Fortpflanzungs / Sexualtrieb von Menschen mit Behinderung
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Anika
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21 Dienstag, 15.
Mai 2007 um 14:45 Uhr
Ich hab grad gesehen, dass die Überschrift für meinen Beitrag etwas eng gefasst ist. Mir geht es jetzt nur bedingt um Fortpflanzungs- und Sexualtrieb bei behinderten Menschen Und das hatte ich auch im Kopf, als ich meinen Vorschlag für einen Titel gemacht hab.
Ich beobachte schon lange ein ein junges Paar. Beide sind geistig behindert, aber sie haben sich wohl unglaublich lieb. Sie sind um einander besorgt, rührend fürsorglich und liebevoll. Ich wünschte mir schon oft, dass mancher "Normale" doch mal genauer hinsehen und sich ein Beispiel nehmen sollte.
Ich glaube, sie leben in einer Einrichtung hier ganz in der Nähe.
Ich hoffe und wünsche es den beiden sehr, dass ihnen in geschützter Umgebung Gelegenheit gegeben wird, zusammenzuleben, als richtiges Paar.
Nun frage ich die Leute hier, die Erfahrung damit haben:
Gesetzt den Fall, die beiden werden verantwortungs- und verständnisvoll beraten, was die Schwangerschaftsverhütung bertrifft, und gesetzt den Fall, es funktionierte bisher auch alles.
Was, wenn in diesen beiden, die sich lieb haben, der Kinderwunsch erwacht? Der Wunsch nach einer Familie.
Wie macht man Menschen klar, die im Geist selbst kindlich sind, dass das nicht geht, und wie macht man ihnen klar, dass sie nicht in der Lage sind, ein Kind zu versorgen und zu erziehen, weil sie zu "dumm" sind, bzw. dass ihr Kind vielleicht auch "dumm" wäre, oder dass sie u.U. bei aller Liebe eine Gefahr für ihr Kind darstellen würden?
Ihnen heimlich schwangerschaftsverhütende Mittel zu verabreichen, wäre wohl schon Körperverletzung.
Ich hab grad gesehen, dass die Überschrift für meinen Beitrag etwas eng gefasst ist. Mir geht es jetzt nur bedingt um Fortpflanzungs- und Sexualtrieb bei behinderten Menschen Und das hatte ich auch im Kopf, als ich meinen Vorschlag für einen Titel gemacht hab.
Ich beobachte schon lange ein ein junges Paar. Beide sind geistig behindert, aber sie haben sich wohl unglaublich lieb. Sie sind um einander besorgt, rührend fürsorglich und liebevoll. Ich wünschte mir schon oft, dass mancher "Normale" doch mal genauer hinsehen und sich ein Beispiel nehmen sollte.
Ich glaube, sie leben in einer Einrichtung hier ganz in der Nähe.
Ich hoffe und wünsche es den beiden sehr, dass ihnen in geschützter Umgebung Gelegenheit gegeben wird, zusammenzuleben, als richtiges Paar.
Nun frage ich die Leute hier, die Erfahrung damit haben:
Gesetzt den Fall, die beiden werden verantwortungs- und verständnisvoll beraten, was die Schwangerschaftsverhütung bertrifft, und gesetzt den Fall, es funktionierte bisher auch alles.
Was, wenn in diesen beiden, die sich lieb haben, der Kinderwunsch erwacht? Der Wunsch nach einer Familie.
Wie macht man Menschen klar, die im Geist selbst kindlich sind, dass das nicht geht, und wie macht man ihnen klar, dass sie nicht in der Lage sind, ein Kind zu versorgen und zu erziehen, weil sie zu "dumm" sind, bzw. dass ihr Kind vielleicht auch "dumm" wäre, oder dass sie u.U. bei aller Liebe eine Gefahr für ihr Kind darstellen würden?
Ihnen heimlich schwangerschaftsverhütende Mittel zu verabreichen, wäre wohl schon Körperverletzung.
22 Dienstag, 15.
Mai 2007 um 14:57 Uhr
einer der gründe, warum ich meinen job im grunde liebe.
solche themen werden in der regel sehr ausführlich bereits in schulen für rehabilitation behandelt.
in meiner berufspraxis sind solche themen eigentlich kein problem. meist erkennen die menschen, die z.b. in meiner einrichtung leben, ihre schwächen und stärken, und ihnen ist im grunde klar, dass ihre stärken meist nicht ausreichen, um ein kind verantwortlich gross zu ziehen.
grundsätzlich muss man allerdings bei der art der behinderung differenzieren. liegt keine behinderung mit einem "gen- deffekt" vor, besteht im grunde auch keine gefahr, dass ein kind aus einer partnerschaft von menschen mit behinderungen, eine behinderung erfahren würde.
solche dinge zu besprechen und zu vermitteln, gehören zu meinem berufsfeld. wie oben beschrieben, werden menschen mit und ohne behinderungen ja bereits in der schule ausreichend aufgeklärt. ob sie nun eine "regelschule" oder eine schule für rehabilitation besuchen spielt im grunde keine rolle.
ich betreue menschen ab dem 18. lebensjahr. zwar kommt gelegentlich das thema auf "was wäre wenn". meist besteht aber schon vorwissen und thematisch wird bei einer neuen oder bestehenden partnerschaft nur noch mit ärzten und therapeuten erörtert, welche verhütungsmethode die geeignetste ist (die einnahme anderer medikamente und krankheiten spielen z.b. bei der wahl von sicheren verhütungsmitteln eine rolle.).
aus meiner berufspraxis kann ich berichten, dass der wunsch nach geeigneten verhütungsmitteln meist von dem menschen mit behinderungen selber kommt um ihre sexualität sicher und unbeschwert leben zu können.
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einer der gründe, warum ich meinen job im grunde liebe.
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solche themen werden in der regel sehr ausführlich bereits in schulen für rehabilitation behandelt.
in meiner berufspraxis sind solche themen eigentlich kein problem. meist erkennen die menschen, die z.b. in meiner einrichtung leben, ihre schwächen und stärken, und ihnen ist im grunde klar, dass ihre stärken meist nicht ausreichen, um ein kind verantwortlich gross zu ziehen.
grundsätzlich muss man allerdings bei der art der behinderung differenzieren. liegt keine behinderung mit einem "gen- deffekt" vor, besteht im grunde auch keine gefahr, dass ein kind aus einer partnerschaft von menschen mit behinderungen, eine behinderung erfahren würde.
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solche dinge zu besprechen und zu vermitteln, gehören zu meinem berufsfeld. wie oben beschrieben, werden menschen mit und ohne behinderungen ja bereits in der schule ausreichend aufgeklärt. ob sie nun eine "regelschule" oder eine schule für rehabilitation besuchen spielt im grunde keine rolle.
ich betreue menschen ab dem 18. lebensjahr. zwar kommt gelegentlich das thema auf "was wäre wenn". meist besteht aber schon vorwissen und thematisch wird bei einer neuen oder bestehenden partnerschaft nur noch mit ärzten und therapeuten erörtert, welche verhütungsmethode die geeignetste ist (die einnahme anderer medikamente und krankheiten spielen z.b. bei der wahl von sicheren verhütungsmitteln eine rolle.).
aus meiner berufspraxis kann ich berichten, dass der wunsch nach geeigneten verhütungsmitteln meist von dem menschen mit behinderungen selber kommt um ihre sexualität sicher und unbeschwert leben zu können.
Anika
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23 Dienstag, 15.
Mai 2007 um 15:06 Uhr
Ja, gut, Gig, aber wie verfährt man, wenn ein behindertes Paar nich mehr zugänglich ist für alle Argumente, wenn es alles nicht mehr akzeptiert, was es gelernt und bisher eingesehen hat, weil der Kinderwunsch übermächtig geworden ist?
Sowas kommt ja bei nicht behinderten Menschen auch vor:
"Nee-nee-nee, bloß keine Kinder!"
Dann kommt der richtige Partner daher, und der isses:
"Ja-ja-ja, ich will ein Kind!"
Ist bisschen albern jetzt, ich weiß.
Es soll nur zeigen, dass Meinungs- und Einstellungsänderungen vorkommen. Warum nicht auch bei behinderten Menschen?
Ja, gut, Gig, aber wie verfährt man, wenn ein behindertes Paar nich mehr zugänglich ist für alle Argumente, wenn es alles nicht mehr akzeptiert, was es gelernt und bisher eingesehen hat, weil der Kinderwunsch übermächtig geworden ist?
Sowas kommt ja bei nicht behinderten Menschen auch vor:
"Nee-nee-nee, bloß keine Kinder!"
Dann kommt der richtige Partner daher, und der isses:
"Ja-ja-ja, ich will ein Kind!"
Ist bisschen albern jetzt, ich weiß.

Es soll nur zeigen, dass Meinungs- und Einstellungsänderungen vorkommen. Warum nicht auch bei behinderten Menschen?
24 Dienstag, 15.
Mai 2007 um 15:16 Uhr
wenn wir mal von diesem hypothetischen fall ausgehen:
es gibt die zwangsweise gabe von psychopharmaka in einrichtungen. in abstimmung mit der gesetzlichen betreuung ist es in so einem fall dann natürlich auch möglich, verhütungsmittel zu verabreichen. auch gegen den wunsch von dem menschen mit behinderung. es wird ja immer zum wohle des jeweiligen menschen entschieden. aber: eigentlich wird immer gemeinsam entschieden. die fälle, wo sich der wunsch des zu betreuenden und der des betreuers deutlich unterscheiden und kein konsens möglich ist, sind eher selten. früher oder später hat man um das verständnis erfolgreich geworben.
vorher sollte aber immer gründlich geklärt werden, ob:
a) es wirklich nicht möglich ist, dass dieses paar ein kind mit unterstützung gross ziehen.
b) die variablen aus meinem beitrag zuvor.
allerdings habe ich es noch nie erlebt, dass sich trotz intensiver bemühungen sich jemand gegen den wunsch der betreuung entschieden hat. das sind prozesse die über monate und jahre hinweg laufen.
| Zitat von Anika;134790 | |
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wenn wir mal von diesem hypothetischen fall ausgehen:
es gibt die zwangsweise gabe von psychopharmaka in einrichtungen. in abstimmung mit der gesetzlichen betreuung ist es in so einem fall dann natürlich auch möglich, verhütungsmittel zu verabreichen. auch gegen den wunsch von dem menschen mit behinderung. es wird ja immer zum wohle des jeweiligen menschen entschieden. aber: eigentlich wird immer gemeinsam entschieden. die fälle, wo sich der wunsch des zu betreuenden und der des betreuers deutlich unterscheiden und kein konsens möglich ist, sind eher selten. früher oder später hat man um das verständnis erfolgreich geworben.
vorher sollte aber immer gründlich geklärt werden, ob:
a) es wirklich nicht möglich ist, dass dieses paar ein kind mit unterstützung gross ziehen.
b) die variablen aus meinem beitrag zuvor.
allerdings habe ich es noch nie erlebt, dass sich trotz intensiver bemühungen sich jemand gegen den wunsch der betreuung entschieden hat. das sind prozesse die über monate und jahre hinweg laufen.
Piet
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25 Dienstag, 15.
Mai 2007 um 17:53 Uhr
interessantes Thema. Mich würden mal Zahlen dazu interessieren wie es wirklich mit der Geburtenrate bei Behinderten aussieht. Hier liest man ja mehrere Meinungen und Zahlen dazu. An für sich stimme ich aber Daemo zu das behinderte Menschen keine Kinder bekommen sollten. Ich weiß es natürlich nicht, denke aber das die Chance das das Kind ohne Behinderung zur Welt kommt sicherlich gering ist. Und selbst wenn nicht wird es sicherlich schwer werden wenn die beiden Eltern behindert sind und evtl sogar noch betreut werden für das Kind.
@Gig, Stiff
wie kontrolliert ihr denn ob eure Bewohner auch wirklich verhüten?
muhaha, ich musste jetzt überlegen von was du eigentlich sprichst. blödes Aristokraten-deutsch
interessantes Thema. Mich würden mal Zahlen dazu interessieren wie es wirklich mit der Geburtenrate bei Behinderten aussieht. Hier liest man ja mehrere Meinungen und Zahlen dazu. An für sich stimme ich aber Daemo zu das behinderte Menschen keine Kinder bekommen sollten. Ich weiß es natürlich nicht, denke aber das die Chance das das Kind ohne Behinderung zur Welt kommt sicherlich gering ist. Und selbst wenn nicht wird es sicherlich schwer werden wenn die beiden Eltern behindert sind und evtl sogar noch betreut werden für das Kind.
@Gig, Stiff
wie kontrolliert ihr denn ob eure Bewohner auch wirklich verhüten?
| Zitat | |
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muhaha, ich musste jetzt überlegen von was du eigentlich sprichst. blödes Aristokraten-deutsch

26 Dienstag, 15.
Mai 2007 um 18:07 Uhr
Ich arbeite zwar in keiner Wohneinrichtung aber die Verhütung basiert meistens auf den selben Prinzipien wie die restliche Medikamentenausgabe. Ergo ist der Betreuer verantwortlich für die korrekte Verabreichung auch der Pille. Das darf gerne ergänzt werden.
| Zitat von Psycho_Cowboy;134794 | |
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Ich arbeite zwar in keiner Wohneinrichtung aber die Verhütung basiert meistens auf den selben Prinzipien wie die restliche Medikamentenausgabe. Ergo ist der Betreuer verantwortlich für die korrekte Verabreichung auch der Pille. Das darf gerne ergänzt werden.
27 Dienstag, 15.
Mai 2007 um 21:25 Uhr
ich kann dir jetzt keine zahlen nennen, aber in meiner ca. 11- jährigen berufspraxis ist mir kein fall bekannt geworden, wo ein behindertes paar ein kind gross gezogen hätte.
gut, es gibt fälle, da denk ich mir "die leute sind eigentlich jenseits von gut und böse". aber das sind keine klassischen geistig- oder mehrfachbehinderten menschen.
also nochmal: wenn kein "genetischer defekt" oder eine erbkrankheit vorliegt, ist die chance, dass ein kind eines behinderten paares ebenfalls eine behinderung bekommt, genauso gross, wie bei nicht behinderten paaren. ich gehe jetzt mal von den klassischen behinderungen aus (wenn es sowas überhaupt gibt). behinderungen die durch mangelnde (früh-) förderung hervorgerufen werden sind grundsätzlich natürlich ausgenommen.
grundsätzlich ist behinderung ja auch nicht behinderung. an dieser stelle möchte ich schon ein wenig differenzieren. es gibt nicht DEN behinderten menschen.
ein körperbehinderter mensch, der im rollstuhl sitzt, ist unter umständen genauso gut in der lage ein kinde zu erziehen wie ein mensch der gehen kann. ebenso verhält es sich mit gehörlosen menschen.menschen mit einer lernbehinderung können mit ein wenig unterstützung gute eltern sein.
ja, so ist es. wir arbeiten mit ärzten aus allen fachdisziplinen zusammen. diese verordnen in absprache mit uns medikamte. für diese medikamente gibt es einnahmeschemata die von uns dokumentiert werden müssen. wir sind für die ausgabe und die einnahme der medikamente verantwortlich und zeichnen diesen vorgang mit unserer unterschrift ab.
| Zitat | |
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ich kann dir jetzt keine zahlen nennen, aber in meiner ca. 11- jährigen berufspraxis ist mir kein fall bekannt geworden, wo ein behindertes paar ein kind gross gezogen hätte.
gut, es gibt fälle, da denk ich mir "die leute sind eigentlich jenseits von gut und böse". aber das sind keine klassischen geistig- oder mehrfachbehinderten menschen.
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also nochmal: wenn kein "genetischer defekt" oder eine erbkrankheit vorliegt, ist die chance, dass ein kind eines behinderten paares ebenfalls eine behinderung bekommt, genauso gross, wie bei nicht behinderten paaren. ich gehe jetzt mal von den klassischen behinderungen aus (wenn es sowas überhaupt gibt). behinderungen die durch mangelnde (früh-) förderung hervorgerufen werden sind grundsätzlich natürlich ausgenommen.
grundsätzlich ist behinderung ja auch nicht behinderung. an dieser stelle möchte ich schon ein wenig differenzieren. es gibt nicht DEN behinderten menschen.
ein körperbehinderter mensch, der im rollstuhl sitzt, ist unter umständen genauso gut in der lage ein kinde zu erziehen wie ein mensch der gehen kann. ebenso verhält es sich mit gehörlosen menschen.menschen mit einer lernbehinderung können mit ein wenig unterstützung gute eltern sein.
| Zitat von Stiff Little Finger;134795 | ||||
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ja, so ist es. wir arbeiten mit ärzten aus allen fachdisziplinen zusammen. diese verordnen in absprache mit uns medikamte. für diese medikamente gibt es einnahmeschemata die von uns dokumentiert werden müssen. wir sind für die ausgabe und die einnahme der medikamente verantwortlich und zeichnen diesen vorgang mit unserer unterschrift ab.
Nightwitch
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28 Dienstag, 15.
Mai 2007 um 23:03 Uhr
Ich frage mich gerade, wer bestimmt, dass die Bewohner der Einrichtung Verhütungsmittel nehmen sollen (bzw sollten). Im Endeffekt ist das doch auch ein Eingreifen in das persönliche Recht der Bewohner oder?
Ich rede jetzt nicht von den Bewohnern, die aufgrund ihrer Behinderung sehr wohl in der Lage wären ein Kind gross zu ziehen, sondern wirklich von den schwerst behinderten Menschen. Ich habe ein Fall im Bekanntenkreis. Die Eltern haben Zwillinge und die Ärzte haben bei der Geburt gepfuscht (Eindeutig Ärztefehler). Nur die beiden Jungs sind geistig und auch körperlich behindert. Ich frage mich, was wäre, wenn die beiden nur geistig behindert wären und körperlich sehr wohl in der Lage Beischlaf zu praktizieren. Ihnen ist doch die Tragweite des Verhaltens garnicht bewusst. Ich kann das jetzt an dem Beispiel festmachen, weil ich sie kenne.
Also wird doch auch etwas gegen ihren Willen bzw zu ihrem Wohle getan oder?
Und das die ständige Verhütung mit Antibabypille auch nicht das Beste für den Körper ist, wissen auch die meisten.
Ich möchte ehrlich gesagt nicht in der Pflicht sein müssen, dies zu entscheiden.
Ich frage mich gerade, wer bestimmt, dass die Bewohner der Einrichtung Verhütungsmittel nehmen sollen (bzw sollten). Im Endeffekt ist das doch auch ein Eingreifen in das persönliche Recht der Bewohner oder?
Ich rede jetzt nicht von den Bewohnern, die aufgrund ihrer Behinderung sehr wohl in der Lage wären ein Kind gross zu ziehen, sondern wirklich von den schwerst behinderten Menschen. Ich habe ein Fall im Bekanntenkreis. Die Eltern haben Zwillinge und die Ärzte haben bei der Geburt gepfuscht (Eindeutig Ärztefehler). Nur die beiden Jungs sind geistig und auch körperlich behindert. Ich frage mich, was wäre, wenn die beiden nur geistig behindert wären und körperlich sehr wohl in der Lage Beischlaf zu praktizieren. Ihnen ist doch die Tragweite des Verhaltens garnicht bewusst. Ich kann das jetzt an dem Beispiel festmachen, weil ich sie kenne.
Also wird doch auch etwas gegen ihren Willen bzw zu ihrem Wohle getan oder?
Und das die ständige Verhütung mit Antibabypille auch nicht das Beste für den Körper ist, wissen auch die meisten.
Ich möchte ehrlich gesagt nicht in der Pflicht sein müssen, dies zu entscheiden.
29 Mittwoch, 16.
Mai 2007 um 10:13 Uhr
naja, das hab ich ja schon ausgeführt. betreuungspersonal in der einrichtung mit der gesetzlichen betreuung und den zuständigen ärzten.
wenn man es genau nimmt, lebt kein bewohner einer solchen einrichtung wirklich selbstbestimmt. es ist auch gar nicht möglich, sonst würden sie nicht in einem betreuten umfeld leben. eine behinderung schränkt nunmal ein. unsere aufgabe ist es, sie in allen bereichen zu fördern und die möglichkeiten der selbstbestimmung zu erweitern.
mein persönlicher anspruch ist es, dass jeder mensch sein leben maximal selbstbestimmt gestalten kann. du und ich leben ja auch nicht wirklich selbstbestimmt.
ich bin nicht sicher, ob ich mich missverständlich ausgedrückt habe. es bekommt nicht jeder behinderte mensch pauschal ein verhütungsmittel in seinen medikamentenplan aufgezwungen. es beschränkt sich auf die menschen, die sexuell aktiv sind und/ oder wo zu erwarten ist, dass sie ihr sexualleben leben wollen. die vergabe von verhütungsmitteln bei schwerstmehrfachbehinderte menschen möchte ich jetzt nicht pauschal aus ausschliessen. allerdings ist eine medikation in diesem bereich doch eher selten.
lies meinen text nochmal
wir unternehmen nichts gegen die bewohner sonder nur dinge gemeinsam mit den bewohnern. dies ist ein prozess der schon mit der aufklärung in schulen beginnt und in wohneinrichtungen bzw. im elternhaus- oder wo auch immer- seine fortsetzung findet (im idealfall). also über viele jahre hinweg. natürlich kommt es vor, dass der betreute mensch nicht immer (direkt) einverstanden ist oder die situation vollkommen überblicken kann. dies zu vermitteln ist aber meine / unsere aufgabe.
die alternative zu verhütungsmitteln wäre dann übrigens ein regides "sexverbot", wie es in manchen elternhäusern leider immer noch "vorgeschrieben" wird: "mein kind (oder das kind) hat keine sexuellen gelüste...weiss gar nicht wie das geht....macht sowas nicht....WAS?........ist doch ein kind....bla bla bla". vor allem in elternhäusern, wo menschen mit behinderungen überbehütet werden. es gibt dafür einen fachausdruck, der mir leider gerade nicht einfallen will. leider ein gängiges und weitverbreitetes phänomen in unserer ansonsten doch so sexualisierten und freizügigen gesellschaft.
mit dem nicht- ausleben von sexualität gehen ja weiter probleme einher. sexualität hat ja nicht nur etwas triebhaftes. sexualität ist ja auch psychohygiene, zuwendung durch den austausch von zärtlichkeiten. sexualität ist ein grundrecht und gehört zum menschsein.
wer sich näher mit dem thema beschäftigen will, dem sei das buch:
Amazon.de: Behinderte Sexualit...Bücher: Manuela Bannasch
für den einstieg empfohlen. meine ausgabe hat nun schon ein paar jahre auf dem puckel. um einen ersten einstieg zu wagen und von der "bewegung" und den möglichkeiten innerhalb der behindertenarbeit zu erfahren, ist es aber eigentlich ganz gut.
ein ansatz der bei dieser diskussion herausgekommen ist, ist der sog. körperkontaktservice. es gibt oder gab mal den verein sensis. dort wurden unter anderem sexualbegleiter- und begleiterinnen ausgebildet. das angebot ging über streicheln bis hin zum beischlaf. allerdings nicht so, wie man es sich von einem angebot von callboys oder callgirls vorstellt.
Bundesvereinigung Lebenshilfe: Artikel
BM-Online: Sex
http://www.behinderung-sexuali...4bdd20eca2e27849ed8b9b8e4a3fc
Espress-O - Streicheldienste -...r service für Behinderte
Sexualität und Behinderung - @ 20six.de
wie schon geschrieben: niemand entscheidet sowas alleine.
| Zitat | |
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naja, das hab ich ja schon ausgeführt. betreuungspersonal in der einrichtung mit der gesetzlichen betreuung und den zuständigen ärzten.
wenn man es genau nimmt, lebt kein bewohner einer solchen einrichtung wirklich selbstbestimmt. es ist auch gar nicht möglich, sonst würden sie nicht in einem betreuten umfeld leben. eine behinderung schränkt nunmal ein. unsere aufgabe ist es, sie in allen bereichen zu fördern und die möglichkeiten der selbstbestimmung zu erweitern.
mein persönlicher anspruch ist es, dass jeder mensch sein leben maximal selbstbestimmt gestalten kann. du und ich leben ja auch nicht wirklich selbstbestimmt.
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ich bin nicht sicher, ob ich mich missverständlich ausgedrückt habe. es bekommt nicht jeder behinderte mensch pauschal ein verhütungsmittel in seinen medikamentenplan aufgezwungen. es beschränkt sich auf die menschen, die sexuell aktiv sind und/ oder wo zu erwarten ist, dass sie ihr sexualleben leben wollen. die vergabe von verhütungsmitteln bei schwerstmehrfachbehinderte menschen möchte ich jetzt nicht pauschal aus ausschliessen. allerdings ist eine medikation in diesem bereich doch eher selten.
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lies meinen text nochmal
wir unternehmen nichts gegen die bewohner sonder nur dinge gemeinsam mit den bewohnern. dies ist ein prozess der schon mit der aufklärung in schulen beginnt und in wohneinrichtungen bzw. im elternhaus- oder wo auch immer- seine fortsetzung findet (im idealfall). also über viele jahre hinweg. natürlich kommt es vor, dass der betreute mensch nicht immer (direkt) einverstanden ist oder die situation vollkommen überblicken kann. dies zu vermitteln ist aber meine / unsere aufgabe.die alternative zu verhütungsmitteln wäre dann übrigens ein regides "sexverbot", wie es in manchen elternhäusern leider immer noch "vorgeschrieben" wird: "mein kind (oder das kind) hat keine sexuellen gelüste...weiss gar nicht wie das geht....macht sowas nicht....WAS?........ist doch ein kind....bla bla bla". vor allem in elternhäusern, wo menschen mit behinderungen überbehütet werden. es gibt dafür einen fachausdruck, der mir leider gerade nicht einfallen will. leider ein gängiges und weitverbreitetes phänomen in unserer ansonsten doch so sexualisierten und freizügigen gesellschaft.
mit dem nicht- ausleben von sexualität gehen ja weiter probleme einher. sexualität hat ja nicht nur etwas triebhaftes. sexualität ist ja auch psychohygiene, zuwendung durch den austausch von zärtlichkeiten. sexualität ist ein grundrecht und gehört zum menschsein.
wer sich näher mit dem thema beschäftigen will, dem sei das buch:
Amazon.de: Behinderte Sexualit...Bücher: Manuela Bannasch
für den einstieg empfohlen. meine ausgabe hat nun schon ein paar jahre auf dem puckel. um einen ersten einstieg zu wagen und von der "bewegung" und den möglichkeiten innerhalb der behindertenarbeit zu erfahren, ist es aber eigentlich ganz gut.
ein ansatz der bei dieser diskussion herausgekommen ist, ist der sog. körperkontaktservice. es gibt oder gab mal den verein sensis. dort wurden unter anderem sexualbegleiter- und begleiterinnen ausgebildet. das angebot ging über streicheln bis hin zum beischlaf. allerdings nicht so, wie man es sich von einem angebot von callboys oder callgirls vorstellt.
Bundesvereinigung Lebenshilfe: Artikel
BM-Online: Sex
http://www.behinderung-sexuali...4bdd20eca2e27849ed8b9b8e4a3fc
Espress-O - Streicheldienste -...r service für Behinderte
Sexualität und Behinderung - @ 20six.de
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30 Mittwoch, 16.
Mai 2007 um 11:31 Uhr
Ich wollte jetzt auch niemanden mit meinem Text angreifen. Mir ist schon bewusst, dass die Bewohner Einschränkungen in ihrem eigenen Willen haben müssen, halt weil ihnen meist der Verstand dafür fehlt.
Es waren nur allgemeine Fragen, die mir beim Lesen der Textpassagen in den Sinn gekommen sind.
Ich stimme dir nur bedingt zu, dass wir auch nicht komplett frei in unseren Entscheidungen sind, denn ich bin grundsätzlich der Meinung, ein "normaler" Mensch (entschuldigt bitte die Formulierung) kann sehr wohl seine Taten und die Folgen einschätzen und auch danach handeln.
Letztendlich ist alles möglich, man muss dann nur mit den Konsequenzen leben. Da könnten mir auch keine Gesetze oder Moralvorstellungen einen Riegel vorschieben.
Aber das weiter auszuführen, würde hier zu weit gehen.
Zum Thema Beischlaf und Verhütung: Da kann ich als Person sehr wohl entscheiden, wann ich mit wem und wie geschützt Verkehr haben will.
Ich habe mit meinem Freund nicht verhütet (die Gründe gehen nur uns was an), wir können also sagen, wir haben eine mögliche Schwangerschaft billigend in Kauf genommen, obwohl wir uns da nie so richtig Gedanken drüber gemacht haben. Uns kann man jetzt sonst was vorwerfen, wir sind mit der Entwicklung aber mehr als zufrieden und freuen uns darüber.
Sicherlich gibt es in Einrichtungen auch schwarze Schafe, wo die Bewohner keine so weiten Entscheidungsmöglichkeiten haben, wie sie z.b. in deiner Einrichtung haben. Und das finde ich schade. Aber hier wären wieder andere Organe gefragt, damit sowas nicht passiert und das kostet wieder Geld und das haben wir bekanntlich ja nicht.
Ich finde es jedenfalls gut, dass es solche Einrichtungen gibt für Menschen die gehandicapt sind und ich bewundere jeden, der mit den Menschen arbeiten kann und will. Ich weiss ganz genau, ich kann dies nicht. Die Pflege meiner "nur" bettlägrigen Oma und der "nur" herzkranken Schwiegermutter hat mir das gezeigt.
Auch wenn Entscheidungen nur im Konsens getroffen werden, müsste ich nicht als Erziehungsberechtigten entweder die Entscheidungen zum Schluss alleine treffen oder halt die "Verantwortung" auf das Pflege- und Ärztepersonal weitergeben?
Was ist dann, wenn ich merke, dass sie meinem Kind etwas antun, was ich nicht will. Müsste ich mir dann nicht Vorwürfe machen, dass ich es nicht alleine geschafft habe, bzw die Verantwortung abgegeben habe?
Ich bin ehrlich gesagt froh, dass bislang mit dem Baby alles in Ordnung ist und ich wüsste auch ehrlich gesagt nicht, wie ich reagieren würde, wenn sich herausstellt, dass mein Kind behindert (im Sinne von so stark behindert, dass es professionelle Hilfe bedarf) zur Welt kommen würde.
Ich weiss es echt nicht und ich bete zu wem auch immer, das dies nicht geschehen möge, weder in der Schwangerschaft noch hinterher.
Ich wollte jetzt auch niemanden mit meinem Text angreifen. Mir ist schon bewusst, dass die Bewohner Einschränkungen in ihrem eigenen Willen haben müssen, halt weil ihnen meist der Verstand dafür fehlt.
Es waren nur allgemeine Fragen, die mir beim Lesen der Textpassagen in den Sinn gekommen sind.
Ich stimme dir nur bedingt zu, dass wir auch nicht komplett frei in unseren Entscheidungen sind, denn ich bin grundsätzlich der Meinung, ein "normaler" Mensch (entschuldigt bitte die Formulierung) kann sehr wohl seine Taten und die Folgen einschätzen und auch danach handeln.
Letztendlich ist alles möglich, man muss dann nur mit den Konsequenzen leben. Da könnten mir auch keine Gesetze oder Moralvorstellungen einen Riegel vorschieben.
Aber das weiter auszuführen, würde hier zu weit gehen.
Zum Thema Beischlaf und Verhütung: Da kann ich als Person sehr wohl entscheiden, wann ich mit wem und wie geschützt Verkehr haben will.
Ich habe mit meinem Freund nicht verhütet (die Gründe gehen nur uns was an), wir können also sagen, wir haben eine mögliche Schwangerschaft billigend in Kauf genommen, obwohl wir uns da nie so richtig Gedanken drüber gemacht haben. Uns kann man jetzt sonst was vorwerfen, wir sind mit der Entwicklung aber mehr als zufrieden und freuen uns darüber.
Sicherlich gibt es in Einrichtungen auch schwarze Schafe, wo die Bewohner keine so weiten Entscheidungsmöglichkeiten haben, wie sie z.b. in deiner Einrichtung haben. Und das finde ich schade. Aber hier wären wieder andere Organe gefragt, damit sowas nicht passiert und das kostet wieder Geld und das haben wir bekanntlich ja nicht.
Ich finde es jedenfalls gut, dass es solche Einrichtungen gibt für Menschen die gehandicapt sind und ich bewundere jeden, der mit den Menschen arbeiten kann und will. Ich weiss ganz genau, ich kann dies nicht. Die Pflege meiner "nur" bettlägrigen Oma und der "nur" herzkranken Schwiegermutter hat mir das gezeigt.
Auch wenn Entscheidungen nur im Konsens getroffen werden, müsste ich nicht als Erziehungsberechtigten entweder die Entscheidungen zum Schluss alleine treffen oder halt die "Verantwortung" auf das Pflege- und Ärztepersonal weitergeben?
Was ist dann, wenn ich merke, dass sie meinem Kind etwas antun, was ich nicht will. Müsste ich mir dann nicht Vorwürfe machen, dass ich es nicht alleine geschafft habe, bzw die Verantwortung abgegeben habe?
Ich bin ehrlich gesagt froh, dass bislang mit dem Baby alles in Ordnung ist und ich wüsste auch ehrlich gesagt nicht, wie ich reagieren würde, wenn sich herausstellt, dass mein Kind behindert (im Sinne von so stark behindert, dass es professionelle Hilfe bedarf) zur Welt kommen würde.
Ich weiss es echt nicht und ich bete zu wem auch immer, das dies nicht geschehen möge, weder in der Schwangerschaft noch hinterher.
31 Mittwoch, 16.
Mai 2007 um 12:52 Uhr
entschuldige, ich kann aber nicht anders. wieder so eine unschöne formulierung
was bedeutet denn verstand, bitteschön. ich würde es eher als teil-begabung oder talent bezeichnen. in der aktuellen intelligenzforschung wird nämlich auch unterteilt in viele verschiedene bereiche. es gibt nicht DEN doofen. vielleicht ist jemand zu doof zum kochen (allgemein). dafür kann er aber andere dinge besonders gut.
aber bist du in deiner handlungsfähigkeit nicht auch abhängig bzw. eingeschränkt von und durch vielerlei dinge
?
naja, anders ist es in meiner einrichtung, um sie nochmal als beispiel anzuführen, auch nicht. es gibt regeln und "vorschriften" die es einzuhalten gilt. insgesamt vielleicht eine kleinere lebenswelt. funktioniert aber wie die grosse. baut jemand scheisse und ist sich dessen auch bewusst (was jeden tag passiert) --> kommt der dicke giganto und es gibt was mit der groben kelle. ich bin quasi der hüter über anstand und moral :wacko: in der grossen welt kommt der schutzmann.
sicherlich gibt es vereinzelt auch schwarze schafe. da solche einrichtungen immer mit mitteln der öffentlichen hand finanziert werden und die vorschriften ziemlich deutlich sind, gibt es einfach kein sodom und gomorrha wie von maik beschrieben. das ist grobes verletzen von sämtlichen rechten und pflichten die mit meinem berufsethos einher gehen.-
pflege von alten und behinderten menschen unterscheidet sich schon, wie ich finde. ausserdem hat man in meinem berufsfeld nicht immer mit der klassischen pflege zu tun. sie nimmt nur einen sehr geringen teil meiner täglichen arbeit ein. ich begleite und leite eher mit worten an, als das ich selber tätig werde.
naja, jeder gibt aus seiner fachlichen sicht einen teil zum ganzen hinzu. da spiele die gefühle der herkunftsfamilie sicher auch eine rolle.
was meinst du denn mit antun? :shock:
ich und meine frau würden sich IMMER für das kind entscheiden. das haben wir sehr klar mit uns ausgemacht. ich kann es aber auch niemandem verübeln, wenn er sich gegen ein behindertes kind entscheiden würde. unter einer voraussetzung allerdings: man muss sich mit dem thema beschäftigt haben, z.b. mal eine einrichtung besuchen. beratung von ärztlicher seite wird nämlich in der regel sehr kurz und knapp gehalten. was ich da schon für geschichten gehört habe. X(
übrigens sind nur 4 % der behinderten menschen in deutschland von geburt an behindert.
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entschuldige, ich kann aber nicht anders. wieder so eine unschöne formulierung
was bedeutet denn verstand, bitteschön. ich würde es eher als teil-begabung oder talent bezeichnen. in der aktuellen intelligenzforschung wird nämlich auch unterteilt in viele verschiedene bereiche. es gibt nicht DEN doofen. vielleicht ist jemand zu doof zum kochen (allgemein). dafür kann er aber andere dinge besonders gut.| Zitat | |
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aber bist du in deiner handlungsfähigkeit nicht auch abhängig bzw. eingeschränkt von und durch vielerlei dinge
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naja, anders ist es in meiner einrichtung, um sie nochmal als beispiel anzuführen, auch nicht. es gibt regeln und "vorschriften" die es einzuhalten gilt. insgesamt vielleicht eine kleinere lebenswelt. funktioniert aber wie die grosse. baut jemand scheisse und ist sich dessen auch bewusst (was jeden tag passiert) --> kommt der dicke giganto und es gibt was mit der groben kelle. ich bin quasi der hüter über anstand und moral :wacko: in der grossen welt kommt der schutzmann.
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sicherlich gibt es vereinzelt auch schwarze schafe. da solche einrichtungen immer mit mitteln der öffentlichen hand finanziert werden und die vorschriften ziemlich deutlich sind, gibt es einfach kein sodom und gomorrha wie von maik beschrieben. das ist grobes verletzen von sämtlichen rechten und pflichten die mit meinem berufsethos einher gehen.-
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pflege von alten und behinderten menschen unterscheidet sich schon, wie ich finde. ausserdem hat man in meinem berufsfeld nicht immer mit der klassischen pflege zu tun. sie nimmt nur einen sehr geringen teil meiner täglichen arbeit ein. ich begleite und leite eher mit worten an, als das ich selber tätig werde.
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naja, jeder gibt aus seiner fachlichen sicht einen teil zum ganzen hinzu. da spiele die gefühle der herkunftsfamilie sicher auch eine rolle.
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was meinst du denn mit antun? :shock:
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ich und meine frau würden sich IMMER für das kind entscheiden. das haben wir sehr klar mit uns ausgemacht. ich kann es aber auch niemandem verübeln, wenn er sich gegen ein behindertes kind entscheiden würde. unter einer voraussetzung allerdings: man muss sich mit dem thema beschäftigt haben, z.b. mal eine einrichtung besuchen. beratung von ärztlicher seite wird nämlich in der regel sehr kurz und knapp gehalten. was ich da schon für geschichten gehört habe. X(
übrigens sind nur 4 % der behinderten menschen in deutschland von geburt an behindert.

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