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Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan?

Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan?


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Anika

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1    Dienstag, 09. Oktober 2007 um 14:25 Uhr
      

Vor einigen Jahren waren Deutsche in Afghanistan noch gern gesehene Aufbauhelfer. Inzwischen sind auch sie voll ins tödliche Fadenkreuz der Taliban geraten, die versuchen, den Abzug der Bundeswehrsoldaten zu erzwingen

Den Forderungen Nachdruck verleihen sollen Entführungen deutscher Zivilisten und Sprengstoffattentate auf Bundeswehrsoldaten

Afghanistan: Bundeswehr-Camp u... SPIEGEL ONLINE - Nachrichten


Raketenangriff auf Bundeswehr ... SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

In dieser Woche noch will der Bundestag über den Verbleib der deutschen Soldaten in Afghanistan entscheiden.

Wie ist eure Meinung dazu?
Bleiben oder abziehen?


Nightwitch
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2    Dienstag, 09. Oktober 2007 um 15:05 Uhr
      

Ich habe mich für Bleiben entschieden.
Ich bin der Meinung, wenn die Taliban mit ihren Verhaltensweisen Erfolg hat, dann werden auch andere Terroristen und sogar Staaten mit den Methoden ihr Glück versuchen.
Wenn Unrecht geschieht, dann sollte dieses auch bekämpft werden. Der Deutsche Staat ist angeblich ja nicht erpressbar. Mal sehen ob das weiterhin bestand hat.

Und das sage ich, obwohl ich evtl bald selbst einer der Frauen sein werde, deren Mann/Partner im Ausland Dienst bei der Bundeswehr schiebt.

Mein Freund will sich nämlich nächstes Jahr bei der Bundeswehr als Berufssoldat bewerben. Momentan ist er oft auf Reservistenveranstaltungen und hat gute Kontakte zu seinen alten Ausbildern etc. die Chancen stehen für ihn nicht schlecht, dass er nach seinem Fachabi dort angenommen wird und sich dann auch für Auslandseinsätze zur Verfügung stellt.
Ganz wohl ist mir nicht bei der Sache, aber ich wusste es schon vorher und würde auch aus privaten Gründen nicht sagen, raus aus Afghanistan.



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Anika

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3    Dienstag, 09. Oktober 2007 um 15:35 Uhr
      

 Zitat von Nightwitch;139302
Ich habe mich für Bleiben entschieden.
Ich bin der Meinung, wenn die Taliban mit ihren Verhaltensweisen Erfolg hat, dann werden auch andere Terroristen und sogar Staaten mit den Methoden ihr Glück versuchen.
Wenn Unrecht geschieht, dann sollte dieses auch bekämpft werden. Der Deutsche Staat ist angeblich ja nicht erpressbar. Mal sehen ob das weiterhin bestand hat.

Und das sage ich, obwohl ich evtl bald selbst einer der Frauen sein werde, deren Mann/Partner im Ausland Dienst bei der Bundeswehr schiebt.

Mein Freund will sich nämlich nächstes Jahr bei der Bundeswehr als Berufssoldat bewerben. Momentan ist er oft auf Reservistenveranstaltungen und hat gute Kontakte zu seinen alten Ausbildern etc. die Chancen stehen für ihn nicht schlecht, dass er nach seinem Fachabi dort angenommen wird und sich dann auch für Auslandseinsätze zur Verfügung stellt.
Ganz wohl ist mir nicht bei der Sache, aber ich wusste es schon vorher und würde auch aus privaten Gründen nicht sagen, raus aus Afghanistan.


Welches sind seine Motive?

Mir wäre nicht nur nicht ganz wohl bei der Sache, mir wäre speiübel, und ich würde alles daran setzen, meinen Freund von diesem Vorhaben abzubringen.
Was soll ich mit einem Helden, der womöglich keine Beine mehr hat oder in einer zugenagelten Holzkiste nach Hause zurückkommt?

Ich bin für Abzug.

Was die Erpressbarkeit des Staates betrifft:
Stolze Entscheidungen zu treffen, fällt leicht, wenn man trocken und warm sitzt. Nicht einer der Entscheidungsträger wird z.B. in Kunduz unterwegs sein müssen, wie es auf der Fotostrecke zu sehen ist.

Afghanistan: Bundeswehr auf ge... SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

Ablösesummen an die NATO bei einem Abzug spielen wohl auch noch eine Rolle. Das müsste mir noch mal jemand erklären. Ich weiß da nicht so genau Bescheid.

Bevor das entsprechende Argument kommt: Ja, ich weiß, dass die Soldaten freiwillig im Ausland Dienst tun. und ich weiß auch, dass sie gut verdienen.


Nightwitch
Grünschnabel

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4    Dienstag, 09. Oktober 2007 um 17:54 Uhr
      

naja, wie schon geschrieben, toll finde ich seine Entscheidung auch nicht. Aber ich wusste es bereits, als ich ihn kennengelernt habe, dass er dahin zurück will und es auch versuchen wird und auch dass falls er angenommen wird, auch in den Auslandseinsatz will. Es kann also sein, dass er in einen sogenannten Brandherd kommt.
Ich will aber jetzt nicht schon Theater machen, bevor das Ganze für ihn bzw uns konkret wird.

Tja, zu seinen Motiven: Erstmal der allseitsbekannte "Dienst für Vater Staat". Er war schon bei der Bundeswehr (Grundwehrdienst) und hätte damals schon Verlängerung beantragen können, wenn er einen anderen Vorgesetzen gehabt hätte.
Sein Vater war auch Offizier (?) bei der Bundeswehr, er war für ihn (ist er wahrscheinlich immer noch) ein Vorbild. Vorallem reizt ihn aber die Struktur innerhalb der Bundeswehr. Er braucht halt klare Regeln und am besten noch einen Rang, dass er selbst Befehle erteilen kann. So fühlt er sich am besten und wohlsten.

Leider ist es nunmal so, das Menschen Entscheidungen treffen, die überhaupt nichts mit der Sache zu tun haben. Genauso wenig können HartzIV-Empfänger oder Rentner über ihre Sache entscheiden. Das machen die tollen "Volksvertreter" (von mir mittlerweile "liebevoll" Volksverräter genannt).

Der Aspekt den du ansprichst "Was soll ich mit einem Helden, der womöglich keine Beine mehr hat oder in einer zugenagelten Holzkiste nach Hause zurückkommt?" ist zwar richtig, aber was wäre, wenn kein Held sein Leben riskiert um unser Leben daheim zu schützen?

Stell dir vor, wir hätten überhaupt keine Bundeswehr (okay, ich weiss, der Vergleich hinkt sehr, aber es ist ein häufiges Argument, nach dem Motto, wir brauchen die doch überhaupt nicht mehr). Kannst du dir dann auch nur im entferntesten vorstellen, was dann hier los wäre?
Ich kann es nicht nur ich weiss, dass Deutschland nicht mehr Deutschland wäre und schnell von einem anderen Staat geschluckt werden würde. Selbst in der heutigen Zeit.
Genauso wie Polizisten, Feuerwehrmänner, Ärzte etc pp braucht dieses Land Soldaten und die Bundeswehr. Und meiner Meinung nach sollten Soldaten auch denen helfen, die sich alleine nicht wehren können - selbst wenn es im Ausland ist.
Man kann jetzt darüber streiten, ob es in Afghanistan jemals so weit gekommen wäre, wenn sich die anderen Staaten nicht eingemischt hätten, aber dann würden die meisten sich über die Ungerechten Zustände in dem land dort beschweren. Vorallem die, die jetzt für einen Abzug sind.
Den armen Menschen dort soll man doch bitte helfen, aber bloss keine eigenen Männer/Frauen in Gefahr bringen.

Das Argument der Freiwilligkeit bzw der guten Verdienstmöglichkeiten mag wohl für einige zutreffend sein, aber ich denke um sowas zu überleben bzw zu verarbeiten braucht es mehr Idealismus als Geldgier.


Nightwitch
Grünschnabel

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5    Freitag, 12. Oktober 2007 um 15:48 Uhr
      

Einsatz verlängert: Bundeswehr bleibt in Afghanistan

hier gehts zum link bundeswehr


PEOPLES
Grünschnabel

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6    Samstag, 13. Oktober 2007 um 18:39 Uhr
      

bin da bissi gespaltener meinung, auf der einen seite denke ich mir, warum die eigenen köpfe für andere leute hinhalten, auf der anderen haben wir als "reiches" land und mitglied in der NATO gewisse pflichten, vor dennen man sich nicht drücken darf. manchmal kann man sich das eben nicht aussuchen.

hab unlängst eine befragung der bevölkerung dort drüben gesehen (egal ob das nun ganz objetiv war oder nicht) aber diese sind auch geteilter meinung, den opiumbauern gehts auf den sack, der rest der bevölkerung provitiert von dem "schutzt" der truppen.

muss auch dazu sagen, dass ich seit meiner bundeswehrzeit etwas anders darüber denke, denn man sieht das ganze mal in nem anderen licht. die frage wär ja auch, was wäre besser, wenn wir /bzw. die afgahnen die bundeswehr nicht hätten??

meines erachtens sind die leute dort unten noch nicht fähig ohne fremde hilfe wieder auf die beine zu kommen, deswegen sollten wir unseren pflichten im staatenverbund nachkommen.

 Zitat
Ich kann es nicht nur ich weiss, dass Deutschland nicht mehr Deutschland wäre und schnell von einem anderen Staat geschluckt werden würde. Selbst in der heutigen Zeit.


das ist wohl ein wneig überzogen Zwinker ich glaube nicht, das wir irgendjemand zum opfer fallen würden, zumindest nicht militärisch. das könnte sich wohl in der "westlichen" welt kein staat mehr leisten.

 Zitat
Das Argument der Freiwilligkeit bzw der guten Verdienstmöglichkeiten mag wohl für einige zutreffend sein, aber ich denke um sowas zu überleben bzw zu verarbeiten braucht es mehr Idealismus als Geldgier.

naja, vieleicht ein wneig, und jeder hat eigene gründe, aber ICH denke in erster linie steht hier der finanzielle gedanke und/oder auch der, einen weiteren schritt in der karriere zu machen. nicht das soldaten söldner sind, und der kameradschaftliche gedanke ist beim bund ja in der regel gross, aber für mau macht das keiner.
heikle auslandseinsätzte gibts auch in der freien wirtschaft. ich hätte auch anfang des jahres nach lagos gehen können, aber nachdem ich die umstände erfahren habe, hatte ich keine lust mehr, obwohl der verdienst auch hervorragend gewesen wäre.
(ausserhalb des bewachten hotelkomplexes nur mit schwer bewaffneten sicherheitskräften, im konvoi zum arbeitsplatzt, kein ausgang nach einbruch der dunkelheit, alleine sowieso nciht ect.ect.ect. )


      

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