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Hyperindividualismus


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Patient
Grünschnabel

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1    Sonntag, 23. September 2007 um 13:20 Uhr
      

 Zitat von Susan;138841
(manche mögen es Egozentrik nennen)


Hyperindividualismus ist das Stichwort. Wird uns in Zukunft noch viel Spaß machen.


Susan
Grünschnabel

Beiträge: 1622


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2    Sonntag, 23. September 2007 um 14:08 Uhr
      

 Zitat von Patient;138845
Hyperindividualismus


Genau das Wort, das ich gesucht habe Zwinker

Nein, im Ernst... der Begriff gefällt mir. Bringt meine Beobachtungen auf den Punkt.



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Susan
Grünschnabel

Beiträge: 1622


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3    Sonntag, 23. September 2007 um 21:01 Uhr
      

 Zitat von Anika;138849

Mir gefällt der Begriff nicht.Zwinker
Er assoziiert bei mir: Als Individuum nehme ich mir, was mir gefällt, auch wenn es mir verweigert wird und auch wenn ich die Ellenbogen gebrauchen muss.
Individuum geht über Gemeinschaft.


Genau das entspricht meinen Beobachtungen. Ich sage damit nicht, dass ich das gut heisse :nono: Wie immer im Leben wäre ein goldener Mittelweg zwischen den eigenen, den fremden (Partner-/Familien-) und den gesellschaftlichen Interessen wohl angemessen. Ein zu starkes Unterordnen ist m. E. genauso verkehrt und unglücklich wie das Überbewerten der eigenen Person.


Anika

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4    Sonntag, 23. September 2007 um 21:20 Uhr
      

 Zitat von Susan;138854
 Zitat von Anika;138849

Mir gefällt der Begriff nicht.Zwinker
Er assoziiert bei mir: Als Individuum nehme ich mir, was mir gefällt, auch wenn es mir verweigert wird und auch wenn ich die Ellenbogen gebrauchen muss.
Individuum geht über Gemeinschaft.


Genau das entspricht meinen Beobachtungen. Ich sage damit nicht, dass ich das gut heisse :nono: Wie immer im Leben wäre ein goldener Mittelweg zwischen den eigenen, den fremden (Partner-/Familien-) und den gesellschaftlichen Interessen wohl angemessen. Ein zu starkes Unterordnen ist m. E. genauso verkehrt und unglücklich wie das Überbewerten der eigenen Person.


Ja, so sehe ich das auch, und nun sind wir uns wieder einig.Zwinker
Individualismus ist gut, sonst wären wir alle farblos und uninteressant.

Michael hat es ja schon angedeutet, und ich sehe die Entwicklung auch.
Hyperindividualismus wird sich immer stärker ausprägen, je mehr die Menschen unter Leistungsdruck gesetzt werden und je mehr sie danach trachten, sich von der Masse abzuheben und "besonders" zu sein.
Der Wunsch nach so starker Individualität kann wohl auch kriminelle Energien freisetzen, wie wir hier in Erfurt vor ein paar Jahren erleben konnten.


Patient
Grünschnabel

Beiträge: 2858


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5    Montag, 24. September 2007 um 21:03 Uhr
      

Die Entwicklung dahin lässt sich beobachten. Ein Indiz, das mir aufgefallen ist: solltet ihr irgendwann ein Gespräch mit einer anderen Person führen, vielleicht eines, indem ihr ein bestimmtes (offensichtlich unvernünftiges) Verhalten dieser Person kritisiert, und jener Mensch sich derart in die Enge getrieben fühlt, dass sein letztes Argument der Verzweiflung lautet: "Das ist doch meine Sache", oder "Das ist mein Leben", oder "Das geht dich nichts an, das ist meine Entscheidung", oder eine Verknüpfung dieser Aussagen, so habt ihr häufig jemanden vor euch, der sich in sein Recht auf Individualität flüchtet und es zu eigenem Schutze wie einen Kokon um sich pflechtet, so dass seine Interessen von jenen aller anderen abgekapselt sind. Hierbei sind natürlich nicht Entscheidungen von der Kategorie "drei- oder vierlagiges Klopapier?" gemeint...


Anika

Mitgliedschaft beendet
6    Montag, 24. September 2007 um 21:10 Uhr
      

 Zitat von Patient;138874
Die Entwicklung dahin lässt sich beobachten. Ein Indiz, das mir aufgefallen ist: solltet ihr irgendwann ein Gespräch mit einer anderen Person führen, vielleicht eines, indem ihr ein bestimmtes (offensichtlich unvernünftiges) Verhalten dieser Person kritisiert, und jener Mensch sich derart in die Enge getrieben fühlt, dass sein letztes Argument der Verzweiflung lautet: "Das ist doch meine Sache", oder "Das ist mein Leben", oder "Das geht dich nichts an, das ist meine Entscheidung", oder eine Verknüpfung dieser Aussagen, so habt ihr häufig jemanden vor euch, der sich in sein Recht auf Individualität flüchtet und es zu eigenem Schutze wie einen Kokon um sich pflechtet, so dass seine Interessen von jenen aller anderen abgekapselt sind. Hierbei sind natürlich nicht Entscheidungen von der Kategorie "drei- oder vierlagiges Klopapier?" gemeint...


Oder wenn ihr jemanden trefft, der dauernd sagt: Ich bin zwar blöd (Adjektiv ist austauschbar oder ersetzbar durch andere Wörter, wie Schuft, oder Großmaul oder was weiß ich), aber ich steh dazu, dann habt ihr ebenso ein Exemplar vor euch.
Diese Ansage nimmt euch alle Argumente und erstickt jeden Versuch der Bekehrung.


Maja
Grünschnabel

Beiträge: 35


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7    Dienstag, 25. September 2007 um 23:17 Uhr
      

ich bin mit patient einer meinung. solche begegnen mir oft!


ilidan2k
Grünschnabel

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8    Donnerstag, 14. Februar 2008 um 23:43 Uhr
      

NANANA! Das klingt jetzt fast so als würdet ihr Menschen verdonnern, die gehandycapt sind. Ich finde es ja auch schrecklich wenn Leute achso anders sein wollen und ich stimme euch zu das es Leute gibt die immer meinen "Ich bin anders unddeswegen kann ich machenwas ich will".Aber ich persönlich bin anders als viele, und nicht unbedingt Stolz drauf. Letzlich ist jeder ja anders, sogar Zwillinge.

Und was das in Erfurt angeht, ich kann auch nachvollziehen dass es Leute gibt die sowas machen. Aber eben weil ich weiß das ich so bin und die Fantasie habe sowas zumachen (Oute), würde ich sowas nicht tun. Und der Witz istja das in jedem sowas steckt. Bei dem anderem mehr, bei dem anderen weniger. Wer jetztsagt "ich habe keine kranken Fantasien und versteckte aggressionen" der belügt sich selbst. Denn wenn man nicht über sowas nachdenkt, weiß man auch nichtdas es böse ist, oder?

*man klang das wieder altklug*


      

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