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Alzheimer


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MeisterLampe
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1    Freitag, 11. April 2008 um 07:18 Uhr
      

Hi,

bei meinem Großvater wurde vor einigen Monaten Alzheimer festgestellt...

Damals sagte man uns, wir sollten uns schonmal nach nem guten Pflegeheim umsehen, da man sowas nicht lange "machen" kann.

Damals haben wir das ganze noch garnicht so verstehen können, er erkannte uns einfach zwischenzeitlich nicht... kann man verkraften...

Mittlerweile vergisst er aber auch zeitweilig (und vorallem plötzlich und ohne Vorwarnung), wie man läuft, isst, schluckt...

Und da er recht stur ist, bleibt er auch nie sitzen, sondern steht ständig auf...
mit vielen blauen Flecken als Folge.

Mittlerweile muss ich sagen versteht man den Tipp mit dem Pflegeheim, langsam wird er aggressiver, fühlt sich ausgeschlossen, missverstanden und will mit seiner Frau (auch wenn sie neben ihm steht) telefonieren... ausziehen...

Das zieht schon ziemlich runter, täglich 5 mal die 90kg meines Großvaters vom Boden hochzuhiefen wäre weit weniger schlimm, aber die ständige Ungewissheit, was wohl als nächstes passiert ist wirklich belastend.

Wir haben uns entschieden, meinen Großvater so lange wie möglich bei uns zu Hause zu pflegen (auch wenn die Krankenkasse nichtmal die hälfe des Pflegedienstes trägt... tolles Gesundheitssystem...)

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Ist noch jemand betroffen?
Wie haltet ihr das?


Zuletzt modifiziert von MeisterLampe am 11.04.2008 - 15:18:47


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Gnom
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2    Freitag, 11. April 2008 um 12:51 Uhr
      

Ich selbst habe zum GLück keinen solchen Fall in der Familie. Aber von Berufswegen habe ich schon manches gesehen. Ich würde euch auch empfehlen ihn so lange bei euch zu behalten wie möglich. Zum einen weil er dann vertraute MEnschen um sich hat, zum anderen aber auch, weil solche Leute die "Probleme" machen sehr oft ruhiggestellt werden, damit sie leichter zu pflegen sind. Ich hab das schon öfter gesehen. Was ihr mal versuchen könntet wäre, ob ihr Logopädie für ihn bekommt, vielleicht kann euch der Logopäde oder die Logopädin dann auch noch weitere Tipps für den Umgang mit ihm geben. Logopäden machen übrigens auch Hausbesuche, wenn es nicht möglich ist ihn in die Praxis zu bringen. Smilie



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Piet

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3    Samstag, 12. April 2008 um 19:34 Uhr
      

das hört sich ja so an, als ob hier jemand Logopäde wär Smilie

Schlimmes Ding mit deinem Opa. Ich denke zwar auch manchmal das ich ich Alzheimer hätte, aber das ist doch eher Vergesslichkeit im Endstadium Traurig
Professionelle Hilfe ist bei sowas immer ein Muss. wünsch euch viel Erfolg


Gnom
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4    Sonntag, 13. April 2008 um 18:13 Uhr
      

 Zitat von Piet

das hört sich ja so an, als ob hier jemand Logopäde wär Smilie



Wie kommst du nur da drauf? Smilie


MeisterLampe
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5    Montag, 14. April 2008 um 16:20 Uhr
      

Naja, meine Mum ist Arzthelferin...
ich denke schon, dass wir das geschaukelt kriegen Smilie

@ Piet
Hab mich schlau gemacht und es gibt nen ganz simplen test^^

Setz dich in ein Uhrenfreies Zimmer und versuche eine Uhr auf ein leeres Blatt Papier zu malen (mit Ziffern)

Alzheimer Patienten können sowas nicht mehr.


___

naja, solange immer jemand zuhause ist, ist alles im grünen Bereich Zwinker
Mal sehen, wie sich das ganze weiterentwickelt.


Dafür dass man meinem Großvater mit 50 noch "5 Jahre zu leben gab" (Herzinfarkt und Schlaganfall gleichzeitig)
und er jetzt stolze 85 ist, sollte man wirklich dankbar sein...


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Gnom
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6    Montag, 14. April 2008 um 17:33 Uhr
      

Den Test kenne ich, aber du musst dem Patienten noch eine Uhrzeit vorgeben. "Zeichnen Sie eine Uhr und tragen sie die Zeiger bei 10 minuten nach 11 ein."


MeisterLampe
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7    Mittwoch, 16. April 2008 um 15:31 Uhr
      

Naja,

ich würde sagen, wenns schon zur Uhr nimmer reicht ist der Rest wohl auch hinfällig...

Gibt da recht viele dieser Tests...
Hab auch mal einen gemacht Zwinker nur zur Sicherheit ...


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8    Dienstag, 20. Januar 2009 um 18:19 Uhr
      

Ich weiß auch nicht. Mein Großvater und meine Tante haben Alzheimer. Noch ist es nicht so schlimm, aber beim Gedanken, dass sie sich bald nicht mehr erinnern können ist einfach so bescheuert das man es nicht in Worten sagen kann. Ich liebe sie ja, aber aus meinem Kopf werden sie nie gehen.....


MeisterLampe
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9    Dienstag, 20. Januar 2009 um 18:21 Uhr
      

Stimmt,

es ist wirklich eine schwere Sache...
mein Großvater hatte auch Alzheimer...
und es ist wirklich alles andere als leicht damit umzugehen.

Es schien uns, als würde er wieder zum "Kind" werden.
In unserer Erinnerung ist er aber immer mein bester Kumpel geblieben Smilie


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10    Dienstag, 20. Januar 2009 um 18:28 Uhr
      

Ja! Wir hatten ihn letztens bei uns. Er fragt mich wo ich bin, ich sage Gymnasium. 2 Minuten später: Und auf welche Schule gehst du denn?
Dann ist man wirklich traurig. Nunja, aber meine Oma zickt nur mit ihm rum. Mach dies,machdas,in 5 Minuten bist du fertig.


Lyla
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11    Donnerstag, 23. April 2009 um 14:11 Uhr
      

Ich hab die ERfahrung gemacht, dass es den Alzheimer- Patienten in guten Heimen oft besser geht, als zu Hause, weil die Altenpfleger genau wissen, wie sie mit ihnen umgehen können und gute Heime auch so ausgestattet sind, wie die Patienten es brauchen.
Alzheimer- Patienten werden ja auch sehr oft aggressiv, vor allem, wenn die Krankheit länger besteht, da kann man als professioneller Helfer besser mit umgehen als als Angehöriger, man geht dann auch anders mit dem Kranken um, hat mehr Geduld etc.
Aber man sollte sich die Heime vorher gründlich anschauen, ob sie gut geführt sind, wieviele Pfleger nachts da sind etc.


MeisterLampe
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12    Freitag, 24. April 2009 um 09:02 Uhr
      

Da hast du natürlich völlig recht,

bei uns sprach hauptsächlich ein Grund gegen das Heim...

Sobald mein Großvater außerhalb einer gewohnten Umgebung war, wurde er erst richtig unruhig...

Da meine Mutter Arzthelferin ist, ihr Chef mehr oder weniger bei uns um die Ecke wohnt
und ich seitens der WasserWacht eine relativ gute Ausbildung genossen habe...
haben wir uns dann aber doch gegen das Heim entschieden.

Klar,
es war nicht sonderlich einfach...
Aber für uns, war es definitv die richtige Lösung Smilie


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13    Freitag, 24. April 2009 um 18:22 Uhr
      

...War die richtige Lösung?...ach so...tut mir leid.

Die Frau meines Cousins arbeitet auch im Altenheim. Die Zustände die sie dort beschreibt sind auch nicht besonders. Vor allem gehts darum, daß zu wenig Personal da ist, sie muss oft einspringen, wenn sie eigentlich frei hätte. >-|


http://www.youtube.com/watch?v=NUFlclvfq_o

Lyla
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14    Montag, 27. April 2009 um 11:40 Uhr
      

Ja, das hört man sehr oft, um ein gutes Heim zu finden, muss man ziemlich lang suchen. Aber gibt es jetzt nicht ein Bewertungssystem für Pflegeheime? Oder sind die gerade erst dran, es einzuführen? Das soll ja ganz einfach mit Schulnoten bewertet werden, ich finde, das wäre schon mal was.


MeisterLampe
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15    Montag, 27. April 2009 um 19:57 Uhr
      

Da hast du / habt ihr wohl recht...

Das Problem liegt allerdings wohl nicht in den Alten- und Pflegeheimen selber,
sondern (wie mir zu Ohren gekommen ist) an unserem zunehmend in die Brüche gehenden Gesundheitssystem.

Bekannte von mir arbeiten an einer Software zur Verwaltung von Arztpraxen,
die sind nurnoch am Fluchen, was hier ständig für "sinnvolle" (fragwürdige) Neuerungen eingeführt werden, um das Leben der Ärzte zu "erleichtern" (erschweren)

Und ich schätze, dass dies in den Alten- und Pflegeheimen eben genau der selbe Fall ist:
Die Mittel werden einfach an jeder nur erdenklichen Ecke gekürzt.

Das bekommt der normale Patient alles nicht mit, evtl. wird es diesem noch als "bahnbrechende Neuerung" verkauft...
Vielleicht ist es dies auch in den Augen der Politiker und Lenker unseres Gesundheitssystems,
allerdings sprechen die Ärzte und auch eine vielzahl von Protesten und Erfahrungen wohl mehr als deutlich dagegen...

Schade eigentlich Traurig


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