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Zeitpunkt für "die" Beziehung?

Zeitpunkt für "die" Beziehung?


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Wisdom
Grünschnabel

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1    Donnerstag, 15. Juni 2006 um 07:31 Uhr
      

da ich ja nun jeden Tag viele Leute behandle - auch so in unserem Alter bekommt ja eine Menge mit was so in den Köpfen der Jugend sich abspielt...

ich bin sehr erstaunt immer öfter zu hören, das v.a. die Mädels gar nicht so Bock auf große, langwierige Bez. haben, sondern das Leben eher "genießen" wollen. nichts dagegen einzuwenden.

Ja, wenn man so um die 30 ist wollen die meisten den Partner für's Leben finden. Ist das nicht ein bißchen knapp??? Einige wollen keine Kinder (Politik, Weltgeschehen usw.) Für die anderen wird es ja dann auch wirklich Zeit. Es muß der Richtige kommen usw.

Ist das wirklich so, das die heute Jugend es wirklich gewohnt ist alleine zu leben? Viele bevorzugen den Singlehaushalt wegen den Freiheitsansprüchen usw. Feste Freunde ist wichtiger als eine brauchbare Beziehung...

Wie sehen eure Statements dazu aus?


Lykaon
Grünschnabel

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2    Donnerstag, 15. Juni 2006 um 09:10 Uhr
      

Was ich oft feststelle und sehe, daß natürlich für eine gewisse Zeit eher ein Spaß-Drang existiert, meistens bis Anfang 30.

Den Partner fürs Leben mit 30, hmm. Ich gestehe, daß ich heutzutage das auch so sehe. Party bis 30, und dann vielleicht einen Vater für das/die Kind/er suchend, einen Versorger. (klingt hart, ok)

Und meine Meinung: Niemand ist es gewohnt, allein zu leben. Von den Bekannten die ich habe, springen die Frauen erst aus einer Beziehung, wenn sie die andere Beziehung schon "in der Tasche haben", Männer schaffen knapp 3-6 Monate. Auch mit Freunden... denn diese sind nicht immer da.



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Aurora

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3    Donnerstag, 15. Juni 2006 um 09:41 Uhr
      

 Zitat von Lykaon
Was ich oft feststelle und sehe, daß natürlich für eine gewisse Zeit eher ein Spaß-Drang existiert, meistens bis Anfang 30.


So wirkt es wirklich oft nach außen.

Meine Freundin (verheiratet, ein Kind, Halbtagsstelle und Haus) hat seit März oder Anfang April eine Bekannte bei sich untergebracht, die sich von ihrem Mann (seinerseits Trauzeuge des Mannes meiner Freundin) getrennt hat. Diese beiden, sie 40, er ca. 45 Jahre alt; haben erst vor wenigen Jahren mitten auf ner Alm ein Häuschen gebaut und wollten das Familienleben genießen (er hat eine Tochter aus erster Ehe). Nun dämmert meiner Freundin so langsam, warum die beiden sich getrennt haben - die Gute kriegt einfach nicht die Kurve.

Jeden Tag zu wenig Schlaf, weil vom Büro sofort zur After-Work-Party, Helfen im Haushalt meiner Freundin oder mal den Zwerg für eine Stunde zu nehmen scheint ihr gar nicht erst in den Sinn zu kommen, hinterlässt sowohl Küche als auch Bad wie nach einem Bombenangriff, lässt sich Zeit mit der Wohnungssuche, kommt nicht einmal auf die Idee sich wenigstens finanziell etwas zu beteiligen (!) und kommt irgendwann mitten in der Nacht aus irgendwelchen Discotheken nach Hause.

Ich meine - hallo, nichts gegen einzuwenden solange man Single ist, aber hier sollte man sich wenigstens grob für eine Richtung entscheiden. Gerade wenn man einen Partner hat bzw. verheiratet ist passt sowas in meinen Augen gar nicht zueinander - in denen ihres Mannes wohl ebenfalls nicht. Dass der die Schnauze gestrichen voll hat, kann ich verstehen.


Lykaon
Grünschnabel

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4    Donnerstag, 15. Juni 2006 um 09:45 Uhr
      

also ist ist ziemlich schwierig, sich "umzugewöhnen", einen Lebensstil, den man Jahre gelebt hat, und aus der verstandesgemäßen Entscheidung: "Jetzt eine Beziehung" kommen die Ausbrechversuche.


Platzhoersch

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5    Donnerstag, 15. Juni 2006 um 12:50 Uhr
      

Ich habe mich in meinen jungen Jahren recht gut "ausgetobt".
Was nicht heißen soll, dass ich auf Teufel-komm-raus
rumgehurt habe, aber ich habe alles ausprobiert, was mich
interessiert hat. Nun weiß ich wie es ist. Dann kam, ohne
dass ich danach zwanghaft gesucht hätte die "richtige".
Für meinen damaligen Geschmack eigentlich überraschend
früh. Aber worauf soll man warten?


Wisdom
Grünschnabel

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6    Donnerstag, 15. Juni 2006 um 13:15 Uhr
      

@Aurora

ich glaub mein Verständnis für so eine "Freundin" wäre schnell aufgebraucht, wenn sie sich so verhalten sollte... am Ende bekommt man sie gar nicht mehr aus dem Haus, weil ihr alles nachgeräumt wird! Sie genießt zwar ihre Zeit - aber auf Kosten anderer....

@Platzhoersch
wenn die Richtige da ist - hilft nur zupacken :-) , da gebe ich dir vollkommen recht!!!

aber man stelle sich vor mit 40 immer noch nicht den Richtigen zu haben, kein Kind, keine Familie etc. irgendwie wäre mir da etwas mullmig - bzw. ich müßte mich selber mal überdenken...

wie Lykaon schon sagte - manche führen so ein Lebenstil und kommen damit zurecht. nur kann ich mir nicht vorstellen, das die meisten so leben wollen - nur weil sie keinen Bock auf "Bez.stress" haben...


Lykaon
Grünschnabel

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7    Donnerstag, 15. Juni 2006 um 13:24 Uhr
      

sagen wir so, ein Problem ist, wenn man länger Single ist, irgendwann steigen, und zwar sehr stark, ganz einfach, weil man sich sagt "Nur für eine besondere Person gebe ich dies hier auf", aber trotzdem leiden die Menschen darunter, wenn sie allein sind. Freunde sind nicht 24h am Tag da Zwinker


Aurora

Nicht registriert
8    Donnerstag, 15. Juni 2006 um 14:33 Uhr
      

In den meisten Fällen funktioniert dieses Prinzip einfach nicht, sich eine Grenze zu setzen bis zu deren Erreichen man alles mitnimmt, was sich bietet. Muss gar nicht rein auf sexuelles bezogen sein, sondern auch auf alle andere vermeintlichen Vorzüge, die ein Singleleben so bietet.

"Vermeintlich" deswegen, weil man sich in den meisten Fällen nur solange mit Leuten auseinandersetzt, bis sie anfangen Ansprüche zu stellen und/oder unbequem zu werden. Mir ist schon klar, dass das nicht jeder so tut, aber zumindest die Tendenz zu diesem Eigenbrötlerverhalten ist da, gerade in (Groß-)Städten.

Das Problem liegt in meinen Augen darin und in dem Gewöhnungseffekt. Man muss nicht teilen, man muss sich nicht mitteilen, entwickelt immer höhere Ansprüche - und wenn man Glück hat wacht man irgendwann auf, bevor man mit 50 in den Wechseljahren steckt und merkt, dass man ganz schön egozentrisch gelebt hat und kaum jemand einem zuhört, wenn man sich nicht nur über Mode, Frisuren und den Typen von letzter Nacht unterhalten will.


Giganto
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9    Donnerstag, 15. Juni 2006 um 16:51 Uhr
      

vieles wird auch durch die medien und grossen firmen ausgegeben (werbung), wie wir leben sollen/ müssen. der sog. freiheitsaspekt ist doch allgegenwertig --> zigarettenwerbung, autowerbung, single-börsen-werbung, tv-serien, etc. pp. bist du nicht frei, bist du nichts wert!

während in den meisten fällen- betrachtet man mal die botschaften aus den vergangenen 60 jahren- die familie als grosses gut galt, hat sich das heute schon stark verändert.

auch die politik spielt da eine grosse rolle. auf der einen seite soll /muss man flexibel sein --> arbeitsmarkt --> aber auf der anderen seite kinderzeugen, familie gründen, etc. pp. kein wunder das da einiges durcheinander gerät.

auch die sog. emanzipation hat einen grossen wandel hervorgerufen. auf der einen seite grossartiges für die frauen getan, so dass sie sich nicht mehr alles gefallen lassen. jedoch ist das anspruchsdenken gewachsen --> z.b karriere machen!

viele dinge benötigen mal einer klärung. kein wunder das viele menschen orientierungslos durch die welt wandeln.


Wisdom
Grünschnabel

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10    Donnerstag, 15. Juni 2006 um 17:04 Uhr
      

da hast du recht... heutzutage muß man sich entscheiden ob Familie oder Karriere! Wer Kinder haben will muß ja schon mit finanziellen Einbußen und Engpässen rechnen (vorausgesetzt er hat kein Managergehalt). Ein oder mehrere Kinder sind schon eine ziemliche "Belastung" für die Familienkasse v.a. z.b. Babykleidung und solche Sachen sind ja schon unverschämt teuer. Babyschuhe für 50 - 60 Euro keine Seltenheit - wenn man mal bedenkt das es in einem viertel bis halben Jahr rausgewachsen ist jedesmal... es geht ja nicht darum ein Geizhals zu sein (im Gegenteil wenn man ein Kind hat wird man jawohl kaum nein sagen können) - aber viele können sich dann Kultur und andere Sachen (sozialer Kontakt sprich weggehen etc.) nicht leisten.

Wir werden auf jeden Fall eine Familie gründen. Wir haben das Glück, nicht auf den Cent schauen zu müssen. Wie es aber ist wenn plötzlich einer nicht mehr arbeitet muß alles bedacht werden in der eigenen Praxis (Personalersatz usw.)


Giganto
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11    Donnerstag, 15. Juni 2006 um 17:23 Uhr
      

 Zitat von Wisdom
da hast du recht... heutzutage muß man sich entscheiden ob Familie oder Karriere! Wer Kinder haben will muß ja schon mit finanziellen Einbußen und Engpässen rechnen (vorausgesetzt er hat kein Managergehalt). Ein oder mehrere Kinder sind schon eine ziemliche "Belastung" für die Familienkasse v.a. z.b. Babykleidung und solche Sachen sind ja schon unverschämt teuer. Babyschuhe für 50 - 60 Euro keine Seltenheit - wenn man mal bedenkt das es in einem viertel bis halben Jahr rausgewachsen ist jedesmal... es geht ja nicht darum ein Geizhals zu sein (im Gegenteil wenn man ein Kind hat wird man jawohl kaum nein sagen können) - aber viele können sich dann Kultur und andere Sachen (sozialer Kontakt sprich weggehen etc.) nicht leisten.



das spielt sicherlich eine rolle, nachdem man sich gefunden hat und schon längere zeit zusammen ist. bis es aber erstmal soweit kommen kann, ist das wertesystem sicherlich von bedeutung.

guckt euch doch mal die deutsche- tv-serien landschaft an, die täglich von vielen millionen besuchern gesehen wird.

da sind doch ausschliesslich patch-work familien zu bewundern oder "coole" mitzwanzig- bis -dreissiger mit ständig wechselnden "beziehungen" die zwar (meist) keine kohle verdienen, weil sie studenten oder arbeitslose sind, aber dennoch mega gestylt sind.

jetzt setzt das mal in den vergleich zu tv serien und filmen aus den 50er -70 er jahren --> familienglück durch zusammenhalt, feste werte systeme, etc. pp.


Wisdom
Grünschnabel

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12    Donnerstag, 15. Juni 2006 um 17:27 Uhr
      

spielst du jetzt auf "Unsere kleine Farm an"? :salook

Aber du hast recht, dieser ganze Soap-Mist nervt!!! Zum Glück bin ich zu der Zeit entweder noch arbeiten oder beim Training. Aber die Jugend wird davon leider geprägt... :crybaby:


Lykaon
Grünschnabel

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13    Donnerstag, 15. Juni 2006 um 17:28 Uhr
      

es wird vorgelebt, in den Medien und im normalen Leben. Die Wenigsten binden sich, bei kleinen Problemen gehen sie auseinander oder wenn der Schmetterling ausgeflogen ist.

Einige kämpfen um eine Beziehung, die anderen lassens schleifen. Freuen sich, daß sie überhaupt eine Beziehung haben, oder bald... "hatten"


      

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