[Gedicht] "Begegnung"
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Anika
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1 Sonntag, 22.
Juli 2007 um 22:08 Uhr
Zuletzt modifiziert von Anika am 18.03.2008 - 10:28:53
Begegnung
Die Stadt ist groß. Ich bin allein.
Der kalte Wind treibt Regen durch die Straßen,
und niemand sollte einsam sein.
Doch ich fühl mich verlassen.
Menschen branden um mich her.
Und ihre Blicke treffen mich im Laufen und im Eilen,
die müde sind und ohne Wärme und so leer.
Und wandern weiter – kein Verweilen.
Fröstelnd steh ich dort am Straßenrand
Mir feuchtem Haar und tränennassen Wangen.
Nichts kann durchdringen diese Wand
aus leerer Hoffnungslosigkeit und quälend Bangen.
Im trüben Grau der Regenschwaden,
im Gift und der Verlogenheit der bunten Lichte,
da steh ich träumend, voller Fragen.
Ist meine Hoffnung denn noch nicht zunichte?
Aus freiem Willen bin ich nicht an diesem Ort.
Es zog mich her, weil tiefe Sehnsucht brennt in mir.
Sehnsucht? Wonach? Meine Gedanken gleiten fort
Was suche ich in dieser Stadt? Was will ich hier?
Hier ist`s wie überall: An Wärme fehlt`s und Glück.
So steh ich da mit tränennassen Wangen.
Von allen ungeseh`n und unbemerkt lauf ich zurück.
Mein altes Leben wartet. – Gleiches Hoffen, gleiches Bangen.
Dann seh ich IHN, und jäh verhalt ich meine Schritte.
Ein Band ist um mein Herz geschlungen, zieht mich nach dort.
Ich laufe los, in meinen Augen brennt die stumme Bitte:
So geh nicht fort! So geh nicht fort!
Er steht. Groß wie ein Baum am Waldesrand.
Die Menge teilt sich, schließt sich wieder,
bemerkt ich nicht. So bleibt er unerkannt.
Und Regen rinnt auf ihn hernieder.
Doch ich, ich sehe seine Augen… Steh vor ihm, blicke tief hinein.
Von blauem Grau sind sie und voll Verlangen
nach Zärtlichkeit und Nähe, die nicht enden: Sei doch mein!
Sei nah mir! Lass zu Ende sein die Suche und das Bangen!
So stehen wir. Der Regen fällt hernieder.
Und nichts Verwunderliches ist dabei,
er öffnet seine beiden Arm`.
Warm ist`s in seinem Mantel,
und ich spür`es wieder,
dieses Gefühl, ein staunend Kind zu sein
in seinem Schutz, so warm.
In der geborgnen Wärme regt sich nun die Frau in meinem Innern.
Nehm sein Gesicht in meine Hände, es zu küssen,
will seine Lippen spürn, will seine Hände fühln und mich erinnern.
Will nie mehr ihn verlassen und vermissen.
Wo bist du gewesen, als so lange Zeit verstrich?
Im Schatten? Irgendwo am Wegesrand?
Du siehst mich an: „War immer da.
Hab gewartet nur auf dich.“
Die Welt um uns,
sie hört nun auf,
sich um sich selbst zu dreh`n.
Die Menschen stehen regungslos
und scheinen sich in sich zu kehren.
Verschollene Erinnerungen
an einstige Liebe kommen und geh`n.
Sinnlos erscheint es ihnen,
sich gegen sie zu wehren.
Sie schweigen…
Sie treiben…
dahin.
Und leise gehen sie…
Und lächelnd träumen sie…
Und sahen nichts weiter eben
als zwei Menschen
in einem wunderbaren Moment ihres Lebens.
©Anika
Die Stadt ist groß. Ich bin allein.
Der kalte Wind treibt Regen durch die Straßen,
und niemand sollte einsam sein.
Doch ich fühl mich verlassen.
Menschen branden um mich her.
Und ihre Blicke treffen mich im Laufen und im Eilen,
die müde sind und ohne Wärme und so leer.
Und wandern weiter – kein Verweilen.
Fröstelnd steh ich dort am Straßenrand
Mir feuchtem Haar und tränennassen Wangen.
Nichts kann durchdringen diese Wand
aus leerer Hoffnungslosigkeit und quälend Bangen.
Im trüben Grau der Regenschwaden,
im Gift und der Verlogenheit der bunten Lichte,
da steh ich träumend, voller Fragen.
Ist meine Hoffnung denn noch nicht zunichte?
Aus freiem Willen bin ich nicht an diesem Ort.
Es zog mich her, weil tiefe Sehnsucht brennt in mir.
Sehnsucht? Wonach? Meine Gedanken gleiten fort
Was suche ich in dieser Stadt? Was will ich hier?
Hier ist`s wie überall: An Wärme fehlt`s und Glück.
So steh ich da mit tränennassen Wangen.
Von allen ungeseh`n und unbemerkt lauf ich zurück.
Mein altes Leben wartet. – Gleiches Hoffen, gleiches Bangen.
Dann seh ich IHN, und jäh verhalt ich meine Schritte.
Ein Band ist um mein Herz geschlungen, zieht mich nach dort.
Ich laufe los, in meinen Augen brennt die stumme Bitte:
So geh nicht fort! So geh nicht fort!
Er steht. Groß wie ein Baum am Waldesrand.
Die Menge teilt sich, schließt sich wieder,
bemerkt ich nicht. So bleibt er unerkannt.
Und Regen rinnt auf ihn hernieder.
Doch ich, ich sehe seine Augen… Steh vor ihm, blicke tief hinein.
Von blauem Grau sind sie und voll Verlangen
nach Zärtlichkeit und Nähe, die nicht enden: Sei doch mein!
Sei nah mir! Lass zu Ende sein die Suche und das Bangen!
So stehen wir. Der Regen fällt hernieder.
Und nichts Verwunderliches ist dabei,
er öffnet seine beiden Arm`.
Warm ist`s in seinem Mantel,
und ich spür`es wieder,
dieses Gefühl, ein staunend Kind zu sein
in seinem Schutz, so warm.
In der geborgnen Wärme regt sich nun die Frau in meinem Innern.
Nehm sein Gesicht in meine Hände, es zu küssen,
will seine Lippen spürn, will seine Hände fühln und mich erinnern.
Will nie mehr ihn verlassen und vermissen.
Wo bist du gewesen, als so lange Zeit verstrich?
Im Schatten? Irgendwo am Wegesrand?
Du siehst mich an: „War immer da.
Hab gewartet nur auf dich.“
Die Welt um uns,
sie hört nun auf,
sich um sich selbst zu dreh`n.
Die Menschen stehen regungslos
und scheinen sich in sich zu kehren.
Verschollene Erinnerungen
an einstige Liebe kommen und geh`n.
Sinnlos erscheint es ihnen,
sich gegen sie zu wehren.
Sie schweigen…
Sie treiben…
dahin.
Und leise gehen sie…
Und lächelnd träumen sie…
Und sahen nichts weiter eben
als zwei Menschen
in einem wunderbaren Moment ihres Lebens.
©Anika
Zuletzt modifiziert von Anika am 18.03.2008 - 10:28:53
2 Sonntag, 22.
Juli 2007 um 22:21 Uhr
ein wunderschönes Gedicht und ein Bild, das in das Herz gemalt wird
und das vom künstlerischen Gefühl her, beeindruckend
wow
ein wunderschönes Gedicht und ein Bild, das in das Herz gemalt wird
und das vom künstlerischen Gefühl her, beeindruckendwow
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Anika
Mitgliedschaft beendet
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3 Montag, 23.
Juli 2007 um 07:43 Uhr
Danke, Emanuel. :knuddel:
Die Reimerei war anstrengend.:mrgreen:
Danke, Emanuel. :knuddel:
Die Reimerei war anstrengend.:mrgreen:
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