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[filmkritik] The Motorcycle Diaries - Die Reise des jungen Che

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Giganto
Grünschnabel
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Dabei seit: 21. Dec 2005
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1    Dienstag, 18. Juli 2006 um 10:05 Uhr
      

gestern abend habe ich mir den film "The Motorcycle Diaries - Die Reise des jungen Che" gemeinsam mit meiner freundin angesehen und muss abschliessend sagen: ich war ein wenig endtäuscht, habe aber dennoch einen grossartiges filmereignis erlebt.

gezeigt wird die rund 4 monatige motorrad rundreise von che guevara in seinen jungen jahren (damals 23 jahre jung), gemeinsam mit seinem besten freund alberto granado. grund der reise: alberto will seinen 30. geburtstag zelebrieren und den abgang seiner jugend ausklingen lassen. der film basiert auf den reisetagebücher des che.

die bilder sind wirklich beeindruckend und im zusammenspiel mit der musik (übrigens hat der film dafür eine oskar nominierung erhalten) wirklich ein erlebnis das im gedächtnis verankert bleibt. neben dem eigentlichen filmgeschehen werden immer wieder beeindruckende schwarzweiss aufnahmen eingeblendet die eine besondere stimmung und athmosphäre schaffen.
man erfährt viel über die lebensweise und die nöte der bevölkerung südamerikas - vor allem der arbeiterklasse- in den 50- ziger jahren. man kann die wut und die ohnmacht, die sich in dem jungen che langsam sammelt nachfühlen. man erlebt einen nahezu selbstlosen menschen der in vermeintlicher, kurzfristiger not ein fortwährendes gespür für die menschen um sicher herum hat. man erlebt einen sehr nachdenklichen menschen der langsam beginnt gegen die gängigen- teilweise unmenschlichen- bedingungen seiner umwelt zu rebilieren ohne dabei auf sich selber rücksicht zu nehmen. man erlebt einen recht bescheidenen menschen der im einklang mit seiner umwelt lebt und sich selber nicht so wirklich wichtig nimmt und sich selber ständig in szene setzen muss.

was mir in dem film ein wenig gefehlt hat: wie es in guevaras leben weitergeht. wenigstens am ende des films hätte man eine kleine zusammenfassung der weiteren ereignisse/ seiner lebensjahre geben können. so bleibt eine gewisse leere, aber auch der wunsch mehr zu erfahren.

fazit: 4 von 5 möglichen sternen

Amazon.de: The Motorcycle Diar...avo Santaolalla,Jorge Drexler


      

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