Politikverdrossenheit in Deutschland
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1 Dienstag, 28.
März 2006 um 22:09 Uhr
Ich habe das Gefühl, dass die Politikverdrossenheit in Deutschland immer mehr zunimmt. Vor ein paar Tagen habe ich erst gelesen, dass die Wahlbeteiligung von Jahr zu Jahr sinkt. Ich muss selbst zugeben, dass ich von meiner früheren Meinung "Wer nicht wählen geht, kann später auch nicht meckern" abgewichen bin. Gehe seit etwa 2-3 Jahren auch nicht mehr wählen. Grund dafür war die Hochschulpolitik in meiner Heimatstadt, von der ich selbst betroffen war. Wenn man ein bißchen hinter die Kulissen guckt und auch Sachen erfährt, die zum Glück der Politiker nicht in der Zeitung stehen, merkt man ganz schnell, dass es dabei nicht um Demokratie, Logik oder Gemeinwohl geht, sondern um die Durchsetzung der eigenen Interessen, kurz: Macht. Und das parteiübergreifend. Keine Partei bildet da eine Ausnahme.
Man muss wirklich nur die Zeitung aufschlagen! Merkel hat gestern z.B. gesagt, dass die Gesundheitsreform "bis zu Sommerpause, auf jeden Fall aber in diesem Jahr" abgeschlossen wird. Wers glaubt wird seelig.
Ein anderer Fall: Keine 24 Stunden nach den Wahlen wurden erstmal die Abgeordnetendiäten erhöht.
Wie sieht es bei auch aus? "Glaubt" ihr noch an die Politik? Geht ihr zu den Wahlen?
Ich habe das Gefühl, dass die Politikverdrossenheit in Deutschland immer mehr zunimmt. Vor ein paar Tagen habe ich erst gelesen, dass die Wahlbeteiligung von Jahr zu Jahr sinkt. Ich muss selbst zugeben, dass ich von meiner früheren Meinung "Wer nicht wählen geht, kann später auch nicht meckern" abgewichen bin. Gehe seit etwa 2-3 Jahren auch nicht mehr wählen. Grund dafür war die Hochschulpolitik in meiner Heimatstadt, von der ich selbst betroffen war. Wenn man ein bißchen hinter die Kulissen guckt und auch Sachen erfährt, die zum Glück der Politiker nicht in der Zeitung stehen, merkt man ganz schnell, dass es dabei nicht um Demokratie, Logik oder Gemeinwohl geht, sondern um die Durchsetzung der eigenen Interessen, kurz: Macht. Und das parteiübergreifend. Keine Partei bildet da eine Ausnahme.
Man muss wirklich nur die Zeitung aufschlagen! Merkel hat gestern z.B. gesagt, dass die Gesundheitsreform "bis zu Sommerpause, auf jeden Fall aber in diesem Jahr" abgeschlossen wird. Wers glaubt wird seelig.
Ein anderer Fall: Keine 24 Stunden nach den Wahlen wurden erstmal die Abgeordnetendiäten erhöht.
Wie sieht es bei auch aus? "Glaubt" ihr noch an die Politik? Geht ihr zu den Wahlen?
Piet
Mitgliedschaft beendet
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2 Dienstag, 28.
März 2006 um 22:22 Uhr
bei den rgionalwahlen am Wochenende hab ich unserem amtierenden bürgermeister einfach aus Sympathie gewählt, da ich von ihm als person viel halte, der sich einsetzt und sich bemüht kostet es halt Geld und zeit. Ob das alles politisch korrekt abläuft weiß ich nicht. bei den letzten Bundestagswahlen habe ich mich vorher wirklich intensiv bemüht, mir ein Bild von jeder Partei ihren zielen usw zu machen, auch in Hinblick auf ihre jetzigen Wahlversprechen und wieviel bisherher gehalten wurden usw.
stimme dir vollkommen zu, nur weiß ich jetzt trotzdem nicht was besser ist. Sich nicht um die ganze Sache kümmern und gar nicht wählen gehen oder eine kleine Partei mit großen Zielen wählen, die wenn sie es geschafft hat genauso geldgeil reagiert wie eine "große"? oder doch das beliebte wechselspiel cdu/spd und merken das sich nichts verändern, außer das die Arbeitslosenzahlen steigen, die Diäten sich erhöhen, die Steuern steigen, das Gesundheitssystem irgendwann abstürzt?
Ich hoffe ich kann irgendwann auswandern
bei den rgionalwahlen am Wochenende hab ich unserem amtierenden bürgermeister einfach aus Sympathie gewählt, da ich von ihm als person viel halte, der sich einsetzt und sich bemüht kostet es halt Geld und zeit. Ob das alles politisch korrekt abläuft weiß ich nicht. bei den letzten Bundestagswahlen habe ich mich vorher wirklich intensiv bemüht, mir ein Bild von jeder Partei ihren zielen usw zu machen, auch in Hinblick auf ihre jetzigen Wahlversprechen und wieviel bisherher gehalten wurden usw.
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stimme dir vollkommen zu, nur weiß ich jetzt trotzdem nicht was besser ist. Sich nicht um die ganze Sache kümmern und gar nicht wählen gehen oder eine kleine Partei mit großen Zielen wählen, die wenn sie es geschafft hat genauso geldgeil reagiert wie eine "große"? oder doch das beliebte wechselspiel cdu/spd und merken das sich nichts verändern, außer das die Arbeitslosenzahlen steigen, die Diäten sich erhöhen, die Steuern steigen, das Gesundheitssystem irgendwann abstürzt?
Ich hoffe ich kann irgendwann auswandern

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3 Dienstag, 28.
März 2006 um 22:33 Uhr
Nicht zu wählen ist sicherlich auch nicht löblich. Stimme ich Dir voll und ganz zu. Nur irgendwie habe ich das Gefühl, dass egal welche Partei an der Macht ist, entweder das Falsche entschieden wird oder das richtige in nur viel zu kleinen Schritten ... und daher sinnlos ist.
Zudem frage ich mich auch, wer uns eigentlich regiert? Von Schwätzern, die jahrzehntelang auf Dorfschützenfesten Hände geschüttelt haben und so Stück für Stück in der Hierarchie nach oben gekommen sind.
Sollten anstelle dieser Leute nicht Politiker an der Macht sein, die irgendetwas in der Richtung studiert haben? Zum Beispiel VWL? Eichel war bzw. ist Deutsch- und Geschichtslehrer ... :roll:
Nicht zu wählen ist sicherlich auch nicht löblich. Stimme ich Dir voll und ganz zu. Nur irgendwie habe ich das Gefühl, dass egal welche Partei an der Macht ist, entweder das Falsche entschieden wird oder das richtige in nur viel zu kleinen Schritten ... und daher sinnlos ist.
Zudem frage ich mich auch, wer uns eigentlich regiert? Von Schwätzern, die jahrzehntelang auf Dorfschützenfesten Hände geschüttelt haben und so Stück für Stück in der Hierarchie nach oben gekommen sind.
Sollten anstelle dieser Leute nicht Politiker an der Macht sein, die irgendetwas in der Richtung studiert haben? Zum Beispiel VWL? Eichel war bzw. ist Deutsch- und Geschichtslehrer ... :roll:
4 Mittwoch, 29.
März 2006 um 09:36 Uhr
wie der eine oder andere aktuelle politiker aufgrund seiner beruflichen qualifikation an seinen job gekommen ist, ist für mich auch ein wunder. dieses fehlende wissen wird dann durch einen riesigen berater-stab wieder aufgehoben, der den steuerzahler unsummen kostet.
in der tat geht es um merkwürdige machtverhältnisse. schröder ist wohl eines der besten beispiele. grundsätzlich mag ich ihn, habe ihn auch 1998 und 2002 sowie 2005 gewählt. was er am abend der bundestagswahl und in den tagen danach abgezogen hat, spricht wohl bände. schaulaufen der eitelkeiten, in dieser fiesen elefanten runde.
die erhöhung der diäten jetzt direkt nach den landtagswahlen ist auch der oberhammer! die verdienen sich eh ne goldene nase und wollen immer noch einen drauflegen. über 7000€ brutto pro monat + über 3000 € steuerfrei für irgendwelche verpflegungskosten und das ist erstmal die basis. dann hat ja jeder abgeordnete noch ein budget für angestellte, laufende bürokosten, sitzungsgelder, kohle für weitere aufwendungen kommen noch hinzu. dann bekommt man von dem einen oder anderen lobyisten noch was zugesteckt und geht fettgefressen nachhause. wenn dann nach 4 jahren möglicherweise der hammer fällt hat man ausgesorgt. soviel geld wie die dann an abfindungen, übergangsgeldern und rentenanspruch haben, muss von denen keiner mehr nen finger krum machen.
da ist es natürlich ein leichtes, dem gemeinen bürger zu erklären, man solle den gürtel enger schnallen. selber fallen sie so weich wie in wattegepackt.
ein problem, was ich in den letzten tagen bereits an anderer stelle angesprochen habe ist wohl folgendes:
wir sind wohl immer noch zu fett und rund! einfach zu bequem. guckt euch die massenproteste in frankreich an. gestern sind bis zu 3 millionen auf die strasse gegangen um gegen die regierungspläne zu demonstrieren. das erzeugt wirklich druck, ist hierzulande aber zum gegenwärtigen zeitpunkt undenkbar. die streiks der hiesigen gewerkschaften (öffentlicher dienst) ist zwar ein anfang, von solidarität aus den anderen bevölkerungsschichten ist aber nicht viel zu spüren. da hört man dann nur "wann schaffen die endlich den müll vor meiner haustüre weg!" es gibt einfach keine solidarität in unserem lande.
da ich keine alternative zum wählen sehe, nehm ich dann doch das kleinste übel für mich in kauf.
wie der eine oder andere aktuelle politiker aufgrund seiner beruflichen qualifikation an seinen job gekommen ist, ist für mich auch ein wunder. dieses fehlende wissen wird dann durch einen riesigen berater-stab wieder aufgehoben, der den steuerzahler unsummen kostet.
in der tat geht es um merkwürdige machtverhältnisse. schröder ist wohl eines der besten beispiele. grundsätzlich mag ich ihn, habe ihn auch 1998 und 2002 sowie 2005 gewählt. was er am abend der bundestagswahl und in den tagen danach abgezogen hat, spricht wohl bände. schaulaufen der eitelkeiten, in dieser fiesen elefanten runde.
die erhöhung der diäten jetzt direkt nach den landtagswahlen ist auch der oberhammer! die verdienen sich eh ne goldene nase und wollen immer noch einen drauflegen. über 7000€ brutto pro monat + über 3000 € steuerfrei für irgendwelche verpflegungskosten und das ist erstmal die basis. dann hat ja jeder abgeordnete noch ein budget für angestellte, laufende bürokosten, sitzungsgelder, kohle für weitere aufwendungen kommen noch hinzu. dann bekommt man von dem einen oder anderen lobyisten noch was zugesteckt und geht fettgefressen nachhause. wenn dann nach 4 jahren möglicherweise der hammer fällt hat man ausgesorgt. soviel geld wie die dann an abfindungen, übergangsgeldern und rentenanspruch haben, muss von denen keiner mehr nen finger krum machen.
da ist es natürlich ein leichtes, dem gemeinen bürger zu erklären, man solle den gürtel enger schnallen. selber fallen sie so weich wie in wattegepackt.
ein problem, was ich in den letzten tagen bereits an anderer stelle angesprochen habe ist wohl folgendes:
wir sind wohl immer noch zu fett und rund! einfach zu bequem. guckt euch die massenproteste in frankreich an. gestern sind bis zu 3 millionen auf die strasse gegangen um gegen die regierungspläne zu demonstrieren. das erzeugt wirklich druck, ist hierzulande aber zum gegenwärtigen zeitpunkt undenkbar. die streiks der hiesigen gewerkschaften (öffentlicher dienst) ist zwar ein anfang, von solidarität aus den anderen bevölkerungsschichten ist aber nicht viel zu spüren. da hört man dann nur "wann schaffen die endlich den müll vor meiner haustüre weg!" es gibt einfach keine solidarität in unserem lande.
da ich keine alternative zum wählen sehe, nehm ich dann doch das kleinste übel für mich in kauf.
5 Mittwoch, 29.
März 2006 um 09:39 Uhr
gerade auf spiegel online entdeckt:
http://www.spiegel.de/politik/...schland/0,1518,408522,00.html
da sagt natürlich keiner nein. das die fdp sich kritisch äussert ist meiner meinung nach nur augenwischerei.
gerade auf spiegel online entdeckt:
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http://www.spiegel.de/politik/...schland/0,1518,408522,00.html
da sagt natürlich keiner nein. das die fdp sich kritisch äussert ist meiner meinung nach nur augenwischerei.
Sympath
Nicht registriert
Nicht registriert
6 Mittwoch, 29.
März 2006 um 15:31 Uhr
seit ich wählen darf war ich wählen. jetzt ist schluss! ich bin nicht verdrossen, ich bin wütend!
seit ich wählen darf war ich wählen. jetzt ist schluss! ich bin nicht verdrossen, ich bin wütend!
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