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liberalisierung der ladenöffnungszeiten in nrw und anderswo

liberalisierung der ladenöffnungszeiten in nrw und anderswo


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Giganto
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1    Mittwoch, 16. August 2006 um 14:28 Uhr
      

nrw macht grade einen gewagten vorstoss bei der diskussion um die liberalisierung der ladenöffnungszeiten.

 Zitat
Das nordrhein-westfälische Kabinett hat am Dienstag (15.08.06) den Gesetzentwurf zur Freigabe der Ladenöffnungszeiten verabschiedet. Schon zum Weihnachtsgeschäft könnten Verbraucher in NRW rund um die Uhr einkaufen gehen - außer sonntags.


ich frage mich nach wie vor: wer braucht schon öffnungszeiten rund um die uhr? gerade nach dem "test" während der wm sollte doch wohl den meisten menschen klar sein, das diesen service so gut wie niemand nutzen wird. hier in aachen war es jedenfalls so, das dieser service nicht sonderlich angenommen wurde und die meisten geschäfte drauf verzichtet haben.

wer aber darunter leiden wird, das sind die arbeitnehmer. diese werden nämlich in ihren rechten immer weiter beschnitten.


Aurora

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2    Mittwoch, 16. August 2006 um 14:45 Uhr
      

In meinen Augen ist es schwachsinnig, die Ladenöffnungszeiten auszuweiten. Sowohl die Kaufkraft als der Kaufzeitpunkt werden dadurch nur verschoben - man kauft dadurch nicht mehr oder öfter ein, auch wenn das forciert werden soll.

Des Weiteren frage ich mich welcher kleinere, mittelständische Betrieb das auf Dauer bezahlen soll? Diese Läden können bezogen auf das Preisniveau in Verbindung mit Lohnkosten, Mieten usw. jetzt schon nicht mehr mit den bekannten Ketten konkurrieren...

Nichts weiter als ein neuer Stressfaktor für Arbeitnehmer - denn eine nennenswerte Schaffung von Arbeitsplätzen wird es dadurch wohl nicht geben.



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masso
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3    Mittwoch, 16. August 2006 um 14:47 Uhr
      

Also bis 20 Uhr finde ich schon ok. Gerade wenn man mal länger arbeiten muss, hat man noch die Möglichkeiten etwas zu erledigen. Nach 20 Uhr finde ich schwachsinnig. Da möchte ich schon längst zu Hause sein bzw. meine letzten Minuten im Sportstudio verbringen...


Giganto
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4    Mittwoch, 16. August 2006 um 14:49 Uhr
      

also ich persönlich weiss die sonntags-laden-öffnungszeiten unserer holländischen nachbarn zu schätzen! diese nutze ich häufiger. wenn die deutschen supermärkte sonntags aufhätten, ich wäre nicht dagegen.


masso
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5    Mittwoch, 16. August 2006 um 14:52 Uhr
      

Dagegen wäre ich auch nicht. Wegen mir muss aber niemand am Sonntag arbeiten. Ist schon schlimm genug, wenn es die Leute aus der Pflegebranche trifft.


openMfly
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6    Mittwoch, 16. August 2006 um 14:56 Uhr
      

 Zitat von masso
Dagegen wäre ich auch nicht. Wegen mir muss aber niemand am Sonntag arbeiten. Ist schon schlimm genug, wenn es die Leute aus der Pflegebranche trifft.


Also ich arbeite Sonntags ganz gerne wegen den Zuschlägen.
Als junger Student ohne Familie ist der Sonntag fast wie jeder andere Tag. Nur eben mit mehr Geld.

Ich steh da auch nicht allein mit. Gibt viele, die Sonntags auch gern arbeiten.


Giganto
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7    Mittwoch, 16. August 2006 um 15:00 Uhr
      

 Zitat von openMfly

Ich steh da auch nicht allein mit. Gibt viele, die Sonntags auch gern arbeiten.


was sich aber ändern wird, wenn die ganzen zulagen besteuert werden. sonst ist es nämlich meiner meinung nach eine faire sache und grundsätzlich bin ich ja auch davon betroffen, von der wochenend und feiertagsarbeiterei. aber nur unter den gegenwärtigen bedingungen.


Aurora

Nicht registriert
8    Mittwoch, 16. August 2006 um 15:00 Uhr
      

Bis 20h - da hat man sowieso schon dran gewöhnt. Aber abgesehen von Supermärkten wird auch das kaum ausgenutzt und die schon erwähnten "kleinen" Betriebe können es sich finanziell überhaupt nicht leisten (und wenn es in anderen Ländern 100mal funktioniert - wir leben schließlich nicht in einer chinesischen Provinz, das kann man nicht vergleichen).

Und zum Sonntag: Das ist genau das Letzte, was diesem Land fehlt. Man sollte irgendwo schon eine Grenze ziehen zwischen Branchen, in denen es schlicht nicht anders geht (Heil- und Hilfsberufe z.B.) und Branchen in denen es nicht notwendig ist.


Giganto
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9    Mittwoch, 16. August 2006 um 15:02 Uhr
      

der einzige grund, warum die politik einen grossen bogen um den sonntag macht ist doch der einfluss der kirche. die würden auf die barikaden gehen. passt halt nicht zu christlicher d.....u.....


Nightwitch
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10    Mittwoch, 16. August 2006 um 15:08 Uhr
      

Also ich finde es okay wenn Sonntags die Geschäfte (zumindest die Lebensmittelbranche) aufhaben.
Ich habe ja nah an der Holländischen Grenze gewohnt. Man glaubt garnicht wieviele Autos aus dem nördlichen Ruhrgebiet (auch gute 100 Km) auf dem Parkplatz standen.
Man traf da jedes mal sogut wie ein bekanntes Pärchen beim einkaufen.
Vorallem wenn einer der beiden die ganze Woche arbeiten mussten (z.b. Baugewerbe) und nur das Wochenende zum gemeinsamen einkaufen bleibt. Oder halt wenn nur ein Auto vorhanden ist, das aber die Woche über mit dem Verdiener unterwegs ist.
Kleinere Geschäfte finde ich persönlich quatsch, weil ich zugeben muss, dass ich Sondersachen wie Kleidung, Büromaterialien und sogar Hygieneartikel von Schlecker online bestelle Zwinker
Daher interessiert es mich nicht ob Sonntags H&M und C&A offen haben oder nicht


Aurora

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11    Mittwoch, 16. August 2006 um 15:15 Uhr
      

 Zitat von Nightwitch
Vorallem wenn einer der beiden die ganze Woche arbeiten mussten (z.b. Baugewerbe) und nur das Wochenende zum gemeinsamen einkaufen bleibt. Oder halt wenn nur ein Auto vorhanden ist, das aber die Woche über mit dem Verdiener unterwegs ist.


Das ist die Krux an der Sache: Einer fängt an und alle Affen machen nach, um konkurrenzfähig bleiben zu können. Quer über die Branchen verteilt. Es gab schon auch zu Zeiten als die Läden noch um 18h geschlossen wurden und Samstags bis 14h (?) geöffnet war schon Paare, die nicht oder nur selten gemeinsam einkaufen konnten. Es ließ sich regeln.

 Zitat
Kleinere Geschäfte finde ich persönlich quatsch, weil ich zugeben muss, dass ich Sondersachen wie Kleidung, Büromaterialien und sogar Hygieneartikel von Schlecker online bestelle Zwinker
Daher interessiert es mich nicht ob Sonntags H&M und C&A offen haben oder nicht


Kleinere Geschäfte gibt's auch unter Lebensmittelmärkten. Und nein, ich meine nicht Größe "Tante Emma-Laden". :naja:


Lykaon
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12    Mittwoch, 16. August 2006 um 17:37 Uhr
      

da ich oft auch bis 20.00 Uhr arbeite, kann es natürlich sein, daß ich gern noch etwas einkaufen möchte. Ich habe allerdings, aber mit Umweg, 1-2 Geschäfte in Bahnhofsnähe, die (etwas teurer), bei denen ich auch zu ungünstigen Zeiten noch etwas kaufen kann (Ullrich-Berlin)

Ich als Single finde es allerdings nicht so toll, meine kompletten Wochen-Einkäufe Samstags machen zu müssen (siehe "Rentner"-Thread)


Nightwitch
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13    Mittwoch, 16. August 2006 um 18:39 Uhr
      

 Zitat von Aurora
Das ist die Krux an der Sache: Einer fängt an und alle Affen machen nach, um konkurrenzfähig bleiben zu können. Quer über die Branchen verteilt. Es gab schon auch zu Zeiten als die Läden noch um 18h geschlossen wurden und Samstags bis 14h (?) geöffnet war schon Paare, die nicht oder nur selten gemeinsam einkaufen konnten. Es ließ sich regeln.


Ich erinner mich da an meine Mom die von Montags bis Freitags von 9-18:30 Uhr (damals waren die öffnungszeiten noch so, später dann auch bis 20:00Uhr, selbst den 20:30Uhr am Donnerstag abend hat sie mitgemacht) und Samstags von 9-16 Uhr in der Stadt in einem Schmuckladen gearbeitet hat. Mein Stiefvater hatte übrigens die gleichen Arbeitszeiten.
Da war nichts mit irgendwie einkaufen gehen. Schon garnicht in der Innenstadt, weil a) keine Lebensmittelgeschäfte oder b) zu teuer (Karstadt). Also musste ich damals nach der Schule das tägliche für zuhause mitbringen, die schweren Sachen wurden dann von einem Nachbarn mitgebracht.
Für genau diesen Fall (der sich heute wahrscheinlich auch noch oft genug wiederfindet) würde ich es begrüssen, wenn zumindest die Lebensmittelgeschäfte auch am Sonntag geöffnet haben. Bzw abends länger.



 Zitat von Aurora

Kleinere Geschäfte gibt's auch unter Lebensmittelmärkten. Und nein, ich meine nicht Größe "Tante Emma-Laden". :naja:

Mit kleinere Geschäfte meinte ich eigentlich eher Klamottenläden, Schmuckläden, Drogerien, Boutiquen etc etc. nicht Lebensmittelläden. Habe mich da wohl falsch ausgedrückt.


Stiff Little Finger
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14    Mittwoch, 16. August 2006 um 18:53 Uhr
      

Das ist ein Thema, was man in der Politik behandeln kann, aber weiss Gott nicht muss! 6 Tage die Woche kann man bis 20 Uhr enkaufen und wer damit nicht klar kommt, muss seines Zeit Managements mal Herr werden.

Zur Situation der Arbeitnehmer: Getreu meiner Art und Weise als Punkerproll wähle ich natürlich die APPD und befinde Arbeit generell als scheisse! Darum sollte es ausser dem Sonntag sowieso mehr erwerbsfreie Tage geben. (Wer das liest und ernst nimmt ist übrigens doofZwinker)

Aber mal ernsthaft. Ich finde den Sonntag als gesetzlich manifestieren Nichtarbeitstag gut. Ich gönne meinen arbeitenden Mitmenschen einfach das Recht einen festen Tag in der Woche zu haben, an dem sie nicht auf dem Schichtplan erscheinen können.

Wenn natürlich jemand wie open gerne Sonntags schuftet, sollte es ihm dagegen auch möglich sein. So muss da Ladenintern geregelt werden das man Sonntags aufmacht WENN genügend Leute auch willig sind, dann ihren Dienst zu schieben.

Aber das ist, wie ich finde, sekundär. Deutschland und seine Insassen, ähm Bürger mein ich, werden auch weiterhin gut damit zurecht kommen, wenn sie Montags bis Freitags von 8-20 Uhr ihre Einkäufe besorgen.


Susan
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15    Mittwoch, 16. August 2006 um 22:00 Uhr
      

Nachdem ich seltenst vor 20 Uhr aus dem Büro komme, wäre für mich die Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten der Hit. Ich nehme mir zwar öfter mal vor, zwischendurch schnell zum Einkaufen zu gehen, aber irgendwie schaffe ich es nicht... Telefon, Besprechungen, Kunden, und und und :roll: Zumal ich ja dann auch noch zu Hause vorbei müsste, um alles in den Kühlschrank/ Gefrierschrank zu verstauen.

Für das Verkaufspersonal täte es mir natürlich leid. Aber ich denke, die Zukunft liegt im 24-Stunden-rund-um-die-Uhr-Service. Da wird sich die Dienstleistungsbranche nicht ausnehmen können. Im produzierenden Gewerbe geht der Trend ja mittlerweile auch schon zum Schichtbetrieb - bis zu sieben Tage die Woche (zur wirtschaftlichen Auslastung von Maschinen etc.).


PEOPLES
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16    Donnerstag, 17. August 2006 um 00:19 Uhr
      

also ich komme auch so mit den zeiten klar, bisher musste ich mich zumindest nie sputen, beim einkaufen.
als arbeitnehmer kann ich durchaus verstehen, wenn leute nciht sonntags arbeiten wollen, obwohl ich selber auch im schichtsystem arbeite, und das auch sonntage und feiertage beinhaltet, aber acuh das lässt sich regeln, dafür hat man unter der woche frei, und kann dinge regeln, die am WE nicht zu erledigen sind, wie ämtergeschcihten, oder mal auf die bank gehen (die ihre öffnungszeiten wirklich mal anpassen könnten)


masso
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17    Donnerstag, 17. August 2006 um 09:03 Uhr
      

 Zitat von Nightwitch
Für genau diesen Fall (der sich heute wahrscheinlich auch noch oft genug wiederfindet) würde ich es begrüssen, wenn zumindest die Lebensmittelgeschäfte auch am Sonntag geöffnet haben. Bzw abends länger.


Diesen Fall wird es heute nicht mehr geben, da man 6 Tage die Woche von 8 bis 20 Uhr einkaufen kann. Und Leute die 72 h die Woche arbeiten, können sich die Arbeitszeit wahrscheinlich flexibel einteilen ...


Nightwitch
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18    Donnerstag, 17. August 2006 um 23:22 Uhr
      

Stimmt wohl. Aber teilweise ist man auch einfach zu geschafft um nach der Arbeit oder vorher noch was einkaufen zu gehen. Gerade in Familien wird sowas ja gerne als "Ersatzfamilienausflug" genommen.
Also ich weiss das von mir, nach der Arbeit am liebsten nichts mehr tun. Zwinker


Killerwespe
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19    Freitag, 18. August 2006 um 00:23 Uhr
      

also ich bin für ein 24/7 Regelung!

Wo sollte das Problem liegen?
Es würde definitiv mehr Arbeitsplätze geben,aber halt nur mit mieser Bezahlung. Dadurch wäre man gezwungen mehrere Jobs zu machen. Wo wäre dabei das Problem?
Ich persönlich finde das die Deutschen Künstler im meckern sind und ihre Rechte meist so gut kennen das sie ihre Pflichten dabei vergessen.
Also ich als Unternehmer wäre dafür,auch wenn mein Geschäft sowieso erst abends so richtig brummt. Aber trotzdem könnte ich wann immer ich will einkaufen gehen. Und man könnte das Ganze auch auf eine freiwillige Basis setzen. Niemand wäre dazu verpflichtet,aber alle würden es erstmal machen. Denn jeder will die Kunden gewinnen. Man sollte doch einfach mal ausprobieren.


Sorry,aber die meisten Deutschen sind zu bequem richtig zu arbeiten. Aber sie wissen genau wann das Geld auf dem Konto sein muss. Kneift den Arsch zusammen und ackert. Meine Woche hat im Schnitt 70-100 Stunden Arbeitszeit.Dann kommt Training und Familie. Aber ich weiß wofür.
Fragt mal einen Arbeitnehmer,die meisten bestehen doch auf die 38 Stunden Woche und wollen jede Überstunde bezahlt haben. Wo führt das hin? Zu einer Verhärtung der Fronten und weiteren Kündigungen.


Fahrt mal nach China oder Japan,das ist Arbeiten unter harten Bedingungen. Oder fragt mal einen Afrikaner was er dafür bekommt das er 10 Stunden in der vollen Sonne arbeitet.

Meine Mitarbeiter werden alle fair bezahlt und leisten auch gutes. Notfalls auch mal ne Stune mehr ohne Geld,aber sie wissen wofür. Wie gesagt eine kleine Familie.


masso
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20    Freitag, 18. August 2006 um 08:34 Uhr
      

@Killerwespe: In welcher Branche arbeitest Du, wenn man fragen darf?


      
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