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Dominanz in einer Beziehung

Dominanz in einer Beziehung


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Monchichi

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1    Freitag, 19. Mai 2006 um 10:22 Uhr
      

Ahoi!
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Angeregt durch einen Satz von Anika im Thread zum vorgetäuschten Orgasmus gingen mir gerade einige Gedanken zu Dominanz in einer Beziehung sowie im sexuellen Verhalten durch den Kopf.

Würde mich mal interessieren, was ihr für Erfahrungen habt:

- wenn überhaupt, welche Art von Dominanz ist gut in einer Beziehung?
- Mögt ihr es, euch führen zu lassen oder braucht ihr es vielleicht sogar, dass euch jemand an die Leine nimmt (ähm` nicht zu wörtlich nehmen`)?
- Welche Rolle spielt Dominanz oder Unterwürfigkeit beim Sex? Möglicherweise ein Lustgewinn?


Okay, ich selbst bin nicht gerade unterwürfig oder mit Schüchternheit gesegnet. Soll heißen: Beziehungen, in denen jemand meinte dominieren zu müssen gingen genauso in die Hose wie die, in denen ich praktisch machen konnte was immer ich wollte. Rein sexuell betrachtet kann etwas Unterwürfigkeit bzw. Dominanz des Partners wiederum wunderbar und luststeigernd sein (solange Fingerspitzengefühl dabei ist :klopper: ).
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Bin ich komisch (nein!)?! Wie ist das bei euch?


Lykaon
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2    Freitag, 19. Mai 2006 um 10:24 Uhr
      

offtopic: "Der dressierte Mann" von Esther Vilar (erklärt einiges)



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Monchichi

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3    Freitag, 19. Mai 2006 um 10:29 Uhr
      

 Zitat von Lykaon
offtopic: "Der dressierte Mann" von Esther Vilar (erklärt einiges)


Ne etwas ausschweifendere Erklärung ist wohl nicht zuviel verlangt. Ist das etwa so ein Klischee-Buch für frustrierte Ehemänner? :naja:


breitbaulat

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4    Freitag, 19. Mai 2006 um 10:35 Uhr
      

Also ich bin in der Beziehungsführung ein sehr dominanter Mensch!

Soll heissen:

Ich habe gewisse Richtlinien und Regeln die gelten,entweder hält sich die Frau dran oder sie kann gehen! ODer ich gehe!
ICh bin der Meinung,aufgrund von Erfahrung, das es gewisse Regeln gibt von denen man nicht im geringsten abweichen sollte! Da gibt es keine Kompromisse!
Vertrauen hin oder her! Es gehört sich in meinen Augen nciht,das eine Frau sich mit einem Mann alleine trifft und was trinken geht oder feiern geht! Das kann sie dann mit mir und ihm machen! Klar wenn sie fremdgehen will,dann tut sie es! Aber dann weiß ich es nciht und kann esn icht beeinflussen! Aber ich muss ihr nciht noch die Gelegenheit bieten,denn Gelegenheit macht Diebe! ;-)
Ausserdem bin ich ein Freund von konservativer Rollenverteilung! Ich trage beim Einkauf die schweren Sachen,schiebe den Wagen,mache die handwerklichen Arbeiten im Haushalt! Andersrum putzt,kocht und wäscht sie halt!
Klingt jetzt nach Schowi,ist es aber nciht! ICh bin ja bereit mal auszuhelfen beim Putzen,Kochen und Waschen(ich kann das auch sehr gut),aber trotzdem sollte die Hauptverteilung für diese Aktivitäten bei ihr liegen!
Wenn wir unterwegs sind,dann hat sie deutlich zu machen,das sie zu mir gehört! Und nicht wild mit anderen flirten(jedenfalls nciht in meinem Beisein)!
Ich will ebenfalls wissen wenn sie mal mit ihren Frauen weg geht,wohin sie geht und mit wem und was sie macht!

Ich denke das es ganz normale Vorstellungen und Einstellungen sind,die leider durch die schriftliche Form etwas krass rüber kommen!

Beim Sex sollte die Dominanz ausgeglichen sein! Denn nur dadurch kommt jeder zum Erfolg seiner Bedürfnisse!


Lykaon
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5    Freitag, 19. Mai 2006 um 10:38 Uhr
      

 Zitat von Monchichi
Ne etwas ausschweifendere Erklärung ist wohl nicht zuviel verlangt. Ist das etwa so ein Klischee-Buch für frustrierte Ehemänner? :naja:


nein, es ist das Buch einer Feministin aus den 60er Jahren....

sehr witzig

Männer wollen versklavt werden... oder warum arbeiten sie
40h+ die Woche, Überstunden.... für einen Arbeitgeber, und die Frau, kaum hat sie einen Mann, hört mit der Arbeit auf und kümmert sich um den Haushalt... für die nächsten 40 Jahre Zwinker

ein sehr provokantes, polemisches Buch, deckt sich aber mit einigen Erfahrungen, die ich mache

egal wie mans dreht, die Beziehungs(an)führerin ist die Frau. Immer


Patient
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6    Freitag, 19. Mai 2006 um 10:41 Uhr
      

 Zitat von Lykaon
egal wie mans dreht, die Beziehungs(an)führerin ist die Frau. Immer


Ich hoffe stark, dass das die Aussage der Autorin ist und nicht die eines Mannes.


Lykaon
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7    Freitag, 19. Mai 2006 um 10:44 Uhr
      

beweis mir das Gegenteil Zwinker
im Ernst, wie ich es aus meinem Bekanntenkreis mitbekomme, haben die Männer sich immer abhängig gemacht, am leichtesten dadurch zu sehen, daß sie in die Wohnung der Frau ziehen, arbeiten, und den Haushalt (fast komplett) schmeißen Zwinker


breitbaulat

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8    Freitag, 19. Mai 2006 um 10:49 Uhr
      

Dann kennst Du nur Waschlappen! Sorry,aber ist nicht böse gemeint!
Aber ich würde niemals von einer Frau abhängig machen!

Die einzigen PErson den ich soweit vertrauen würde sind:

1.Ich
2. meine Mutter
3. mein bester Freund

mehr gibt es da nciht!

Und Frauen können manchmal ruhig glaube das sie die Hosen an haben,aber es ist nciht so! Denn meine Frauen wußten worauf sie sich einlassen und kamen damit gut klar!
Aber natürlich sind nciht viele Frauen so eingestellt!


Lykaon
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9    Freitag, 19. Mai 2006 um 10:50 Uhr
      

da mit den Waschlappen vermut ich auch Zwinker


Patient
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10    Freitag, 19. Mai 2006 um 10:53 Uhr
      

@Lykaon
Entweder wollen sie es so oder sie können nicht anders. Ich kenne solche Leute auch zu Hauf, keine Frage. Dennoch bin ich überzeugt, dass es längst nicht immer so sein muss. Menschen sind nie gleich. Und dass ein Großteil gewissen eingefahrenen Verhaltensweisen unterliegt, möchte ich auch keinesfalls anzeifeln. Aber bei Gott, es muss nicht immer so sein.


Anika

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11    Freitag, 19. Mai 2006 um 11:07 Uhr
      

Ich brauche jemanden in meinem Leben, der mit Halt gibt.
Was heißen soll, dass ich mich gern führen lasse.
Mein Leben ist kompliziert. ich bekomme alles auf die Reihe, aber es ist ein Kraftakt. Da wäre es schön, wenn ich mich an jemandem festhalten könnte, ohne dass ich dominiert im Sinne von beherrscht werde.

Beim Sex mal so und mal so, ganz nach Stimmung. Geben und Nehmen halt.;-)


Aurora

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12    Freitag, 19. Mai 2006 um 11:08 Uhr
      

Uuuhhh... jetzt kommt wieder so ein toller Spruch:

"In einer guten Beziehung hat keiner von beiden die Hosen an."

Naja, zum Großteil jedenfalls sollte das so sein und ich persönlich möchte und kann, wie ich aus Erfahrung weiß, gar nicht in anderer Art mit einem Mann zusammensein.

Klar sind die Aufgaben bei uns verteilt, aber nicht nach typisch Männchen oder typisch Weibchen - mal ehrlich, wenns danach ginge müsste ich doch fast alles machen und das will ich nicht, will er nicht und abgesehen davon könnte ich es auch nicht, da ich berufsbedingt momentan wesentlich weniger Zeit in den heimischen vier Wänden verbringe als mein Göttergatte. Und ein Katzennetz anbringen oder den Abfluss reinigen sind Aufgaben, die nicht tagtäglich vollbracht werden müssen... Sprich: Aufgabenverteilung besteht zwar grob, aber zusätzlich nach Bedarf.


Ansonsten bzw. was den schönen Rest betrifft ;-) : Sollte von allem etwas dabei sein, also auch Dominanz und zwei starke Hände!


breitbaulat

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13    Freitag, 19. Mai 2006 um 11:12 Uhr
      

 Zitat
Mein Leben ist kompliziert. ich bekomme alles auf die Reihe, aber es ist ein Kraftakt. Da wäre es schön, wenn ich mich an jemandem festhalten könnte, ohne dass ich dominiert im Sinne von beherrscht werde.


Genau,ein Mann hat meiner Meinung nach die Pflicht,der Fels in der Brandung zu sein!
Er muss die Familie beschützen können und für sie immer da sein! Desweiteren sollte aber auch genug Feingefühl besitzen und auch mal ein offenes Ohr für die Probleme der Frau haben!
Ich stelle meine Probleme in den Hintergrund,weil ich selbst stark genug bin sie selbst zu klären!
Aber es gibt auch Momente der Schwäche,wo ich mich gerne auch mal anlehne! Aber eher selten! ;-)


Lykaon
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14    Freitag, 19. Mai 2006 um 11:20 Uhr
      

genau, die Pflicht... yeah
anerzogen;D


Anika

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15    Freitag, 19. Mai 2006 um 11:49 Uhr
      

 Zitat von Lykaon
genau, die Pflicht... yeah
anerzogen;D


Das ist wohl weniger eine anerzogene Pflicht als eine Lebensphilosophie, wenn ihr den Begriff mal gestattet.

:knuddel: <---- Der ist für Breiti!


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16    Freitag, 19. Mai 2006 um 11:53 Uhr
      

Obgleich ich hier vielleicht etwas den Sachverhalt verfehle, möchte ich eben mal eine kleine Anekdote beschreiben. Die Situation ist ein klassischer Streit zwischen einem Paar, Männchen wie Weibchen. Die Ursache spielt in den meisten Fällen ja garkeine Rolle, denn ein solcher Konflikt entwickelt sich gerne und schnell zu etwas, dass alle Rahmen sprengt: ein Krieg.

Hierbei handelte es sich um ein mir bekanntes Paar, bei denen während eines geselligen Zusammensitzens, nach halbtägiger stark angespannter Stimmung, der Sturm zum Ausbruch kam. Anfangs wurde nur etwas böse geguckt, doch schnell wurde laut gesprochen. Immer lauter.
Der eigentliche Grund der Misere fiel, wie schon erwähnt oftmals der Fall, rasch unter den Teppich. So wurde einfach nur mit verbalen Harpunen geschleudert, völlig ohne echten argumentativen Zweck, lediglich, um das Gegenüber im Kampfe niederzustecken.

Frauen können abscheulich sein. Sie haben keine Scheu alle Register zu ziehen. Sie beleidigte auf widerwärtige Art und Weise, sie attakierte völlig rücksichtslos seine Schwachstellen und bemühte sich redlich ihn zu erniedrigen, so sehr sie nur konnte.
Er wurde mehrmals getroffen, wie durch Fausthiebe, und sank zurück. Er lies die Arme sinken und sah betroffen aus. Unverständlich für ihn, dass sie zu solchen Waffen greift, ihn bloßstellt und demütigen will. Denn er wusste: Würde er als Mann sein Waffenarsenal vollends ausschöpfen, wäre der Streit schnell beigelegt. Alleine seine körperliche Überlegenheit, obwohl er kein sehr großgewachsener Mann ist, würde ihn den Kampf gewinnen lassen. Natürlich wagt er es nicht auch nur den Gedanken zu Ende zu führen, aus Respekt und Wertschätzung ihr gegenüber. Gefühlsregungen, die sie offenbar komplett abgeworfen hatte, denn ihr Kreischen und Wüten hörte nicht auf, selbst nachdem er durch seine Körpersprache unmissverständlich klarmachte, am Ende seiner Kampfeslust zu sein.
Nein, sie hörte nicht auf. Sie fing nun an ihm alle Dinge an den Kopf zu werfen, die ihr gerade einfiehlen. Offenbar genoss sie ihre Übermacht. Sie machte ihn für alles schuldig und kramte alte, vor Jahren vorgefallene Situationen hervor, um mit ihrer Hilfe weiter auf ihn einzuprügeln. Immer weiter.

Und dann, auf einmal, war es genug. Er brüllte sie an. Er schrie nicht, er kreischte nicht, er sprach kein Wort. Er brüllte sie an. Wie ein Tier. Wie ein Bär, wie ein Löwe, wie ein Tier eben. Er schleuderte ihr seinen Zorn in einem ohrenbetäubenden Laut entgegen; seine Augen quollen hervor, auf seinem Hals und dem roten Kopf wurden dicke Adern sichtbar. Seine Finger verkrampften sich zu Krallen, die Anstrengung war ihm förmlich anzusehen. Er brüllte so lange, wie es seine Lungen zuließen.

Das war wirklich zum Totlachen, denn sie hielt daraufhin die Klappe und sagte für den Rest des Abends kein Wort mehr. Mehr noch: Der Streit war beendet.


breitbaulat

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17    Freitag, 19. Mai 2006 um 11:53 Uhr
      

Danke Puppi!

Wofür auch immer???

Aber ich knutsch Dich ienfach mla zurück zu Boden!
:knuddel::knuddel::knuddel::knuddel...knuddel::knuddel::knuddel::knuddel:


Anika

Mitgliedschaft beendet
18    Freitag, 19. Mai 2006 um 12:22 Uhr
      

 Zitat von breitbaulat
Danke Puppi!

Wofür auch immer???



Für das, was du geschrieben hast!

Ich setz noch einen drauf, und ihr könnt davon halten, was ihr wollt. Ich will auf keinen Fall verallgemeinern, bin aber überzeugt davon, dass ich mit dieser Meinung nicht allein stehe.

Den Frauen wird viel abverlangt: Beruf, Familie, und manchmal setzen sie sich selbst noch ein Karriereziel, und der Druck ist groß.
Nach außen erscheinen Frauen stark. Ich nehme mich da nicht aus. Bin immer gut drauf und meistere mein Leben und trage Verantwortung, und ich mache das gut.
Jeder sagt: Guck dir diese Frau an! Die schmeißt so leicht nichts um!

Doch ganz tief innen sieht es anders aus.
Da ist der Wunsch, dass mir die Möglichkeit gegeben wird so zu sein, wie ich wirklich bin: Klein, verletzlich, hilfsbedürftig. Diese Seite bekommt natürlich niemand zu sehen.
Und wenn dann jemand da ist, der sagt: Komm her, du musst nicht alles allein machen, ich bin da für dich! Kann es dann etwas Schöneres geben?
Dafür verzichte ich liebend gern auf die sogenannte "Gleichberechtigung", dafür verzichte ich gern auf das Image einer starken Frau.

Und wenn ihr das als Unterwerfung seht, dann tut es!
Ich nenne es Geborgenheit.


Lykaon
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19    Freitag, 19. Mai 2006 um 12:29 Uhr
      

wenns nur mehr Frauen wie dich gäbe....


Anika

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20    Freitag, 19. Mai 2006 um 12:33 Uhr
      

 Zitat von Lykaon
wenns nur mehr Frauen wie dich gäbe....


Es gibt sie!
Es kann nicht sein, dass ich mit dieser Auffassung allein bin.;-)


      
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