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G8 Gipfel 2007 in Heiligendamm

G8 Gipfel 2007 in Heiligendamm


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Lisa
Grünschnabel

Beiträge: 83


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Dabei seit: 15. Nov 2006
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1    Dienstag, 29. Mai 2007 um 11:48 Uhr
      

Bald ist G8 Gipfel und die Werbespotts der Aktion Deine Stimme gegen Armut läuft ständig im Fernsehen. Mir geht das Thema an die Nieren. Bisher hat sich bei den wichtigsten und mächtigsten Nationen dieses Erdballs noch nicht viel bewegt. Versprechungen wurden nicht vollständig eingelöst.

 Zitat
* Täglich sterben allein an den Folgen von Hunger und Unterernährung 24.000 Menschen weltweit.

* Mehr als 860 Millionen Menschen können nicht lesen und schreiben.

* In den ärmsten Ländern ist eine Schwangerschaft lebensgefährlich: Eine von 48 Frauen stirbt bei der Entbindung.

* Mehr als eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

* Jährlich sterben elf Millionen Kinder an vermeidbaren Krankheiten.

Zahlen, die erschrecken und doch nur einige wenige der unzähligen Fakten zur Armut sind, die im Jahr 2000 die Regierungschefs dieser Welt bewogen hatten, die Millenniumserklärung der Vereinten Nationen zu unterzeichnen. Das Ziel: bis 2015 die Anzahl der in extremer Armut lebenden Menschen auf die Hälfte zu senken. Sieben Jahre nach Verabschiedung dieser Erklärung ist es nicht gut um dieses Vorhaben bestellt. Und das, obwohl die Menschheit heute die Mittel hat, die Armut zu beseitigen und damit die Wahrscheinlichkeit von Elend, Tod, Flucht und Krieg weltweit zu verringern.
 Zitat
* mehr und bessere Entwicklungszusammenarbeit * einen gerechten Welthandel

* einen umfassenden Schuldenerlass für die armen Länder

* Demokratisierungsprozesse in Entwicklungsländern

Ohne diese Grundlage haben alle Anstrengungen der armen Länder selbst kaum eine Chance. Nur wenn die wohlhabenden Staaten ihrem Teil der Übereinkunft baldmöglichst nachkommen, können die Regierungen der armen Länder ihre Verpflichtung erfüllen: durch verbesserte Regierungsführung und effektiveren Umgang mit den Ressourcen die Armut nachhaltig zu bekämpfen.
Also alle Mitmachen! Die Teilnahme ist kostenlos! Deine Stimme gegen Armut


Giganto
Grünschnabel
Beiträge: 6674


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2    Dienstag, 29. Mai 2007 um 17:16 Uhr
      

bei mir macht sich immer so ein komisches gefühl breit, wenn ich lese, dass sich millionen-schwere promis gegen armut engagieren.

bei wikipedia habe ich z.b. gelesen, dass sich das geschätzte vermögen der band u2 auf rund 700 millionen € beläuft.

brad pitt erhält pro film eine gage von etwa 17,5 millionen €.

laut forbes liste kommt frau claudia schiffer auf 250 millionen € geschätztes vermögen.

ich glaube das reicht erstmal an beispielen.

ganz nett an der aktion finde ich, dass sie kein geld einsammeln. damit ist bono vor ein paar jahren ordentlich in die kritik geraten.

ich sehe diese werbenden promis allerdings trotzdem als teil des systems. die verdienen ja ordentich mit am dicken kuchen der 1. welt.

klar, werden jetzt einige sagen: die promis spenden sicher viel geld (was sie allerdings für steuerliche vorteile nutzen können und ihren bekanntheitsgrad und ihr ansehen weiter hebt.) und durch ihren namen und bekanntheitsgrad werden mehr leute angesprochen und zum mitmachen animiert.

aber bei mir bleibt dieses komische gefühl.



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rocherie
Grünschnabel

Beiträge: 436


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3    Dienstag, 29. Mai 2007 um 20:36 Uhr
      

schön und gut..immer darüber zu sinnieren wie es den Ärmsten der Armen geht.
Schön und gut...mit Geld hier und da zu helfen.
Schön und gut..das arme Waisenkind in Burkina Faso zum Schulbesuch zu unterstützen.

ich will auch beileibe nicht sagen, daß das nicht okay wäre.

Dennoch:
wer sieht wenn es dem Nachbarkind schlecht geht weil es wenig/keine Fürsorge hat?
Wer hilft dem trostlosen Teenager bei der Jobsuche?
Wer fragt die alte Nachbarin von nebenan ob er ihr bei großer Hitze mal einen Kasten Wasser vorbeibringen kann?
Wer bietet dem Menschen, von dem man weiß daß er sehr viel alleine ist (und dabei gerne mal Unterhaltung hätte) einen Abend am Grill an?


Ich möchte nicht falsch verstanden werden. Alles und jede Hilfe hat ihre Berechtigung.
Trotzdem würde ich mich freuen wenn manch einer direkt helfen würde statt mit Geld sein Gewissen beruhigen würde.

Was nicht heißen soll, daß derjenige der wirklich Geld übrig hat es trotzdem und zusätzlich tut.


Schwere Welt..arme Welt.
Und ich fasse mir zuerst an meine Nase...


Anika

Mitgliedschaft beendet
4    Dienstag, 29. Mai 2007 um 20:54 Uhr
      

 Zitat von rocherie;135230
schön und gut..immer darüber zu sinnieren wie es den Ärmsten der Armen geht.
Schön und gut...mit Geld hier und da zu helfen.
Schön und gut..das arme Waisenkind in Burkina Faso zum Schulbesuch zu unterstützen.

ich will auch beileibe nicht sagen, daß das nicht okay wäre.

Dennoch:
wer sieht wenn es dem Nachbarkind schlecht geht weil es wenig/keine Fürsorge hat?
Wer hilft dem trostlosen Teenager bei der Jobsuche?
Wer fragt die alte Nachbarin von nebenan ob er ihr bei großer Hitze mal einen Kasten Wasser vorbeibringen kann?
Wer bietet dem Menschen, von dem man weiß daß er sehr viel alleine ist (und dabei gerne mal Unterhaltung hätte) einen Abend am Grill an?


Ich möchte nicht falsch verstanden werden. Alles und jede Hilfe hat ihre Berechtigung.
Trotzdem würde ich mich freuen wenn manch einer direkt helfen würde statt mit Geld sein Gewissen beruhigen würde.

Was nicht heißen soll, daß derjenige der wirklich Geld übrig hat es trotzdem und zusätzlich tut.


Schwere Welt..arme Welt.
Und ich fasse mir zuerst an meine Nase...


Dem ist nichts hinzuzufügen.
Ist ebenfalls meine Meinung.


Susan
Grünschnabel

Beiträge: 1622


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Dabei seit: 08. Jan 2006
Letzter Login: 24. Mar 2008
 
5    Dienstag, 29. Mai 2007 um 21:48 Uhr
      

 Zitat von Anika;135233
 Zitat von rocherie;135230
schön und gut..immer darüber zu sinnieren wie es den Ärmsten der Armen geht.
Schön und gut...mit Geld hier und da zu helfen.
Schön und gut..das arme Waisenkind in Burkina Faso zum Schulbesuch zu unterstützen.

ich will auch beileibe nicht sagen, daß das nicht okay wäre.

Dennoch:
wer sieht wenn es dem Nachbarkind schlecht geht weil es wenig/keine Fürsorge hat?
Wer hilft dem trostlosen Teenager bei der Jobsuche?
Wer fragt die alte Nachbarin von nebenan ob er ihr bei großer Hitze mal einen Kasten Wasser vorbeibringen kann?
Wer bietet dem Menschen, von dem man weiß daß er sehr viel alleine ist (und dabei gerne mal Unterhaltung hätte) einen Abend am Grill an?


Ich möchte nicht falsch verstanden werden. Alles und jede Hilfe hat ihre Berechtigung.
Trotzdem würde ich mich freuen wenn manch einer direkt helfen würde statt mit Geld sein Gewissen beruhigen würde.

Was nicht heißen soll, daß derjenige der wirklich Geld übrig hat es trotzdem und zusätzlich tut.


Schwere Welt..arme Welt.
Und ich fasse mir zuerst an meine Nase...


Dem ist nichts hinzuzufügen.
Ist ebenfalls meine Meinung.


Trefflich formuliert! Wunderbare Beispiele!

Wer wachen Auges durchs Leben geht, ein gewisses Gespür für die Bedürfnisse/ Nöte anderer hat, sich verantwortlich fühlt und bereit ist zu helfen, der wird immer wieder mit kleinen und ab und zu vielleicht größeren Taten Gutes tun.

Neben Hilfsbereitschaft, Mitgefühl, Zivilcourage etc. ist finanzielle Unterstützung an der richtigen Stelle sicherlich eine ebenso sinnvolle Möglichkeit Nächstenliebe zu praktizieren.


Giganto
Grünschnabel
Beiträge: 6674


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6    Sonntag, 03. Juni 2007 um 11:47 Uhr
      

Vom 6. - 8. Juni 2007 treffen sich die Regierungschefs der sieben wichtigsten Industrieländer und Russlands zum 33. G8 Gipfeltreffen im Ostseebad Heiligendamm. Die Gruppe der G8 ist eine Institution ohne Legitimation- z. B. mit Mandat von den Vereinten Nationen (UNO). Dennoch trifft sie als selbsternannte informelle Weltregierung Entscheidungen, die die gesamte Menschheit betreffen.

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Babba
Grünschnabel

Beiträge: 19


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Dabei seit: 24. Feb 2007
Letzter Login: 07. Jun 2007
 
7    Montag, 04. Juni 2007 um 12:41 Uhr
      

So wird in Deutschland Politik gemacht!

[size=14]Ein geheimes Protokoll dokumentiert, wie Bundeskanzlerin Merkel zum G-8-Gipfel in den Medien punkten will.
[/size] [EMAIL="innenpolitik-online@sueddeutsche.de"][/EMAIL]



 Zitat

Geldof: "Was Sie versprochen haben und was wir fordern, sind allein 700 Millionen Euro in diesem Jahr (. . .) 700 Millionen, Frau Bundeskanzlerin, 700 Millionen sind so wenig (zeigt mit zwei Fingern). Deutschland ist das größte Land in Europa, die größte Volkswirtschaft."

Angela Merkel behandelte den aufgeregten Interviewer freundlich, sagte aber auch, dass Afrika "auf eigenen Beinen stehen müsse". Was nicht in dem Bild-Interview stand, ist in einem vertraulichen Protokoll der Bundesregierung zur Vorbereitung des G-8-Gipfels nachzulesen.


"Sherpa" an "Geldorf"
Unter Punkt "5. - Afrika" findet sich die Passage: "Für den Gipfel will die Bundeskanzlerin ankündigen, dass Deutschland 750 Millionen Euro zusätzlich 2008 in den Haushalt einstellt. Bob Geldorf habe ihr versichert, dass bei einem solchen Schritt er persönlich auf Kritiker wie Herbert Grönemeyer Einfluss nehmen werde, um deren Kritik zu mäßigen."

Interessanter ist der Fakt, dass sich die Kanzlerin laut Pfaffenbach "versichern" ließ, dass ein Kritiker der Afrika-Politik wie Grönemeyer ("Deine Stimme gegen Armut"Zwinker quasi gekauft werden könnte und dass Geldof, der gemeinsam mit Grönemeyer und dem U2-Sänger Bono am 7. Juni in Rostock im Rahmen eines großen Pop-Konzertes Music & Messages auftritt, offenkundig glaubt, dass er Grönemeyer mäßigen kann, wenn das Geld im Beutel klingelt. Für einen Ablasshandel war Grönemeyer bislang nie zu haben.

Die kleine Pfaffenbach-Notiz über ein verschwiegenes Treffen im Kanzleramt am 20. Mai, an dem neun honorable Personen teilnahmen, verrät einiges über die Vorstellung von Regierenden, wie Politik cooler werden kann, aber auch manches über den Zustand der Pop-Protestkultur.


G-8-Gipfel Die guten Menschen ...Deutschland - sueddeutsche.de

Und plötzlich will sie zahlen. War für den Gipfel nicht vorgesehen.

Regierung will Milliarden f&uu...chten von Tagesspiegel Online


Giganto
Grünschnabel
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8    Montag, 04. Juni 2007 um 20:46 Uhr
      

ich hab einen interessanten artikel auf spiegel- online gefunden, der im grunde unterstreicht, was ich schon länger denke. finanzielle hilfen für afrika sind im grunde völlig überflüssig, weil der kontinent im grunde alles bietet um die menschen gut darstehen zu lassen. das problem sind die regierungen, die an der macht sind und die bevölkerung ausbluten lassen:

 Zitat
Henry Lubega arbeitet als Journalist in Ugandas Hauptstadt Kampala. Von den Plänen, die Entwicklungshilfe für Afrika zu erhöhen, hält er wenig - wie eine steigende Zahl afrikanischer Intellektueller. "Afrikas Problem ist doch nicht der Mangel an Geld", sagt Lubega.

Viele afrikanische Länder sind mit Rohstoffen gesegnet, gerade durch den chinesischen Wirtschaftsboom und Hunger nach Rohstoffen sind sie viel eher Profiteure der Globalisierung als deren Opfer. Und deshalb sei es eine "Tragödie", dass ständig versucht werde, die Hilfszahlungen zu erhöhen.

Warum diese gutgemeinte Hilfe schade? "Die Regierungen hier lassen es sich auf eine unverschämte Art und Weise von den westlichen Steuergeldern gutgehen und unternehmen nahezu nichts, die eigene Wirtschaft zu fördern." Ohne die komme Afrika aber nicht auf die Beine.


G-8-Gipfel: Warum Afrika kein ... SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

wie man einen sanften und guten weg finden kann, das problem mit den regierungen zu lösen, ist mir derzeit aber ein rätsel. wie man es am besten nicht macht, verrät ein blick in den nahen osten.

das ändert für mich aber nichts an der wichtigkeit der proteste. es gibt nämlich dieses problem in afrika, was man nicht wegreden kann. und es gibt diese politik die von den g8 staaten ausgeht.

@babba: von bob geldorf und co. halte ich gar nichts. für mich sind sie mit ihren vielen millionen auf den konten teil des problems und nicht der lösung.
wenn multimillionäre hilfe für die hungernden und armen menschen auf der welt philosophieren bekomm ich brechreiz.


Lisa
Grünschnabel

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9    Montag, 04. Juni 2007 um 22:17 Uhr
      

 Zitat von rocherie;135230
schön und gut..immer darüber zu sinnieren wie es den Ärmsten der Armen geht.
Schön und gut...mit Geld hier und da zu helfen.
Schön und gut..das arme Waisenkind in Burkina Faso zum Schulbesuch zu unterstützen.

ich will auch beileibe nicht sagen, daß das nicht okay wäre.

Dennoch:
wer sieht wenn es dem Nachbarkind schlecht geht weil es wenig/keine Fürsorge hat?
Wer hilft dem trostlosen Teenager bei der Jobsuche?
Wer fragt die alte Nachbarin von nebenan ob er ihr bei großer Hitze mal einen Kasten Wasser vorbeibringen kann?
Wer bietet dem Menschen, von dem man weiß daß er sehr viel alleine ist (und dabei gerne mal Unterhaltung hätte) einen Abend am Grill an?


Ich möchte nicht falsch verstanden werden. Alles und jede Hilfe hat ihre Berechtigung.
Trotzdem würde ich mich freuen wenn manch einer direkt helfen würde statt mit Geld sein Gewissen beruhigen würde.

Was nicht heißen soll, daß derjenige der wirklich Geld übrig hat es trotzdem und zusätzlich tut.


Schwere Welt..arme Welt.
Und ich fasse mir zuerst an meine Nase...


Ist mir zu weit am Thema vorbei. Es geht hier um die Menschen in der dritten Welt die wirklich Probleme haben und nicht unter der Gesellschaft in der ersten Welt leiden. Angesichts verhungernder Menschen will ich nicht über Teenager quatschen, jedenfalls nicht in diesem Thread. Natürlich hat das Thema generell eine Berechtigung. Also nicht falsch verstehen.

Zu Bono und den anderen Gutmenschen.

Im Zeitinterview gibt er zu verstehen warum er erst kürzlich aus steuerlichen Gründen seinen Hauptwohnsitz in die Niederlande verlegt hat. Scheinbar setzt er für sich und seine bonzigen Bandkollegen anderen Massstäbe an.

 Zitat
ZEIT: Dient es auch der Sache, wenn, wie im letzten Jahr geschehen, U2 ihren Steuersitz von Irland in die Niederlande verlegen? Ein irischer Kommentator schrieb: Die wollen einen Freibrief.

Bono: Das ist einfach nicht wahr. Wir haben eine Menge Steuern gezahlt. Und ich kenne kein einziges Unternehmen, das mehr Steuern zahlt, als es zahlen muss. Nebenbei bemerkt: Einer der Gründe für Irlands großen Wohlstand ist die Steuerreform. Die Regierung ermutigte uns alle, in Steuerfragen innovativ zu sein. Es geht hier also nicht um Scheinheiligkeit. Abgesehen davon, zahlen wir als Band immer noch eine Menge Steuern. Die Leute verstehen nicht, dass wir das meiste Geld außerhalb Irlands verdienen und dass wir überall auf der Welt zahlen. Muss man denn ein *peep* sein, wenn man Musiker ist? Muss man mit einer Kanüle im Arm herumrennen, nur um den romantischen Todeskult zu bedienen? Wenn es ums Image geht, dann bin ich lieber ein harter Geschäftsmann als Mutter Teresa.


Bono Vox U2 Afrika G8 - Deutsche Welthungerhilfe


Cornhulio
Grünschnabel

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10    Montag, 04. Juni 2007 um 22:31 Uhr
      

 Zitat von Giganto;135450
ich hab einen interessanten artikel auf spiegel- online gefunden, der im grunde unterstreicht, was ich schon länger denke. finanzielle hilfen für afrika sind im grunde völlig überflüssig, weil der kontinent im grunde alles bietet um die menschen gut darstehen zu lassen. das problem sind die regierungen, die an der macht sind und die bevölkerung ausbluten lassen:


Es geht ja auch um Schuldenerlass. Das würde die Afrikanischen Staaten unabhängig von der 1. Welt machen. Derzeit sind sie mit ihren Krediten hoch in der Kreide und abhängig von der Gunst der G8.


Giganto
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11    Freitag, 08. Juni 2007 um 19:38 Uhr
      

eine randnotiz vom g8 gipfel:

 Zitat
Berlin wird seine Zusammenarbeit mit den algerischen Repressionsbehörden intensivieren. Dies teilt die deutsche Botschaft in Algier anlässlich der Gespräche der Bundeskanzlerin mit dem Staatspräsidenten Algeriens mit. Die Gespräche sollen am Rande des G8-Gipfels in Heiligendamm geführt werden. Die Kooperation gilt dem sogenannten Anti-Terror-Kampf, bei dem die algerischen Sicherheitskräfte nach Auskunft von Menschenrechtsorganisationen Verdächtige verschleppen und foltern. Offiziell reist Staatspräsident Bouteflika nach Heiligendamm, um eine Verbesserung der Lebensbedingungen in den afrikanischen Armutsstaaten zu erörtern.

Vor allem "der Militärgeheimdienst DRS hält Berichten zufolge weiterhin Personen in geheimer Haft und wendet Folter an", schreibt amnesty international über den möglichen Anti-Terror-Partner der deutschen Bundesregierung. "Die Folterer bleiben straflos; Foltervorwürfen wird in der Regel nicht nachgegangen. (...) Gefangene des DRS wurden nach ihren eigenen Berichten geschlagen, mit Elektroschocks gefoltert, an der Decke aufgehängt und gezwungen, große Mengen von dreckigem Wasser, Urin oder Chemikalien zu schlucken." Der UN-Sonderberichterstatter über Folter bittet angesichts der gravierenden Vorwürfe "schon seit 1997 wiederholt vergeblich um eine Einreiseerlaubnis".[12] Jederzeit werden algerische Visa dagegen Repressionsexperten des deutschen Innenministeriums erteilt.


www.german-foreign-policy.com


      

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