtigkeit selbst auszugleichen, ist sie oft rau und weist schuppige Stellen auf. Ihre Poren sind fein, und sie reagiert sehr besonders empfindlich auf Temperaturveränderungen.

Empfindliche/Sensible Haut

Sie hat im Wesentlichen die Merkmale der trockenen Haut, reagiert jedoch noch stärker auf Einflüsse von außen. Temperaturveränderungen werden sehr übel genommen, und auf mechanische Reize reagiert sie sofort mit Rötungen.

Reife/Anspruchsvolle Haut

Im Alter nimmt die Produktion der Talg- und Schweißdrüsen ab, und aus diesem Grund geht die alternde, reife Haut oft einher mit einer Neigung zur Austrocknung, zu Rötungen, Hornschichteinrissen und Schuppenbildung. Oft wirkt sie fahl und matt. Sie wird dünner und faltiger, und in vielen Fällen bildet sie die so genannten Altersflecken.

Mit etwa zwei Quadratmetern Fläche und etwa vier Kilogramm Gewicht ist unsere Haut unser größtes Sinnes- und Schutzorgan.

Sie verdient es, dass wir sie pflegen. Doch wir können sie nur angemessen und richtig pflegen und versorgen, wenn wir sie kennen.

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Anika ist Trägerin des Ginger-Gens, Antifeministin, Kämpferin gegen Pickel, Falten und Damenbärte. ;-)
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