Probleme mit den Eltern- Finanzierungsmodell gesucht
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1 Dienstag, 12.
Juni 2007 um 22:14 Uhr
Ich bin in letzter Zeit andauernd schlecht drauf. Aber erstaunlicherweise nur unter der Woche bzw. wenn ich zuhause bin. Sobald ich ausm Haus geh hab ich wieder (einigermaßen) gute Laune. Sch*** Leben.
Ich bin in letzter Zeit andauernd schlecht drauf. Aber erstaunlicherweise nur unter der Woche bzw. wenn ich zuhause bin. Sobald ich ausm Haus geh hab ich wieder (einigermaßen) gute Laune. Sch*** Leben.
2 Mittwoch, 13.
Juni 2007 um 10:43 Uhr
Na was ist denn los? Läufts momentan nicht so gut?
Ist doch so schönes Wetter, da darf man doch nicht so den Kopf hängen lassen.
| Zitat von Anika86;135757 | |
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Na was ist denn los? Läufts momentan nicht so gut?
Ist doch so schönes Wetter, da darf man doch nicht so den Kopf hängen lassen.
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3 Mittwoch, 13.
Juni 2007 um 19:11 Uhr
Es läuft schon sehr lange nicht gut. Und es ko*** mich von Woche zu Woche mehr an. Das Wetter ändert da dran leider auch nichts.
| Zitat von openMfly;135768 | ||||
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Es läuft schon sehr lange nicht gut. Und es ko*** mich von Woche zu Woche mehr an. Das Wetter ändert da dran leider auch nichts.
4 Mittwoch, 13.
Juni 2007 um 19:16 Uhr
Na das tut mir leid für dich. Sicher auch keine Besserung in Sicht nehm ich mal an.
Na dann hoffe ich mal das es besser wird, oder dass sich Alternativen finden.
So Phasen hat ja jeder mal.
| Zitat von Anika86;135787 | |
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Na das tut mir leid für dich. Sicher auch keine Besserung in Sicht nehm ich mal an.
Na dann hoffe ich mal das es besser wird, oder dass sich Alternativen finden.
So Phasen hat ja jeder mal.
5 Mittwoch, 13.
Juni 2007 um 19:24 Uhr
In sehr ferner Zukunft. Aber die is mir zu weit weg um mich drauf zu freuen.
| Zitat von openMfly;135789 | |
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In sehr ferner Zukunft. Aber die is mir zu weit weg um mich drauf zu freuen.
6 Mittwoch, 13.
Juni 2007 um 21:46 Uhr
Was müsste besser laufen damit du dich schon jetzt etwas mehr freuen könntest? Wenn man das mal geschafft hat ist es manchmal leichter einen Weg dahin zu finden.
Aber ich persönlich schaffe das auch nicht immer - aber ich weiß dann wenigstens was mich unzufrieden macht.
| Zitat von Anika86;135791 | |
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Was müsste besser laufen damit du dich schon jetzt etwas mehr freuen könntest? Wenn man das mal geschafft hat ist es manchmal leichter einen Weg dahin zu finden.
Aber ich persönlich schaffe das auch nicht immer - aber ich weiß dann wenigstens was mich unzufrieden macht.
7 Mittwoch, 13.
Juni 2007 um 21:52 Uhr
Ich müsste im Lotto gewinnen. Oder morgens aufwachen und feststellen, dass ich eineinhalb Jahre geschlafen hab.
Ich müsste im Lotto gewinnen. Oder morgens aufwachen und feststellen, dass ich eineinhalb Jahre geschlafen hab.
8 Mittwoch, 13.
Juni 2007 um 21:56 Uhr
Dann gehe ich recht in der Annahme, daß es beruflicher/finanzieller Art ist was dich bedrückt?
Sowas ist shit - vor allem wenn man nicht wirklich was dran ändern kann oder eben erst in weiter Ferne.
Das mit dem Lottogewinn wär auch was für mich - aber ich sehe die Chance ja sehr gering die 13 Mio zu gewinnen die wohl im Jackpot sind.
Hachja..aber geil wärs schon.
Dann gehe ich recht in der Annahme, daß es beruflicher/finanzieller Art ist was dich bedrückt?
Sowas ist shit - vor allem wenn man nicht wirklich was dran ändern kann oder eben erst in weiter Ferne.
Das mit dem Lottogewinn wär auch was für mich - aber ich sehe die Chance ja sehr gering die 13 Mio zu gewinnen die wohl im Jackpot sind.
Hachja..aber geil wärs schon.
9 Mittwoch, 13.
Juni 2007 um 22:00 Uhr
Das Geld an sich ist eigentlich kein Problem. Geldsorgen hab ich zum Glück keine. Das Problem ist, dass mir meine Familie, am meisten meine Mutter, auf die Nerven geht und ich will nichts lieber als heute noch ausziehen. Meine Mutter meinte dazu "Dann kannste deine Ausbildung selbst bezahlen". Und dann hätte ich finanzielle Sorgen. Privatschulen sind teuer. Und mein Ausbildungsgang ist einer der teuersten, wegen des hohen Personalaufwands.
Das Geld an sich ist eigentlich kein Problem. Geldsorgen hab ich zum Glück keine. Das Problem ist, dass mir meine Familie, am meisten meine Mutter, auf die Nerven geht und ich will nichts lieber als heute noch ausziehen. Meine Mutter meinte dazu "Dann kannste deine Ausbildung selbst bezahlen". Und dann hätte ich finanzielle Sorgen. Privatschulen sind teuer. Und mein Ausbildungsgang ist einer der teuersten, wegen des hohen Personalaufwands.
10 Mittwoch, 13.
Juni 2007 um 22:14 Uhr
Das allerdings ist blöde. Nicht schön, daß es anscheinend nach dem Motto: solange du deine Füße unter meinen Tisch streckst...bla bla bla..geht.
Und wenn du mal in ruhiger Stunde mit ihr gemeinsam versuchst verbindliche Regeln aufzustellen die für euch beide tragbar sind?
Klar ist ein Zusammenwohnen immer Kompromiss - aber der muss auch für beide Seiten tragbar sein.
Vielleicht kannst du damit auf sie zugehen?
und nicht vergessen..im (anstehenden) Konfiktgespräch immer erst 3 "Ja" abholen..dann ist das Gegenüber wohlgesonnener.
| Zitat von Anika86;135803 | |
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Das allerdings ist blöde. Nicht schön, daß es anscheinend nach dem Motto: solange du deine Füße unter meinen Tisch streckst...bla bla bla..geht.
Und wenn du mal in ruhiger Stunde mit ihr gemeinsam versuchst verbindliche Regeln aufzustellen die für euch beide tragbar sind?
Klar ist ein Zusammenwohnen immer Kompromiss - aber der muss auch für beide Seiten tragbar sein.
Vielleicht kannst du damit auf sie zugehen?
und nicht vergessen..im (anstehenden) Konfiktgespräch immer erst 3 "Ja" abholen..dann ist das Gegenüber wohlgesonnener.
11 Mittwoch, 13.
Juni 2007 um 22:15 Uhr
Mütter und Töchter...
geht nur gut, wenn sie sich in einem gewissen Alter nur zu sehr geringen Zeiten sehen (bin großer Bruder einer Schwester... gibt immer noch Keilereien bei mehr als 5 Minuten
)
Mütter und Töchter...
geht nur gut, wenn sie sich in einem gewissen Alter nur zu sehr geringen Zeiten sehen (bin großer Bruder einer Schwester... gibt immer noch Keilereien bei mehr als 5 Minuten
)
12 Mittwoch, 13.
Juni 2007 um 22:18 Uhr
Das Gespräch hatten wir schon. Danach wars zwei Wochen gut und dann wars das. Das Hauptproblem ist, denke ich, dass sie nicht in ihren Kopf bekommt, dass ich 21 bin. Sie behandlet mich wie 16 oder 17.
Das Gespräch hatten wir schon. Danach wars zwei Wochen gut und dann wars das. Das Hauptproblem ist, denke ich, dass sie nicht in ihren Kopf bekommt, dass ich 21 bin. Sie behandlet mich wie 16 oder 17.
13 Mittwoch, 13.
Juni 2007 um 22:23 Uhr
dann frag sie, ob es ihr recht wäre daß du dich auch benimmst wie ein teenager wenn sie dich schon so behandelt.
ich gehe mal davon aus, daß du dich nicht wie im Hotel Mama bedienen läßt - oder doch? Falls ja, würde ich das ändern.
dann frag sie, ob es ihr recht wäre daß du dich auch benimmst wie ein teenager wenn sie dich schon so behandelt.
ich gehe mal davon aus, daß du dich nicht wie im Hotel Mama bedienen läßt - oder doch? Falls ja, würde ich das ändern.
14 Mittwoch, 13.
Juni 2007 um 22:26 Uhr
Nein mach ich nicht. Ich bin sogar die einzige, die im Haus mit anpackt, obwohl ich am wenigstens Zeit hab und am wenigsten zuhause bin. Ich biete andauernd an, mir mein Essen selbst zu kochen, damit sie nich nochmal anfangen muss und ich mach mein Wäsche selbst. Mein Essen kaufen, das tut sie, aber sonst mach ich so ziemlich alles selbst. Ich bitte sie schon nicht mal mehr um Hilfe bei irgendwas, weil das alles zu viel von ihr verlangt ist und sie mich dann eh nur wieder anmotzt, dass das ja meine Sache wäre und ich mich selbst drum kümmern soll. Aber wehe ich hab dann mal nen triftigen Grund ihr ne Bitte abzuschlagen. Dann bin ich die undankbare Tochter. Sie bezeichnet mich dann auch gerne als "die Tochter meines Vaters" und mein Vater ist in ihren Augen ein A****loch.
Nein mach ich nicht. Ich bin sogar die einzige, die im Haus mit anpackt, obwohl ich am wenigstens Zeit hab und am wenigsten zuhause bin. Ich biete andauernd an, mir mein Essen selbst zu kochen, damit sie nich nochmal anfangen muss und ich mach mein Wäsche selbst. Mein Essen kaufen, das tut sie, aber sonst mach ich so ziemlich alles selbst. Ich bitte sie schon nicht mal mehr um Hilfe bei irgendwas, weil das alles zu viel von ihr verlangt ist und sie mich dann eh nur wieder anmotzt, dass das ja meine Sache wäre und ich mich selbst drum kümmern soll. Aber wehe ich hab dann mal nen triftigen Grund ihr ne Bitte abzuschlagen. Dann bin ich die undankbare Tochter. Sie bezeichnet mich dann auch gerne als "die Tochter meines Vaters" und mein Vater ist in ihren Augen ein A****loch.
15 Donnerstag, 14.
Juni 2007 um 20:36 Uhr
Nun, dann ist es wohl so, daß sie nicht wirklich Dich meint - sondern deinen Vater. Damit wäre es ihr Problem wie sie damit umgeht. Für deinen Vater kannste schließlich nichts, den hat sie ja anscheinend ausgesucht.
Schwierige Situation, dennoch würde ich genau das mal ansprechen.
Wahrscheinlich wird es noch mehr Emotionen bei ihr geben weil sie das mit Sicherheit nicht hören will.
Wäre wohl schon am besten wenn du ausziehen würdest.
Und es gibt keine Möglichkeit? Vielleicht wäre ja WG (vorrübergehend) ne Lösung? Jemand Verwandtes in der Nähe? Mit einer Freundin zusammenziehen? Oder du versuchst Bafög? Oder Stipendium?
Manchmal hilft Brainstorming - da hat man zwar die verrücktesten Einfälle aber manchmal ist was gutes dabei.
Viel Glück!
| Zitat von Anika86;135808 | |
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Nun, dann ist es wohl so, daß sie nicht wirklich Dich meint - sondern deinen Vater. Damit wäre es ihr Problem wie sie damit umgeht. Für deinen Vater kannste schließlich nichts, den hat sie ja anscheinend ausgesucht.
Schwierige Situation, dennoch würde ich genau das mal ansprechen.
Wahrscheinlich wird es noch mehr Emotionen bei ihr geben weil sie das mit Sicherheit nicht hören will.
Wäre wohl schon am besten wenn du ausziehen würdest.
Und es gibt keine Möglichkeit? Vielleicht wäre ja WG (vorrübergehend) ne Lösung? Jemand Verwandtes in der Nähe? Mit einer Freundin zusammenziehen? Oder du versuchst Bafög? Oder Stipendium?
Manchmal hilft Brainstorming - da hat man zwar die verrücktesten Einfälle aber manchmal ist was gutes dabei.
Viel Glück!
16 Donnerstag, 14.
Juni 2007 um 20:47 Uhr
WG gibts nich, hab hier keine Verwandten oder Freunde. Könnte zu meinem Freund ziehen, aber dann muss ich die Ausbildung selbst bezahlen und das ist nicht machbar. Auch nicht mit Bafög. Stipendien vergeben die da nicht. Ne Möglichkeit wär n Kredit bei der Bank, wenn ich denn einen bekommen würde, so dass ich erst weiter bezahlen muss wenn ich Geld verdien. Aber ich weiß nicht, ob ich jetzt schon verschuldet sein will
WG gibts nich, hab hier keine Verwandten oder Freunde. Könnte zu meinem Freund ziehen, aber dann muss ich die Ausbildung selbst bezahlen und das ist nicht machbar. Auch nicht mit Bafög. Stipendien vergeben die da nicht. Ne Möglichkeit wär n Kredit bei der Bank, wenn ich denn einen bekommen würde, so dass ich erst weiter bezahlen muss wenn ich Geld verdien. Aber ich weiß nicht, ob ich jetzt schon verschuldet sein will

17 Donnerstag, 14.
Juni 2007 um 20:52 Uhr
Was ist das für eine besondere Ausbildung die du da machst??
Stipendien werden nicht von der Ausbildungsstelle vergeben sondern von Stiftungen die besondere Ziele haben.
Es gibt sogar Stiftungen die besonders seltene Ausbildungen unterstützen. Sie unterstützen den Lernenden - die Ausbildungsstätten haben damit erst mal nicht viel zu tun.
Noch ne Klitzekleine Frage:
Du wohnst bei deiner Mama, hast aber in der Nähe keine FreundInnen?
Was ich ja echt schade finden würde...
Was ist das für eine besondere Ausbildung die du da machst??
Stipendien werden nicht von der Ausbildungsstelle vergeben sondern von Stiftungen die besondere Ziele haben.
Es gibt sogar Stiftungen die besonders seltene Ausbildungen unterstützen. Sie unterstützen den Lernenden - die Ausbildungsstätten haben damit erst mal nicht viel zu tun.
Noch ne Klitzekleine Frage:
Du wohnst bei deiner Mama, hast aber in der Nähe keine FreundInnen?
Was ich ja echt schade finden würde...
18 Donnerstag, 14.
Juni 2007 um 21:03 Uhr
Ich bin auf einer höheren Fachschule für Logopädie. Ich behaupte einfach mal du weißt was das ist. Die Ausbildung ist halt ziemlich teuer. Stipendien werden aber doch oft nur an Spitzenschüler vergeben, oder? Dazu gehöre ich leider nicht.
Wegen den Freunden. Mein bester Kumpel ist wegen seinem Studium nach Bochum gezogen und hat selbst Geldsorgen. Und da ich mich während der Schulzeit und auch jetzt nicht gerade besonderer Beliebtheit bei meinen KollegInnen erfreue, habe ich sonst niemanden mehr den ich zu meinen Freunden zählen würde. Abgesehen von meinem Schatz natürlich. Ich finds auch schade, aber was soll ich machen? Wenn halt keiner was mit mir zu tun haben will.......
Ich bin auf einer höheren Fachschule für Logopädie. Ich behaupte einfach mal du weißt was das ist. Die Ausbildung ist halt ziemlich teuer. Stipendien werden aber doch oft nur an Spitzenschüler vergeben, oder? Dazu gehöre ich leider nicht.
Wegen den Freunden. Mein bester Kumpel ist wegen seinem Studium nach Bochum gezogen und hat selbst Geldsorgen. Und da ich mich während der Schulzeit und auch jetzt nicht gerade besonderer Beliebtheit bei meinen KollegInnen erfreue, habe ich sonst niemanden mehr den ich zu meinen Freunden zählen würde. Abgesehen von meinem Schatz natürlich. Ich finds auch schade, aber was soll ich machen? Wenn halt keiner was mit mir zu tun haben will.......
19 Donnerstag, 14.
Juni 2007 um 21:08 Uhr
Liebe Anika, was du beschreibst, ergibt ein recht rundes Bild. So ein Szenario gibt es wohl in ganz vielen Familien. Da helfen schlaue Sprüche von aussen natürlich wenig bis nichts.
Trotzdem möchte ich dir einen ungefragten Rat geben. Ich habe mich in der jüngeren Vergangenheit auch intensiv mit den Konstellationen in meiner Familie beschäftigt. Auslöser war die Buchempfehlung einer Freundin: "Das Drama des begabten Kindes" von Alice Miller. Alice Miller ist eine anerkannte Kinderpsychologin und erklärt wunderbar - wenngleich es schwere Kost ist - wieso Eltern so sind, wie sie sind.
Im Prinzip geht es darum, dass Eltern eben auch mal Kinder waren, und ihre Erziehung starken Einfluss auf das weitere Leben und den Umgang mit den eigenen Kindern hat. Man könnte es auf folgenden Nenner bringen: Opfer machen die eigenen Kinder wieder zu Opfern. Das klingt jetzt vielleicht vielen zu dramatisch, trifft es aber trotzdem. Beispiel: Wer als Kind Ungerechtigkeit, Demütigung, Kälte, Ablehnung und Härte erlebt hat, seine eigene Persönlichkeit nicht entfalten konnte, den Eltern gefallen musste, um überhaupt seinen Platz in der Familie zu finden, der wird später als Erwachsener ähnliche Verhaltensmuster gegenüber Kindern an den Tag legen. Es gehören menschliche Größe und Verständnis dazu, um so einen Teufelskreis zu durchbrechen.
Die Lösung, die Alice Miller ans Herz legt: Sich in seine Kindheitserlebnisse zurückversetzen und die damaligen verdrängten Gefühle noch mal durchleben. Die Traurigkeit, die Hilflosigkeit und die Wut sollen raus. Dann kommt die Phase des Verstehens und des Verständnisses für die Eltern. Wenn man danach in der Lage ist, den Eltern mit Überzeugung zu verzeihen, dann kann man bestehende Strukturen verändern.
Das alles geht nicht von heute auf morgen, sondern dauert. Manche brauchen dazu jemanden, der sie begleitet (Großeltern, Freunde aus der Kindheit, Psychologen etc.). Dass es funktioniert, kann ich dir bestätigen. Ich habe es ganz alleine geschafft und bin sehr stolz darauf. Die Strukturen in meiner Familie haben sich systematisch mit meiner eigenen Einstellung zum Positiven verändert.
Ich kann dir wirklich nur wärmstens das Buch von Alice Miller empfehlen! Und wünsche dir viel Erfolg! Nimm die jetzige schwierige Zeit als eine Herausforderung an, um dich als Person zu entwickeln. Du selbst wirst am meisten davon profitieren.
| Zitat von Anika86;135808 | |
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Liebe Anika, was du beschreibst, ergibt ein recht rundes Bild. So ein Szenario gibt es wohl in ganz vielen Familien. Da helfen schlaue Sprüche von aussen natürlich wenig bis nichts.
Trotzdem möchte ich dir einen ungefragten Rat geben. Ich habe mich in der jüngeren Vergangenheit auch intensiv mit den Konstellationen in meiner Familie beschäftigt. Auslöser war die Buchempfehlung einer Freundin: "Das Drama des begabten Kindes" von Alice Miller. Alice Miller ist eine anerkannte Kinderpsychologin und erklärt wunderbar - wenngleich es schwere Kost ist - wieso Eltern so sind, wie sie sind.
Im Prinzip geht es darum, dass Eltern eben auch mal Kinder waren, und ihre Erziehung starken Einfluss auf das weitere Leben und den Umgang mit den eigenen Kindern hat. Man könnte es auf folgenden Nenner bringen: Opfer machen die eigenen Kinder wieder zu Opfern. Das klingt jetzt vielleicht vielen zu dramatisch, trifft es aber trotzdem. Beispiel: Wer als Kind Ungerechtigkeit, Demütigung, Kälte, Ablehnung und Härte erlebt hat, seine eigene Persönlichkeit nicht entfalten konnte, den Eltern gefallen musste, um überhaupt seinen Platz in der Familie zu finden, der wird später als Erwachsener ähnliche Verhaltensmuster gegenüber Kindern an den Tag legen. Es gehören menschliche Größe und Verständnis dazu, um so einen Teufelskreis zu durchbrechen.
Die Lösung, die Alice Miller ans Herz legt: Sich in seine Kindheitserlebnisse zurückversetzen und die damaligen verdrängten Gefühle noch mal durchleben. Die Traurigkeit, die Hilflosigkeit und die Wut sollen raus. Dann kommt die Phase des Verstehens und des Verständnisses für die Eltern. Wenn man danach in der Lage ist, den Eltern mit Überzeugung zu verzeihen, dann kann man bestehende Strukturen verändern.
Das alles geht nicht von heute auf morgen, sondern dauert. Manche brauchen dazu jemanden, der sie begleitet (Großeltern, Freunde aus der Kindheit, Psychologen etc.). Dass es funktioniert, kann ich dir bestätigen. Ich habe es ganz alleine geschafft und bin sehr stolz darauf. Die Strukturen in meiner Familie haben sich systematisch mit meiner eigenen Einstellung zum Positiven verändert.
Ich kann dir wirklich nur wärmstens das Buch von Alice Miller empfehlen! Und wünsche dir viel Erfolg! Nimm die jetzige schwierige Zeit als eine Herausforderung an, um dich als Person zu entwickeln. Du selbst wirst am meisten davon profitieren.
Anika
Mitgliedschaft beendet
Mitgliedschaft beendet
20 Donnerstag, 14.
Juni 2007 um 21:12 Uhr
Ist es nicht so, dass deine Eltern (in diesem Fall nur deine Mutter?) für deinen Unterhalt verantwortlich sind? Ich kenne die Gesetze nicht genau, aber du bist noch in der Ausbildung und verfügst über kein Einkommen. Da kann sich deine Mutter wohl nicht so einfach aus der Verantwortung ziehen, wenn du ausziehst.
Nur: Gut für das Familienklima wäre eine Diskussion über dieses Thema wohl auch nicht.
| Zitat von Anika86;135824 | |
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Ist es nicht so, dass deine Eltern (in diesem Fall nur deine Mutter?) für deinen Unterhalt verantwortlich sind? Ich kenne die Gesetze nicht genau, aber du bist noch in der Ausbildung und verfügst über kein Einkommen. Da kann sich deine Mutter wohl nicht so einfach aus der Verantwortung ziehen, wenn du ausziehst.
Nur: Gut für das Familienklima wäre eine Diskussion über dieses Thema wohl auch nicht.
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