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Innerer Schweinehund?!


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Patient
Grünschnabel

Beiträge: 2858


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Dabei seit: 25. Jan 2006
Letzter Login: 04. Mar 2008
 
1    Samstag, 15. April 2006 um 21:57 Uhr
      

Was soll das eigentlich sein, ein Innerer Schweinehund?
In diesem Thread will ich diesen Drecksack bei den Eiern kriegen, helft mir bitte.

Er wird als Zustand beschrieben. Ein emotionaler Zustand des...Zwiespalts? Oder vielleicht eines Konfliktes? Der Schweinehund beschreibt eine Situation, in der (gehen wir mal der einfach von der typischen "ich höre auf zu rauchen"-Sache aus), der Proband was macht?
  • Auf die Idee kommt sich eine Zigarette anzustecken?
  • Den Gedanken des Nichtrauchens verwirft?
  • Genau inmitten dieser beiden Zustände hängt?


Und überhaupt, wieso personifiziert man die ganze Sache so und gibt einem Zustand einen Namen, der eigentlich ein Schimpfwort ist? Man distanziert sich auf diese Weise stark von diesem Zustand. Man gibt dem Zustand eine eigene "Persönlichkeit" (eine negative). Wahrscheinlich, damit man jemanden hat, der das *peep* ist, wenn etwas schief läuft. Und zwar jemanden, der definitiv jemand anders ist als man selbst. Clever, clever...natürlich hat jemand anders die Schuld, wenn etwas schief läuft.
Wieso gibt es nicht etwas positives wie den "Inneren Wachhund" oder den "Inneren Blindenhund", der im Gegensatz zum Schweinehund als Ursache für alle geglückten Vorhaben herhält? Vielleicht, weil man die guten Sachen lieber für sich selbst behält, anstatt sie jemand anderem zuzuschieben.

Aber der Schweinehund ist trotzdem nicht jemand anders, ganz egal wieviele Namen oder Gestalten man ihm gibt. Wenn man sagt: "Ich konnte meinen inneren Schweinehund nicht überwunden", was meint man damit eigentlich wirklich? Ich meine, was konnte man tatsächlich nicht überwinden??
Was soll das eigentlich sein, ein Innerer Schweinehund?

:naja:


Sting

Nicht registriert
2    Mittwoch, 19. April 2006 um 13:14 Uhr
      

Na, Jong,
das ist doch ganz klar:

der Schweinehund, wa Junge, ist der Shizzer, der in jedem von uns steckt.

Und im Prinzip hast Du schon alles meiner Meinung nach wichtige gesagt und entstrickt.

Mein Beitrag dient lediglich dem ^up^


Ciao,
der Käpten.



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Giganto
Grünschnabel
Beiträge: 6674


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Dabei seit: 21. Dec 2005
Letzter Login: 20. Apr 2008
 
3    Mittwoch, 19. April 2006 um 13:24 Uhr
      

 Zitat von Sting
Na, Jong,
das ist doch ganz klar:

der Schweinehund, wa Junge, ist der Shizzer, der in jedem von uns steckt.

Und im Prinzip hast Du schon alles meiner Meinung nach wichtige gesagt und entstrickt.

Mein Beitrag dient lediglich dem ^up^


Ciao,
der Käpten.


passt viel besser in das texte/gedanken forum oder in deinen blogg. ich verschiebe es mal.


Anika

Mitgliedschaft beendet
4    Montag, 24. April 2006 um 19:59 Uhr
      

Ich liebe meinen `žInneren Schweinehund`œ.
Wir sind ein Team.
Wir ergänzen uns prächtig.
Er gehört zu meinem Wesen.


Ich kann nicht verstehen, warum du mit deinem so haderst, Michael. Sei froh, dass du ihn hast, dass er in dir wohnt und dein ständiger Begleiter ist.
Du hast ganz richtig erkannt, dass du ihm alles zuschieben kannst, was schief läuft. Also sei ihm dankbar, denn damit entledigst du dich aller Verantwortung für dein Tun oder dein Nicht-Tun.


Gibt es etwas Schöneres, als wenn er mir zuflüstert: `žOch, du musst das Bad doch nicht heute putzen. Morgen ist auch noch ein Tag.`œ
Er weiß, dass ich keine Lust habe, die Buchhaltung zu machen, und so murmelt er einfühlsam: `žDas läuft doch nicht davon!`œ
Wenn ich ihm erklären will, dass der Termin drängt, weil mir sonst das Finanzamt einen bitterbösen Brief schickt, dann interveniert er energisch: `žDas schaffst du morgen mit Links.`œ
So schont er meine Kräfte und achtet darauf, dass ich mich nicht übernehme.


Überhaupt meine ich, dass er einen schöneren Namen verdient hätte als dieses emotional derbe Schimpfwort. Er ist kein niederträchtiger Lump, der mich abhält von einem als richtig erkannten Tun. Er ist der, der mir Pausen verschafft oder mich Dinge tun lässt, die mir in diesem Augenblick Freude bereiten.


Doch manches Mal geht es nicht anders, und ich muss ihn `“ wie einen richtigen Hund `“ dominieren. Das Ringen mit ihm dauert nie lange, denn er erkennt meine Autorität an. Er lässt es nicht auf einen Kampf ankommen, weil er weiß, dass ich die bin, die das Sagen hat. Mein starker Wille lässt ihn kuschen und in dem Winkel meines Ichs Platz nehmen, den ich ihm zuweise.
Also brauche ich keinen `žInneren Wachhund`œ, der Acht gibt, dass ich nichts vernachlässige und meine Vorhaben wirklich realisiere.


So, Michael, freunde dich mit diesem Zustand an, den du den `žInneren Schweinehund`œ nennst. Du wirst sehen, er wird dir aus der Hand fressen, wenn du ihm hin und wieder zeigst, wer der Stärkere ist. Dann macht er keine Probleme, und er wird dich schwanzwedelnd umkreisen, wenn du ihm hin und wieder nachgibst.


Susan
Grünschnabel

Beiträge: 1622


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Dabei seit: 08. Jan 2006
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5    Montag, 24. April 2006 um 22:35 Uhr
      

Na das ist doch mal eine echte Bereicherung! SO hab ich meinen inneren Schweinehund auch noch nie betrachtet. Ich werde ihn ab sofort liebevoller behandeln ;-)


Lykaon
Grünschnabel

Beiträge: 4365


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6    Montag, 24. April 2006 um 22:41 Uhr
      

ich nenn ihn tyler... und derzeit rotiert er... sprich... irgendwie hat er nichts zu melden, oder meldet sich irgendwie...bizarr. ich persönlich finde das super und es freut mich, ihn von dieser Seite kennen zu lernen


Susan
Grünschnabel

Beiträge: 1622


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7    Montag, 24. April 2006 um 23:11 Uhr
      

Meiner ist weiblich... und heißt "Sabine". Leider ist Sabine ein ziemlich unberechenbares, triebgesteuertes Vieh, das sich manchmal kaum in Zaum halten lässt.


Internette
Grünschnabel

Beiträge: 651


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8    Dienstag, 25. April 2006 um 11:47 Uhr
      

Mein Schweini ist ziemlich faul, was mich dank Anikas Ausführungen auch zum Denken bewegt, dass das gar nicht so verkehrt ist (gerade die Sache mit dem Bad putzen :-)) Ansonsten kämpfe ich immer damit gerade wenn ich Sport machen möchte und innere Leinen sich mit der Couch vereinen :-)


Anika

Mitgliedschaft beendet
9    Dienstag, 25. April 2006 um 18:39 Uhr
      

Der Widerpart zu "Schweini" ist das Gewissen, das zu Unrecht das "Schlechte Gewissen" genannt wird. Es sollte doch das "Gute Gewissen" heißen, denn es erreicht, dass manches wieder gerade gebogen wird, das "Schweini" verbockt hat.:wink:


      

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