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13% der deutschen können sich vorstellen eine rechtsradikal partei zu wählen

13% der deutschen können sich vorstellen eine rechtsradikal partei zu wählen


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Giganto
Grünschnabel
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1    Donnerstag, 20. September 2007 um 10:25 Uhr
      

der stern hat eine umfrage in auftrag gegeben. laut dieser umfrage können sich 13% der deutschen vorstellen, eine rechtsradikal partei zu wählen.

 Zitat
Nach einer Analyse des Forsa-Institutes für das Hamburger Magazin stern sind zwei Prozent der Deutschen Stammwähler von NPD oder DVU. vier Prozent können sich die Wahl einer solchen Partei vorstellen. Zusätzlich zu diesem engeren Wählerpotenzial der Rechtsradikalen kommen sieben Prozent, die sich eine derartige Wahl "vielleicht vorstellen" können - das ergibt zusammen 13 Prozent.

Die Unterschiede zwischen West und Ost sind nur marginal. In den neuen Ländern liegt das engere Potenzial bei 7, in den alten bei 6 Prozent. Das weitere Potenzial umfasst im Osten 14 Prozent, im Westen 12 Prozent - eine Differenz von lediglich 2 Prozentpunkten.

Bundesweit können sich der Analyse zufolge 14 Prozent der Männer vorstellen, ihr Kreuz bei den Rechtsradikalen zu machen. Bei den Frauen sind es 10 Prozent. Je geringer die Schulbildung, desto anfälliger sind die Deutschen für Stimmenfänger von rechtsaußen: Bei den 18- bis 29-Jährigen mit einfacher Schulbildung sind es 29 Prozent, in der gleichen Altersgruppe mit Abitur oder Studium nur noch 6 Prozent. Die Älteren stehen den radikalen Rechten eher skeptisch gegenüber: Selbst bei den über 60-Jährigen mit niedriger Bildung würden maximal 8, bei den Gebildeten bis zu 4 Prozent rechtsextrem wählen.

Datenbasis: 3773 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger im August und September 2007. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte, Quelle: Forsa, Auftraggeber: stern.


ganz schön derbe, wie weit es mit unserer gesellschaft gekommen ist und wie kurzsichtig die bundesbürgerInnen sind. als wenn man mit der ausgrenzung von migrantInnen die probleme lösen könnte und arbeitsplätze hinzugewinnen würde. scheinbar fühlen sich viele deutsche besser, wenn sie jemanden haben, auf den sie herabblicken können.

schuld an der misere sind aber in erster linie konzerne und große betriebe, die an gewinnen und profit maximierung interessiert sind. da können sich die politikerInnen noch so sehr winden und steuerversprechungen machen, es zählt nur der schnelle euro. arbeitsplätze entstehen auf diese weise nicht- es sei denn es wird für die unternehmen mal wieder attraktiv zu expandieren in deutschland (europa). meist dann aber im schulterschluss mit parteien wie der cdu, die sich nach wie vor gegen mindestlöhne aussprechen. es gilt also eigentlich den kapitalismus und lohndumping zu bekämpfen. so lösen wir auch das problem mit dem rechtsextrimismus. (meine meinung)


masso
Grünschnabel

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2    Montag, 01. Oktober 2007 um 19:38 Uhr
      

Ich glaube in jedem anderen Land der Welt würde man zum gleichen Ergebnis kommen, +/- 10%. Von daher wundert es mich nicht. Das ist kein deutsches Phänomen, auch wenn es in der Welt gerne so dargestellt wird.



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Wisdom
Grünschnabel

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3    Dienstag, 02. Oktober 2007 um 06:39 Uhr
      

bin der gleichen Meinung wie Masso! Es wird wohl nicht so sehr um die Ausländerproblematik gehen... sondern letztendlich um die eigene empfundene Ungerechtigkeit im System...

jemanden dem es gut geht - würde sicherlich nicht auf die Idee kommen, rechts zu wählen.


Stiff Little Finger
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4    Dienstag, 02. Oktober 2007 um 11:56 Uhr
      

 Zitat von masso;139081
Ich glaube in jedem anderen Land der Welt würde man zum gleichen Ergebnis kommen, +/- 10%. Von daher wundert es mich nicht. Das ist kein deutsches Phänomen, auch wenn es in der Welt gerne so dargestellt wird.


Ganz Deiner Meinung aber das liest sich trotzdem so "unter den Tisch gekehrt". 13% potentielle Rechtswähler sind natürlich kein (oder nicht nur) deutsches Problem. Aber sie sind ein Problem! Hier und anderswo auch.


Wisdom
Grünschnabel

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5    Dienstag, 02. Oktober 2007 um 13:36 Uhr
      

man kann das auch anderswo verstehen... wenn z.b. Engländer überall hinkommen und sich wie die Axt im Walde benehmen...

abgesehen von den Mallorcaprollo's sind die Deutschen, finde ich, eher anpassend - an die jeweiligen Kulturen...-> man benimmt sich ebend.

Wenn nur alle hier so wären!


openMfly
Grünschnabel

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6    Donnerstag, 11. Oktober 2007 um 11:47 Uhr
      

Wenn der Hang zu den rechten Parteien sich weiter so vergrößert, sollte der Herr Kerner mal überlegen, in Hinblick auf seine Einschaltquoten, einen ideologischen Seitenwechsel zu vollziehen. :nut:

Zu dem ganzen kann man erstens sagen, dass "ich könnte mir vorstellen die zu wählen" noch lange nicht bedeutet "ich werde die wählen".

Zweitens, wenn es tatsächlich nur die breite ungebildetet Masse ist, die sich zu der Wahlbereitschaft verführen lässt, zeigt das, dass es vor allem auch mit an der Unfähigkeit der anderen Parteien liegt, die Wähler in ihrem Interesse zu beeinflussen. Die benötigten Methoden besitzen die rechten Parteien im größeren Maße.

Ihr Vorteil liegt auch darin: da sie nicht am Regieren (im entscheidenden Maße) beteiligt sind, können sie sich hinter Versprechungen und Wunschvorstellungen flüchten.
Die großen Parteien, die aktuell die Geschicke lenken, stehen vor der Uneinlösbarkeit aller Versprechen in der Realität und können auch viel leichter an ihren tatsächlichen, als ungenügend empfundenen Leistungen, beurteilt werden.

Es ist ein allgemeines Problem, dass sich in zeiten der (beginnenden)wirtschaftlichen Krise die unzufriedenen Massen hin zu extremen Parteien wenden.
Festhalten muss man aber auch, dass es immer noch ein relativ kleiner Teil ist, der tatsächlich rechte Parteien wählt.
Bleibt zu hoffen, dass sich das nicht in den nächsten Jahrzehnten grundlegend ändert.


      

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