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[Gedicht] "Manchmal"


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Anika

Mitgliedschaft beendet
1    Donnerstag, 25. Mai 2006 um 22:07 Uhr
      

Manchmal

Von Anika

Manchmal denkt sie, ihre Welt ist groß.
Im Licht des Tages und im Dunkel dieser Nacht.
Sieht Sonnenschein und Sternenhimmel,
Staunt wie ein Kind, und sie fühlt Kraft
Zur Veränderung...

Manchmal denkt sie, ihre Welt ist klein.
Im Licht des Tages und im Dunkel dieser Nacht.
Sieht Augen wachend nach ihr blicken,
Misstrauen ihrem Wort und geben acht.
Ein goldner Käfig...

Manchmal flieht sie,
so wie heut für Stunden.
In Arme so offen und stark,
und Hände so warm.
Geborgenheit in der Umarmung,
Sie lauscht dem Wort aus zärtlichem Mund:
Bleib doch ganz bei mir...

Manchmal denkt sie: Ein Freund bist du mir.
Bist da im Licht und in der Finsternis.
Bist mir vertraut wie niemand auf der Welt,
Selbstlos missachtend jedes Hindernis.
Vergeblich wartest du...

Zeit rinnt wie im Flug.
Das Tor schließt sich auch heute hinter ihr.
Die Welt wird wieder klein.
Doch eines Tages, Zug um Zug,
Wird „manchmal“... „immer“ sein.

© Anika
08.03.06


Zuletzt modifiziert von Anika am 18.03.2008 - 11:08:29


Lykaon
Grünschnabel

Beiträge: 4365


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2    Donnerstag, 25. Mai 2006 um 22:11 Uhr
      

für mich ist das Gedicht sehr positiv, die Kontinuität der Änderung und die Erwartung auf ein entgültiges, dauerhaftes Glück sehr anregend.



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