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CEO Blog by Dr. Klaus Kleinfeld - CEO Siemens

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Grünschnabel

Beiträge: 875


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Dabei seit: 06. Jan 2006
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1    Dienstag, 07. März 2006 um 08:55 Uhr
      

Hallo,

wenn schon die vdi-Nachrichten darüber berichten, dann sind die Fakten nicht mehr von der Hand zu weisen. Wie der Artikel beschreibt sind immer mehr Manager von dem Trend ergriffen.

In den Staaten ist es schon gang und gebe, dass Manger bloggen. Der Trend, so mit den Mitarbeitern zu kommunizieren und in einen Dialog zu treten, gewinnt auch hier zu Lande immer mehr an Bedeutung.

Mal als kleine Info nebenher:
CEO bedeutet Chief Executive Officer und entspricht dem alleinigen Geschäftsführer, bzw. dem Verstandsvorsitzenden.

Hier also der Thread des CEO-Blog von Klaus Kleinfeld aus dem siemens Intranet. Eigentlich stehe ich nicht auf copy&paste Threads, aber ich finde das liest sich hier ganz gut, auch wenn ab und zu nicht wirklich wichtige Infos gepostet werden. Erstmal eine kleine Zusammenfassung, beginnend ab Oktober 2005. Die neusten Blogeinträge werde ich dann immer posten und wenn ihr möchtet, dann kann ich noch Manager-Blogs aus anderen Firmen Intranets besorgen.

 Zitat von Klaus Kleinfeld

[COLOR=black]07.10.2005[/color]
[COLOR=black]Siemens Business Conference in Berlin[/color]
[COLOR=black]Die Siemens Business Conference in Berlin fand kürzlich ihren erfolgreichen Abschluss. Zwei aufregende Tage boten eine hervorragende Möglichkeit, alle Topmanager zusammen zu führen. Außerdem habe ich in diesem Jahr 130 „Wild Cards“ eingeladen: eine Auswahl unserer wichtigsten aufstrebenden Führungskräfte. Diese Konferenz bietet allen Top-Managern des Konzerns eine sehr gute Gelegenheit, [/color]
[COLOR=black]sich untereinander auszutauschen und kennen zu lernen. Dabei wurde wieder einmal klar: der Mensch ist ein zentraler Erfolgsfaktor.

In meiner Eröffnungsrede sprach ich über meine Erfahrungen mit unterschiedlichen Stakeholdern von Siemens während meiner ersten Monate als CEO bei Siemens. Dabei kam viel Positives zur Sprache, aber auch einige Gebiete, auf denen wir noch Verbesserungspotenzial haben. Von unseren Kunden z.B. erhielt ich hervorragendes und häufig sehr emotionales Feedback. Am zweiten Tag stellte ich unsere Zielsetzungen und Fit 4 More thematisch in den Mittelpunkt. Die Zuhörer zeigten sich sehr aufnahmebereit und offen für alle Einblicke und Botschaften. Ich bin mir sicher, dass ich nun auf die volle Unterstützung für Fit 4 More zählen kann, einer extrem wichtigen Initiative. Alle Führungskräfte weisen die notwendigen Fähigkeiten auf, um unsere Zielsetzungen bis 2007 zu erreichen. Es war eine gute Entscheidung, die Verantwortlichen ihre Pläne zur Umsetzung der Fit 4 More-Zielsetzungen in diesem Geschäftsjahr öffentlich darlegen zu lassen. Jeder Teilnehmer der SBC weiß nun genau, was die anderen tun, um Siemens zum Erfolg zu führen.

Auch das top+ Best Practice Forum bot eine Vielzahl an Inspirationen. Ebenso wie die anderen Teilnehmer, denke ich, dass ich mit einigen guten Ideen aus diesem Forum herausgegangen bin. Es war schön zu sehen, mit welcher Begeisterung die Sieger bei der Sache waren. Hier bot sich die Gelegenheit, allen für ihr besonderes persönliches Engagement zu danken, mit dem sie zum Erfolg des Unternehmens beitragen.

Jetzt müssen wir die positive Energie aus der SBC nutzen und die anstehenden Herausforderungen angehen. Ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen.[/color]


 Zitat von Klaus Kleinfeld

[COLOR=black]21.10.2005[/color]

[COLOR=black]Berlin, SBS Business-Leadership-Forum 2005[/color]
[COLOR=black]Ich versuche meinen Kalender für so viele Kundenveranstaltungen wie möglich frei zu halten und diese war eine, bei der ich absolut nicht fehlen wollte. SBS hat in Berlin zu einer zweitägigen Konferenz für Top-Kunden eingeladen, die unsere Innovationen und eine Vielzahl von [/color]
[COLOR=black]Erfolgsgeschichten herausstellte. Ich habe den zweiten Tag mit einer Rede vor mehr als 230 Zuhörern, darunter 170 Kunden, eröffnet. Dabei habe ich das Vertrauen des Zentralvorstands in den neuen SBS-Chef Christoph Kollatz und sein erstklassiges Team betont. Das Team hat einen wirklich anspruchsvollen Job zu tun und echten Wandel voranzutreiben. Eins machte ich gegenüber unseren Kunden sehr deutlich: Nichts wird getan, was unsere Zuverlässigkeit und deren Profitabilität in irgendeiner Weise gefährdet.[/color]


 Zitat von Klaus Kleinfeld


[COLOR=black]25.10.2005[/color]
[COLOR=black]München, Europe 2020[/color]
[COLOR=black]Ich bin persönlich sehr optimistisch, was die Zukunft Europas angeht und machte dies auch auf der Veranstaltung „Europe 2020“ deutlich, organisiert vom Siemens Forum München zusammen mit der britischen Handelskammer und dem Deutsch-Britischen Forum. Den Event besuchten mehr als hundert hochkarätige Gäste, darunter wichtige Kunden und mein Freund Ben Verwaayen, Vorstandsvorsitzender von BT, [/color]
[COLOR=black]der auch die Keynote hielt. In meiner Rede erinnerte ich an die Studie „Horizons2020“, die wir zusammen mit Infratest gemacht haben. Wie auch immer sich Europa entwickelt, der Schlüssel zum Erfolg liegt in einem europäischen Innovationsprozess, der Antworten auf die wichtigsten Megatrends der Zukunft gibt: auf die enorm anwachsende Bevölkerung in den Städten, auf Megacities wie auch auf den demographischen Wandel, insbesondere die Überalterung auf der nördlichen Welthalbkugel.

Ich fügte hinzu, dass Europa globale Champions – wie Siemens – fördern und weiterentwickeln muss wie auch Industrie-Cluster auf Gebieten wie beispielsweise RFID, Nano- oder Materialtechnologie. Ben Verwaayen, der sicher einer der profiliertesten Player in der Kommunikationsbranche ist, nahm das Thema auf und sprach sehr eloquent über die neuen „Wirklichkeiten“ unserer vernetzten und informationsbasierten Wirtschaft. Er appellierte an die Europäer nicht zu zögern, sondern schnell zu handeln. Geschwindigkeit sei von entscheidender Bedeutung in einem Markt, der zunehmend virtuell und immer weniger physikalisch wird. Um dies zu erreichen, müssen die Europäer ihr Bildungswesen deutlich stärken und für eine engere Kooperation zwischen Universitäten und Unternehmen sorgen. Ich hätte es nicht besser sagen können.[/color]


 Zitat von Klaus Kleinfeld


[COLOR=black]02.11.2005[/color]
[COLOR=black]Bochum, Kommunalverbandsforum[/color]
[COLOR=black]Vor wenigen Tagen war ich auf Einladung des Kommunalverbandes KGSt in Bochum, um dort vor rund 1.000 Gästen aus Gemeinden, Städten und Kreisen über das Siemens-Angebot für kommunale Kunden zu sprechen. Es war letztlich keine Rede, sondern vielmehr ein Plädoyer für eine engere Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Kommunen. Angesichts einer dramatischen Finanznot bedarf es gemeinsamer Anstrengungen, die kommunale Infrastruktur für die Herausforderungen der Zukunft fit zu machen. Durch unsere innovativen Produkte, Systeme und Lösungen können wir für mehr Effizienz und zu Kosteneinsparungen sorgen. Drei konkrete Beispiele: die Gesundheitskarte in der Lombardei, das Verkehrsmanagementsystem „Ruhrpilot“ und unser „Performance Contracting“ für die Verbesserung der Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden.

Ganz wichtig war mir auch, in Bochum auch einmal unsere grundsätzliche Rolle im kommunalen Wirtschaftsgefüge dazustellen. Denn schließlich sorgen wir als Großunternehmen mit unserer Wirtschafskraft, aber auch als Steuerzahler, für eine gesunde Wirtschaftsstruktur. Und nicht zu vergessen dabei: Überall dort, wo wir sind, verstehen wir uns als guter Nachbar und unterstützen vor Ort soziale Initiativen und die Förderung von Ausbildung, Kunst, Kultur und Wissenschaft.[/color]


 Zitat von Klaus Kleinfeld


[COLOR=black]06.11.2005[/color]
[COLOR=black]New York Marathon[/color]
[COLOR=black]In diesem Jahr bin ich den vierten New York Marathon in Folge gelaufen. Bei Meile 16, wo die Strecke nach Manhattan führt, traf ich auf eine Gruppe von Siemensianern, die als Freiwillige an der Ecke 61st Street/First Avenue Wasser an die Läufer verteilten. Ehrlich, ich brauchte zu diesem Zeitpunkt eine kleine Unterbrechung. Ich war wirklich happy über die fröhliche Anfeuerung - und [/color]
[COLOR=black]beeindruckt von den selbst gemachten „Klaus Fit4More“-Tafeln, die sie für mich vorbereitet hatten (war das ein kleiner Hinweis?). Bei Meile 16 fühlte ich mich jedenfalls ziemlich gut, hatte allerdings noch zehn weitere vor mir. Am Ende schaffte ich die Strecke in 5:16 Stunden, ein bisschen besser als letztes Jahr.

Jedes Jahr, während ich den Marathon laufe, frage ich mich, warum ich mir das eigentlich antue. Aber die Anstrengung wird immer belohnt durch die unglaublich positive Energie, die man von Meile zu Meile von den Zuschauern erhält, die wirklich jeden Läufer begeistert anfeuern – unabhängig von Alter, Nationalität oder Geschwindigkeit. Und, ganz offen, in dem Moment, als ich die Ziellinie durchquerte, fühlte ich mich total „Fit4More“.[/color]


 Zitat von Klaus Kleinfeld


[COLOR=black]11.11.2005[/color]
[COLOR=black]Berlin – Deutscher Zukunftspreis 2005[/color]
[COLOR=black]Zum zweiten Mal in Folge haben Forscher unseres Unternehmens den Deutschen Zukunftspreis gewonnen. Die mit 250.000 Euro dotierte Auszeichnung ging an die Piezo-Einspritztechnik und das Team von Klaus Egger von SV und Hans Meixner von CT. Meine wärmsten Glückwünsche! Das Beispiel Piezo zeigt: „Innovationen“ lautet [/color]
[COLOR=black]der Name des Spiels. Und nicht zu vergessen: Wir müssen mit ihnen Geld verdienen. Seit den 1980er Jahren arbeiten Siemens-Forscher an der Piezo-Technik, mit der heute schon viele Diesel-Fahrzeuge ausgestattet sind. Im nächsten Jahr bringen wir die Einspritzventile auch für Benzinmodelle auf den Markt.

In diesem Jahr kamen sogar zwei der vier Nominierungen von Siemens. Allein diese ist schon eine hohe Auszeichnung. Team Nr. 2 im Rennen war von Med. Die drei Kollegen haben eine neue Röntgenröhre entwickelt, die erstmals im Somaton Sensation 64 zum Einsatz kam, dem schnellsten Computertomographen der Welt. Nun, das stimmt nicht mehr ganz. In New York stellen wir in wenigen Tagen den Somatom Definition vor, der nochmals deutlich schneller ist – aber dazu mehr in meinem nächsten Blog-Eintrag.[/color]


 Zitat von Klaus Kleinfeld


[COLOR=black]17.11.2005[/color]
[COLOR=black]New York – Weltpremiere Somatom Definition[/color]
[COLOR=black]Das ehrwürdige Museum of Natural History in der Columbus Avenue – für mich ein ganz besonderer Platz. Hier habe ich mich als USA-Chef von meinen amerikanischen Kollegen verabschiedet, bevor ich nach München zurückkehrte. Kürzlich war ich wieder dort, um an der Weltpremiere einer Siemens-Innovation teilzunehmen.

Der neue Somatom Definition ist der erste Computertomograph der Welt, der mit zwei parallelen Aufnahmesystemen arbeitet. Er ist damit [/color]
[COLOR=black]deutlich schneller als jede bestehende Technologie. Sich schnell bewegende Organe kann er sozusagen einfrieren. Eine enorme Leistungssteigerung, dabei setzt der Tomograph nur die Hälfte der bisherigen Strahlendosis ein – genial!

Die Weltpremiere in New York war ein echter Paukenschlag. Der Moderator auch: Larry King, der Talkshow-König von CNN. Er kam tatsächlich in Cowboystiefeln, Jeans und seinen legendären Hosenträgern. Die Medien und circa 40 ausgewählte Top-Kunden waren begeistert von Larry und unserem Produkt. [/color][COLOR=black]„Set the trend – lead the market“ – Siemens Medical Solutions macht’s vor.[/color]


 Zitat von Klaus Kleinfeld


[COLOR=black]18.11.2005[/color]
[COLOR=black]Financial Times: World's Most Respected Companies 2005[/color]
[COLOR=black]Eine sehr gute Nachricht: Wir gehören zu den Top Ten der am meisten respektierten Unternehmen der Welt. Die Financial Times hat in der heutigen Ausgabe ihr neues Ranking veröffentlicht. Danach haben wir uns von Platz 23 im Vorjahr auf Platz 10 hoch katapultiert. Wow. Hier die Unternehmen, die noch vor uns liegen: Microsoft (1), GE (2), Toyota (3), Coca-Cola (4), IBM (5), Wal-Mart (6), BP (7), Procter & Gamble (8.) und Apple (9).[/color]


 Zitat von Klaus Kleinfeld

[COLOR=black]25.11.2005[/color]
[COLOR=black]Blogger von Siemens[/color]
[COLOR=black]Ich war ziemlich beeindruckt, als ich kürzlich das Weblog "Blogger von Siemens" der US-Kollegen gesehen habe. Die Kollegen dort bieten einen Podcast an, eine Art Intranet-Radio, das die Mitarbeiter mit aktuellen Nachrichten versorgt, etwa über unsere kürzlich vereinbarte Partnerschaft mit Disney in den USA. Ich finde es klasse, wenn wir die neuesten Kommunikationstechnologien wie diese benutzen![/color]


 Zitat von Klaus Kleinfeld

[COLOR=black]30.11.2005[/color]
[COLOR=black]Feedback von Extern[/color]
[COLOR=black]Mittlerweile ist mein Blog schon Thema in der externen Blogosphere. Als Siemens-Chef hat man ja so manche Publicity. Irgendjemand jedenfalls muss Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach, einem Journalisten und Blogger, mein Blog gezeigt haben. Was er schreibt, finden Sie in seinem Eintrag vom 29.11.[/color]

[COLOR=black]http://...uebue.blogspot.com/[/color]


 Zitat von Klaus Kleinfeld


[COLOR=black]05.12.2005[/color]
[COLOR=black]München - 10 Jahre Software-Initiative[/color]
[COLOR=black]Wussten Sie, dass wir als Software-Unternehmen größer sind als Microsoft, Oracle oder SAP? Wir sind als Software-Haus nur nicht so bekannt, weil Software bei uns meist „embedded“ in den Produkten liegt oder unsere Prozesse und Produktentwicklung unterstützt.

Warum ich Ihnen das heute berichte? Ganz einfach: Weil wir heute das 10-jährige Bestehen der Software-Initiative gefeiert haben. Und das mit Recht. Die Initiative hat in den vergangenen Jahren wirklich Beachtliches erreicht: Wir sind schneller geworden bei der Software-Entwicklung, haben die Systemarchitekturen und Prozesse vereinheitlicht, Best Practice Sharing etabliert und die Software-Qualität gesteigert. Dies war wichtig und bleibt es auch für die Zukunft. Wir investieren jährlich 3 Mrd. EUR in Software. 60 Prozent unseres Umsatzes hängen von Software ab. Mit anderen Worten: Exzellente Software ist für uns erfolgskritisch.

Aber das ist nicht der einzige Grund, warum mich das Thema auch ganz persönlich interessiert. Faszinierend finde ich zum Beispiel die Vorstellung, dass ich heute auf meinem Laptop mehr Rechnerleistung und Software habe, als während meines Studiums im gesamten Rechenzentrum meiner Uni installiert war. Damals kam man als Student an den Rechner nur in exakt zugewiesenen Zeit-Slots, bevorzugt nachts. Was da an Entwicklung hinter uns liegt, war unvorstellbar, wie man an der Einschätzung des ehemaligen IBM-Präsidenten Thomas Watson von vor gut 50 Jahren sieht. Er hatte 1943 vorausgesagt: „Meines Erachtens gibt es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer.“[/color]


 Zitat von Klaus Kleinfeld


[COLOR=black]05.12.2005[/color]
[COLOR=black]München – Siemens-Erfinderpreis[/color]
[COLOR=black]Heute durfte ich einmal mehr einige unserer Top-Leute kennen lernen, die mit Ihren Erfindungen den Erfolg unseres Unternehmens mitbestimmen. Zum 11. Mal wurden herausragende Mitarbeiter für Ihre Erfindungen mit dem Siemens Erfinderpreis ausgezeichnet. Besonders erfreulich war die Vielseitigkeit, die dort zusammen kam: Es waren nahezu alle Bereiche unter den Preisträgern vertreten und es gab Preisträger aus China, den USA und Deutschland - im wahrsten Sinne des Wortes ein gelebtes "Global Network of Innovation".

Insgesamt standen mit den 12 Kollegen 778 Erfindungen auf dem Podest - eine beeindruckende Zahl und für uns alle ein Ansporn, dieser Produktivität in unseren individuellen Aufgaben nachzueifern. Dem Eifer der Preisträger und allen F+E-Kolleginnen und Kollegen ist es zu verdanken, dass im abgelaufenen Geschäftsjahr 8.800 Erfindungen gemacht und mit rund 5.700, 15 Prozent mehr Patente als im Geschäftsjahr 2004 angemeldet wurden. Ich kann nur sagen, weiter so![/color]


 Zitat von Klaus Kleinfeld


[COLOR=black]09.12.2005[/color]
[COLOR=black]New York - Siemens Westinghouse Math, Science and Technology Wettbewerb[/color]
[COLOR=black]Als ein großer Fan der Naturwissenschaften bin ich immer daran interessiert, mehr über junge Naturwissenschaftler zu erfahren. Noch besser ist es, wenn Siemens sie unterstützen kann, zum Beispiel durch die Anerkennung ihrer Arbeit in dem jährlich stattfindenden "Siemens Westinghouse Math, Science and Technology“ Wettbewerb. Dieses Jahr war ich schwer beeindruckt von den Gymnasiasten und ihren Projekten. Michael Viscardi hat den "Grand Prize" und ein 100.000 $ - Stipendium für sein Projekt "On the Solution of the Dirichlet Problem with Rational Boundary Data" gewonnen. Flugzeugflügel der Zukunft werden damit in vielerlei Hinsicht noch besser werden, dank Michaels großartiger Arbeit. Das 100.000 $ - Stipendium in der Kategorie „Team“ ging an Albert Shieh und Anne Lee für ihr Projekt auf dem Gebiet der Genetik: "SNiPer: Improved SNP Genotype Calling for Affymetrix 10K GeneChip Microarray Data". Gratulation an alle Gewinner. Sicher werden wir noch mehr von ihnen in der Zukunft hören![/color]


 Zitat von Klaus Kleinfeld


[COLOR=black]19.12.2005[/color]
[COLOR=black]Wien: Siemens Österreich erhält neue Geschäftsleitung[/color]
[COLOR=black]Glanzvoller Abschied: Selten war dies so zutreffend wie gestern Abend die offizielle Verabschiedung des Siemens Österreich-Chefs Albert Hochleitner. Und passend zu seiner wirklich beeindruckenden Karriere – ich hatte sie in meiner Rede auf die Formel „vom Physik-Studenten zum Generaldirektor“ gebracht – war auch die Bühne. Natürlich die Wiener Hofburg. Früher Symbol der Stärke und Macht des Hauses Habsburgs, heute Symbol des Selbstbewusstseins der Republik Österreich. Und alle waren sie da: vom Bundeskanzler bis zum Bürgermeister. Ich meine, nicht nur eine Verbeugung vor Albert Hochleitner, sondern auch ein Zeichen dafür, welchen wichtigen Beitrag unser Unternehmen in Österreich leistet. Zu Wehmut gab es übrigens keinen Anlass. Denn zum einen bleibt uns Albert Hochleitner – nun als Mitglied des Aufsichtsrats – für unser Unternehmen in Österreich erhalten. Zum anderen übernimmt mit Brigitte Ederer eine sehr erfahrene und bestens verdrahtete Managerin den Vorstandsvorsitz. Abschied nehmen heißt es jetzt lediglich von dem liebenswürdigen Titel „Generaldirektor“. Fr. Ederer will es bei dem nüchternen Titel „CEO“ belassen.[/color]


 Zitat von Klaus Kleinfeld


[COLOR=black]20.12.2005[/color]
[COLOR=black]Fürth - Eröffnung Siemens Airport Center[/color]
[COLOR=black]Stellen Sie sich vor, Sie kommen zu einem Flughafen mit ansprechender Eingangshalle, Lounge und Check-in-Schaltern mit Sicherheitsbereich, Gepäckförderanlage und Parkleitsystem, nur Flugzeuge, in die sie einsteigen können, die finden Sie dort nicht. Einen solchen Flughafen betreibt Siemens seit neuestem. Letzte Woche haben wir ihn in der Anwesenheit vieler Kunden in Betrieb genommen.

Gemeint ist unser neues Airport Center in Fürth, das größten Innovationslabor für Flughafen-Technologie der Welt. Auf dem Fußballfeld großen Gelände simulieren wir beinahe die gesamte Infrastruktur eines Airports. Die Gepäckförderanlage dort hat eine Kapazität von 30 Millionen Koffern pro Jahr. Das ist gewaltig. Mehr schaffen in Deutschland nur die Airports Frankfurt und München.

Mit dem neuen Airport Center verfolgen wir im Wesentlichen drei Ziele: Die Kunden sollen erstens hier bereits sehen, was sie später bekommen. Zweitens dient uns das Center dazu, unsere High-Tech-Lösungen vor ihrem Einsatz auf Mark und Nieren zu testen. Und drittens wollen wir in Fürth selbstverständlich weitere Top-Innovationen auf diesem Gebiet entwickeln. Unser Testzentrum der Superlative zeigt, was wir bei Siemens für Flughäfen alles bieten können und was wir mit bereichsübergreifender Zusammenarbeit erreichen können. Und Glückwunsch an alle Mitarbeiter in Fürth-Bislohe.[/color]



 Zitat von Klaus Kleinfeld

[COLOR=black]11.01.2006[/color]
[COLOR=black]Zug - Eröffnung des SBT-Forums und Stabwechsel[/color]
[COLOR=black]Ein Tag in der Schweiz: Mein erster Termin führte mich zur Mitarbeiterversammlung von SBT, anlässlich der Eröffnung des SBT-Forums in Zug. Wirklich beeindruckend, was die Kollegen dort auf die Beine gestellt haben: Innovationen und Produkte rund um die Gebäudetechnik. Nicht in Form von Broschüren oder Filmen, sondern alles zum Anfassen und Ausprobieren. Ich bin sicher, dass unsere Kunden ebenso beeindruckt sein werden. Die SBT-Mitarbeiter waren gestern jedenfalls zu Recht mächtig stolz auf ihren neuen Innovations-Showroom.

Zweiter Termin: Stabwechsel an der Spitze unserer Schweizer Regionalgesellschaft. Peter Grueschow geht nach zehn Jahren als Chef von Siemens Schweiz und nach insgesamt fast 40 Jahren bei Siemens in den Ruhestand. Ruhestand darf man aber bei ihm wohl nicht wörtlich nehmen. Er hat gerade die Präsidentschaft der Schweizer Entwicklungshilfeorganisation Swisscontact übernommen. Außerdem ist er auch noch leidenschaftlicher Segler. Ich habe ihm jedenfalls zum Abschied „allzeit Mast- und Schotbruch“ gewünscht und seinem Nachfolger Hubert Keiber viel Erfolg und eine glückliche Hand im neuen Job.[/color]


 Zitat von Klaus Kleinfeld


[COLOR=black]19.01.2006[/color]
[COLOR=black]InnovationNews[/color]
[COLOR=black]Wussten Sie, dass Med eine Methode entwickelt hat, mit der Ärzte durch Magneten einen Herzkatheter mit einem Joystick lenken können? Oder A&D ein hauchdünnes Display, eine Art elektronisches Papier? - Ich bekomme diese Infos aus unserem Unternehmen jede Woche per Mail: die InnovationNews. Der Service, den es seit fast zehn Jahren gibt, richtet sich primär an Journalisten und regt sie an, über unsere Innovationen in ihren Medien zu berichten. Ich lese die Meldungen jedes Mal mit großem Interesse.[/color]


 Zitat von Klaus Kleinfeld


[COLOR=black]28.01.2006[/color]
[COLOR=black]Davos: Weltwirtschaftsforum[/color]
[COLOR=black]Am Freitag und Samstag habe ich am World Economic Forum in Davos teilgenommen. Davos ist eine super Plattform, um Top-Leute aus der Politik und Wirtschaft zu treffen. Ich habe unglaublich viele interessante Gespräche mit Kunden, Politikern und internationalen Journalisten geführt - so viele, dass ich kaum dem offiziellen Programm folgen konnte.

In Davos kann man wirklich riechen, wie sich die Welt verändert. Wie zuletzt auf unserer Hauptversammlung am Donnerstag erläutert, sind wir als Siemens davon überzeugt, dass die beiden Megatrends Urbanisierung und demographischer Wandel unsere Zukunftsmärkte bestimmen werden. In Davos reden alle von diesen Trends. Doch während andere noch darüber nachdenken, können wir sagen, dass Siemens heute bereits für die Megatrends exzellent aufgestellt ist und konkrete Produkte und Lösungen für die Herausforderungen anbietet, die sich aus ihnen ableiten lassen. Das ist nun wirklich keine schlechte Botschaft und das Feedback, das ich aus Davos mitgenommen habe, ist mehr als ermutigend.[/color]


 Zitat von Klaus Kleinfeld


[COLOR=black]03.02.2006[/color]
[COLOR=black]München Wittelsbacherplatz: Town Hall Meeting[/color]
[COLOR=black]Zusammen mit meinen Vorstandskollegen Heinz-Joachim Neubürger und Jürgen Radomski habe ich am Donnerstag das zweite Town Hall Meeting im SiemensForum München abgehalten. Es waren mehrere Hundert Mitarbeiter aus der Zentrale versammelt, und wir haben eine Stunde lang ihre Fragen gemeinsam beantwortet. Ich habe dort noch einmal die beiden Rollen der Zentrale im Konzern betont, zum einen hoheitliche und zum anderen Dienstleistungsaufgaben auszuüben. Sie muss auf beiden Gebieten absolut vorbildlich sein. Entscheidend ist der Nutzen, den sie für das Unternehmen erbringt.

In der Diskussion ging es unter anderem um die Ebit-Margenziele, also einen Teilaspekt von Fit4More. Wir müssen uns bewusst sein, dass wir in einem extrem harten Wettbewerb stehen und überall Cash verdienen müssen. Jedes Geschäft muss sich aus eigener Kraft an führender Position im Wettbewerb behaupten. Ich habe dazu von einer prägenden Erinnerung aus meiner Heimatstadt Bremen berichtet: Als Kinder sind wir immer zum Hafen gezogen, wenn ein neues Schiff vom Stapel gelassen wurde. Alles, was laufen konnte, war zu solchen Anlässen auf den Beinen und die hochmoderne Werft war der Stolz der Stadt. Dann war die Werft mit einem Mal am Ende: pleite. Was uns Kindern damals verborgen blieb: Sie war über Jahre hoch subventioniert worden und nicht aus eigener Kraft lebensfähig. Das Aus der Subventionen bedeutete auch das Aus der Werft. Kleinere Werften, die nie Subventionen erhalten hatten, existieren heute noch.[/color]


 Zitat von Klaus Kleinfeld


[COLOR=black]14.02.2006[/color]
[COLOR=black]Dubai, Vereinte Arabische Emirate und Doha, Qatar[/color]
[COLOR=black]Letzte Woche war ich in den Vereinten Arabischen Emiraten und Qatar. Mein letzter Besuch im Mittleren Osten liegt mittlerweile einige Jahre zurück. Wie sich die Dinge dort verändert haben! Beide Länder befinden sich mitten in einer stürmischen Aufbauphase. Überall stehen Kräne - und wo Kräne stehen, gibt es immer eine Menge Geschäftsmöglichkeiten für uns.

In Dubai wachsen wir mit hoher Geschwindigkeit. Wir sind heute schon dort auf den Gebieten Energie und Medizin führend. Unser „Siemens One“ Ansatz trägt Früchte wie die erste Formel-Eins-Strecke der Region, eine hochmoderne Leitzentrale für die Stadtpolizei sowie ein Bündel von Aufträgen für den massiven Ausbau des Flughafens Dubai. Ich hatte viele interessante Gespräche, unter anderem bei einem Dinner mit unseren Top-Kunden im atemberaubenden Burj Al Arab Hotel – übrigens gebaut mit einer Menge Siemens-Technology.

In Qatar wird überall bereits die Technik von übermorgen installiert – und Siemens kann auf allen Gebieten dazu beitragen. Im Dezember hatte mein Vorstandskollegen Rudi Lamprecht die neue Siemens-Regionalgesellschaft in Qatar feierlich eingeweiht. Zusammen hielten wir einen Empfang, bei dem ich die Siemens-Geschäftsaktivitäten in diesem wichtigen entstehendem Markt nun formell eröffnete.[/color]



 Zitat von Klaus Kleinfeld


[COLOR=black]16.02.2006[/color]
[COLOR=black]Bonn: Vortrag im Universitätsclub[/color]
[COLOR=black]Der größte Vorteil, mit dem wir uns im globalen Wettbewerb differenzieren können, sind die Menschen. Dies war meine Kernbotschaft bei meinem Auftrit in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn, die immer noch große Bedeutung hat. So haben z.B. nach wie vor sechs Bundesministerien ihren ersten Dienstsitz am Rhein und Unternehmen wie die Deutsche Telekom und die Deutsche Post World Net haben dort ihr Headquarter.

Auf Einladung der Universität Bonn hielt ich einen Vortrag zum Thema „People Excellence“ im Universitätsclub vor 250 Professoren, Dozenten und Studenten. Es ging darum, wie wir die begabtesten und leistungsfähigsten Menschen für uns gewinnen und sie dann systematisch fördern und entwickeln.

Wir hatten nach dem Vortrag eine sehr lebhafte Diskussion. Sie drehte sich u.a. darum, wie der Karriereweg am besten angelegt werden solle. Eine Studentin wollte wissen, ob auch ein Studium der Philosophie im Unternehmen akzeptiert würde. Ich habe das grundsätzlich bejaht und betont, dass es bei Bewerbern immer auf allgemeine Fähigkeiten und herausragende spezielle Fähigkeiten ankommt - durchaus auch auf Gebieten, die vielleicht von manchem erst auf den zweiten Blick mit Unternehmen verbunden werden. Beeindruckt waren die Zuhörer auch von den Zahlen: Jährlich gehen allein in Deutschland mehr als 200.000 Bewerbungen für Absolventen und Professionals bei uns ein. 8.300 Neueinstellungen haben wir im vergangenen Geschäftsjahr vorgenommen.[/color]



 Zitat von Klaus Kleinfeld


[COLOR=black]17.02.2006[/color]
[COLOR=black]Pressespekulationen über COM[/color]
[COLOR=black]Ich habe mich sehr über die Presse in den letzten Tagen geärgert. Spekulative Artikel über die Zukunft von Com im manager magazin und der Süddeutschen Zeitung führen zu grosser Unruhe bei Kunden und Mitarbeitern. Es ist verantwortungslos, Spekulationen als Tatsachen darzustellen. Es lief nach folgendem Muster:

Am 15.02. erscheint das manager magazin Online mit der Spekulation: "Die Siemens Sparte Com soll nach dem Willen von Konzernchef Klaus Kleinfeld in ihre Unternehmensteile zerlegt und verkauft werden. Das berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die am Freitag (17. Februar) erscheint."

Am 16.02. wiederholt die Süddeutsche Zeitung diese Spekulation ohne das manager magazin als Quelle zu benennen: "Siemens prüft Zerschlagung der größten Sparte"

Am 17.02. erscheint das manager magazin und bekräftigt seine eigene Spekulation: "Konzernlenker Kleinfeld will sich vom gesamten Kommunikationsbereich trennen" mit der Überschrift "Alles muss raus".

Verantwortungsvolle Journalisten haben sich an dieser Spekulation nicht beteiligt, trotzdem findet die Nachricht ihren Weg um die Welt zu unseren Kunden und zu unseren Mitarbeitern. Das ist sehr unerfreulich, denn es ist klar, dass wir bei Com schon viel erreicht haben, aber immer noch Hausaufgaben erledigen müssen. Und gerade dann, wenn wir erfolgreich sind, richtig anpacken und jeder Einzelne sich dafür einsetzt, dass Com vorwärts kommt, sind solche öffentlichen Spekulationen eine Ohrfeige für die Mannschaft. Jeder einzelne Mitarbeiter leistet einen hohen Beitrag und kann persönlich zum Erfolg von Com beitragen. Im ersten Quartal zeigen Umsatz und Auftragseingang von jeweils +10% was der Einsatz bringt und das wir auf einem guten Weg sind. Wir müssen uns intensiv weiterhin um unsere Kunden kümmern - das führt zu dem Erfolg, den wir alle wollen.

Nur aus der Position der Stärke können wir unsere eigene Zukunft gestalten.[/color]


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2    Dienstag, 07. März 2006 um 08:56 Uhr
      

Hier der neuste Blog von Klaus Kleinfeld...

 Zitat von Klaus Kleinfeld

[COLOR=black]23.02.2006[/color]
[COLOR=black]COM Betriebsversammlung[/color]
[COLOR=black]Zusammen mit Thomas Ganswindt war ich gestern in München auf einer Betriebsversammlung von COM in der Hofmannstrasse. Wir hatten dort eine sehr gute und offene Diskussion. Ich weiss und das ist auch auf der Versammlung nochmals spürbar gewesen: Bei COM wird hart gearbeitet und es gibt viele gute Beispiele für hohe Motivation und Erfolg beim Kunden. Aber das Gesamtbild ist gleichwohl problematisch. Damit können wir uns nicht zufrieden geben.

Ich möchte einige Punkte noch einmal wiederholen, die mir besonders wichtig sind:

1. Unsere Zielmmargen für COM stammen aus dem Jahr 2000 und sind damals - also vor 6 Jahren - vom ZV beschlossen worden. Dem Arbeitsgebiet I&C haben wir dann zweimal mehr Zeit für das Erreichen der Margen eingeräumt - endgültig bis 2007, also vier Jahre länger als ursprünglich vorgesehen. Das ist die Realität, und die sollte sich jeder bewusst machen.

[/color][COLOR=black]2. COM muss performen. [/color][COLOR=black]Die Zielmargen von 8 - 11% sind keine Phantasievorgaben, sondern sie sind Voraussetzung für Zukunftsfähigkeit. Unsere Wettbewerber erreichen solche und höhere Margen Quartal für Quartal. Dass die Profitabilität auf das Volumen drückt, wird ebenfalls von den Fakten nicht gestützt. Bis auf einen Wettbewerber sind alle über die vergangenen Jahre gewachsen. Und auch COM hat beim Wachstum im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahrs gezeigt, dass das möglich ist. Dies muss sich jetzt kontinuierlich fortsetzen!

3. COM-Mitarbeiter weisen immer wieder auf das Beispiel MED hin mit dem Argument "MED gäbe es heute nicht mehr, wenn Siemens damals nicht durchgehalten hätte". Jetzt müsse auch COM eine solche Chance haben. Der Vergleich mit MED hinkt erheblich: MED war nur ein einziges Jahr negativ. Die Sanierung war nach drei Jahren abgeschlossen. MED war auch in Krisenzeiten auf vielen Feldern führend. Und MED hatte keinen Technologiebruch zu verkraften wie COM.

4. Es wird ja immer wieder behauptet, Siemens investiert bei COM nicht mehr. Das ist schlicht falsch! Fast ein Drittel des F+E Budgets von Siemens fließt in COM - und zwar seit Jahren. Wir sprechen über die Summe von 1,6 Mrd. Euro im letzten Jahr und etwa ähnliche Grössenordnungen in den Jahren davor. Und wir bringen erhebliche Mittel fuer Akquisitionen bei COM auf - erinnern Sie sich bitte an die Zukäufe in der jüngeren Vergangenheit von Dasan, Myrio und Chantry. Deutlicher kann ein Commitment gegenüber COM kaum ausfallen. - Umso klarer ist aber auch, wir müssen dieses Geld auch wieder verdienen.

Tief beeindruckt war ich von einigen Punkten, die im Verlauf der Diskussion aufkamen: Es wurden eine Reihe konkreter Beispiele genannt, die uns klar vor Augen führen, dass wir immer noch zu viele bürokratische Hürden und Hierarchieebenen haben. Genau das zeigen uns auch die Benchmarking-Vergleiche zu unseren Wettbewerbern. Dies ist teuer, es macht uns langsam und ist frustrierend für viele Mitarbeiter. Es liegt in unserer Hand, dies UMGEHEND anzupacken.

Und: Es macht einen schon sprachlos, wenn man hört, der Vertrieb kümmert sich zum Teil mehr um den Verkauf von Fremdprodukten als um unsere eigenen. Das ist unfassbar, so geht das nicht!

Sehr gefreut hat mich das klare Bekenntnis zu mehr und schnellerer Innovation - dabei auch die Initiative "Pro Innovation". Wir brauchen Produkte, Systeme und Lösungen, die bei unseren Kunden Nutzen stiften. Das heisst, deren Kosten senken und/oder die (abrechenbare) Leistung steigern. Die Diskussionsbeiträge zeigten mir, hier gibt es einen starken Willen und auch noch einiges Verbesserungspotenzial. Vor allem müssen wir immer wieder darauf achten, uns an den führenden Kunden zu orientieren und diese sind heute leider häufig nicht mehr bei uns um die Ecke.

Mein Appell an COM: Wir müssen unsere ganze Kraft darauf konzentrieren, beim Kunden erfolgreich zu sein. Alles, was diesem Ziel nutzt, müssen wir tun; alles was ihm entgegen steht, so schnell wie möglich ändern. Hier ist der Einsatz von jedem Einzelnen gefragt. Jeder kann in seinem Bereich anfangen.[/color]


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3    Freitag, 10. März 2006 um 08:11 Uhr
      

 Zitat von Klaus Kleinfeld

09.03.2006
Management Kolloquium München
Letzten Dienstag habe ich wieder einmal die Universitätsbank gedrückt und zwar auf dem "Management Kolloquium" der Technischen Universität München. Der Einladung von Prof. Wildemann folgte ich umso lieber, als das Thema "Welche Innovationen schaffen Arbeitsplätze? Wo?" mir sehr am Herzen liegt. In meiner Rede ging ich auf die geschäftlichen Chancen ein, die sich aus den Konsequenzen der Megatrends "Demographischer Wandel/Wachstum der Weltbevölkerung" und zunehmende "Urbanisierung" ergeben. Von diesen Chancen können sowohl wir als Unternehmen als auch die Volkswirtschaften aller Industrieländer profitieren, indem wir die innovativsten Produkte, Systeme, Lösungen und Dienstleistungen anbieten. Die anschließende, intensive Diskussion mit dem Plenum nahm diesen Gedanken vielfach auf und zeigte erneut, dass wir mit unserem Ansatz ins Schwarze treffen, über den geographischen und aktuell gebotenen "Tellerrand" hinaus zu sehen.



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Grünschnabel

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4    Freitag, 10. März 2006 um 08:13 Uhr
      

 Zitat von Klaus Kleinfeld

09.03.2006
CeBIT 2006
Die CeBIT ist in diesem Jahr 20 Jahre jung. Und wir sind - wie in jedem Jahr - mitten drin. Bei meinem Standrundgang habe ich mich von unseren Kolleginnen und Kollegen über unsere Innovationen in der Informations- und Komunikationstechnik informieren lassen. IP Konvergenz und Entertainment sind die Wachstumstreiber der Branche. Auf beiden Feldern sind wir vorne dabei: Unsere Lösungen gehen bis in das Wohnzimmer und erzeugen Kundennutzen beim End-Verbraucher, mehr Programme, bessere Bilder, digitaler Videorecorder und time-shift Funktionen im Netz bis hin zu Gaming, Videotelefonie oder aktiver Teilnahme an Programmen über die Rückkanäle. Überdies ist auch der Kundennutzen für die Festnetz-Betreiber gewaltig. Sie erschliessen sich eine völlig neue Einnahmequelle über diverse Entertainment Angebote, nutzen ihr Netz besser und können auch zusätzliche Angebote für die Mobilfunknutzer generieren.

Auch bei der IP Konvergenz sind wir gut unterwegs. Einfache Installation und Bedienung, also Plug & Play ist ein wichtiges Kundenargument. Mit "Biz IP" haben wir intelligente, selbstkonfigurierende IP-Telefone entwickelt, die ohne Server einfach am LAN angeschlossen werden - das war's. Besonders für kleine Unternehmen ist das ein sehr attraktives Angebot. Immer wichtiger wird auch, dass wir die Anforderungen unserer Geschäftskunden in verschiedenen Branchen kennen. Hier können wir das gesamte Know how unseres Hauses nutzen, wenn es darum geht die Hospitality Branche, die Fertigungsindustrie oder das Gesundheitswesen anzusprechen.

Engste Zusammenarbeit ist auch gefordert bei RFID-Technik. Siemens ist der einzige Hersteller, der die gesamte Wertschöpfungskette der RFID-Technologie unter einem Dach bietet. Vom ersten druckbaren RFID-Tag bis hin zur kompletten Integration in komplexen Logistikprozessen wie im Handel.

Bundeskanzlerin Merkel besuchte unseren Stand. Als promovierte Physikerin stellte sie viele Fragen und überzeugte sich sehr detailliert von der Leistungsfähigkeit unserer Lösungen. - Auch ansonsten ist der Andrang gross und die Resonanz gewaltig.

Aufgefallen ist mir allerdings auch bei den vielen Gesprächen am Stand: Wir müssen strikt darauf achten, den Kundennutzen verständlich herauszustellen und unsere Botschaft schnell rüberzubringen. Technologie ist das Werkzeug, überzeugend wird es nur in der Wirkung. Und: Für unsere Kunden heisst das: Weniger Kosten, mehr Einnahmen. Das müssen wir betonen und zwar jeder einzelne von uns.


mfg... mCb4n3


      

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