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Tierfütterung: BARF (Biologisch artgerchte Rohfütterung)

Tierfütterung: BARF (Biologisch artgerchte Rohfütterung)


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Platzhoersch

Nicht registriert
1    Mittwoch, 26. April 2006 um 11:05 Uhr
      

[size=14]BARF (Biologisch artgerechte Rohfütterung)
[/size]


[size=14]Es geht um folgenden Grundgedanken: Warum sollte man sein Haustier
mit industriell gefertigten Nahrungsmitteln füttern, welche Nachweislich
eine nicht optimale Nährstoffzusammenstellung besitzen und aus oft
minderwertigem Rohstoff hergestellt werden, wenn man mit nicht
wesentlich mehr Aufwand dem Tier die in freier Wildbahn bevorzugte
Ernährung verschaffen kann?[/size]


[size=14]Wie das ganze in der Praxis auszusehen hat, ist auf folgender Seite am Beispiel
der Katzenernährung erläutert:

http://www.savannahcat.de/katzenernaehrung.html

Auf das Thema gebracht wurde ich durch meine Eltern. Sie haben wie im folgenden
Bericht ersichtlich die Hundefütterung umgestellt und das mit erstaunlichen
Ergebnissen. Inzwischen haben wir das Barfen auch für unsere Katzen eingeführt
und können ebenfalls bestätigen, dass es sich sowohl auf die Gesundheit, als auch
auf das Wohlbefinden der Katzen massiv positiv ausgewirkt hat.



[/size]Erfahrungsbericht einer Barfer-Familie

[size=14]



Mein Mann Uwe und ich (Birgit L.), haben drei Hunde, die wir wie die
meisten Hundehalter, mit handelsüblichen Futtermitteln fütterten.
Unser zehn Jahre alter Border-Collie-Rüde Leroy (links im Bild) ist der
Chef, (selbstverständlich erst nach uns). Yukon, ein sieben Jahre alter
brauner Australien-Sheppard-Rüde und unsere drei Jahre alte Border-
Collie-Hündin Curly-Sue ist das Endglied der Hierarchie.
Im Jahre 2001 bekam Leroy massive Hautprobleme, die sich durch
ständiges Kratzen und schuppige sowie teilweise schorfige Haut
bemerkbar machten. Daraufhin wechselten wir einige Male das
Trockenfutter, das immer hochwertiger und teurer wurde. Sehr schlimm
wurden die Hautprobleme für Leroy immer im Fellwechsel und wir
mussten ihn vom Tierarzt mit Cortison behandeln lassen, was aber auch
nur bedingt Linderung verschaffte.
Mit diesem Zustand konnten und mochten wir uns nicht zufrieden geben
und wandten uns, an eine uns bekannte Tierheilpraktikerin. Sie empfahl
uns eine Futterumstellung auf biologisch artgerechte Rohfütterung, weil
sie damit in ähnlichen Fällen sehr gute Ergebnisse erzielt hatte.
Das war im Jahr 2003, seit dem barfen wir unsere drei Hunde mit einem
für uns überraschenden Ergebnis: Bei Leroy trat nach ca. fünf Wochen
eine deutliche Besserung seines Hautzustandes ein und er kratzte sich
auch nicht mehr. Nach ca. vier Monaten war auch die Haut völlig
abgeheilt und das Fell schuppenfrei. Die letzte Blutuntersuchung 2006
ergab bei Leroy optimale Werte! Curly-Sue hat früher bei jeder sich Ihr
bietenden Gelegenheit Hundekot gefressen, was sie seid der
Futterumstellung zum Barfer nicht mehr tut und Yukon hat seid dem
soviel Power, dass er vom Agility sowie von Ball- und Suchspielen nicht
genug bekommen kann. Alle drei Hunde haben sich seit der Umstellung
in Verhalten, Lebensfreude und Vitalität deutlich positiv entwickelt. Sie
sind auch nach den mengenmäßig üppigen Mahlzeiten viel zufriedener
als vorher, zumal die Trockenfutterration früher sehr spärlich ausfallen
musste, damit unsere drei nicht zu dick wurden.
Wir füttern morgens frisch geflocktes Getreide mit reichlich Obst und
einen Schuss Sahne
sowie Quark oder Joghurt. Als Abendmalzeit gibt es in der
Küchenmaschine zerkleinertes Gemüse und etwas natives Öl, gekrönt
von einer netten Portion Fleisch oder Fisch. Als kleinen Snack lieben
unsere drei Hunde auch das Knuspern von Kehlköpfen, leckeren
Knochen oder Geflügelteilen! Das Angebot ist für unsere Hunde
erfreulicher Weise so reichhaltig, das man das Gefühl hat, sie strahlten
vor Glück nach jeder Fütterung!
Durch die Zufütterung von Knochen haben auch die Probleme mit dem
Zahnstein, unter dem besonders Leroy sehr zu leiden hatte, endlich ein
Ende genommen. Leroy fand es früher suboptimal bis doof und lästig
sich drei bis viermal im Jahr den Zahnstein entfernen zu lassen, obwohl
er die Tierärztin wegen der regelmäßig stattfindenden
Bestechungsversuche mit Leckerchen eigentlich mochte.
Alles in Allem sind wir aber auch froh, dass unsere Haushaltskasse nun
wegen der entfallenden Tierarztkosten deutlich entlastet ist. Schade,
dass wir nicht schon früher erfahren haben, dass es für Hunde biologisch
artgerechte Rohfütterung gibt - es hätte unseren Hunden soviel
gesundheitliche Probleme und uns Tierarztkosten erspart.[/size]



Ich hoffe, das der ein oder andere sich diese Fütterungsvariante
wenigstens etwas näher anguckt und vielleicht sogar umsattelt.
Wenn jemand Fragen oder vielleicht sogar eigene Erfahrungen mit
diesem Thema hat, würde ich mich freuen es in diesem Thread
diskutieren zu können.

Gruß, Hoersch


PEOPLES
Grünschnabel

Beiträge: 2002


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Dabei seit: 27. Jul 2002
Letzter Login: 06. Jul 2008
 
2    Mittwoch, 26. April 2006 um 11:22 Uhr
      

jo, so gehört das eigentlich, das problem ist wahrscheinlcih der mehraufwand (den tierfreunde aber sicherlich in kauf nehmen) und das die menschen sich selber diesen mist reinklatschen. wie oft werden da fertigprodukte (suppen, microwellenessen, ect. ) und tütenfrass auf die speiseliste gesetzt.
ich bin da mittlerweile fast clean, und wenn ich den tiere hätte würde ich wohl auch so füttern.



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Platzhoersch

Nicht registriert
3    Mittwoch, 26. April 2006 um 11:37 Uhr
      

 Zitat von PEOPLES
jo, so gehört das eigentlich, das problem ist wahrscheinlcih der mehraufwand (den tierfreunde aber sicherlich in kauf nehmen) und das die menschen sich selber diesen mist reinklatschen. wie oft werden da fertigprodukte (suppen, microwellenessen, ect. ) und tütenfrass auf die speiseliste gesetzt.
ich bin da mittlerweile fast clean, und wenn ich den tiere hätte würde ich wohl auch so füttern.

Das ist es ja gerade. Der Mehraufwand hält sich echt in Grenzen.
Zwar brauch man zur Zubereitung des Futter ein wenig mehr Zeit,
jedoch kann man das in anderen Bereichen wieder wett machen.
Kleines Beispiel: Das Katzenklo:
Während wir noch Industriefutter gefüttert haben, Haben die
Katzen kaum gepinkelt. Der Kater hat sogar einen Nierenschaden
erlitten. Wen wundert es, wenn man sich überlegt wiviel
Feuchtigkeit das Trockenfutter dem Tier entzieht und was dann
noch für dei Spülung der Nieren übrig bleibt.
Des Weiteren haben die Kotmengen zusammenge... Das war nicht
mehr feierlich! Wir mussten also jeden Abend Das Klo reinigen, da
sonst am nächsten Tag die Wohnung Geruchskontaminiert
gewesen wäre. Nach der Umstellung folgendes Bild: Recht viel Urin
im Klo. Das ist auch gut so, denn das ist ein Zeichen dafür das die
geschädigten Nieren endlich anständig gesült werden. Den
Wassernapf rühren sie kaum noch an, da sie über das rohe Fleisch
schon einen Großteil ihres Flüssigkeitsbedarfs decken können.
Weiterhin hat sich die Kotmenge drastisch reduziert, was daran lieg,
das das Rohfutter viel besser zu verdauen ist und fast vollständig
verwertet werden kann. Hinzu kommt, das der Kot sehr trocken ist
und bei weitem nicht so ein fieses Aroma entwickelt, wie der
während der Industriefütterung.

Es spricht also aus meiner Sicht rein gar nichts für Industriefutter
und gegen Barf! Das Problem ist, das die Tierärzte Umsatzbeteiligt
sind am Verkauf von Industriefutter. Teilweise werden sogar
Praxisaustattungen mitgesponsort von HILLS und Co. Traurig, aber
wahr. Deshalb hier mein Aufklärungs und/oder Rekrutierungsversuch.

Gruß, Hoersch


Internette
Grünschnabel

Beiträge: 651


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Dabei seit: 10. Oct 2003
Letzter Login: 01. Mar 2007
 
4    Mittwoch, 26. April 2006 um 13:32 Uhr
      

Ich habe mich bevor ich meine Katzen bekam und auch danach ausgiebig mit allem was Katzen angeht beschäftigt. Das Futterthema war allgegenwärtig in egal welchem Forum. Ich oder eher meine Katzen barfen nicht, das ist so weil es mir zu aufwendig ist und die beiden nach meinem Umzug bei meinen Eltern blieben. Da die zwei aber auch raus dürfe und sich dort von all dem ernähren, was die Natur so hergibt, denke ich, dass sie durchaus abwechslungsreiche Beute haben.
Im Allgemeinen denke ich, dass es eine sehr gute Art und Weise ist sein Haustier zu ernähren.


Aurora

Nicht registriert
5    Mittwoch, 26. April 2006 um 14:27 Uhr
      

Naja, der Mehraufwand hält sich wirklich in Grenzen. Allerdings erschreckt es mich heute immer wieder, wie egoistisch man denkt (ich selbst war ja genauso und vermutlich noch schlimmer`)!

[FONT=Symbol]· Man geht sowieso einkaufen; also hier schon mal kein zeitlicher Mehraufwand. Was man zur Fütterung braucht, bekommt man in jedem anständigen Supermarkt.
[FONT=Symbol]· Auf Vorrat kaufen, einfrieren, portionsweise auftauen, in tiergerecht große Stückchen schneiden -> Futternapf.
[FONT=Symbol]· Preislich konnte ich bislang keinen Unterschied feststellen.


Futter muss man so oder so kaufen... Bei den meisten scheitert es an der Bequemlichkeit, sich damit auseinanderzusetzen. Erst vor wenigen Wochen habe ich einen 14jährigen norwegischen Wald`œkater`œ gesehen, der Nierenprobleme hatte und Spezialfutter bekam `“ und paniertes, gewürztes Schweinekotelett. Ich hatte so meine Probleme, ruhig zu bleiben. :messer:

Wie schon gesagt hatte unser Rambo immer wieder Nieren- bzw. Harnprobleme. Letztes Jahr wurde es so schlimm, dass der Harngrieß die bei Katern viel zu enge Harnröhre komplett verstopfte (nach einer Kastration noch enger!) und seine Blase hätte platzen können. Und was wurde verordnet?
Ein weiteres Trockenfutter. Paradox. Mit vielen chemischen Zusatzstoffen und sauteuer war es nebenbei auch noch. Die Gewinnspanne bei Spezialfutter liegt übrigens oft bei 50% und mehr. Ergo: Tierärzte gewinnen an den Krankheiten, die sie unter Umständen selbst verzapft haben.

Von perversen Tierversuchen, mit denen Hersteller wie Royal Canin die Mindestmenge lebenswichtiger Nährstoffe ausloten, will ich erst gar nicht anfangen, sonst breche ich hier noch auf den Tisch (sorry). Mehr als die Mindestmenge ist jedenfalls nicht enthalten `“ auch in den teuren Futtersorten nicht. Weil es sich schlicht nicht rentiert.

Dass Katzen wenig trinken, ist bekannt. Morgens und abends, wenn ich nach Hause kam, stürzten sich die beiden Stubentiger auf den Wassernapf als gäbs nie wieder etwas `“ das Trockenfutter entzog ihnen ja regelrecht die Flüssigkeit.

Wer schon mal die Menge die so ein Tier frisst mit Wasser aufquellen lassen hat erschrickt sich wirklich und hat dann vielleicht auch eine grobe Vorstellung.

Neben all diesen Sachen freu ich mich am meisten darüber, dass diese beiden Stinker endlich mal aufgewacht sind. Beide haben eine bessere Statur bekommen (die Plautze ist weg), sind super-aufgeweckt, jagen sich, spielen und springen durch die Butze als hätten sie Federn im ` unter den Pfoten. ;-)


openMfly
Grünschnabel

Beiträge: 4569


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Dabei seit: 12. Jan 2006
Letzter Login: 18. Oct 2009
 
6    Mittwoch, 26. April 2006 um 15:21 Uhr
      

Unsre Schildkröte frisst überhaupt nur frische Lebensmittel.
Und auch da nur das ungespritze Gemüse und Tomaten die nicht aus Holland kommen.
Sehr wählerisches Tier.


Platzhoersch

Nicht registriert
7    Donnerstag, 27. April 2006 um 08:00 Uhr
      

Die wird schon wissen warum sie nur das Gute zu sich nimmt!


Platzhoersch

Nicht registriert
8    Mittwoch, 03. Mai 2006 um 13:37 Uhr
      

Habe gerade hier noch etwas interessantes dazu gefunden:

 Zitat
Was taugt teures Futter für Hund und Katze?

[B]Das Geschäft mit der Tierliebe[/B]

NDR,

[FONT=Arial,Helvetica,sans-serif] Adressen & Links

[B]Milliardenmarkt Heimtier[/B]
Barbecue-Sauce, Wellness-Mix und Hundepudding `“ für die tierischen Mitglieder der Familie gibt es nichts, was es nicht gibt. Solche Luxus-Produkte sind für die milliardenschwere Heimtierbranche aber nur das "Sahnehäubchen" obendrauf. Den größten Umsatz erzielen Ketten wie Fressnapf oder Futterhaus mit Fertigfutter. Meistens kommt es trocken-appetitlich aus der Tüte oder aber feucht-braun aus der Dose.
In der Regel steckt in den Dosen, Schalen und Tüten sogenanntes "Alleinfutter". Das heißt, in den Futtermitteln ist alles drin, was die Tiere täglich an Nährstoffen brauchen, so sagen es zumindest die Hersteller. Der Tierhalter kauft mit der Dose quasi das Rundum-Sorglos-Paket.
[B]Diätfutter[/B]
Spätestens wenn Hund oder Katze krank werden, ist das Alleinfutter unangebracht. Dann müssen teure Spezialfutter her, für die nierenkranke Katze, den fettsüchtigen oder den allergischen Hund. Die können Hundehalter entweder im Handel kaufen, oder aber direkt beim Tierarzt. Kritiker sagen, daran verdienen die Ärzte kräftig mit. Plusminus hat den Test mit einer versteckten Kamera gemacht.
Wir gehen mit einem Hund, der angeblich Fell verliert und unter Juckreiz leidet, zum Tierarzt. Als wir die Praxis verlassen, sind wir um 75 Euro erleichtert `“ das kostet nämlich ein Sack mit vierzehn Kilo "Royal Canin Hypoallergenic" Trockenfutter. Der Tierarzt verdient daran rund sechzehn Euro.
Dieses Spiel wiederholt sich täglich in vielen Praxen in Deutschland. Plusminus hat mit einer ehemaligen Tierärztin gesprochen, die dabei nicht mehr mitspielen wollte. Sie erzählt uns, dass sie und ihre Kollegen großzügige Rabatte von den Spezial-Futtermittel-Herstellern bekommen. Der Verkauf von Diätfutter ist also ein lohnendes Geschäft. Dem Tierhalter zu sagen, dass er anders oder weniger füttern soll, das tun die wenigsten Tierärzte, denn daran lässt sich ja nichts verdienen.
Die Bundestierärztekammer räumt ein, dass es einzelne Praxen geben mag, für die der Verkauf von Diätetika eine bedeutende Einnahmequelle darstellt. Für die große Mehrheit der rund 11.000 tierärztlichen Praxen in Deutschland treffe das jedoch nicht zu. Nach deren Aussage existieren die wenigstens Tierärzte nur durch den Verkauf von Diätfuttermitteln. Es sei wichtig, dass ein Experte entscheidet, welches Diätfutter angemessen sei. Sonst könne das Tier Schaden nehmen.
[B]Rohfütterung[/B]
Die radikalsten Gegner der Dose füttern ihre Hunde und Katzen roh. Ihre Theorie: Der Hund stammt vom Wolf ab. Er ist zwar domestiziert, sein Verdauungsapparat aber entspricht noch dem des wilden Artgenossen. Der Wolf lebt von Beutetieren `“ die frisst er mit Haut und Haaren. Die Rohfütterer versuchen, diese Ernährung zu imitieren. Sie geben ihren Tieren hauptsächlich rohes Fleisch, auch Schlachtabfälle wie Pansen und in geringen Mengen Gemüse, Kräuter und Obst.
Die Züchterin Swanie Simon ist von dieser Fütterung überzeugt. Keiner ihrer Schäferhunde hat Zahnstein, Futtermittelallergien, Arthrose, Nieren- oder Bauchspeichelleiden. Das gleiche gilt auch für die diversen Mischlingshunde, die Swanie Simon bei sich aufgenommen hat. Diese Zivilisationskrankheiten sind aber heute bei den meisten Hunden und Katzen weit verbreitet. Andere Tierbesitzer berichten Plusminus, dass sich die Gesundheit ihrer Vierbeiner seit der Umstellung auf rohes Futter verbessert hat. Die Zahnärztin Jutta Langefeld zum Beispiel entfernt nicht nur Menschen den Zahnstein, früher musste sie das auch bei ihren Hunden tun. Seit der Ernährungsumstellung ist das nicht mehr nötig. Die Fans der Rohfütterung führen das darauf zurück, dass die Tiere richtig kauen müssen und dadurch Plaque nicht entstehen kann.
Die Futtermittelindustrie will diese Vorwürfe nicht gelten lassen. Tierärztin Dr. Ewering von Masterfoods, Deutschlands größtem Futtermittelhersteller, sagt Plusminus, Zahnstein sei genetisch bedingt und keineswegs durch das Futter verursacht.
Viele Tierärzte warnen sogar vor der Rohfütterung. Ihre Argumente: Tiere, die roh ernährt würden, litten unter Salmonellen. Außerdem bestehe die Gefahr, dass die Hunde am Knochen ersticken.
Auch die Tierärztin von Swanie Simon war anfangs skeptisch. Deswegen wurden die Hunde besonders häufig und intensiv untersucht. Die regelmäßigen Stuhl- und Blutuntersuchungen zeigen aber kein höheres Maß an Parasiten, Salmonellen, oder Bakterien. Und auch das bestätigt die Tierärztin: Keiner der Hunde von Swanie Simon hat Zahnstein. Es ist zumindest fraglich, ob das nur ein glücklicher genetischer Zufall ist.

Quelle: http://www.ndrtv.de/plusminus/20050614_1.html

Ist das geil? Zahnstein ist genetisch bedingt? Dann bedeutet das,
dass unsere Katzen sich genetisch verändert haben, da sie vorher
Zahnstein hatten und seit der Rohfütterung nicht mehr!

Nee, is klar...:hippie:


Aurora

Nicht registriert
9    Dienstag, 09. Mai 2006 um 09:25 Uhr
      

Mal weg von Katzen und hin zu Hunden:

[size=14]Der Vorfahre des Hundes ernährte sich über zehntausende von Jahren fast unverändert von roher tierischer und pflanzlicher Kost. Im Zuge der Domestizierung änderte sich aber insofern etwas, als dass unsere Abfälle und Tischreste hinzukamen (und die die ursprüngliche Nahrung fast völlig ersetzten).

Ich habe mal gelesen, dass Studien zufolge sich der domestizierte Hund und der Wolf vom Verdauungstrakt her immerhin noch zu 98% ähneln.
Wieviel Zeit braucht es (Rassenzucht und das Eingreifen durch menschliche Hand einbezogen) wohl die Verdauungsorgane derart abzuändern, dass sich die für BARFer nahezu unantastbare These, der Hund müsse wie sein Vorfahre ernährt werden, nicht hält?

Dass der domestizierte Hund keine Probleme hat, die natürliche Nahrung
des Wolfes zu verdauen ist klar. Aber kann er nun die ihm angewöhnte
Resteernährung besser verdauen? Wenn das so ist, müsste eine Art
Mikroevolution stattgefunden haben. Dagegen spricht aber folgendes:
Wurde durch Zucht die natürliche Selektion und damit auch die Evolution
umgangen? Konnte sich der Wolf also nun zum Resteverwerter entwickeln,
oder hat er einfach nur aus der Not eine Tugend gemacht?
[/size]


      

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