Mitarbeiterführung - die hohe Kunst des Managements
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1 Samstag, 23.
Juni 2007 um 20:11 Uhr
Stings Betrag in "Was arbeitest du deluxe" ist der Anlaß für diesen Thread.
Mitarbeiterführung ist in meinen Augen der Dreh- und Angelpunkt für einen Manager. Die dazugehörigen Fähigkeiten/ Unfähigkeiten entscheiden über Erfolg und Mißerfolg.
Eine Führungskraft ist keinen Schuß Pulver wert ohne die dazugehörige Mannschaft. Und keine Mannschaft kann auf Dauer erfolgreich arbeiten ohne eine starke und geeignete Führungskraft. Und daraus ergibt sich bereits die erste Erkenntnis: gegenseitige Abhängigkeit!
Es gibt viele Gurus, die sich zu dem Thema in Büchern, Fachliteratur, Autobiographien und auf Veranstaltungen etc. auslassen. Die amerikanischen Sichtweisen werden in good old europe zunehmend hochgejubelt. Wer auf sich hält (besonders Jungmanager) predigt Jack-Welch-Weisheiten wie die 10 Gebote rauf und runter. Unser Junior-Gesellschafter hat mir "Winning" von Jack Welch geschenkt. Um ehrlich zu sein kam ich über ein paar Kapitel nicht hinaus. Die "größte lebende Managementlegende" soll mir Ratschläge geben, damit ich als Managerin so richtig erfolgreich werde? Nun, der Mann lebt den american way, der sich für meinen Geschmack nicht 1 : 1 auf unser Europa mit seinem ganz eigenen Wertesystem umlegen lässt. Und außerdem halte ich es für mehr als befremdlich, wenn ich von jemandem den verantwortungsvollen Umgang mit Menschen lernen soll, der in der x-ten Ehe lebt. Offensichtlich ist der zeitgemäße Austausch von Ehefrauen samt Kindern analog dem Austausch von Mitarbeitern zu sehen. Hire and fire in Bestform!
Nein, meine intuitive Herangehensweise an diese Manageraufgabe führt mich da eher zu Querdenkern und Menschenfreunden, denn zu den Stars unter den Top-Managern. Dank einem lieben Kollegen habe ich zwei Bücher gelesen, die mich in helle Begeisterung versetzt haben:
Maverick: The success story behind the world's most unusual workplace von Richard Semmler
und
Der Termin - Ein Roman über Projektmanagement von Tom deMarco
Ich versuche mal, das Wesentliche auf den Punkt zu bringen:
1. Menschen müssen sich sicher fühlen und dürfen keine Angst vor Machtmißbrauch haben.
2. Drohungen "motivieren" nur sehr bedingt. Und - ganz wichtig- sie müssten notfalls wahr gemacht werden.
3. Der Manager muss mit dem Herz führen, auf sein Bauchgefühl vertrauen, die Organisation beseelen und den richtigen Riecher (Instinkt) haben.
4. Manager müssen ihren Leuten den Rücken freihalten und die Risiken managen.
5. Manager müssen den Mut haben, auch schlechte Nachrichten nach oben zu tragen und auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen.
6. Never change a winning team - Trenne niemals ein funktionierendes Team.
7. Teamfähigkeit ist elementare Voraussetzung. Ein guter Manager hört auf Kollegen und Mitarbeiter. Welche Entscheidung er am Ende trifft, ist eine andere Sache (schließlich ist er am Ende der Verantwortliche).
8. Man muss jeden Tag bereit sein, seinen Job aufs Spiel zu setzen. Überzeugtes Handeln schafft Glaubwürdigkeit. Wer an seinem Posten klebt, ist erpressbar.
9. Ein guter Manager verhindert Über-/ Unterforderung seiner Mitarbeiter.
10. Ehrliche Fürsorge und Zuneigung sorgen für Verständnis, Respekt und Vertrauen.
11. Druck ist bestenfalls eine kurzfristige Lösung. Auf Dauer ist es ein sicheres Indiz für Führungsschwäche.
12. Falsches Verhalten und falsche Werte tragen sich von oben nach unten durch. Geringschätzung zerstört Motivation und das Betriebsklima.
13. Konflikte dürfen nicht unterdrückt werden, sondern verdienen Aufmerksamkeit und Respekt. Die Lösung: Mediation und die Schaffung einer win-win-Situation.
14. Etwas nicht zu wissen ist weniger schlimm, als fälschlicherweise zu glauben, man weiß etwas.
15. Die gute Führungskraft schaut hinter die Fassade, wenn ein Mitarbeiter Probleme bereitet. Nur so ist Abhilfe möglich (ohne gleich zu versetzen/ zu kündigen).
Das Zauberwort heißt für mich Partnerschaft - und nur so ist eine Basis (bei gegenseitiger Abhängigkeit zwischen Vorgesetzten und Untergebenen) für ein fruchtbares, erfolgreiches Miteinander zu schaffen.
Mein härtester Prüfstein waren meine muslimischen Arbeiter. Keiner hätte anfangs auch nur einen Euro darauf gewettet, dass mich diese Jungs anerkennen (Frau, jung, blond, als Chefsekretärin im Unternehmen gestartet). Heute kann ich mit Stolz behaupten, dass ich keine Führungskraft kenne, die sich so blind auf ihre Mannschaft verlassen kann wie ich.
Frauen führen eben anders... aber das ist ja schon wieder ein Thema für sich
| Zitat | |
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Stings Betrag in "Was arbeitest du deluxe" ist der Anlaß für diesen Thread.
Mitarbeiterführung ist in meinen Augen der Dreh- und Angelpunkt für einen Manager. Die dazugehörigen Fähigkeiten/ Unfähigkeiten entscheiden über Erfolg und Mißerfolg.
Eine Führungskraft ist keinen Schuß Pulver wert ohne die dazugehörige Mannschaft. Und keine Mannschaft kann auf Dauer erfolgreich arbeiten ohne eine starke und geeignete Führungskraft. Und daraus ergibt sich bereits die erste Erkenntnis: gegenseitige Abhängigkeit!
Es gibt viele Gurus, die sich zu dem Thema in Büchern, Fachliteratur, Autobiographien und auf Veranstaltungen etc. auslassen. Die amerikanischen Sichtweisen werden in good old europe zunehmend hochgejubelt. Wer auf sich hält (besonders Jungmanager) predigt Jack-Welch-Weisheiten wie die 10 Gebote rauf und runter. Unser Junior-Gesellschafter hat mir "Winning" von Jack Welch geschenkt. Um ehrlich zu sein kam ich über ein paar Kapitel nicht hinaus. Die "größte lebende Managementlegende" soll mir Ratschläge geben, damit ich als Managerin so richtig erfolgreich werde? Nun, der Mann lebt den american way, der sich für meinen Geschmack nicht 1 : 1 auf unser Europa mit seinem ganz eigenen Wertesystem umlegen lässt. Und außerdem halte ich es für mehr als befremdlich, wenn ich von jemandem den verantwortungsvollen Umgang mit Menschen lernen soll, der in der x-ten Ehe lebt. Offensichtlich ist der zeitgemäße Austausch von Ehefrauen samt Kindern analog dem Austausch von Mitarbeitern zu sehen. Hire and fire in Bestform!
Nein, meine intuitive Herangehensweise an diese Manageraufgabe führt mich da eher zu Querdenkern und Menschenfreunden, denn zu den Stars unter den Top-Managern. Dank einem lieben Kollegen habe ich zwei Bücher gelesen, die mich in helle Begeisterung versetzt haben:
Maverick: The success story behind the world's most unusual workplace von Richard Semmler
und
Der Termin - Ein Roman über Projektmanagement von Tom deMarco
Ich versuche mal, das Wesentliche auf den Punkt zu bringen:
1. Menschen müssen sich sicher fühlen und dürfen keine Angst vor Machtmißbrauch haben.
2. Drohungen "motivieren" nur sehr bedingt. Und - ganz wichtig- sie müssten notfalls wahr gemacht werden.
3. Der Manager muss mit dem Herz führen, auf sein Bauchgefühl vertrauen, die Organisation beseelen und den richtigen Riecher (Instinkt) haben.
4. Manager müssen ihren Leuten den Rücken freihalten und die Risiken managen.
5. Manager müssen den Mut haben, auch schlechte Nachrichten nach oben zu tragen und auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen.
6. Never change a winning team - Trenne niemals ein funktionierendes Team.
7. Teamfähigkeit ist elementare Voraussetzung. Ein guter Manager hört auf Kollegen und Mitarbeiter. Welche Entscheidung er am Ende trifft, ist eine andere Sache (schließlich ist er am Ende der Verantwortliche).
8. Man muss jeden Tag bereit sein, seinen Job aufs Spiel zu setzen. Überzeugtes Handeln schafft Glaubwürdigkeit. Wer an seinem Posten klebt, ist erpressbar.
9. Ein guter Manager verhindert Über-/ Unterforderung seiner Mitarbeiter.
10. Ehrliche Fürsorge und Zuneigung sorgen für Verständnis, Respekt und Vertrauen.
11. Druck ist bestenfalls eine kurzfristige Lösung. Auf Dauer ist es ein sicheres Indiz für Führungsschwäche.
12. Falsches Verhalten und falsche Werte tragen sich von oben nach unten durch. Geringschätzung zerstört Motivation und das Betriebsklima.
13. Konflikte dürfen nicht unterdrückt werden, sondern verdienen Aufmerksamkeit und Respekt. Die Lösung: Mediation und die Schaffung einer win-win-Situation.
14. Etwas nicht zu wissen ist weniger schlimm, als fälschlicherweise zu glauben, man weiß etwas.
15. Die gute Führungskraft schaut hinter die Fassade, wenn ein Mitarbeiter Probleme bereitet. Nur so ist Abhilfe möglich (ohne gleich zu versetzen/ zu kündigen).
Das Zauberwort heißt für mich Partnerschaft - und nur so ist eine Basis (bei gegenseitiger Abhängigkeit zwischen Vorgesetzten und Untergebenen) für ein fruchtbares, erfolgreiches Miteinander zu schaffen.
Mein härtester Prüfstein waren meine muslimischen Arbeiter. Keiner hätte anfangs auch nur einen Euro darauf gewettet, dass mich diese Jungs anerkennen (Frau, jung, blond, als Chefsekretärin im Unternehmen gestartet). Heute kann ich mit Stolz behaupten, dass ich keine Führungskraft kenne, die sich so blind auf ihre Mannschaft verlassen kann wie ich.
Frauen führen eben anders... aber das ist ja schon wieder ein Thema für sich

2 Samstag, 23.
Juni 2007 um 21:02 Uhr
Leider Gottes ist das aber nicht überall so. Im speziellen sollte man "Das Peter Prinzip" nennen, welches ja heutzutage sehr häufig und mit wachsender Begeisterung praktiziert wird.
Egal... ich halte mich da mal besser raus. Fiel mir gerade nur so ein.
Leider Gottes ist das aber nicht überall so. Im speziellen sollte man "Das Peter Prinzip" nennen, welches ja heutzutage sehr häufig und mit wachsender Begeisterung praktiziert wird.
Egal... ich halte mich da mal besser raus. Fiel mir gerade nur so ein.
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3 Samstag, 23.
Juni 2007 um 21:15 Uhr
Du hast schon recht - es werden leider viele solange befördert, bis sie an ihr persönliches/ fachliches Limit gelangen und zu Nieten mutieren.
Vielleicht sollte ich noch einen Punkt ergänzen:
Der fähige Vorgesetzte erkennt, wann ein Mitarbeiter "seine" richtige Position erreicht hat.
Ich habe übrigens die Erfahrung gemacht, dass Männer bei Beförderungsangeboten sofort und ohne lange zu zögern zusagen, sofern sie einen Vorteil darin erkennen. Die Frage, ob sie dafür geeignet sind, stellen sie sich nicht. Bei Frauen ist das eher anders gelagert. Frauen scheuen vor einem beruflichen Aufstieg gern zurück, weil sie Sorge haben, sie könnten nicht gut genug sein.
(Ich bin dafür das beste Beispiel: Ich bin sozusagen die Löwin, die man zum Jagen tragen musste...)
Du hast schon recht - es werden leider viele solange befördert, bis sie an ihr persönliches/ fachliches Limit gelangen und zu Nieten mutieren.
Vielleicht sollte ich noch einen Punkt ergänzen:
Der fähige Vorgesetzte erkennt, wann ein Mitarbeiter "seine" richtige Position erreicht hat.
Ich habe übrigens die Erfahrung gemacht, dass Männer bei Beförderungsangeboten sofort und ohne lange zu zögern zusagen, sofern sie einen Vorteil darin erkennen. Die Frage, ob sie dafür geeignet sind, stellen sie sich nicht. Bei Frauen ist das eher anders gelagert. Frauen scheuen vor einem beruflichen Aufstieg gern zurück, weil sie Sorge haben, sie könnten nicht gut genug sein.
(Ich bin dafür das beste Beispiel: Ich bin sozusagen die Löwin, die man zum Jagen tragen musste...)
Anika
Mitgliedschaft beendet
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4 Samstag, 23.
Juni 2007 um 21:15 Uhr
Die Prinzipien der Mitarbeiterführung, die du aufzählst, Susan, hören sich sehr gut an. Dass eine Firma effektiv arbeitet, wenn sie so geführt wird, erscheint mir plausibel.
Arbeit zum gegenseitigen Nutzen ist eine gute Sache.
Aber ich hab mir mal Punkt 6 herausgepickt:
Da sind andere Manager scheinbar anderer Meinung. Ich teile sie nicht:
Ich weiß, dass in Filialen von Handelsketten ein Rotationsprizip bervorzugt wird, nach dem die Mitarbeiter in den verschiedenen Filialen ständig umgesetzt werden, damit sie nicht zu vertraut miteinander werden. Motto: Ihr seid zum Arbeiten hier und nicht zum Quatschen.
Die Prinzipien der Mitarbeiterführung, die du aufzählst, Susan, hören sich sehr gut an. Dass eine Firma effektiv arbeitet, wenn sie so geführt wird, erscheint mir plausibel.
Arbeit zum gegenseitigen Nutzen ist eine gute Sache.
Aber ich hab mir mal Punkt 6 herausgepickt:
| Zitat von Susan | |
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Da sind andere Manager scheinbar anderer Meinung. Ich teile sie nicht:
Ich weiß, dass in Filialen von Handelsketten ein Rotationsprizip bervorzugt wird, nach dem die Mitarbeiter in den verschiedenen Filialen ständig umgesetzt werden, damit sie nicht zu vertraut miteinander werden. Motto: Ihr seid zum Arbeiten hier und nicht zum Quatschen.
5 Samstag, 23.
Juni 2007 um 21:19 Uhr
Das Rotationsprinzip ist so eine Sache. Ich lasse - wenn ich das Gefühl habe, es wird notwendig - schon mal rotieren. Allerdings nur was Aufgabengebiete anbetrifft, die sinniger Weise von mehreren beherrscht werden sollten bzw. die den Horizont des jeweiligen Mitarbeiters/ der jeweiligen Mitarbeiterin erweitern.
Prinzipiell werden aber immer die Wünsche der Mitarbeiter berücksichtigt. Und ich lege großen Wert darauf, dass immer diejenigen zusammenarbeiten, die sich gut verstehen. Alles andere führt über kurz oder lang zur Katastrophe.
Das Rotationsprinzip ist so eine Sache. Ich lasse - wenn ich das Gefühl habe, es wird notwendig - schon mal rotieren. Allerdings nur was Aufgabengebiete anbetrifft, die sinniger Weise von mehreren beherrscht werden sollten bzw. die den Horizont des jeweiligen Mitarbeiters/ der jeweiligen Mitarbeiterin erweitern.
Prinzipiell werden aber immer die Wünsche der Mitarbeiter berücksichtigt. Und ich lege großen Wert darauf, dass immer diejenigen zusammenarbeiten, die sich gut verstehen. Alles andere führt über kurz oder lang zur Katastrophe.
6 Samstag, 23.
Juni 2007 um 21:30 Uhr
@Susan
Das Peter Prinzip wird aber auch sehr sehr bewusst eingesetzt. Man kann dadurch seine eigene Positionen sichern und das wird ausgenützt. Befördere als Vorgesetzter den unqualifiziertesten Mitarbeiter und er macht alles für Dich. Das wissen die meisten da draussen aber auch. Leider.
@Anika
Bezüglich Deines letzten Absatzes...
Finde ich mit das Schlimmste, was man einer Mitarbeitertruppe antun kann. Die sozialen Kontakte gehen somit völlig den Bach runter. Hinzu kommt Stress und Konkurrenzkampf.
@Susan
Das Peter Prinzip wird aber auch sehr sehr bewusst eingesetzt. Man kann dadurch seine eigene Positionen sichern und das wird ausgenützt. Befördere als Vorgesetzter den unqualifiziertesten Mitarbeiter und er macht alles für Dich. Das wissen die meisten da draussen aber auch. Leider.
@Anika
Bezüglich Deines letzten Absatzes...
Finde ich mit das Schlimmste, was man einer Mitarbeitertruppe antun kann. Die sozialen Kontakte gehen somit völlig den Bach runter. Hinzu kommt Stress und Konkurrenzkampf.
7 Samstag, 23.
Juni 2007 um 21:53 Uhr
Ich weiß von Kollegen, die so operieren. Meiner Meinung nach sehr, sehr kurzfristig gedacht. Ein Mitarbeiter, der wie ein Hündchen folgt und alles fürs Herrchen tut, wiegt niemals den Schaden auf, den so ein Vorgehen beim restlichen Personal auslöst.
| Zitat von Neo;136338 | |
|
Ich weiß von Kollegen, die so operieren. Meiner Meinung nach sehr, sehr kurzfristig gedacht. Ein Mitarbeiter, der wie ein Hündchen folgt und alles fürs Herrchen tut, wiegt niemals den Schaden auf, den so ein Vorgehen beim restlichen Personal auslöst.
8 Samstag, 23.
Juni 2007 um 22:08 Uhr
Na ja... kann man aber auch anders sehen. Der normale Mitarbeiter wittert eine Chance, da Du ja, als egoistischer Chef, schon einen aus seinen Reihen befördert hast. Voller Hoffnung gibt er sich seiner Arbeit hin und hofft auf eine bessere Position. Da es beim PP überwiegend um Rotation geht, kein Problem. Schwierigen Mitarbeitern legt man nahe, das Unternehmen zu verlassen. Geld spielt dabei keine Rolle, weil Du ja auf Zeit gehst und die Abfindung mit ihm (dem Mitarbeiter) regelst. Es liegt also in Deiner Hand. Strategie, oder Kurzfristigkeit. Richtig angewendet...ein teuflisches Werkzeug.
| Zitat von Susan;136343 | ||||
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Na ja... kann man aber auch anders sehen. Der normale Mitarbeiter wittert eine Chance, da Du ja, als egoistischer Chef, schon einen aus seinen Reihen befördert hast. Voller Hoffnung gibt er sich seiner Arbeit hin und hofft auf eine bessere Position. Da es beim PP überwiegend um Rotation geht, kein Problem. Schwierigen Mitarbeitern legt man nahe, das Unternehmen zu verlassen. Geld spielt dabei keine Rolle, weil Du ja auf Zeit gehst und die Abfindung mit ihm (dem Mitarbeiter) regelst. Es liegt also in Deiner Hand. Strategie, oder Kurzfristigkeit. Richtig angewendet...ein teuflisches Werkzeug.
9 Samstag, 23.
Juni 2007 um 22:22 Uhr
Das Spiel würde aber voraussetzen, dass es ausreichend interessante Positionen gibt, die als "Möhre" vor die Nase gehalten werden könnten. Sonst steigt der Rest der Mannschaft nämlich ganz schnell aus. Im übrigen bevorzuge ich integere, intelligente Menschen in meiner Mannschaft, die so etwas sicherlich nicht mitmachen bzw. schnell durchschauen würden.
Ich gebe dir aber Recht - in Bereichen mit hoher Kopfzahl und entsprechend ausgeprägter Hierarchie kann so eine Strategie aufgehen. Ekelhaft!
Das Spiel würde aber voraussetzen, dass es ausreichend interessante Positionen gibt, die als "Möhre" vor die Nase gehalten werden könnten. Sonst steigt der Rest der Mannschaft nämlich ganz schnell aus. Im übrigen bevorzuge ich integere, intelligente Menschen in meiner Mannschaft, die so etwas sicherlich nicht mitmachen bzw. schnell durchschauen würden.
Ich gebe dir aber Recht - in Bereichen mit hoher Kopfzahl und entsprechend ausgeprägter Hierarchie kann so eine Strategie aufgehen. Ekelhaft!
10 Samstag, 23.
Juni 2007 um 22:40 Uhr
In der Tat. Da sind wir uns ja mal wieder einig.
:mrgreen:
| Zitat von Susan;136351 | |
|
In der Tat. Da sind wir uns ja mal wieder einig.
:mrgreen:
11 Samstag, 23.
Juni 2007 um 22:47 Uhr
Und das verdächtig oft :naja:

| Zitat von Neo;136355 | |
|
Und das verdächtig oft :naja:

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12 Sonntag, 24.
Juni 2007 um 11:01 Uhr
Ein weiser Mensch hat einmal gesagt :
Die Kunst bei der Mitarbeitermotivation ist den Angestellten so schnell über den Tisch zu ziehen das er die Reibungshitze als Nestwärme empfindet.
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Die Kunst bei der Mitarbeitermotivation ist den Angestellten so schnell über den Tisch zu ziehen das er die Reibungshitze als Nestwärme empfindet.
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15 Montag, 25.
Juni 2007 um 11:38 Uhr
Bezüglich des von Anika angesprochenen "ihr seid zum arbeiten hier, nicht zum quatschen" habe ich gestern einen interessanten Artikel bei web.de gesehen.
Ich weiss nicht wie hoch der Wahrheitsgehalt ist, aber aus dem Bauch und aufgrund meiner persönlichen Erfahrung würde ich sagen, so ganz unrecht haben die Autoren nicht.
Es geht darum, dass das gemeinsam zelebrierte "Feierabendbierchen" auf lange Sicht nützt um das Betriebsklima zu verbessern und die Effizienz der Mitarbeiter zu fördern.
hier mal der Link von web.de: WEB.DE - Weggehen mit Kollegen...oduktivität (24.06.2007)
Grundsätzlich würde ich dem zustimmen, nur kenn ich leider auch den anderen Fall, nämlich den, in dem Kollegen zu häufig auf einander hockten und dann ihre privaten Fehden auch in die Firma übertrugen.
Ich schätze hier kommt es auf die Häufigkeit an: ab und an mal ein "Bierchen" nach Feierabend oder die sogenannten "Teamdays" sind meines Erachens okay. Teamday ist wohl eine Erfindung der Amis, ich kenn das von meinem Ex, der arbeitet bei AOL und da veranstalten die sowas regelmässig - ein Team kann einen ganzen Tag zusammen was unternehmen, z.b. Essen gehen und Burgbesichtigung auf Kosten vom Unternehmen.
Aber wenn es überhand nimmt und man jedes Wochenende zusammen hockt und dann wohlmöglich auch noch die Familie mit involviert gibt es meiner Meinung nach zu häufig Streitereien (wohldem der sowas trennen kann und wo es gut geht).
Bezüglich des von Anika angesprochenen "ihr seid zum arbeiten hier, nicht zum quatschen" habe ich gestern einen interessanten Artikel bei web.de gesehen.
Ich weiss nicht wie hoch der Wahrheitsgehalt ist, aber aus dem Bauch und aufgrund meiner persönlichen Erfahrung würde ich sagen, so ganz unrecht haben die Autoren nicht.
Es geht darum, dass das gemeinsam zelebrierte "Feierabendbierchen" auf lange Sicht nützt um das Betriebsklima zu verbessern und die Effizienz der Mitarbeiter zu fördern.
hier mal der Link von web.de: WEB.DE - Weggehen mit Kollegen...oduktivität (24.06.2007)
Grundsätzlich würde ich dem zustimmen, nur kenn ich leider auch den anderen Fall, nämlich den, in dem Kollegen zu häufig auf einander hockten und dann ihre privaten Fehden auch in die Firma übertrugen.
Ich schätze hier kommt es auf die Häufigkeit an: ab und an mal ein "Bierchen" nach Feierabend oder die sogenannten "Teamdays" sind meines Erachens okay. Teamday ist wohl eine Erfindung der Amis, ich kenn das von meinem Ex, der arbeitet bei AOL und da veranstalten die sowas regelmässig - ein Team kann einen ganzen Tag zusammen was unternehmen, z.b. Essen gehen und Burgbesichtigung auf Kosten vom Unternehmen.
Aber wenn es überhand nimmt und man jedes Wochenende zusammen hockt und dann wohlmöglich auch noch die Familie mit involviert gibt es meiner Meinung nach zu häufig Streitereien (wohldem der sowas trennen kann und wo es gut geht).
Sting
Nicht registriert
Nicht registriert
16 Montag, 25.
Juni 2007 um 17:21 Uhr
Naja, auf ein regelmässiges Feierabendbier/-WasAuchImmer hätte ich weniger Lust. Möchte die Zeit dann lieber mit meiner Freundin verbringen, da man sich unter der Woche ohnehin nur abends sieht - trotz gemeinsamer Wohnung.
Hin und wieder wär's aber OK, sofern die Kollegas OK sind.
Naja, auf ein regelmässiges Feierabendbier/-WasAuchImmer hätte ich weniger Lust. Möchte die Zeit dann lieber mit meiner Freundin verbringen, da man sich unter der Woche ohnehin nur abends sieht - trotz gemeinsamer Wohnung.
Hin und wieder wär's aber OK, sofern die Kollegas OK sind.
17 Montag, 25.
Juni 2007 um 19:00 Uhr
Ich sehe den Erfolg immer nach Betriebsausflügen und Weihnachtsfeiern (beides einmal jährlich auf Firmenkosten): Die Kollegen gehen wesentlich freundlicher und hilfsbereiter miteinander um. Die Stimmung ist noch mal was besser als sonst.
Es gibt aber auch die Beispiele, wo Kolleginnen häufiger privaten Kontakt pflegen - da kann es schon phasenweise Zickenalarm geben :roll:
Ich sehe den Erfolg immer nach Betriebsausflügen und Weihnachtsfeiern (beides einmal jährlich auf Firmenkosten): Die Kollegen gehen wesentlich freundlicher und hilfsbereiter miteinander um. Die Stimmung ist noch mal was besser als sonst.
Es gibt aber auch die Beispiele, wo Kolleginnen häufiger privaten Kontakt pflegen - da kann es schon phasenweise Zickenalarm geben :roll:
18 Montag, 25.
Juni 2007 um 21:39 Uhr
Naja..auch auf die Gefahr des Zickenalarms:
ich persönlich finde den Kontakt über das geschäftlich hinaus wichtig. Nicht zum "sich produzieren", aber gerade unscheinbare und stillere KollegInnen kann man mal von ihrer anderen Seite kennenlernen. Alles in Maßen - so auch Feste oder Private Treffen.
Gruppen haben eben immer einen Dynamischen Prozess - ob mit oder ohne Feiern.
Und Menschen immer aus ihren sozialen Gefüge herauszureißen finde ich schlimm.
Der Job ist kein Nest - aber bei der vielen Lebenszeit die wir in/mit ihm verbringen, sollte die Zeit auch so verbracht werden, daß man sich wohl fühlen kann.
| Zitat von Susan;136499 | |
|
Naja..auch auf die Gefahr des Zickenalarms:
ich persönlich finde den Kontakt über das geschäftlich hinaus wichtig. Nicht zum "sich produzieren", aber gerade unscheinbare und stillere KollegInnen kann man mal von ihrer anderen Seite kennenlernen. Alles in Maßen - so auch Feste oder Private Treffen.
Gruppen haben eben immer einen Dynamischen Prozess - ob mit oder ohne Feiern.
Und Menschen immer aus ihren sozialen Gefüge herauszureißen finde ich schlimm.
Der Job ist kein Nest - aber bei der vielen Lebenszeit die wir in/mit ihm verbringen, sollte die Zeit auch so verbracht werden, daß man sich wohl fühlen kann.
Piet
Mitgliedschaft beendet
Mitgliedschaft beendet
19 Mittwoch, 11.
Juli 2007 um 20:37 Uhr
In deiner Firma kann man sich als Arbeitnehmer sicher wohl fühlen. Interessanter Bericht Susan.
In deiner Firma kann man sich als Arbeitnehmer sicher wohl fühlen. Interessanter Bericht Susan.
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