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Strafmaß und Strafen allgemein im deutschen Recht

Strafmaß und Strafen allgemein im deutschen Recht


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dennis79
Grünschnabel

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21    Mittwoch, 18. Januar 2006 um 16:23 Uhr
      

 Zitat von breitbaulat
Bin mir nicht sicher,aber in den USA zieht das Boot-Camp doch ganz gute Erfolge hinter sich her oder?


Das hätten wir gern, leider sieht die Realität anders aus.

 Zitat
"...Beispielsweise gingen vor einigen Jahren durch- auch elektronische Medien- Berichte über die wunderbare rückfallsenkende Wirkung von amerikanischen "boot-camps", oder also Lagern, in denen die vor allem jugendlichen Angehaltenen entwürdigend behandelt und besonderem Drill und Schliff unterzogen werden. Auch "shock incarceration", also gezielt hart und degradierend ausgestaltete Kurzhaft für noch nicht Hafterfahrene wurde als besonders erfolgreich dargestellt. Mittlerweile liegen Evaluationen vor, die bezüglich derartiger Sanktionen keinerlei rückfallsenkende Wirkung nachweisen konnten..."

http://www.fbz-strafvollzug.at.../Wirkungsforschung_bedEnt.pdf

Habe letztens gehört, dass statistisch gesehen die Wiederauffälligkeitsquote bei Absolventen des Boot-Camps sogar noch höher ist.

In Amiland gibt es in den meisten Staaten die Möglichkeit zwischen Knast (für eine längere Zeit) und Boot-Camp (für eine wesentlich kürzere Zeit) zu wählen und auch noch während des Boot Camp Aufenthalts zu Gunsten der Haftstrafe abzubrechen.

Ein Psychologe begründete nun wie folgt: Wer es tatsächlich schafft, sich Wochen lang (ohne Ausfälle) entwürdigen, drangsalieren und bevormunden zu lassen, der hat exakt das richtige Charakterprofil um in seiner alten Umgebung von seinen alten Kumpels und "Vorbildern" wieder zu den alten Verhaltensweisen gebracht zu werden.

Zum Schluss muss man bemerken, dass die Abschreckungsfunktion von Strafe auch aus dem Grund verfehlt, weil eigentlich jeder der Unfug macht davon ausgeht, dass er eben nicht erwischt wird.

Wäre sich Gauner XY sicher geschnappt zu werden, würde er die Handtasche sowohl bei Aussicht von 4 Monaten Knast, als auch bei 4 Wochen Boot Camp nicht klauen.

Die Methode der Veröffentlichung von Straftaten (wurde oben genannt) gefällt mir gut...
Öffentlicher Gesichtsverlust ist sehr gefürchtet.


Gruß
Dennis


Sympath

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22    Mittwoch, 18. Januar 2006 um 16:27 Uhr
      

 Zitat von dennis79

Zum Schluss muss man bemerken, dass die Abschreckungsfunktion von Strafe auch aus dem Grund verfehlt, weil eigentlich jeder der Unfug macht davon ausgeht, dass er eben nicht erwischt wird.

Wäre sich Gauner XY sicher geschnappt zu werden, würde er die Handtasche sowohl bei Aussicht von 4 Monaten Knast, als auch bei 4 Wochen Boot Camp nicht klauen.



Der Punkt gefällt mir. Dann müsste man aber nicht am Justizsystem drehen, sondern an der Innenpolitik.
Also mehr Geld für die innere Sicherheit und mehr Eingriffsmöglichkeiten für die Ordnungsbehörden.


dennis79
Grünschnabel

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23    Mittwoch, 18. Januar 2006 um 16:49 Uhr
      

 Zitat von Sympath
 Zitat von dennis79

Zum Schluss muss man bemerken, dass die Abschreckungsfunktion von Strafe auch aus dem Grund verfehlt, weil eigentlich jeder der Unfug macht davon ausgeht, dass er eben nicht erwischt wird.

Wäre sich Gauner XY sicher geschnappt zu werden, würde er die Handtasche sowohl bei Aussicht von 4 Monaten Knast, als auch bei 4 Wochen Boot Camp nicht klauen.



Der Punkt gefällt mir. Dann müsste man aber nicht am Justizsystem drehen, sondern an der Innenpolitik.
Also mehr Geld für die innere Sicherheit und mehr Eingriffsmöglichkeiten für die Ordnungsbehörden.


Mit dem Justizsystem ist kaum etwas zu bewegen, wenn man sich weiter auf demokratischer, rechtstaatlicher Ebene bewegen will, ist bei der Haftstrafe mit Sonderauflagen halt Schluss. Meiner Meinung nach nicht weiter wild, schließlich wurde auch zu Zeiten des Galgens und des Henkers (verhängt für Lapalien) geklaut, gezogen und betrogen das es nur so qualmte (und lange nicht nur aus reiner Not).

Was meinst du genau mit mehr "Eingriffsmöglichkeiten"?
Cool
Bei Überwachung öffentlicher Plätze und mehr Polizei in unseren Innenstädten (hier wird Geld gebraucht!) bin ich noch bei dir, aber bei erleichterter Hausdurchsuchung und Telefonüberwachung bei nur schwachen Verdachtsmomenten bin ich raus.

Gruß
Dennis


dennis79
Grünschnabel

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24    Mittwoch, 18. Januar 2006 um 16:51 Uhr
      

Wer hat denn jetzt den Beitrag von breitbaulat versehentlich gelöscht???
Warst du das Sympath, oder gar ich... :shock:


Sympath

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25    Mittwoch, 18. Januar 2006 um 17:01 Uhr
      

 Zitat von dennis79
Wer hat denn jetzt den Beitrag von breitbaulat versehentlich gelöscht???
Warst du das Sympath, oder gar ich... :shock:


ich net


breitbaulat

Nicht registriert
26    Mittwoch, 18. Januar 2006 um 17:37 Uhr
      

ey wer war denn das?

nein scherz,das war ich aus versehn selbst!
ich wollte editieren um den bezug auf luli klar zu machen,aber irgendwie habe ich neben meiner arbeitn icht richtig gelesen und statt zu editieren habe ich ihn gelöscht!

verfasse gleich mal nen neuen!


breitbaulat

Nicht registriert
27    Mittwoch, 18. Januar 2006 um 17:49 Uhr
      

also ich finde erstmal die öffentliche zur Schautstellung eines Verbrechers sehr gut,denn so kann man Willen und Würde eher brechen und die Person eher davon überzeuegen das sie nicht auf dem richtigen weg ist!

@luli
wer ein Verbrechen begeht sollte also Deiner Meinung nach nicht dafür geahndet werden?
Ich meine man kann ihn nach seiner Tat nunmal nur als einen Vergewaltiger oder so betiteln!
Ich finde es gibt da ein gutes Sprichwort:
Wer einmal lügt dem glaubt man nicht und wenn er doch die Wahrheit spricht!

Einmal ein kranker Vergewaltiger immer einer! So ist meine Meinung!

Und was die Jugendlichen betrifft,es gibt Jugendsünden und es gibt Jugendstraftaten!
Wer einmal was klaut bei Rossmann im Wert von 20e ist noch lange nicht so schlimm wie einer der jemanden mit nem Messer bedroht und ihn ordentlich abzieht!
Ich finde das man diese Jugendlichen tatsächlich nur erreichen kann indem man ihnen mit harter Abschreckung entgegen steht! Denn in vielen schlummert ein netter Mensch der nur durch den Gruppenzwang so ist!

Und ich finde das die Hauptschuld wie Dennis schon sagt in der Innenpolitik liegt! Wie hoch ist die Chance erwischt zu werden?
Wenn ich hier in Berlin mal wieder lese,das sie wieder in der Nachtschicht 6 Einsatzwagen abziehen in einem Bezirk! Oder die Bezirk sollen sich doch die Autos teilen!
6 Autos weniger=12Beamte weniger= 24 Augen weniger.....

Das PAradies für die Diebe schaffen wir doch selbst!

Und dann kommt noch der menschliche Faktor dazu,Bestechlichkeit! Jeder ist käuflich und hat seinen Preis!
Das sollte man auch net vergessen!
Welcher Polizist ist denn aus Leib und Seele ein Polizist und ahndet jedes Verbrechen?
Die haben manchmal auch keine Lust uaf den Papierkram! Das muss man auch mal sehen! Man überarbeitet einfach seine Gesetzeshüter schon intern und schon haben es die Verbrecher noch einfacher!


Sympath

Nicht registriert
28    Mittwoch, 18. Januar 2006 um 18:00 Uhr
      

Nur mal um eine Vorstellung zu haben:

Was meint ihr wieviele Polizeibeamte auf ca.150.000 Einwohner kommen in einer Großstadt?


masso
Grünschnabel

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29    Mittwoch, 18. Januar 2006 um 18:08 Uhr
      

 Zitat von Sympath
Nur mal um eine Vorstellung zu haben:

Was meint ihr wieviele Polizeibeamte auf ca.150.000 Einwohner kommen in einer Großstadt?


Keine Ahnung. Da kann man glaub ich nur falsch liegen, oder? Wie wärs mit 100?


Sympath

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30    Mittwoch, 18. Januar 2006 um 18:16 Uhr
      

in nrw kommt 1 Beamr auf etwa 500 einwohner. hört sich ja nicht schlecht an, aber wenn man dann mal auf die straße schaut ...

dann müßten fast 300 beamte auf 150.000 einwohner kommen.

teilen wir mal durch 4 (weil wir einfach mal 4 schichten haben : früh,spät,nacht und frei)

bleiben 75 wow

in der realität sind nacht,wenn es hoch kommt, 8 uniformierte.

wo der rest steckt? in der verwaltung!!!!


breitbaulat

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31    Mittwoch, 18. Januar 2006 um 18:17 Uhr
      

genau das meine ich!

wir können das paradies selbst schaffen!


masso
Grünschnabel

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32    Mittwoch, 18. Januar 2006 um 18:18 Uhr
      

Cooool. Jetzt fühl ich mich noch sicherer als vorher. :cheer:


Ruthless
Grünschnabel

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33    Mittwoch, 18. Januar 2006 um 19:58 Uhr
      

Was kostet ein Gefangener die Steuerzahler pro Tag??


Seitdem Sympath durch die deutschen Straßen patrouliert fühle ich mich sicher. :love


Sympath

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34    Mittwoch, 18. Januar 2006 um 20:33 Uhr
      

 Zitat von Ruthless
Seitdem Sympath durch die deutschen Straßen patrouliert fühle ich mich sicher. :love


Ich muss dir wieder Angst machen, denn in Nürnberg und Umgebung mache ich das nicht. :wink:


openMfly
Grünschnabel

Beiträge: 4569


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35    Mittwoch, 18. Januar 2006 um 20:35 Uhr
      

 Zitat von breitbaulat


@luli
wer ein Verbrechen begeht sollte also Deiner Meinung nach nicht dafür geahndet werden?
Ich meine man kann ihn nach seiner Tat nunmal nur als einen Vergewaltiger oder so betiteln!
Ich finde es gibt da ein gutes Sprichwort:
Wer einmal lügt dem glaubt man nicht und wenn er doch die Wahrheit spricht!

Einmal ein kranker Vergewaltiger immer einer! So ist meine Meinung!


Natürlich muss Verbrechen irgendwie auch geahndet werden. Jedoch ist das zentrale Prinzip ide Resozialisierung. Also eben gerade nicht einmal Verbrecher immer Verbrecher. Mit deinem Vergewaltiger hast du jetzt auch natürlich gerade das emotionsbehangenste Beispiel ausgewählt.
Hier ist wohl die meiste Arbeit zu leisten um diesen Typus zu resozialisieren. Wo bei es beim Typus Vergewaltiger auch noch einige Unterscheidungen gibt. Manche Fälle sind ja dann auch so drastisch, dass die Resozialisierung nicht gelingen kann und der Vergewaltiger sein Leben in einer Anstalt verbringt. Gerade hier ist es für Psychologen schwer eine Entscheidung zu treffen. Immerhin wird man ihnen wenn es schief geht den größten Teil der Veranhtwortung zuschreiben. Ganz zu schweigen von den Selbstvorwürfen.

Aber Resozialisation ist schwer (überhaupt nicht) möglich, wenn das ganze soziale Umfeld weiss, dass es sich um einen ehemaligen Verbrecher handelt. So bekommt er keinen Fuß mehr auf den Boden.
Grad bei Jugendlichen ist die Resozialisierung besonders wichtig.
Wobei ich hier in vielen Fällen nicht von Resozialisierung, sondern von Sozialisierung sprechen würde.


      
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