Die Polizei - Prügelknaben der Nation?
Gehe zu Seite: 1 | 2
Sollte ein Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung
1 Sonntag, 10.
Juni 2007 um 20:55 Uhr
Sehr strittiges Thema mit einem Pulverfaß vergleichbar.
Günther Beckstein Bayerischer Innenminister `žPolizeibeamte haben beim G8-Gipfel Hervorragendes geleistet.`œ
Gerhart Baum ehemaliger Bundesinnenminister `žWir brauchen keine neue Waffen und auch keine Gesetzesverschärfungen."
Rainer Wendt stellv. Vorsitzender Deutsche Polizeigewerkschaft `žDie Politik ist uns in großen Teilen in den Rücken gefallen!`œ
Claudia Roth Bundesvorsitzende `žDie Gewalttäter haben dem friedlichen Protest einen Bärendienst erwiesen.`œ
Thomas Feltes Polizeiwissenschaftler `žEine richtige Polizeitaktik hat nichts mit `žhart`œ oder `žweich`œ zu tun, eher mit `žgeschickt`œ und `žclever`œ
Mir fehlt zwar die kritische Gegenstimme aber warten wirs ab. Beim Thema G8 in der letzten Woche ist keine richtige Diskussion zu stande gekommen weil alle der selben Meinung waren.
Sehr strittiges Thema mit einem Pulverfaß vergleichbar.
| Zitat | |
|
Günther Beckstein Bayerischer Innenminister `žPolizeibeamte haben beim G8-Gipfel Hervorragendes geleistet.`œ
Gerhart Baum ehemaliger Bundesinnenminister `žWir brauchen keine neue Waffen und auch keine Gesetzesverschärfungen."
Rainer Wendt stellv. Vorsitzender Deutsche Polizeigewerkschaft `žDie Politik ist uns in großen Teilen in den Rücken gefallen!`œ
Claudia Roth Bundesvorsitzende `žDie Gewalttäter haben dem friedlichen Protest einen Bärendienst erwiesen.`œ
Thomas Feltes Polizeiwissenschaftler `žEine richtige Polizeitaktik hat nichts mit `žhart`œ oder `žweich`œ zu tun, eher mit `žgeschickt`œ und `žclever`œ
Mir fehlt zwar die kritische Gegenstimme aber warten wirs ab. Beim Thema G8 in der letzten Woche ist keine richtige Diskussion zu stande gekommen weil alle der selben Meinung waren.
2 Sonntag, 10.
Juni 2007 um 22:38 Uhr
Vorab: Was ist Rostock abging sollte weder verharmlost noch entschuldigt werden.
Weiterhin lasse ich ein paar ausdrucksstarke Fotos und Videos sprechen. Die armen Beamten...
G8-TV.org  -Â...last update: 09.06.2007 15:16
G8-TV.org  -Â...last update: 09.06.2007 15:16



Alle Bilder von de.indymedia.org | 10.06.2007 22:25
Zu den Verletztenzahlen und der "Verheizung" der Polizisten ist dieser Artikel übrigens auch sehr interessant:
taz 7.6.07 Zahlenkrieg um die Verletzten
Besonders wenn man an die Schlagzeilen denkt, die fast ausnahmslos durch die Presse ging.
Ich könnte endlos mehr solcher Impressionen heraussuchen. Mit meinen eigenen Augenzeugenberichten halte ich mich hier zurück. Mir glaubt ja doch keiner.
Was ich allerdings doch noch anbringen möchte ich folgendes: Es ist eine innenpolitische Unmöglichkeit schwarzvermummte Zivilbeamte in einer Demo zu schicken, damit diese dort Demonstranten zur Gewalt provozieren. Und ob ihr's glaubt oder nicht, ich hab's miterlebt.
Vorab: Was ist Rostock abging sollte weder verharmlost noch entschuldigt werden.
Weiterhin lasse ich ein paar ausdrucksstarke Fotos und Videos sprechen. Die armen Beamten...
G8-TV.org  -Â...last update: 09.06.2007 15:16
G8-TV.org  -Â...last update: 09.06.2007 15:16



Alle Bilder von de.indymedia.org | 10.06.2007 22:25
Zu den Verletztenzahlen und der "Verheizung" der Polizisten ist dieser Artikel übrigens auch sehr interessant:
taz 7.6.07 Zahlenkrieg um die Verletzten
Besonders wenn man an die Schlagzeilen denkt, die fast ausnahmslos durch die Presse ging.
Ich könnte endlos mehr solcher Impressionen heraussuchen. Mit meinen eigenen Augenzeugenberichten halte ich mich hier zurück. Mir glaubt ja doch keiner.
Was ich allerdings doch noch anbringen möchte ich folgendes: Es ist eine innenpolitische Unmöglichkeit schwarzvermummte Zivilbeamte in einer Demo zu schicken, damit diese dort Demonstranten zur Gewalt provozieren. Und ob ihr's glaubt oder nicht, ich hab's miterlebt.
Angemeldete Benutzer sehen hier keine Werbeeinblendung.
3 Montag, 11.
Juni 2007 um 06:42 Uhr
wenn jemand einen !!!Pflasterstein!!! in die Hand nimmt und damit auf andere Leute zielt - der hat meiner Meinung nach - sämtliche Voraussetzungen für eine sorgfältige bzw. weiche Behandlung verwirrgt!
ich habe schon einige BG'ler behandelt - die nicht mit Kritik gegen sich sparen bzw. gegenüber der Einsatzleitung - aber dennoch gibt es solche Brutalität gegen die Polizei - das vermutlich jeder nur noch seinem Selbsterhaltungstrieb nachkommen würde. Ich für meinen Teil würde gegen solche Randalierer noch viel härter vorgehen!
Was den "Umgangston" mit solchen Sitzblockaden etc. betrifft - naja, schwer zu sagen ob man so eine ineinander organisierte Blockade mit weichem Vorgehen auflösen kann - ist halt eine Gradwanderung, schließlich demonstrieren diese Leute ohne brennende Auto's, Mülltonnen oder fliegende Pflastersteine...
wenn jemand einen !!!Pflasterstein!!! in die Hand nimmt und damit auf andere Leute zielt - der hat meiner Meinung nach - sämtliche Voraussetzungen für eine sorgfältige bzw. weiche Behandlung verwirrgt!
ich habe schon einige BG'ler behandelt - die nicht mit Kritik gegen sich sparen bzw. gegenüber der Einsatzleitung - aber dennoch gibt es solche Brutalität gegen die Polizei - das vermutlich jeder nur noch seinem Selbsterhaltungstrieb nachkommen würde. Ich für meinen Teil würde gegen solche Randalierer noch viel härter vorgehen!
Was den "Umgangston" mit solchen Sitzblockaden etc. betrifft - naja, schwer zu sagen ob man so eine ineinander organisierte Blockade mit weichem Vorgehen auflösen kann - ist halt eine Gradwanderung, schließlich demonstrieren diese Leute ohne brennende Auto's, Mülltonnen oder fliegende Pflastersteine...
4 Montag, 11.
Juni 2007 um 07:17 Uhr
Nachtrag: Die von mir geposteten Bilder und vor allem das Videos mit dem Pfefferspray stammen allesamt von den Tagen nach Rostock und sind am Zaun zu verorten. Dort gab es keine Pflastersteine. Die hätten höchstens mit Kuhmist werfen können.
Nachtrag: Die von mir geposteten Bilder und vor allem das Videos mit dem Pfefferspray stammen allesamt von den Tagen nach Rostock und sind am Zaun zu verorten. Dort gab es keine Pflastersteine. Die hätten höchstens mit Kuhmist werfen können.
5 Montag, 11.
Juni 2007 um 13:24 Uhr
nichtsdestotrotz werden solche Bilder immer in die Öffentlichkeit gerückt - möglichst mehrere Polizisten auf einen Demonstranten... das ist am medienwirksamsten....
die Reporter warten nur auf so eine Gelegenheit in der richtigen Pose die ganze Situation abzulichten und entsprechend zu kommentieren, aus dem Zus.hang gerissen, aufgepauscht etc.
alle verhaften und dann gleich zur Bauern-Arbeit abkommandieren, dem sie das ganze Feld zerlegt haben... für dieses Schicksal interessiert sich keiner! Hauptsache alle latschen quer über's Feld, weil die Straße zu weit ist!!!!
nichtsdestotrotz werden solche Bilder immer in die Öffentlichkeit gerückt - möglichst mehrere Polizisten auf einen Demonstranten... das ist am medienwirksamsten....
die Reporter warten nur auf so eine Gelegenheit in der richtigen Pose die ganze Situation abzulichten und entsprechend zu kommentieren, aus dem Zus.hang gerissen, aufgepauscht etc.
alle verhaften und dann gleich zur Bauern-Arbeit abkommandieren, dem sie das ganze Feld zerlegt haben... für dieses Schicksal interessiert sich keiner! Hauptsache alle latschen quer über's Feld, weil die Straße zu weit ist!!!!
6 Montag, 11.
Juni 2007 um 17:02 Uhr
Okay. Jetzt lässt es sich diskutieren. Ich möchte vorweg noch einmal betonen, dass ich keinen Polizisten um seinen Job beneide, aber auch keinesfalls bemitleide. Ebenso finde ich gezielte Gewalt auf Polizeibeamte völlig daneben und der Sache total undienlich. Generell lehne ich Gewalt ab. Jetzt zu Deinen Äußerungen.
Wieviele dieser Bilder sieht man denn in der breiten Presse? So gut wie gar keins! Die beliebten Medien, und dazu zähle ich neben dem Fernsehen und der BILD ich auch beliebte, angesehene Tageszeitungen zeigten doch wohl unanzweifelbar fast nur Bilder von randalierenden Autonomen. Natürlich haben diese Bilder einen Wahrheitsgehalt, nur wurde der unverhältnismässig hochsterilisiert und pornografiert. Bilder von Polizeigewalt sind gesellschaftlich und vor allem politisch nicht gewünscht und tauchen dementsprechend beinahe gar nicht auf. Die Fotos oben sind alle von Indymedia. Einer Plattform, die eben nicht öffentlich akzeptiert, aber dafür unabhängig agiert. An die breite Masse treten diese Bilder selten. Von daher ist Deine Aussage in dem Punkt ebenso unverhätlnismässig, als das sie im Gesamtmediendschungel keinerlei Anlass zur Aufregung inne hat.
Wer ist denn alle? Alle die durch das Feld gelaufen sind? Zur Erklärung: Die Straße war keineswegs zu weit. Es wurde verboten darauf zu gehen. Überall war Polizei. Das hatte den Grund, dass dieser Bereich mit einer Sicherheitszone belegt wurde, in der eigentlich eine angemeldete Demonstration angesetzt war. Am Mittwoch wurde dann ein komplettes Demonstrationsverbot für den 6km großen Bereich (jeweils von Anfang der Zone bis zum Zaun) verhängt. Der angemeldete sog. "Sternmarsch" war also nicht möglich. Was willst Du da machen? Dich in Buxtehude zusammenstellen und laut "Buh!" rufen? Protest gehört dahin, wo die Sachen passieren. Der Zaun an sich wäre doch wohl Sicherheit genug gewesen. Aber von da noch einmal 6km weiter weg? Nee, also wer versucht eine ganze Protestbewegung zu verarschen, muss auch damit rechnen zurückverarscht zu werden. Und da man die Straßen nicht nutzen konnte, musste man eben über die Felder ausweichen. Das nennt man dann übrigens keine Straftat sondern zivilen Ungehorsam und ist im Gesetz als solcher verankert. Wenn demokratische Rechte (in dem Fall das Recht auf friedlichen Protest) derart beschnitten werden, gehört es auch dazu, sich diese Rechte zurückzuholen. In der Form wie es passiert ist, war es mehr als harmlos. Und im Übrigen wurden keineswegs komplette Felder niedergestampft, sondern Schneisen hineinmarschiert. Das ist zwar auch scheisse, aber in dem Fall leider notwendig. Ich verstehe die Bauern, die jetzt sauer sind. Ich überlege sogar für deren Verluste zu spenden. Aber mir geht es nicht in den Kopf das eine Regierung 12 Mio. für einen Sicherheitszaun, weitere ettliche für Unterwassernetze gegen U-Boote (Oh mein Gott...) und den sonstigen Schnickschnack ausgeben kann und dann den Bauern allen Ernstes sagt, sie sollen für die Schäden selbst aufkommen, bzw. für die Personalienaufnahme der Feldzerstörer sorgen sollen.
Okay. Jetzt lässt es sich diskutieren. Ich möchte vorweg noch einmal betonen, dass ich keinen Polizisten um seinen Job beneide, aber auch keinesfalls bemitleide. Ebenso finde ich gezielte Gewalt auf Polizeibeamte völlig daneben und der Sache total undienlich. Generell lehne ich Gewalt ab. Jetzt zu Deinen Äußerungen.
| Zitat von Wisdom | |
|
Wieviele dieser Bilder sieht man denn in der breiten Presse? So gut wie gar keins! Die beliebten Medien, und dazu zähle ich neben dem Fernsehen und der BILD ich auch beliebte, angesehene Tageszeitungen zeigten doch wohl unanzweifelbar fast nur Bilder von randalierenden Autonomen. Natürlich haben diese Bilder einen Wahrheitsgehalt, nur wurde der unverhältnismässig hochsterilisiert und pornografiert. Bilder von Polizeigewalt sind gesellschaftlich und vor allem politisch nicht gewünscht und tauchen dementsprechend beinahe gar nicht auf. Die Fotos oben sind alle von Indymedia. Einer Plattform, die eben nicht öffentlich akzeptiert, aber dafür unabhängig agiert. An die breite Masse treten diese Bilder selten. Von daher ist Deine Aussage in dem Punkt ebenso unverhätlnismässig, als das sie im Gesamtmediendschungel keinerlei Anlass zur Aufregung inne hat.
| Zitat von Wisdom | |
|
Wer ist denn alle? Alle die durch das Feld gelaufen sind? Zur Erklärung: Die Straße war keineswegs zu weit. Es wurde verboten darauf zu gehen. Überall war Polizei. Das hatte den Grund, dass dieser Bereich mit einer Sicherheitszone belegt wurde, in der eigentlich eine angemeldete Demonstration angesetzt war. Am Mittwoch wurde dann ein komplettes Demonstrationsverbot für den 6km großen Bereich (jeweils von Anfang der Zone bis zum Zaun) verhängt. Der angemeldete sog. "Sternmarsch" war also nicht möglich. Was willst Du da machen? Dich in Buxtehude zusammenstellen und laut "Buh!" rufen? Protest gehört dahin, wo die Sachen passieren. Der Zaun an sich wäre doch wohl Sicherheit genug gewesen. Aber von da noch einmal 6km weiter weg? Nee, also wer versucht eine ganze Protestbewegung zu verarschen, muss auch damit rechnen zurückverarscht zu werden. Und da man die Straßen nicht nutzen konnte, musste man eben über die Felder ausweichen. Das nennt man dann übrigens keine Straftat sondern zivilen Ungehorsam und ist im Gesetz als solcher verankert. Wenn demokratische Rechte (in dem Fall das Recht auf friedlichen Protest) derart beschnitten werden, gehört es auch dazu, sich diese Rechte zurückzuholen. In der Form wie es passiert ist, war es mehr als harmlos. Und im Übrigen wurden keineswegs komplette Felder niedergestampft, sondern Schneisen hineinmarschiert. Das ist zwar auch scheisse, aber in dem Fall leider notwendig. Ich verstehe die Bauern, die jetzt sauer sind. Ich überlege sogar für deren Verluste zu spenden. Aber mir geht es nicht in den Kopf das eine Regierung 12 Mio. für einen Sicherheitszaun, weitere ettliche für Unterwassernetze gegen U-Boote (Oh mein Gott...) und den sonstigen Schnickschnack ausgeben kann und dann den Bauern allen Ernstes sagt, sie sollen für die Schäden selbst aufkommen, bzw. für die Personalienaufnahme der Feldzerstörer sorgen sollen.
7 Montag, 11.
Juni 2007 um 21:20 Uhr
Ich möchte hier keine Medienbeiträge zitieren - weil ich nicht weiß, wo deren Wahrheitsgehalt liegt.
Ich kann nichts zum Verhalten der beiden Seiten (Demonstranten und Polizei) in Rostock und Umgebung schreiben - weil ich nicht vor Ort war.
Ich glaube gerne, dass die Polizei-Einsatzleitungen auf (gewaltsamen) Demos oft mehr als zweifelhafte Methoden einsetzen. Über Sinn und Unsinn solcher Methoden lässt sich trefflich streiten... Ich persönlich kann mir da kein Urteil erlauben.
Dennoch möchte ich eine Lanze für die Mehrheit der deutschen Polizisten brechen:
1. Ich kenne die Vorgehensweise der amerikanischen MP sehr gut - Würzburg mit Umgebung ist (bis jetzt) praktisch eine Hochburg des US-Militärs. Wer deren Methoden mal kennengelernt hat, könnte meinen, dass die deutsche Polizei im Streichelzoo ausgebildet wurde. Wäre die Rostock-Geschichte in gleicher Form auf US-Boden geschehen, hätten wir noch ganz andere Bilder zu Gesicht bekommen. Ich gebe hier keine Wertung der unterschiedlichen Wege ab, sondern stelle nur einen Vergleich an.
2. Ein guter Bekannter von mir war seinerzeit bei der Bepo, als es in Wackersdorf so richtig zur Sache ging. Das hatte für ihn und seine Kollegen jedes Wochenende einen zermürbenden Einsatz mit endloser Busan- und abfahrt bedeutet. Ich kann mich noch gut erinnern, wie Demonstranten-freundlich die Jungs am Anfang in den Einsatz gingen - schließlich waren viele von ihnen auch gegen die Wiederaufbereitungsanlage. Das hat sich einigermaßen schnell geändert, nachdem sich die Gegenseite als weniger zimperlich entpuppte. Damals entstand so langsam die Deeskalations-Theorie, nur leider hat es etwas lange gedauert, bis die Demonstranten das auch verstanden. Fazit: Polizisten, die fair ans Werk gehen, verändern ihre persönliche Vorgehensweise, wenn die ersten Kollegen mittel bis schwer verletzt abtransportiert werden. Erfreulicherweise hat sich das zum Ende hin dort auch wieder entspannt. Vielleicht erinnern sich noch manche, wie Demonstranten ihre friedlichen Absichten damit ausdrückten, dass sie Polizisten Blumen überreicht haben.
3. Mein Vater war 43 Jahre lang Polizeibeamter. In sein Ressort fiel neben Personenschutz, Einsätze bei Banküberfällen etc. und Gefangenenüberführung auch Demo-Begleitung. Er war ein Verfechter der Deeskalation und der unauffälligen Polizeipräsenz. Je nach amtierenden Polizeipräsident war es leichter oder schwerer, eine solche Politik zu praktizieren. Letztendlich ist es nicht ganz einfach für einen untergebenen Einsatzleiter eine "friedvolle" Vorgehensweise umzusetzen, wenn von oben andere Anweisungen kommen. Mein Vater hatte meist das Glück, sich durchsetzen zu können - an anderen Orten mag das anders aussehen. Von daher kann der einzelne Polizist (egal ob in Uniform oder in Zivil) auch nur sehr bedingt etwas für das Gesamtverhalten der Polizei. Die Ausrichtung wird am grünen Tisch von Leuten bestimmt, die in der Regel hinterher nicht vor Ort sind und nicht ausbaden müssen, was sie angewiesen haben. Und wie oben schon geschrieben: wer im Dienst die ersten Opfer in den eigenen Reihen sieht, wird irgendwann selbst rabiat vorgehen. Ein Filtern, wer "gut" und wer "böse" ist, fällt in der Hitze des Gefechtes auch gut ausgebildeten Polizisten schwer. Es sind eben Menschen...
4. Eines sollte auch nicht vergessen werden: Demonstranten gehen freiwillig auf eine Demo. Jeder weiß vorher, dass es gewaltätig werden könnte. Trotzdem fällt man die Entscheidung zur Teilnahme freiwillig und aus Überzeugung. Polizisten dagegen nehmen am Einsatz nicht aus Lust an eventuellem Ärger und Schlägereien teil, sondern weil sie dazu verpflichtet werden. Urlaubssperren etc. sind dann an der Tagesordnung, damit auch ja keiner um solche Einsätze drumrum kommt. Selbst wenn ein Beamter mit seiner persönlichen Einstellung eigentlich auf der Demonstrantenseite sein könnte, muss er seinen Job machen. Somit haben Polizisten eine völlig andere psychische Grundvoraussetzung. Der Verteidigungsgedanke - nicht nur für sich selbst, sondern auch für Kollegen, Sachgegenstände, Unbeteiligte und friedliche Demonstranten - ist sozusagen immer im Kopf. Entstehende Gewalt setzt somit relativ schnell eine Kettenreaktion frei. Eine der Hauptbedenken auf Massenveranstaltungen ist, dass Gewalt ausartet, weil sie nicht schnell genug eingedämmt werden kann. Eine inaktive bzw. passive Polizei würde von der Öffentlichkeit und den Medien mit Sicherheit noch mehr zerrissen, als einzelne Überreaktionen.
Man kann dazu stehen, wie man will... selbst ein noch so gut ausgebildeter Polizist wird kein emotionsloser Roboter, sondern bleibt ein Mensch, der je nach Verfassung mehr oder weniger richtig agiert.
Ich möchte hier keine Medienbeiträge zitieren - weil ich nicht weiß, wo deren Wahrheitsgehalt liegt.
Ich kann nichts zum Verhalten der beiden Seiten (Demonstranten und Polizei) in Rostock und Umgebung schreiben - weil ich nicht vor Ort war.
Ich glaube gerne, dass die Polizei-Einsatzleitungen auf (gewaltsamen) Demos oft mehr als zweifelhafte Methoden einsetzen. Über Sinn und Unsinn solcher Methoden lässt sich trefflich streiten... Ich persönlich kann mir da kein Urteil erlauben.
Dennoch möchte ich eine Lanze für die Mehrheit der deutschen Polizisten brechen:
1. Ich kenne die Vorgehensweise der amerikanischen MP sehr gut - Würzburg mit Umgebung ist (bis jetzt) praktisch eine Hochburg des US-Militärs. Wer deren Methoden mal kennengelernt hat, könnte meinen, dass die deutsche Polizei im Streichelzoo ausgebildet wurde. Wäre die Rostock-Geschichte in gleicher Form auf US-Boden geschehen, hätten wir noch ganz andere Bilder zu Gesicht bekommen. Ich gebe hier keine Wertung der unterschiedlichen Wege ab, sondern stelle nur einen Vergleich an.
2. Ein guter Bekannter von mir war seinerzeit bei der Bepo, als es in Wackersdorf so richtig zur Sache ging. Das hatte für ihn und seine Kollegen jedes Wochenende einen zermürbenden Einsatz mit endloser Busan- und abfahrt bedeutet. Ich kann mich noch gut erinnern, wie Demonstranten-freundlich die Jungs am Anfang in den Einsatz gingen - schließlich waren viele von ihnen auch gegen die Wiederaufbereitungsanlage. Das hat sich einigermaßen schnell geändert, nachdem sich die Gegenseite als weniger zimperlich entpuppte. Damals entstand so langsam die Deeskalations-Theorie, nur leider hat es etwas lange gedauert, bis die Demonstranten das auch verstanden. Fazit: Polizisten, die fair ans Werk gehen, verändern ihre persönliche Vorgehensweise, wenn die ersten Kollegen mittel bis schwer verletzt abtransportiert werden. Erfreulicherweise hat sich das zum Ende hin dort auch wieder entspannt. Vielleicht erinnern sich noch manche, wie Demonstranten ihre friedlichen Absichten damit ausdrückten, dass sie Polizisten Blumen überreicht haben.
3. Mein Vater war 43 Jahre lang Polizeibeamter. In sein Ressort fiel neben Personenschutz, Einsätze bei Banküberfällen etc. und Gefangenenüberführung auch Demo-Begleitung. Er war ein Verfechter der Deeskalation und der unauffälligen Polizeipräsenz. Je nach amtierenden Polizeipräsident war es leichter oder schwerer, eine solche Politik zu praktizieren. Letztendlich ist es nicht ganz einfach für einen untergebenen Einsatzleiter eine "friedvolle" Vorgehensweise umzusetzen, wenn von oben andere Anweisungen kommen. Mein Vater hatte meist das Glück, sich durchsetzen zu können - an anderen Orten mag das anders aussehen. Von daher kann der einzelne Polizist (egal ob in Uniform oder in Zivil) auch nur sehr bedingt etwas für das Gesamtverhalten der Polizei. Die Ausrichtung wird am grünen Tisch von Leuten bestimmt, die in der Regel hinterher nicht vor Ort sind und nicht ausbaden müssen, was sie angewiesen haben. Und wie oben schon geschrieben: wer im Dienst die ersten Opfer in den eigenen Reihen sieht, wird irgendwann selbst rabiat vorgehen. Ein Filtern, wer "gut" und wer "böse" ist, fällt in der Hitze des Gefechtes auch gut ausgebildeten Polizisten schwer. Es sind eben Menschen...
4. Eines sollte auch nicht vergessen werden: Demonstranten gehen freiwillig auf eine Demo. Jeder weiß vorher, dass es gewaltätig werden könnte. Trotzdem fällt man die Entscheidung zur Teilnahme freiwillig und aus Überzeugung. Polizisten dagegen nehmen am Einsatz nicht aus Lust an eventuellem Ärger und Schlägereien teil, sondern weil sie dazu verpflichtet werden. Urlaubssperren etc. sind dann an der Tagesordnung, damit auch ja keiner um solche Einsätze drumrum kommt. Selbst wenn ein Beamter mit seiner persönlichen Einstellung eigentlich auf der Demonstrantenseite sein könnte, muss er seinen Job machen. Somit haben Polizisten eine völlig andere psychische Grundvoraussetzung. Der Verteidigungsgedanke - nicht nur für sich selbst, sondern auch für Kollegen, Sachgegenstände, Unbeteiligte und friedliche Demonstranten - ist sozusagen immer im Kopf. Entstehende Gewalt setzt somit relativ schnell eine Kettenreaktion frei. Eine der Hauptbedenken auf Massenveranstaltungen ist, dass Gewalt ausartet, weil sie nicht schnell genug eingedämmt werden kann. Eine inaktive bzw. passive Polizei würde von der Öffentlichkeit und den Medien mit Sicherheit noch mehr zerrissen, als einzelne Überreaktionen.
Man kann dazu stehen, wie man will... selbst ein noch so gut ausgebildeter Polizist wird kein emotionsloser Roboter, sondern bleibt ein Mensch, der je nach Verfassung mehr oder weniger richtig agiert.
8 Montag, 11.
Juni 2007 um 21:46 Uhr
Schöner Beitrag. Ich bin zwar keinesfalls Fan der Polizei, doch stimme Deinem Menschenbild hier völlig zu. Der einzelne Polizist, sofern er nicht noch heiss auf solch einen Einsatz ist, ist wahrlich der Dumme. Andererseits weiß ein Polizist bei Dienstantritt auch was auf ihn zukommen kann, ähnlich dem Wissen von Demonstranten um Gewalt auf Demos. Der Protestler nimmt die Möglichkeit in Kauf aus Überzeugung für die Sache und hofft auf friedliche Parteien. Der Polizist hat ebenfalls Überzeugungen und nimmt Risiken in Kauf.
Was mich allerdings mächtig stört sind eben nicht die Personen in Uniform an sich, sondern die Strategie, derer nach sie handeln müssen. Eine bewusste Aufheizung der linken Szene im Vorfeld ist dumm. Tränengaseinsatz gegen Leute, die auf dem Boden sitzen ist asozial. Käfigzellen für Verhaftete sind menschenunwürdig. Und der Einsatz von vermummten Zivis, die dann noch die Masse aufheizen wollen ist einfach nur verfassungswiedrig. Hätte man solche Sachen sein gelassen, wer weiss wie es ausgesehen hätte. Mehr als Genug Potential von kritischen, aber gewaltablehnenden Demonstranten hat es gegeben.
Und hier geht es ja schließlich um die Debatte "Autonome oder Polizei - Wer war schlimmer?". In diesem Zusammenhang regt es mich einfach tierisch auf, dass die Bevölkerung tagelang nur Bilder von ein paar Volldeppen zu Gesicht bekommt, die Autos anzünden, das Fehlverhalten von Teilen der Polizei aber total unter den Tisch gekehrt wird.
Schade finde ich übrigens, dass wenn so ein Thema schonmal von einer Anti-Mainstream-Seite diskutiert wird, die Leute schweigen, die sich ihre "Meinungen" aus sensationellen Fernsehberichten gebildet haben. Traurig ist das.
Schöner Beitrag. Ich bin zwar keinesfalls Fan der Polizei, doch stimme Deinem Menschenbild hier völlig zu. Der einzelne Polizist, sofern er nicht noch heiss auf solch einen Einsatz ist, ist wahrlich der Dumme. Andererseits weiß ein Polizist bei Dienstantritt auch was auf ihn zukommen kann, ähnlich dem Wissen von Demonstranten um Gewalt auf Demos. Der Protestler nimmt die Möglichkeit in Kauf aus Überzeugung für die Sache und hofft auf friedliche Parteien. Der Polizist hat ebenfalls Überzeugungen und nimmt Risiken in Kauf.
Was mich allerdings mächtig stört sind eben nicht die Personen in Uniform an sich, sondern die Strategie, derer nach sie handeln müssen. Eine bewusste Aufheizung der linken Szene im Vorfeld ist dumm. Tränengaseinsatz gegen Leute, die auf dem Boden sitzen ist asozial. Käfigzellen für Verhaftete sind menschenunwürdig. Und der Einsatz von vermummten Zivis, die dann noch die Masse aufheizen wollen ist einfach nur verfassungswiedrig. Hätte man solche Sachen sein gelassen, wer weiss wie es ausgesehen hätte. Mehr als Genug Potential von kritischen, aber gewaltablehnenden Demonstranten hat es gegeben.
Und hier geht es ja schließlich um die Debatte "Autonome oder Polizei - Wer war schlimmer?". In diesem Zusammenhang regt es mich einfach tierisch auf, dass die Bevölkerung tagelang nur Bilder von ein paar Volldeppen zu Gesicht bekommt, die Autos anzünden, das Fehlverhalten von Teilen der Polizei aber total unter den Tisch gekehrt wird.
Schade finde ich übrigens, dass wenn so ein Thema schonmal von einer Anti-Mainstream-Seite diskutiert wird, die Leute schweigen, die sich ihre "Meinungen" aus sensationellen Fernsehberichten gebildet haben. Traurig ist das.
9 Montag, 11.
Juni 2007 um 22:24 Uhr
Über die Motivation der Medien, tendenziell nur die Gewaltätigkeiten auf Demonstrantenseite aufzuzeigen, können wir wohl nur spekulieren:
1. Die ganze Welt hat auf Heiligendamm geblickt. Vielleicht wollte man keinen Imageschaden risikieren. Eine Diskussion über einen neuen Polizeistaat, die bei unserer Historie zweifellos schnell aufkommen könnte, wird keiner wollen. Zumal sie auch unangemessen wäre. Andere Staaten, deren Staatsgewalt wesentlich militanter durchgesetzt wird als bei uns, haben im Glashaus sitzend schon immer gern mit Steinen gegen uns geworfen. Das wäre nicht nur im Sinne des Tourismus verheerend.
2. Die einschlägigen Sender haben möglicherweise ein Agreement mit politischen Stellen und haben sich daher bewusst zurückgehalten.
3. Die Strategien sind nicht beweisbar, solange kein Insider plaudert. Von daher ist es vielleicht fraglich, wie die rechtliche Seite aussieht, wenn von Medienseite laute Kritik am Innenministerium als verantwortliche Stelle geübt wird. Dort würde man sicherlich alles von sich weisen, einzelne Beamte verantwortlich machen und einige Köpfe rollen lassen...
4. Nach den Verbalattacken von Putin gegen Merkel wollte man möglicherweise kein Wasser auf dessen Mühlen giessen. Gegen den Wunsch, die demokratische Bewegung in Russland zu unterstützen, verblasst sicherlich alles, was in Rostock falsch gelaufen ist.
Aber das sind natürlich alles nur Mutmaßungen...
Über die Motivation der Medien, tendenziell nur die Gewaltätigkeiten auf Demonstrantenseite aufzuzeigen, können wir wohl nur spekulieren:
1. Die ganze Welt hat auf Heiligendamm geblickt. Vielleicht wollte man keinen Imageschaden risikieren. Eine Diskussion über einen neuen Polizeistaat, die bei unserer Historie zweifellos schnell aufkommen könnte, wird keiner wollen. Zumal sie auch unangemessen wäre. Andere Staaten, deren Staatsgewalt wesentlich militanter durchgesetzt wird als bei uns, haben im Glashaus sitzend schon immer gern mit Steinen gegen uns geworfen. Das wäre nicht nur im Sinne des Tourismus verheerend.
2. Die einschlägigen Sender haben möglicherweise ein Agreement mit politischen Stellen und haben sich daher bewusst zurückgehalten.
3. Die Strategien sind nicht beweisbar, solange kein Insider plaudert. Von daher ist es vielleicht fraglich, wie die rechtliche Seite aussieht, wenn von Medienseite laute Kritik am Innenministerium als verantwortliche Stelle geübt wird. Dort würde man sicherlich alles von sich weisen, einzelne Beamte verantwortlich machen und einige Köpfe rollen lassen...
4. Nach den Verbalattacken von Putin gegen Merkel wollte man möglicherweise kein Wasser auf dessen Mühlen giessen. Gegen den Wunsch, die demokratische Bewegung in Russland zu unterstützen, verblasst sicherlich alles, was in Rostock falsch gelaufen ist.
Aber das sind natürlich alles nur Mutmaßungen...
10 Dienstag, 12.
Juni 2007 um 06:45 Uhr
Verhalten bei dem Menschen verletzt werden - ist auf beiden Seiten verantwortungslos. Vollkommen richtig. Ich weiß aber von BG'ler, das die Konsequenzen solchen Handels (werden im Polizeivideo festgehalten) innerhalb der Polizei massiven Ärger bedeutet... sprich der Polizist ist u.U. richtig der Dumme.
Das der Protest vor Ort stattfinden sollte ist sicherlich richtig. Auch das dieser ganze Blödsinn mehr als 120 Mio Euro dem Steuerzahler kostet - finde ich unverhältnismäßig.
Verhalten bei dem Menschen verletzt werden - ist auf beiden Seiten verantwortungslos. Vollkommen richtig. Ich weiß aber von BG'ler, das die Konsequenzen solchen Handels (werden im Polizeivideo festgehalten) innerhalb der Polizei massiven Ärger bedeutet... sprich der Polizist ist u.U. richtig der Dumme.
Das der Protest vor Ort stattfinden sollte ist sicherlich richtig. Auch das dieser ganze Blödsinn mehr als 120 Mio Euro dem Steuerzahler kostet - finde ich unverhältnismäßig.
11 Dienstag, 12.
Juni 2007 um 15:23 Uhr
ich hab angefangen die sendung zu sehen, hab bisher aber nur die ersten 10 minuten geschafft. hat mir für den anfang auch gereicht. schon die einleitung von sabine christiansen zum thema war bodenlos. dafür zahle ich also gebühren?
von einer talkshow im fernsehen erwarte ich einen neutralen ansatz. diesen hat sie nicht geboten. es wurden merkwürdige fakten ausgepackt (kartoffeln die mit rasierklingen, etc. gespickt waren), die mittlerweile sogar von medien, die darüber berichtet hatten, widerrufen wurden. unter dem aspekt wundert es mich nur wenig, dass vertreter von atac & co. ihre teilnahme wieder abgesagt hatten. die spitze randbemerkung hätte sie sich im übrigen sparen können. zeigt sie meiner meinung nach nur zu deutlich, auf welcher seite sie steht.
als nächstes möchte auch ich eine lanze für die polizei brechen. bei einem sooo wichtigen gipfel :bier: nur 16.000 beamte zusammenzuziehen, wo vorher wohl schon klar war, dass sie dauerdienste schieben müssen und sehr grossen belastungen ausgesetzt sind, ist eine unverschämtheit von seiten der verantwortlichen. das der eine oder andere polizeibedienstete nach 30 stunden einsatz am stück nicht mehr verhältnismässig reagieren kann, wird wohl fast jeder ein stück weit nachvollziehen können.
allerdings lasse ich das nicht als ausrede oder wiedergutmachung gelten. die polizei ist der einhaltung der gesetze und seinen bürgern verpflichtet. wenn sie sie selber bricht, ist das der anfang vom ende des rechtstaats.
ebenso ist es der anfang vom ende des rechtstaats, wenn führende politiker durch die parteien hinweg vom einsatz der gsg 9 und dem einsatz von fernwaffen ( gummigeschosse ) reden. das einzige, was daraufhin passieren wird und möglicherweise auch beabsichtigt ist: kaum jemand wird sich noch auf eine demontration wagen, weil er um seinen leib und sein leben fürchten muss. eine demokratie ohne das freie recht auf demonstration ist keine demokratie. wo stünde die welt heute, wenn nicht mutige männer und frauen für ihre grundrechte gestritten hätten und versammlungen abgehalten haben!
ein weiterer punkt ist der einsatz von polizeispitzeln unter den demonstranten, die laut medienberichten und augenzeugenberichten zu folge, aufgewiegelt haben? ich frage mich: was sind das für menschen, die ihre eigenen kollegen in gefahr bringen durch solche aktionen. ich kann mir nicht vorstellen, dass der einfache polizeibeamte, der für die regierung seinen kopf hingehalten hat, mit einem solchen vorgehen einverstanden ist.
weiter muss man natürlich abwegen, in wie weit die ausführende staatsmacht überhaupt entscheidungen für sich selber fällen kann. die einsätze werden nunmal von der leitung angeordnet. ist also am ende nicht eigentlich die politik für die vorfälle verantwortlich? natürlich muss man bei alledem keine friedlichen menschen an den haaren reissen. das ist nunmal ermessenssache. aber generell sollte man da schon ein wenig differenzieren.
ein polizist, der sich für die sendung von s. christiansen zur verfügung stellen wollte, hat kurz vor sendebeginn von seinem vorgesetzten "einen maulkorb" verpasst bekommen. eine schöne demokratie, in der wir hier leben.
was machen wir, wenn wirklich von offizieller stelle nachgewiesen wird, dass polizisten demonstranten aufgewiegelt haben, gegen die eigenen kollegen gewaltsam vorzugehen?
was wäre denn dein vorschlag? wie soll noch härter vorgegangen werden?
solche friedlichen proteste zu verbieten wäre das ende unseres rechtstaats. sie dir mal die montagsdemontrationen in der ehemaligen ddr an. das waren auch kritiker des eigenen staates. sie haben viel bewirkt für die menschen, die nun ein freies, selbstbestimmtes leben führen können- soweit unser rechtstaat es zulässt :alki: .
da ich leider nicht selber nach rostock fahren konnte, habe ich alles verfolgt was ich zu dem thema im tv, zeitung oder internet finden konnte. die kritische berichterstattung ist in den gängigen medien ausgeblieben. durch die bank weg ausgeblieben. solche bilder konnte man nur entdecken, wenn man sich wirklich mühe gegeben hat, danach zu suchen. angesichts solcher vorkommnisse , wundert es mich wenig. vielleicht kannst du mir aber verraten, wo diese bilder in die öffentlichkeit gerrückt wurden.
zur demo in rostock gibt es übrigens ein interview mit kritik und schelte aus den eigenen reihen. das sollte man gelesen haben:
Deutschlandradio Kultur - Kult...satztechnische Dummheit"
wie man mit medienvertretern umgeht, wurde doch hier schön belegt:
/forum-showposts-10119-kritisc...g-g8-gipfel-unerwuenscht.html
wer da zur falschen zeit, die falschen dinge schreibt, hat seine chancen karriere zu machen wohl verwirkt- schenkt man der quelle seinen glauben. es lässt sich ja so schön im medienzentrum am stand sitzen- wohl versorgt mit allem was ein journalist so braucht um sich wohl zu fühlen.
übrigens habe ich irgendwo gelesen (man sehe mir bitte nach, das ich keine quelle anführen kann), dass ein reporter vom spiegel gesagt hat, er verstünde nicht, wie die merwürdigen meldungen in den spiegel ticker gekommen sind. den wahrheitsgehalt von vermeintlichen ausschreitungen während der sitzblockaden könne er nicht bestätigen. ich bitte, diese meine ausführung unter vorbehalt zu lesen!
zum einen muss man sich wundern, dass politiker, die nur gutes im sinn haben, solche schutzmassnahmen benötigen.
zum anderen hätte man sich beispielsweise auf einer insel treffen können, weit ab von potenziellen gefahrenquellen. allerdings wären dann keine wundervollen bilder entstanden, wie hände von anwohnern geschüttelt werden, man sich die zeit nimmt um mit jugendlichen zu diskutieren, burgen besichtigt, etc. sicherlich wäre der kompfort auch nicht so gross gewesen, wie in einem der nobelsten hotels in der bundesrepublik, wo sich kein normalsterblicher eine übernachtung leisten kann. und wo kommen wir denn hin, wenn man sich wirklich auf einer insel trifft und damit zugibt, dass die kritik und das gefahrenpotzenzial so gross ist, dass es unter dem einsatz von verhältnismässigen mitteln nirgends anders mehr möglich ist. das wäre der politische selbstmord und das ende der g8.
die frage ist also: ist die protestbewegung an den kosten schuld? meine antwort lautet ganz deutlich: nein!
ich hab angefangen die sendung zu sehen, hab bisher aber nur die ersten 10 minuten geschafft. hat mir für den anfang auch gereicht. schon die einleitung von sabine christiansen zum thema war bodenlos. dafür zahle ich also gebühren?
von einer talkshow im fernsehen erwarte ich einen neutralen ansatz. diesen hat sie nicht geboten. es wurden merkwürdige fakten ausgepackt (kartoffeln die mit rasierklingen, etc. gespickt waren), die mittlerweile sogar von medien, die darüber berichtet hatten, widerrufen wurden. unter dem aspekt wundert es mich nur wenig, dass vertreter von atac & co. ihre teilnahme wieder abgesagt hatten. die spitze randbemerkung hätte sie sich im übrigen sparen können. zeigt sie meiner meinung nach nur zu deutlich, auf welcher seite sie steht.
als nächstes möchte auch ich eine lanze für die polizei brechen. bei einem sooo wichtigen gipfel :bier: nur 16.000 beamte zusammenzuziehen, wo vorher wohl schon klar war, dass sie dauerdienste schieben müssen und sehr grossen belastungen ausgesetzt sind, ist eine unverschämtheit von seiten der verantwortlichen. das der eine oder andere polizeibedienstete nach 30 stunden einsatz am stück nicht mehr verhältnismässig reagieren kann, wird wohl fast jeder ein stück weit nachvollziehen können.
allerdings lasse ich das nicht als ausrede oder wiedergutmachung gelten. die polizei ist der einhaltung der gesetze und seinen bürgern verpflichtet. wenn sie sie selber bricht, ist das der anfang vom ende des rechtstaats.
ebenso ist es der anfang vom ende des rechtstaats, wenn führende politiker durch die parteien hinweg vom einsatz der gsg 9 und dem einsatz von fernwaffen ( gummigeschosse ) reden. das einzige, was daraufhin passieren wird und möglicherweise auch beabsichtigt ist: kaum jemand wird sich noch auf eine demontration wagen, weil er um seinen leib und sein leben fürchten muss. eine demokratie ohne das freie recht auf demonstration ist keine demokratie. wo stünde die welt heute, wenn nicht mutige männer und frauen für ihre grundrechte gestritten hätten und versammlungen abgehalten haben!
ein weiterer punkt ist der einsatz von polizeispitzeln unter den demonstranten, die laut medienberichten und augenzeugenberichten zu folge, aufgewiegelt haben? ich frage mich: was sind das für menschen, die ihre eigenen kollegen in gefahr bringen durch solche aktionen. ich kann mir nicht vorstellen, dass der einfache polizeibeamte, der für die regierung seinen kopf hingehalten hat, mit einem solchen vorgehen einverstanden ist.
weiter muss man natürlich abwegen, in wie weit die ausführende staatsmacht überhaupt entscheidungen für sich selber fällen kann. die einsätze werden nunmal von der leitung angeordnet. ist also am ende nicht eigentlich die politik für die vorfälle verantwortlich? natürlich muss man bei alledem keine friedlichen menschen an den haaren reissen. das ist nunmal ermessenssache. aber generell sollte man da schon ein wenig differenzieren.
ein polizist, der sich für die sendung von s. christiansen zur verfügung stellen wollte, hat kurz vor sendebeginn von seinem vorgesetzten "einen maulkorb" verpasst bekommen. eine schöne demokratie, in der wir hier leben.
| Zitat | |
|
was machen wir, wenn wirklich von offizieller stelle nachgewiesen wird, dass polizisten demonstranten aufgewiegelt haben, gegen die eigenen kollegen gewaltsam vorzugehen?
| Zitat | |
|
was wäre denn dein vorschlag? wie soll noch härter vorgegangen werden?
| Zitat | |
|
solche friedlichen proteste zu verbieten wäre das ende unseres rechtstaats. sie dir mal die montagsdemontrationen in der ehemaligen ddr an. das waren auch kritiker des eigenen staates. sie haben viel bewirkt für die menschen, die nun ein freies, selbstbestimmtes leben führen können- soweit unser rechtstaat es zulässt :alki: .
| Zitat | |
|
da ich leider nicht selber nach rostock fahren konnte, habe ich alles verfolgt was ich zu dem thema im tv, zeitung oder internet finden konnte. die kritische berichterstattung ist in den gängigen medien ausgeblieben. durch die bank weg ausgeblieben. solche bilder konnte man nur entdecken, wenn man sich wirklich mühe gegeben hat, danach zu suchen. angesichts solcher vorkommnisse , wundert es mich wenig. vielleicht kannst du mir aber verraten, wo diese bilder in die öffentlichkeit gerrückt wurden.
zur demo in rostock gibt es übrigens ein interview mit kritik und schelte aus den eigenen reihen. das sollte man gelesen haben:
Deutschlandradio Kultur - Kult...satztechnische Dummheit"
| Zitat | |
|
wie man mit medienvertretern umgeht, wurde doch hier schön belegt:
/forum-showposts-10119-kritisc...g-g8-gipfel-unerwuenscht.html
wer da zur falschen zeit, die falschen dinge schreibt, hat seine chancen karriere zu machen wohl verwirkt- schenkt man der quelle seinen glauben. es lässt sich ja so schön im medienzentrum am stand sitzen- wohl versorgt mit allem was ein journalist so braucht um sich wohl zu fühlen.
übrigens habe ich irgendwo gelesen (man sehe mir bitte nach, das ich keine quelle anführen kann), dass ein reporter vom spiegel gesagt hat, er verstünde nicht, wie die merwürdigen meldungen in den spiegel ticker gekommen sind. den wahrheitsgehalt von vermeintlichen ausschreitungen während der sitzblockaden könne er nicht bestätigen. ich bitte, diese meine ausführung unter vorbehalt zu lesen!
| Zitat | |
|
zum einen muss man sich wundern, dass politiker, die nur gutes im sinn haben, solche schutzmassnahmen benötigen.
zum anderen hätte man sich beispielsweise auf einer insel treffen können, weit ab von potenziellen gefahrenquellen. allerdings wären dann keine wundervollen bilder entstanden, wie hände von anwohnern geschüttelt werden, man sich die zeit nimmt um mit jugendlichen zu diskutieren, burgen besichtigt, etc. sicherlich wäre der kompfort auch nicht so gross gewesen, wie in einem der nobelsten hotels in der bundesrepublik, wo sich kein normalsterblicher eine übernachtung leisten kann. und wo kommen wir denn hin, wenn man sich wirklich auf einer insel trifft und damit zugibt, dass die kritik und das gefahrenpotzenzial so gross ist, dass es unter dem einsatz von verhältnismässigen mitteln nirgends anders mehr möglich ist. das wäre der politische selbstmord und das ende der g8.
die frage ist also: ist die protestbewegung an den kosten schuld? meine antwort lautet ganz deutlich: nein!
Piet
Mitgliedschaft beendet
Mitgliedschaft beendet
12 Dienstag, 12.
Juni 2007 um 22:00 Uhr
Sicherlich kenne ich mich in dem Bereich zu wenig aus, aber ich denke das die Polizei sich schon was dabei gedacht hat das sie den Bereich abgesperrt bzw den Sternmarsch dann doch abgesagt haben. Es ist ja nicht so das sie dort leitende Beamte hingesetzt haben, die keine Erfahrung mit sowas mitgebracht hätten. Das die Bauern allerdings für die Schäden selber aufkommen sollen ist eine Riesensauerei :tot:
besser hätte ich es nicht ausdrücken können:up:
Ich denke das es im Endeffekt immer schwierig ist die Situationen zu beurteilen. Sicherlich wird es viele übereifrige Handlungen seitens der Polizei gegeben haben, aber es ist halt so das man auch nur einen Teil mitbekommt. Ich kann mir vorstellen das ein Polizist nach einem 12 Std Dienst, den er damit verbringt Leute wegzutragen oder vielleicht auch mit der ständigen Angst sich verteidigen zu müssen. (Das Polizisten nicht immer unverletzt rausgehen ist ja klar). Im Endeffekt machen sie auch nur ihrem Job, haben vielleicht Familie zu hause und möchten nach all den meldungen von verletzten Polizisten jedes noch so kleine Risiko vermeiden. Dann kommt halt noch Nervösität oder Angst ins Spiel und schon passieren nunmal auch Fehler.
den kerl suspendieren. Es wird immer Polizisten geben die sich als nicht-staatsdiener-tauglich erweisen (siehe das oder z.B. Friedman mit seinen Nazi-Polizisten)
sorry das ich antworte. Die Strafen sollten erhöht werden. Am besten dicke fette Geldstrafen das die jenigen (wenn man es ihnen überhaupt nachweisen kann) es richtig spüren das es dumm war was sie gemacht haben.
Auch Sitzblockaden sind in meinen Augen nicht mehr friedlich.
| Zitat von Stiff Little Finger;135707 | |
|
Sicherlich kenne ich mich in dem Bereich zu wenig aus, aber ich denke das die Polizei sich schon was dabei gedacht hat das sie den Bereich abgesperrt bzw den Sternmarsch dann doch abgesagt haben. Es ist ja nicht so das sie dort leitende Beamte hingesetzt haben, die keine Erfahrung mit sowas mitgebracht hätten. Das die Bauern allerdings für die Schäden selber aufkommen sollen ist eine Riesensauerei :tot:
| Zitat von Susan;135720 | |
|
besser hätte ich es nicht ausdrücken können:up:
| Zitat von Stiff Little Finger;135733 | |
|
Ich denke das es im Endeffekt immer schwierig ist die Situationen zu beurteilen. Sicherlich wird es viele übereifrige Handlungen seitens der Polizei gegeben haben, aber es ist halt so das man auch nur einen Teil mitbekommt. Ich kann mir vorstellen das ein Polizist nach einem 12 Std Dienst, den er damit verbringt Leute wegzutragen oder vielleicht auch mit der ständigen Angst sich verteidigen zu müssen. (Das Polizisten nicht immer unverletzt rausgehen ist ja klar). Im Endeffekt machen sie auch nur ihrem Job, haben vielleicht Familie zu hause und möchten nach all den meldungen von verletzten Polizisten jedes noch so kleine Risiko vermeiden. Dann kommt halt noch Nervösität oder Angst ins Spiel und schon passieren nunmal auch Fehler.
| Zitat von Giganto;135754 | |
|
den kerl suspendieren. Es wird immer Polizisten geben die sich als nicht-staatsdiener-tauglich erweisen (siehe das oder z.B. Friedman mit seinen Nazi-Polizisten)
| Zitat von Giganto | |
|
sorry das ich antworte. Die Strafen sollten erhöht werden. Am besten dicke fette Geldstrafen das die jenigen (wenn man es ihnen überhaupt nachweisen kann) es richtig spüren das es dumm war was sie gemacht haben.
| Zitat | |
|
Auch Sitzblockaden sind in meinen Augen nicht mehr friedlich.
Nightwitch
Grünschnabel

Beiträge: 1910

Dabei seit: 27. Feb 2008
Wohnort: Ahaus
Letzter Login: 31. Oct 2008

Grünschnabel

Beiträge: 1910
Dabei seit: 27. Feb 2008
Wohnort: Ahaus
Letzter Login: 31. Oct 2008
13 Dienstag, 12.
Juni 2007 um 22:56 Uhr
Ich halte mich aus der ganzen Diskussion mal raus, weil jeder seine eigene Meinung zu dem Thema hat (und weil es mir momentan nicht wirklich gut geht und ich nicht in der Lage bin meine Gedanken ausführlich darzulegen, ich bitte dies zu entschuldigen).
Ich wollte nur auf ein Aspekt eingehen: die Sicherheit bzw die Schutzmassnahmen, die ergriffen wurden.
Laut einer Umfrage die vor ein paar Tage im ARD-Teletext veröffentlich wurde, waren die Meinungen "zuviel Sicherheitsmassnahmen" und "zu wenige Sicherheitsmassnahmen" etwa gleich gewichtig (ich glaube die "zuviel" war etwas höher.
Gestern kam eine Reportage über den G8-Gipfel in Genua. Nach solchen Bildern wundert es mich nicht, dass man den Glauben in die Polizei verliert, Korruption und Machteinflüsse gibt es überall.
Nur nach solchen Bildern frage ich mich wirklich, ob ich mich der potentiellen Gefahr aussetze und zu einer Demo gehe.
p.s. (mal ganz am Thema vorbei): wieso ist unter dem Thread eine Werbung für Penisverlängerung bzw für ein Buch "Öfter, länger, besser" - Sextips für den Mann! -Der Multi-Orgasmic-Man?????? :naja:
Ich halte mich aus der ganzen Diskussion mal raus, weil jeder seine eigene Meinung zu dem Thema hat (und weil es mir momentan nicht wirklich gut geht und ich nicht in der Lage bin meine Gedanken ausführlich darzulegen, ich bitte dies zu entschuldigen).
Ich wollte nur auf ein Aspekt eingehen: die Sicherheit bzw die Schutzmassnahmen, die ergriffen wurden.
Laut einer Umfrage die vor ein paar Tage im ARD-Teletext veröffentlich wurde, waren die Meinungen "zuviel Sicherheitsmassnahmen" und "zu wenige Sicherheitsmassnahmen" etwa gleich gewichtig (ich glaube die "zuviel" war etwas höher.
Gestern kam eine Reportage über den G8-Gipfel in Genua. Nach solchen Bildern wundert es mich nicht, dass man den Glauben in die Polizei verliert, Korruption und Machteinflüsse gibt es überall.
Nur nach solchen Bildern frage ich mich wirklich, ob ich mich der potentiellen Gefahr aussetze und zu einer Demo gehe.
p.s. (mal ganz am Thema vorbei): wieso ist unter dem Thread eine Werbung für Penisverlängerung bzw für ein Buch "Öfter, länger, besser" - Sextips für den Mann! -Der Multi-Orgasmic-Man?????? :naja:
14 Mittwoch, 13.
Juni 2007 um 06:47 Uhr
also:
- mit härteren Strafen meine ich, das es wirklich mal konsequente Folgen für jemanden haben soll - der ein Auto anzündet oder irgendwelche Geschäfte zerlegt oder Pflastersteine schmeißt etc.
-> es geht nicht darum, solche Leute halb tot zu prügeln (dann ist man nicht besser als sie selber - allerdings sollte man sich ggf. wirklich verteidigen können, falls sich diese Situation ergibt)
- Thema Sitzblockaden: damit wollte ich sagen, das diese Leute doch keinen was tun - und da mit Wasserwerfern etc. loszulegen naja - finde ich zu übertrieben (eigentlich ist es doch nichts anderes als eine Meinungskundgebung zu diesem Thema - welche doch eigentlich erlaubt sein sollte)
-> hier halte ich das Vorgehen der Polizei def. für übertrieben!!!
wobei wir wieder bei der Def. Demokratie sind:
Meiner Meinung nach nur eine legale Unterdrückung von Minderheiten - wie man an solchen Bilder sehen kann...
P.S. ich bin auch gegen uneingeschränkte Globalisierung und Ausbreitung des Kapital's (Hedgefond's etc.) - sowas macht mir auch Kopfzerbrechen! Das wird sich aber nicht ändern, solang die Gesetzte von denen gemacht werden, die dadurch indirekt mit am meisten profitieren (z.b. Aufsichtsratsposten, eigene Aktienpakete oder sonstige Verwicklungen zwischen Politik und Wirtschaft)
also:
- mit härteren Strafen meine ich, das es wirklich mal konsequente Folgen für jemanden haben soll - der ein Auto anzündet oder irgendwelche Geschäfte zerlegt oder Pflastersteine schmeißt etc.
-> es geht nicht darum, solche Leute halb tot zu prügeln (dann ist man nicht besser als sie selber - allerdings sollte man sich ggf. wirklich verteidigen können, falls sich diese Situation ergibt)
- Thema Sitzblockaden: damit wollte ich sagen, das diese Leute doch keinen was tun - und da mit Wasserwerfern etc. loszulegen naja - finde ich zu übertrieben (eigentlich ist es doch nichts anderes als eine Meinungskundgebung zu diesem Thema - welche doch eigentlich erlaubt sein sollte)
-> hier halte ich das Vorgehen der Polizei def. für übertrieben!!!
wobei wir wieder bei der Def. Demokratie sind:
Meiner Meinung nach nur eine legale Unterdrückung von Minderheiten - wie man an solchen Bilder sehen kann...
P.S. ich bin auch gegen uneingeschränkte Globalisierung und Ausbreitung des Kapital's (Hedgefond's etc.) - sowas macht mir auch Kopfzerbrechen! Das wird sich aber nicht ändern, solang die Gesetzte von denen gemacht werden, die dadurch indirekt mit am meisten profitieren (z.b. Aufsichtsratsposten, eigene Aktienpakete oder sonstige Verwicklungen zwischen Politik und Wirtschaft)
15 Mittwoch, 13.
Juni 2007 um 10:22 Uhr
ich werde ja wirklich nicht müde, links zu posten und mal auf die vorkommnisse vor dem gipfel und während des gipfels hinzuweisen (nochmal meine lieblingslinks:
Deutschlandradio Kultur - Kult...satztechnische Dummheit"
http://lifestyle-community.net...ung_unerwunscht_20070603.html
bei geruchsproben von demonstranten und der tatsache, dass es kaum kritische berichte vom g8 gipfel gegeben hat, wird man etwas misstrauisch.
zum protestverbot am zaun: es geht doch vor allem darum, den schein zu wahren und auch macht zu demonstrieren.
@all: übrigens bereite ich gerade ein interview vor, mit mindestens 3 personen, mit sehr unterschiedlichen biografien, die an den protesten zum g8 gipfel teilgenommen haben.
sehe ich ganz genauso.
polizisten werden für solche einsätze vorbereitet und psychologisch geschult bzw. begleitet.
also hälst du den vorfall für eine eigenmächtige handlung eines einzelnen?
im grund spricht nichts dagegen, menschen zu bestrafen, die sich in grober weise strafbar gemacht haben, weil sie menschen gefährdet haben und eigentum fremder / unbeteiligter zerstört wurde. gerade die steinwürfe gegen rettungskräfte und die feuerwehr sind eine riesensauerei! ABER: im grunde gibt unser gesetz doch eine menge her, wie man bei der verurteilung der ersten festgenommenen sieht. für mich ist das nur wieder ein gefundenes fressen für die medie und unseren bundesinnenminister. im strafgesetzbuch ist bereits alles verankert und wohl nur noch ermessenssache des richters, wie hoch die strafen ausfallen.
natürlich ist eine sitzblockade passive gewalt, wenn man es genau nehmen will. aber nochmal: ziviler ungehorsam ist im gesetzestext definiert und verankert und straffrei. dabei haben sich die macher sicher etwas gedacht.
hier gibt es noch ein interview von einem anwalt der rav (republikanischer anwaltsverein) zu lesen:
11.06.2007: »Poli...uo; (Tageszeitung junge Welt)
ich nehme an, du meinst den film "die gipfelstürmer". den link hatten wir hier mehrfach. man kann sich den film auch online ansehen:
Gipfelstuermer - Die blutigen ... von Genua.avi - Google Video
hab ich zwar gerade schonmal ausgeführt, aber nochmal: es gibt angemessene strafen. zu gorlebenzeiten wurden verhafteten und verurteilten demonstranten teile der kosten auferlegt, was einige finanziell ruiniert hat. ABER: darüber schreibt kaum jemand. es ist ja auch spannender, harte strafen zu fordern. mit solchen schlagzeilen verkauft man zeitungen.
| Zitat | |
|
ich werde ja wirklich nicht müde, links zu posten und mal auf die vorkommnisse vor dem gipfel und während des gipfels hinzuweisen (nochmal meine lieblingslinks:
Deutschlandradio Kultur - Kult...satztechnische Dummheit"
http://lifestyle-community.net...ung_unerwunscht_20070603.html
bei geruchsproben von demonstranten und der tatsache, dass es kaum kritische berichte vom g8 gipfel gegeben hat, wird man etwas misstrauisch.
zum protestverbot am zaun: es geht doch vor allem darum, den schein zu wahren und auch macht zu demonstrieren.
@all: übrigens bereite ich gerade ein interview vor, mit mindestens 3 personen, mit sehr unterschiedlichen biografien, die an den protesten zum g8 gipfel teilgenommen haben.
| Zitat | |
|
sehe ich ganz genauso.
| Zitat | |
|
polizisten werden für solche einsätze vorbereitet und psychologisch geschult bzw. begleitet.
| Zitat | |
|
also hälst du den vorfall für eine eigenmächtige handlung eines einzelnen?
| Zitat | |
|
im grund spricht nichts dagegen, menschen zu bestrafen, die sich in grober weise strafbar gemacht haben, weil sie menschen gefährdet haben und eigentum fremder / unbeteiligter zerstört wurde. gerade die steinwürfe gegen rettungskräfte und die feuerwehr sind eine riesensauerei! ABER: im grunde gibt unser gesetz doch eine menge her, wie man bei der verurteilung der ersten festgenommenen sieht. für mich ist das nur wieder ein gefundenes fressen für die medie und unseren bundesinnenminister. im strafgesetzbuch ist bereits alles verankert und wohl nur noch ermessenssache des richters, wie hoch die strafen ausfallen.
| Zitat | |
|
natürlich ist eine sitzblockade passive gewalt, wenn man es genau nehmen will. aber nochmal: ziviler ungehorsam ist im gesetzestext definiert und verankert und straffrei. dabei haben sich die macher sicher etwas gedacht.
hier gibt es noch ein interview von einem anwalt der rav (republikanischer anwaltsverein) zu lesen:
11.06.2007: »Poli...uo; (Tageszeitung junge Welt)
| Zitat | |
|
ich nehme an, du meinst den film "die gipfelstürmer". den link hatten wir hier mehrfach. man kann sich den film auch online ansehen:
Gipfelstuermer - Die blutigen ... von Genua.avi - Google Video
| Zitat | |
|
hab ich zwar gerade schonmal ausgeführt, aber nochmal: es gibt angemessene strafen. zu gorlebenzeiten wurden verhafteten und verurteilten demonstranten teile der kosten auferlegt, was einige finanziell ruiniert hat. ABER: darüber schreibt kaum jemand. es ist ja auch spannender, harte strafen zu fordern. mit solchen schlagzeilen verkauft man zeitungen.
Piet
Mitgliedschaft beendet
Mitgliedschaft beendet
16 Mittwoch, 13.
Juni 2007 um 17:50 Uhr
[quote=Giganto;135765]
ich werde ja wirklich nicht müde, links zu posten und mal auf die vorkommnisse
naja ok, die links hauen mich jetzt nicht sonderlich um. Ob da nun auf der einen Seite ein Interview mit einem Polizeipsycholgen steht der die Polizei kritisiert oder aber im fernsehen ein Video gegen linke Demonstranten kommt ist ja auch eigentlich egal. Es gibt ja anscheinend genügend links die gegen Polizisten wettern, auch wenn diese nicht in den Medien erscheinen klingen dieses ganzen Artikel ebenso wie Skandalmacherei oder Bildzeitungsklatsch.
das heißt nicht das dort keine Fehler passieren oder es trotzdem Polizisten gibt die sich menschlich für so einen Einsatz nicht eignen. Sowas findest du überall, bei der Bundeswehr, beim Personal im Altenheim oder bei ...Zahnärzten....
wenn es die Vorfälle gegeben hat, dann sind es sicherlich Einzelfälle. Ich fühle mich immer noch recht sicher in Deutschland und gehe in den meisten Fällen davon aus, das sich ein Polizeibeamter auch zu recht so nennen darf. Von so einer Polizei wie es sie bei uns gibt träumen die meisten Staaten doch nur.
Im Endeffekt wird es wieder nur für die ersten 10 dummen eine "höhere" Strafe geben (mit Foto für die Bildzeitung), dem Rest passiert doch nichts.
stell dir vor, du bist Polizist. Trägst den ganzen Tag Leute durch die Gegend die dich wahrscheinlich dabei noch auslachen und dann darfst du auch nach 12 Std keinen feierabend machen, da die Leute die du gerade weggetragen hast schon wieder da sitzen. Das ganze schiebt den Plan nach hinten. Als Dank gibts noch ein auf'n Deckel vom Chef weil alles nicht planmäßig verlief.
Gut so das es noch alles halbwegs gepasst hätte. Die anderen Staaten (bsp. China, Russland) hätten sich totgelacht wenn sie unsere Polizei sehen würden die sich von Demonstranten praktisch auf der Nase rumtanzen lassen müssen.
Schönes Interview. Aber auch hier bin ich der Meinung das man hier wieder sonstwen hätte interviewen können. Wenn man sich über die hetze in den Medien aufregt, müsste man diese Gegenhetze genauso verurteilen. Das liest sich alles wie nen Klatschblatt.
[quote=Giganto;135765]
ich werde ja wirklich nicht müde, links zu posten und mal auf die vorkommnisse
| Zitat | |
|
naja ok, die links hauen mich jetzt nicht sonderlich um. Ob da nun auf der einen Seite ein Interview mit einem Polizeipsycholgen steht der die Polizei kritisiert oder aber im fernsehen ein Video gegen linke Demonstranten kommt ist ja auch eigentlich egal. Es gibt ja anscheinend genügend links die gegen Polizisten wettern, auch wenn diese nicht in den Medien erscheinen klingen dieses ganzen Artikel ebenso wie Skandalmacherei oder Bildzeitungsklatsch.
| Zitat | |
|
das heißt nicht das dort keine Fehler passieren oder es trotzdem Polizisten gibt die sich menschlich für so einen Einsatz nicht eignen. Sowas findest du überall, bei der Bundeswehr, beim Personal im Altenheim oder bei ...Zahnärzten....
| Zitat | |
|
wenn es die Vorfälle gegeben hat, dann sind es sicherlich Einzelfälle. Ich fühle mich immer noch recht sicher in Deutschland und gehe in den meisten Fällen davon aus, das sich ein Polizeibeamter auch zu recht so nennen darf. Von so einer Polizei wie es sie bei uns gibt träumen die meisten Staaten doch nur.
| Zitat | |
|
Im Endeffekt wird es wieder nur für die ersten 10 dummen eine "höhere" Strafe geben (mit Foto für die Bildzeitung), dem Rest passiert doch nichts.
| Zitat | |
|
stell dir vor, du bist Polizist. Trägst den ganzen Tag Leute durch die Gegend die dich wahrscheinlich dabei noch auslachen und dann darfst du auch nach 12 Std keinen feierabend machen, da die Leute die du gerade weggetragen hast schon wieder da sitzen. Das ganze schiebt den Plan nach hinten. Als Dank gibts noch ein auf'n Deckel vom Chef weil alles nicht planmäßig verlief.
Gut so das es noch alles halbwegs gepasst hätte. Die anderen Staaten (bsp. China, Russland) hätten sich totgelacht wenn sie unsere Polizei sehen würden die sich von Demonstranten praktisch auf der Nase rumtanzen lassen müssen.
| Zitat | |
|
Schönes Interview. Aber auch hier bin ich der Meinung das man hier wieder sonstwen hätte interviewen können. Wenn man sich über die hetze in den Medien aufregt, müsste man diese Gegenhetze genauso verurteilen. Das liest sich alles wie nen Klatschblatt.
17 Mittwoch, 13.
Juni 2007 um 19:20 Uhr
der polizeipsychologe gilt auch in den eigenen reihen als anerkannt und hoch geschätzt. das ist nicht irgendwer. er schildert sehr anschaulich, was alles schief gelaufen ist und eigentlich nicht hätte schieflaufen dürfen! so ist es doch erst zu dem schlamassel gekommen. ein schelm wer da böses denkt. ich finde nämlich, man muss das alles im zusammenhang sehen: veraltete polizeitaktik bei einem gipfel von hochrangigen politikern den es zu schützen gilt??? zivilpolizisten die sich einschleusen und wohlmöglich zu gewalttaten gegen die eigenen kollegen aufrühren??? das du das deutschlandradio mit der bildzeitung gleichstellst ist schon ein ding. :roll:
ich finde der vergleich hinkt.
der vergleich hinkt ebenfalls. es geht doch hier um unsere land. die merkel zieht z.b. nach russland und rügt dort das vorgehen gegen demonstranten und staatskritiker. was passiert hier? wenn die politiker klartext sprechen, wie es in anderen länder üblich ist, dann geht das für mich ok. dann weiss ich, was ich davon zu halten habe. aber so??
solche extremsituationen gibts in anderen berufsfeldern auch. die anforderungen bei den einstellungstest der polizei sind nicht ohne grund extrem hoch. man wird psychologisch auf solche einsätze vorbereitet und ach während dessen begleitet. weisst du wie oft ich beruflich gefrustet bin? prügel ich deswegen auf irgendwen ein? ein rauer ton ist ja ok. menschen an haaren zu reissen, zu treten und zu schlagen wohl eher nicht.
wenn du es begrüsst, wie dort mit menschen umgegangen wird (zumal die nicht von sich behaupten rupenreine demokraten zu sein) na dann auf dahin. :mrgreen: ich finde wir können grundsätzlich stolz auf unsere erstrittene freiheit sein und sollten sehr darauf achten, das unsere demokratische verfassung auch eingehalten wird und nicht von denen mit stiefeln getreten wird, die angetreten sind sie zu schützen.
| Zitat | |
|
der polizeipsychologe gilt auch in den eigenen reihen als anerkannt und hoch geschätzt. das ist nicht irgendwer. er schildert sehr anschaulich, was alles schief gelaufen ist und eigentlich nicht hätte schieflaufen dürfen! so ist es doch erst zu dem schlamassel gekommen. ein schelm wer da böses denkt. ich finde nämlich, man muss das alles im zusammenhang sehen: veraltete polizeitaktik bei einem gipfel von hochrangigen politikern den es zu schützen gilt??? zivilpolizisten die sich einschleusen und wohlmöglich zu gewalttaten gegen die eigenen kollegen aufrühren??? das du das deutschlandradio mit der bildzeitung gleichstellst ist schon ein ding. :roll:
| Zitat | |
|
ich finde der vergleich hinkt.
| Zitat | |
|
der vergleich hinkt ebenfalls. es geht doch hier um unsere land. die merkel zieht z.b. nach russland und rügt dort das vorgehen gegen demonstranten und staatskritiker. was passiert hier? wenn die politiker klartext sprechen, wie es in anderen länder üblich ist, dann geht das für mich ok. dann weiss ich, was ich davon zu halten habe. aber so??
| Zitat | |
|
solche extremsituationen gibts in anderen berufsfeldern auch. die anforderungen bei den einstellungstest der polizei sind nicht ohne grund extrem hoch. man wird psychologisch auf solche einsätze vorbereitet und ach während dessen begleitet. weisst du wie oft ich beruflich gefrustet bin? prügel ich deswegen auf irgendwen ein? ein rauer ton ist ja ok. menschen an haaren zu reissen, zu treten und zu schlagen wohl eher nicht.
| Zitat | |
|
wenn du es begrüsst, wie dort mit menschen umgegangen wird (zumal die nicht von sich behaupten rupenreine demokraten zu sein) na dann auf dahin. :mrgreen: ich finde wir können grundsätzlich stolz auf unsere erstrittene freiheit sein und sollten sehr darauf achten, das unsere demokratische verfassung auch eingehalten wird und nicht von denen mit stiefeln getreten wird, die angetreten sind sie zu schützen.
Piet
Mitgliedschaft beendet
Mitgliedschaft beendet
18 Mittwoch, 13.
Juni 2007 um 19:59 Uhr
das mag sein. Nur auf der einen Seite wird sich über die Medien in Radio und fernsehen aufgeregt die nur Lügen verbreiten, aber wer erzählt mir denn ob in den kleinen "unabhängigen" Nachrichtenseiten die Wahrheit erzählt wird? Oder ist die Meinung von dem Psychologen jetzt der Stand aller Dinge?
warum?
Was passiert denn beim G8-Gipfel? Packen alle das Märchenbuch aus?
(Ja, die Frage ist absichtlich einfach gestellt. Und ja, ich weiß um was es beim G8-Gipfel geht
)
aber in deinem Beruf wurden auch schon genügend Fälle aufgedeckt wo es anders zugegangen ist. Denkst du wirklich das die deutsche Polizei zu 90% nur aus psychopathischen Prügelhorden besteht die es nur auf friedliche Zivilisten abgesehen haben?
nein, das hab ich nicht behauptet. wolle nur einen vergleich erstellen.
nochmal, denkst du das alle bzw der größte teil der Polizisten aus solchen "Prüglern" besteht?
| Zitat von Giganto;135790 | |
|
das mag sein. Nur auf der einen Seite wird sich über die Medien in Radio und fernsehen aufgeregt die nur Lügen verbreiten, aber wer erzählt mir denn ob in den kleinen "unabhängigen" Nachrichtenseiten die Wahrheit erzählt wird? Oder ist die Meinung von dem Psychologen jetzt der Stand aller Dinge?
| Zitat | |
|
warum?
| Zitat | |
|
Was passiert denn beim G8-Gipfel? Packen alle das Märchenbuch aus?
(Ja, die Frage ist absichtlich einfach gestellt. Und ja, ich weiß um was es beim G8-Gipfel geht
)| Zitat | |
|
aber in deinem Beruf wurden auch schon genügend Fälle aufgedeckt wo es anders zugegangen ist. Denkst du wirklich das die deutsche Polizei zu 90% nur aus psychopathischen Prügelhorden besteht die es nur auf friedliche Zivilisten abgesehen haben?
| Zitat | |
|
nein, das hab ich nicht behauptet. wolle nur einen vergleich erstellen.
| Zitat | |
|
nochmal, denkst du das alle bzw der größte teil der Polizisten aus solchen "Prüglern" besteht?
19 Mittwoch, 13.
Juni 2007 um 20:09 Uhr
ich hab nicht behauptet, die medien würden alle lügen verbreiten. es ging mir in erster linie um sehr einseitige berichterstattung die teilweise wieder revidiert bzw. richtig gestellt wurde. nichts anderes möchte ich mit meinen postings bezwecken. ich möchte die andere seite aufzeigen. diese ist nämlich definitiv zu kurz gekommen. natürlich hat es auch gewalt von der anderen seite in rostock auf der auftaktkundgebung gegeben. wer darüber berichtet, muss aber auch schreiben und zeigen was auf der anderen seite geschehen ist. polizei und politik dürfen nicht mit dem finger auf die bürger zeigen ohne sich in selbstkritik zu üben.
sorry, ich hab an dieser stelle den faden verloren. kannst du mir nochmal posten auf was sich das bezogen hat?
versteh ich nicht? kannst du das bitte nochmal anders beschreiben?
ja, auch dort kommt sowas vereinzelt vor. das redet hier ja auch niemand klein. im gegenteil, ich freue mich wenn schutzbedürftigen ein forum geboten wird. jede aufklärung ist mir mehr als recht!
und, nein. ich denke nicht, das alle polizisten prügelwütige psychopathen sind.
nein, das hab ich nicht behauptet. wolle nur einen vergleich erstellen.
na dann argumentiere bitte in einer solchen diskussion nicht damit, wie es in anderen ländern zugeht. am ende dürfen wir noch dankbar dafür sein, dass der staat so gnädig mit uns umgeht. wir sind der staat. die bürger machen das land zu dem was es ist.
| Zitat | |
|
ich hab nicht behauptet, die medien würden alle lügen verbreiten. es ging mir in erster linie um sehr einseitige berichterstattung die teilweise wieder revidiert bzw. richtig gestellt wurde. nichts anderes möchte ich mit meinen postings bezwecken. ich möchte die andere seite aufzeigen. diese ist nämlich definitiv zu kurz gekommen. natürlich hat es auch gewalt von der anderen seite in rostock auf der auftaktkundgebung gegeben. wer darüber berichtet, muss aber auch schreiben und zeigen was auf der anderen seite geschehen ist. polizei und politik dürfen nicht mit dem finger auf die bürger zeigen ohne sich in selbstkritik zu üben.
| Zitat | ||||
|
sorry, ich hab an dieser stelle den faden verloren. kannst du mir nochmal posten auf was sich das bezogen hat?
| Zitat | ||||
|
versteh ich nicht? kannst du das bitte nochmal anders beschreiben?
| Zitat | |
|
ja, auch dort kommt sowas vereinzelt vor. das redet hier ja auch niemand klein. im gegenteil, ich freue mich wenn schutzbedürftigen ein forum geboten wird. jede aufklärung ist mir mehr als recht!
und, nein. ich denke nicht, das alle polizisten prügelwütige psychopathen sind.
| Zitat | |
|
nein, das hab ich nicht behauptet. wolle nur einen vergleich erstellen.
| Zitat | |
|
na dann argumentiere bitte in einer solchen diskussion nicht damit, wie es in anderen ländern zugeht. am ende dürfen wir noch dankbar dafür sein, dass der staat so gnädig mit uns umgeht. wir sind der staat. die bürger machen das land zu dem was es ist.
20 Donnerstag, 14.
Juni 2007 um 07:13 Uhr
Piet ich schätze Dich sehr, in dieser Diskussion wirkst Du allerdings ehrlich gesagt ziemlich unreflektiert.
In Russland werden Homosexuelle bei offiziellen Demonstrationen von Öffentlichkeit und Polizei misshandelt. Derart mittelalterliche Zustände verbieten kategorisch jeden Heranziehung zum Vergleich mit unserer verhältnismäßigen Kuschelpolizei.
Ja was hat man sich denn dabei gedacht? Das war totaler Blödsinn, der die Masse nur noch mehr motiviert hat. Wenn Du mich fragst gibt es keinen logischen Grund für diese Entscheidung abgesehen von purer Machtdemonstration. Es muss denen schon vorher klar gewesen sein, dass man durch so ein Verbot die Leute nicht fernhalten kann. Das meine ich mit unreflektiert. Du bringst ein ziemlich rudimentäre Grundvertrauen in die Arbeit der Einsatzleitung auf. Im Grunde ist das ja auch die optimale Vorstellung, die man von der Institution hat, die einen als Bürger beschützen soll. Andere Möglichkeiten, die dieses Bild in Frage stellen, scheinst du abzuwehren.
Ähnliches Prinzip. Da hast Du Dich auf die Eskalationsversuche von Zivilbeamten bezogen. Was Du jedoch als Einzelfälle beschreibst ist doch kein Zufall. Die Polizisten mit der zweifelaften Ehre eines Undercovereinsatzes in solch einer Demo verhalten sich nicht zum Spaß so, sondern befolgen Befehle (auch wenn man das wohl nie eingestehen wird). Diejenigen, die diese Strategie wollten sind zu verurteilen, keine Einzelfallpolizisten.
Desweiteren hat Giganto schon etwas sehr gutes gesagt. Es geht nicht darum Felder zu zerstören oder sich mit der Polizei zu prügeln. Es geht darum, dass unsere Demokratie nicht selbstverständlich ist und unscheinbar immer mehr abgebaut wird. Das ist kein subjektives Empfinden, das ist ein großes Thema in der aktuellen Politikwissenschaft. Das geschieht wie gesagt, ohne das man es sonderlich merkt, was uns nicht davon abhalten sollte immer wieder für Grundrechte und Partizipation zu kämpfen. Und zwar friedlich und effizient.
Piet ich schätze Dich sehr, in dieser Diskussion wirkst Du allerdings ehrlich gesagt ziemlich unreflektiert.
| Zitat von Psycho_Cowboy | |
|
In Russland werden Homosexuelle bei offiziellen Demonstrationen von Öffentlichkeit und Polizei misshandelt. Derart mittelalterliche Zustände verbieten kategorisch jeden Heranziehung zum Vergleich mit unserer verhältnismäßigen Kuschelpolizei.
| Zitat von Psycho_Cowboy | |
|
Ja was hat man sich denn dabei gedacht? Das war totaler Blödsinn, der die Masse nur noch mehr motiviert hat. Wenn Du mich fragst gibt es keinen logischen Grund für diese Entscheidung abgesehen von purer Machtdemonstration. Es muss denen schon vorher klar gewesen sein, dass man durch so ein Verbot die Leute nicht fernhalten kann. Das meine ich mit unreflektiert. Du bringst ein ziemlich rudimentäre Grundvertrauen in die Arbeit der Einsatzleitung auf. Im Grunde ist das ja auch die optimale Vorstellung, die man von der Institution hat, die einen als Bürger beschützen soll. Andere Möglichkeiten, die dieses Bild in Frage stellen, scheinst du abzuwehren.
| Zitat von Psycho_Cowboy | |
|
Ähnliches Prinzip. Da hast Du Dich auf die Eskalationsversuche von Zivilbeamten bezogen. Was Du jedoch als Einzelfälle beschreibst ist doch kein Zufall. Die Polizisten mit der zweifelaften Ehre eines Undercovereinsatzes in solch einer Demo verhalten sich nicht zum Spaß so, sondern befolgen Befehle (auch wenn man das wohl nie eingestehen wird). Diejenigen, die diese Strategie wollten sind zu verurteilen, keine Einzelfallpolizisten.
Desweiteren hat Giganto schon etwas sehr gutes gesagt. Es geht nicht darum Felder zu zerstören oder sich mit der Polizei zu prügeln. Es geht darum, dass unsere Demokratie nicht selbstverständlich ist und unscheinbar immer mehr abgebaut wird. Das ist kein subjektives Empfinden, das ist ein großes Thema in der aktuellen Politikwissenschaft. Das geschieht wie gesagt, ohne das man es sonderlich merkt, was uns nicht davon abhalten sollte immer wieder für Grundrechte und Partizipation zu kämpfen. Und zwar friedlich und effizient.

1 | 2
Ähnliche Themen
Spam » Polizei auf der Suche - Profil (Donnerstag, 16.
Oktober 2003)
Spam » Thailand: Polizei bewahrt 800 Hunde vor Kochtopf (Mittwoch, 05.
November 2003)
Fun Forum » Polizei steht vor einem Rätsel..... (Sonntag, 01.
August 2004)
Politik und Gesellschaft » schlägerei zwischen der polizei und ausländischen mitbürgern (Freitag, 12.
Januar 2007)

