Anti-Feminismus: "Das Eva-Prinzip"
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Aurora
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1 Donnerstag, 17.
August 2006 um 14:36 Uhr
Am 01. September erscheint das Buch, das bereits im Vorfeld für reichlich kontroverse Diskussionen gesorgt hat: [COLOR=black]`žDas Eva-Prinzip`œ[/color] von Eva Herman.
http://www.amaz...;n=299956&s=books
Herman, bekannt durch ihre Tätigkeit als Nachrichtensprecherin bei der Tagesschau sowie durch diverse, z.T. verfilmte, Romane und Sachbücher hatte vor einigen Tagen verkündet, dass sie der ARD auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung stehen werde. Dies begründete sie unter anderem damit, dass ihr Beruf mit einer gewissen Neutralität einhergehe und sie diese nach dem Erscheinen ihres neuen Werkes nicht gewährleisten könne.
Nachdem sie in ihrem, von Kritikern für gut recherchiert und fundiert geschrieben befundenen, Buch `žVom Glück des Stillens`œ bereits mit Tabuthemen wie z.B. dem männlichen Schönheitsideal gebrochen hatte, wird`žDas Eva-Prinzip`œ den Feminismus und seine Existenzberechtigung noch ein Stück weiter in Frage stellen.
Sollten Alice Schwarzer und andere Extrembeispiele aus der Feminismusbewegung nicht gleich einem Herzkasper erliegen, dürfte Eva Herman vermutlich schon aufgrund ihres eigenen Privatlebens (vier Ehen, z.T. alleinerziehende Mutter, Beruf als Journalistin usw.) massiven Gegenwind aus dieser Richtung zu spüren bekommen.
Ich bin gespannt auf dieses Buch, das ich mir 100%ig zulegen werde, denn m. M. nach war die `žBefreiung der unterdrückten Frau`œ in den 70er Jahren nur im Ansatz gut. Heute haben wir lediglich den Zustand eines Super-Feminismus, wie eine Ex-Feministin feststellte;
sowie Rechte für Frauen und keine Rechte bzw. Benachteiligungen für Männer (Bsp. Familienrecht). Beide Extreme sind nicht gut - weder für den Mann, noch für die Frau und erst recht nicht für die nachfolgenden Kindergenerationen (wenn denn welche zustande kommen).
Gruß,
Aurora
Am 01. September erscheint das Buch, das bereits im Vorfeld für reichlich kontroverse Diskussionen gesorgt hat: [COLOR=black]`žDas Eva-Prinzip`œ[/color] von Eva Herman.
http://www.amaz...;n=299956&s=books
Herman, bekannt durch ihre Tätigkeit als Nachrichtensprecherin bei der Tagesschau sowie durch diverse, z.T. verfilmte, Romane und Sachbücher hatte vor einigen Tagen verkündet, dass sie der ARD auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung stehen werde. Dies begründete sie unter anderem damit, dass ihr Beruf mit einer gewissen Neutralität einhergehe und sie diese nach dem Erscheinen ihres neuen Werkes nicht gewährleisten könne.
Nachdem sie in ihrem, von Kritikern für gut recherchiert und fundiert geschrieben befundenen, Buch `žVom Glück des Stillens`œ bereits mit Tabuthemen wie z.B. dem männlichen Schönheitsideal gebrochen hatte, wird`žDas Eva-Prinzip`œ den Feminismus und seine Existenzberechtigung noch ein Stück weiter in Frage stellen.
Sollten Alice Schwarzer und andere Extrembeispiele aus der Feminismusbewegung nicht gleich einem Herzkasper erliegen, dürfte Eva Herman vermutlich schon aufgrund ihres eigenen Privatlebens (vier Ehen, z.T. alleinerziehende Mutter, Beruf als Journalistin usw.) massiven Gegenwind aus dieser Richtung zu spüren bekommen.
Ich bin gespannt auf dieses Buch, das ich mir 100%ig zulegen werde, denn m. M. nach war die `žBefreiung der unterdrückten Frau`œ in den 70er Jahren nur im Ansatz gut. Heute haben wir lediglich den Zustand eines Super-Feminismus, wie eine Ex-Feministin feststellte;
| Zitat | |
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sowie Rechte für Frauen und keine Rechte bzw. Benachteiligungen für Männer (Bsp. Familienrecht). Beide Extreme sind nicht gut - weder für den Mann, noch für die Frau und erst recht nicht für die nachfolgenden Kindergenerationen (wenn denn welche zustande kommen).
Gruß,
Aurora
2 Donnerstag, 17.
August 2006 um 18:19 Uhr
in der aktuellen, heute erschienenen ausgabe der zeit ist ein artikel zu diesem thema erschienen, den ich mir später mal zu gemüte führen werde. vieleicht hilft er mir ein wenig bei der meinungsbildung
in der aktuellen, heute erschienenen ausgabe der zeit ist ein artikel zu diesem thema erschienen, den ich mir später mal zu gemüte führen werde. vieleicht hilft er mir ein wenig bei der meinungsbildung

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3 Donnerstag, 17.
August 2006 um 23:02 Uhr
Auch wenn es nicht ganz populär ist, vertrete ich ebenfalls die Meinung von Frau Herman. Das Frauen die gleichen Rechte wie Männer haben ist richtig, gar keine Frage.
Nur irgendwann sollte es auch gut sein. Keine kleine Hochschule ohne Frauenbeauftragte (aus dem Kreis der Profs. und aus dem Kreis der Studenten), keine noch so kleine Gemeinde oder Unternehmen ohne einen Frauenbeauftragten.
Schön finde ich auch, wenn man sich durch Texte wühlen muss, in denen jeweils neben der männlichen Ansprache auch gleichzeitig die weibliche gewählt wird. :roll:
Die Natur hat sich schon etwas dabei gedacht, dass es zwei Geschlechter gibt. Die Rollenverteilung, die irgendwann aus den Unterschieden zwischen Mann und Frau entstanden ist, ist auch nicht von ungefähr.
Auch wenn es nicht ganz populär ist, vertrete ich ebenfalls die Meinung von Frau Herman. Das Frauen die gleichen Rechte wie Männer haben ist richtig, gar keine Frage.
Nur irgendwann sollte es auch gut sein. Keine kleine Hochschule ohne Frauenbeauftragte (aus dem Kreis der Profs. und aus dem Kreis der Studenten), keine noch so kleine Gemeinde oder Unternehmen ohne einen Frauenbeauftragten.
Schön finde ich auch, wenn man sich durch Texte wühlen muss, in denen jeweils neben der männlichen Ansprache auch gleichzeitig die weibliche gewählt wird. :roll:
Die Natur hat sich schon etwas dabei gedacht, dass es zwei Geschlechter gibt. Die Rollenverteilung, die irgendwann aus den Unterschieden zwischen Mann und Frau entstanden ist, ist auch nicht von ungefähr.
4 Freitag, 18.
August 2006 um 18:40 Uhr
Das Thema ist nach wie vor Hochaktuell und Brisant. Wirkliche Gleichstellung gibt es nämlich nicht. In welcher Welt lebst du, Masso? Es ist nach wie vor so, das in bestimmte Jobs nur Männer kommen und Frauen, wenn sie es denn dann schaffen, weniger Geld für die gleiche Leistung erhalten!
Was ist denn das für ein Mist, von wegen Rollenverteilung? Siehst du dich als starken Mann der das FEuerholz holen muß und das Tier für die tägliche Nahrungsaufnahme erlegt? So ein kappes. Echt jetzt!
Das Thema ist nach wie vor Hochaktuell und Brisant. Wirkliche Gleichstellung gibt es nämlich nicht. In welcher Welt lebst du, Masso? Es ist nach wie vor so, das in bestimmte Jobs nur Männer kommen und Frauen, wenn sie es denn dann schaffen, weniger Geld für die gleiche Leistung erhalten!
Was ist denn das für ein Mist, von wegen Rollenverteilung? Siehst du dich als starken Mann der das FEuerholz holen muß und das Tier für die tägliche Nahrungsaufnahme erlegt? So ein kappes. Echt jetzt!
Anika
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5 Freitag, 18.
August 2006 um 19:05 Uhr
Im Magazin "Cicero" erschien zum Buch bereits ein vorbereitender Beitrag:
"Die Emanzipation - ein Irrtum?"
Darin plädiert Eva Herman dafür, dass die Frau den Schöpfungsauftrag hat, die Familie zusammenzuhalten und dass nur sie allein dazu in der Lage ist.
Eva Herman:
Als Folge sieht Eva Herman ein Heer überforderter Frauen und damit benachteiligte und ausbleibende Kinder.
In allem, was ich bis jetzt über dieses Buch gelesen habe, bin ich mit Eva Herman einer Meinung. Ich bin gespannt auf das Buch, und ich denke, wir werden eine Menge Diskussionsstoff haben, wenn es im September erschienen ist.
Im Magazin "Cicero" erschien zum Buch bereits ein vorbereitender Beitrag:
"Die Emanzipation - ein Irrtum?"
Darin plädiert Eva Herman dafür, dass die Frau den Schöpfungsauftrag hat, die Familie zusammenzuhalten und dass nur sie allein dazu in der Lage ist.
Eva Herman:
| Zitat | |
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Als Folge sieht Eva Herman ein Heer überforderter Frauen und damit benachteiligte und ausbleibende Kinder.
In allem, was ich bis jetzt über dieses Buch gelesen habe, bin ich mit Eva Herman einer Meinung. Ich bin gespannt auf das Buch, und ich denke, wir werden eine Menge Diskussionsstoff haben, wenn es im September erschienen ist.
Sting
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6 Freitag, 18.
August 2006 um 19:19 Uhr
Yo!
Was genau hat sich die Natur gedacht?
Nicht von ungefähr, sondern woher?
Ciao.
Yo!
| Zitat von masso | |
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Was genau hat sich die Natur gedacht?
| Zitat von masso | |
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Nicht von ungefähr, sondern woher?
Ciao.
7 Freitag, 18.
August 2006 um 19:38 Uhr
also wenn du dich gerne als instinktgesteuertes weibchen verkaufen möchtest, das in (teil-) bereichen dem mann hinten ansteht, aufgrund fehlender fertig- und fähigkeiten die dir von der natur aus nicht gegeben sind und die dich deshalb dann überfordern wenn du sie trotzdem lebst --> bitte!
ich für meinen teil, als mann und feminist, muss sagen: da bekomm ich das kotzen, bei so einer kacke! da wird doch von ganz falschen ausgangswerten ausgegangen. was vor 50 oder auch 1000 jahren bestand hatte, gilt doch heute nicht mehr. völlig unmodern die idee dieser frau herrman.
es gibt völlig andere voraussetzungen! der familienvater als einziger ernährer kommt doch z.b. in den seltesten fällen in betracht. guck dir mal alleine das lohngefälle an. mit 2 kindern und einem normalen einkommen ist man doch am arsch! da sollte die hochbezahlte frau herrman mal drauf eingehen. kann ihr gehalt ja mal ein paar mittellosen familien zur verfügung stellen, damit sie ihren traum vom patriachart leben können.
ein weitere punkt ist doch die abhängigkeit, in die man sich als frau begibt, wenn man nichts gescheites gelernt hat. ich bin froh, das die zeiten vorbei sind, wo sich frauen haben prügeln bzw. unterdrücken lassen müssen, um ihr überleben materiell zu sichern. jedenfalls in weiten teilen west europas.
vieleicht ist es dann demnächst wieder völlig straffrei und legitim, in der ehe den vollzug von geschlechtsverkehr einzufordern. es geht dabei ja ums überleben der eigenen spezies. dafür kann man als frau schonmal so einiges auf sich nehmen.
und wer sagt denn ausser frau herrman noch, das frauen krampfhaft besser sein müssen als männer? sind sie von natur aus schlechter als männer? bist du schlechter als ich, anika, weil du eine frau bist? ist das von natur aus schon so fest gelegt? darfst du deshalb deinen interessen und neigungen nicht nachgehen? keine hobbys haben und nur dem erhalt deiner familie nachgehen? das ganze dann als lebensziel? oder wird euch frauen nur eingebläut- und zwar von feministinnen wie schwarzer und co. , das ihr eigene wünsche und bedürfnisse habt? ist das in wirklichkeit garnicht so?
also wenn du dich gerne als instinktgesteuertes weibchen verkaufen möchtest, das in (teil-) bereichen dem mann hinten ansteht, aufgrund fehlender fertig- und fähigkeiten die dir von der natur aus nicht gegeben sind und die dich deshalb dann überfordern wenn du sie trotzdem lebst --> bitte!
ich für meinen teil, als mann und feminist, muss sagen: da bekomm ich das kotzen, bei so einer kacke! da wird doch von ganz falschen ausgangswerten ausgegangen. was vor 50 oder auch 1000 jahren bestand hatte, gilt doch heute nicht mehr. völlig unmodern die idee dieser frau herrman.
es gibt völlig andere voraussetzungen! der familienvater als einziger ernährer kommt doch z.b. in den seltesten fällen in betracht. guck dir mal alleine das lohngefälle an. mit 2 kindern und einem normalen einkommen ist man doch am arsch! da sollte die hochbezahlte frau herrman mal drauf eingehen. kann ihr gehalt ja mal ein paar mittellosen familien zur verfügung stellen, damit sie ihren traum vom patriachart leben können.
ein weitere punkt ist doch die abhängigkeit, in die man sich als frau begibt, wenn man nichts gescheites gelernt hat. ich bin froh, das die zeiten vorbei sind, wo sich frauen haben prügeln bzw. unterdrücken lassen müssen, um ihr überleben materiell zu sichern. jedenfalls in weiten teilen west europas.
vieleicht ist es dann demnächst wieder völlig straffrei und legitim, in der ehe den vollzug von geschlechtsverkehr einzufordern. es geht dabei ja ums überleben der eigenen spezies. dafür kann man als frau schonmal so einiges auf sich nehmen.
und wer sagt denn ausser frau herrman noch, das frauen krampfhaft besser sein müssen als männer? sind sie von natur aus schlechter als männer? bist du schlechter als ich, anika, weil du eine frau bist? ist das von natur aus schon so fest gelegt? darfst du deshalb deinen interessen und neigungen nicht nachgehen? keine hobbys haben und nur dem erhalt deiner familie nachgehen? das ganze dann als lebensziel? oder wird euch frauen nur eingebläut- und zwar von feministinnen wie schwarzer und co. , das ihr eigene wünsche und bedürfnisse habt? ist das in wirklichkeit garnicht so?
Anika
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8 Freitag, 18.
August 2006 um 20:14 Uhr
Ich bin weder ein instinktgesteuertes Weibchen (sehr weiblich bin ich...das ja), noch stehe ich irgendwem hintenan.
Ich arbeite und sorge für meine Familie, und darin bin ich gut. Ich brauch keinen "Ernährer".
Nirgendwo habe ich geschrieben, dass Frauen nur noch Weibchen sein sollen.
Ich hüte mich nur davor, nach "Selbstverwirklichung" zu schreien. Dadurch, dass ich Mutter bin, ist das meine Selbstverwirklichung.
Arbeit dient mir dazu, meine Familie durchzubringen, und ich habe neben der Sorge um die Familie durchaus Interessen und Hobbies.
Wenn Kinder da sind, sind Prioritäten zu setzen. Soll heißen: An erster Stelle habe ich dafür zu sorgen, dass die Kinder gesund und glücklich heranwachsen und dass sie gut erzogen werden. Dazu gehört in erster Linie, dass ich mich intensiv um sie kümmere. Wenn ich das nicht kann oder will, dann hätte ich besser auf sie verzichten sollen.
Aus diesem Grund habe ich keine Ambitionen, z.B. mein Geschäft zu vergrößern, um eine Art "Karriere" zu machen.
Kinder werden nun einmal nicht nebenbei groß. Das wirst du sehen, wenn du selbst Kinder hast.
Ich spreche mich nicht dagegen aus, dass Frauen mit Kindern arbeiten gehen, um zum Familienunterhalt beizutragen. Es gibt ja Möglichkeiten, die Arbeitszeit so anzupassen, dass die Frau arbeitet, wenn die Kinder außer Haus sind (Kindergarten oder Schule).
Frauen müssen einen Job mindestens ebenso gut ausfüllen wie ein Mann.
Sag mir, wie sie das z.B. im Management oder mit Ambitionen auf die Chefetage machen sollen, wenn sie Kinder haben, die einen guten Teil der Zeit und der Kraft beanspruchen.
Nein, ich bin nicht schlechter als du. (Siehe oben, da steht auch, dass ich durchaus meinen Neigungen nachgehe.)
Niemand hat mir was eingebläut. Ich lebe nur ein Leben mit Kindern und weiß daher, wo ich persönliche Abstriche machen muss, weil ich nicht mehr allein nur für mich zu sorgen habe. Das macht mich nicht unglücklich, denn was ich investiere, bekomme ich hundertfach zurück.
Ich glaube, ich bin die einzige hier im Board, die Mutter ist. Schön wäre es, wenn wir die Meinung anderer Frauen mit Kindern hören könnten.
Ich werde also wahrscheinlich sehr allein mit meiner Meinung hier stehen.
Und dann warte ich jetzt natürlich auf Beispiele, wo Frauen es schaffen, Kinder und eine außerordentlich erfolgreiche Karriere unter einen Hut zu bekommen.
Nur dann werde ich fragen: Um welchen Preis?
Eins noch, nur als Denkanstoß: Kennt ihr den Ausspruch: "Hinter fast jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau."?
Stark in dem Sinne, dass sie ihm den Rücken frei hält.
| Zitat von Giganto | |
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Ich bin weder ein instinktgesteuertes Weibchen (sehr weiblich bin ich...das ja), noch stehe ich irgendwem hintenan.
Ich arbeite und sorge für meine Familie, und darin bin ich gut. Ich brauch keinen "Ernährer".
Nirgendwo habe ich geschrieben, dass Frauen nur noch Weibchen sein sollen.
Ich hüte mich nur davor, nach "Selbstverwirklichung" zu schreien. Dadurch, dass ich Mutter bin, ist das meine Selbstverwirklichung.
Arbeit dient mir dazu, meine Familie durchzubringen, und ich habe neben der Sorge um die Familie durchaus Interessen und Hobbies.
Wenn Kinder da sind, sind Prioritäten zu setzen. Soll heißen: An erster Stelle habe ich dafür zu sorgen, dass die Kinder gesund und glücklich heranwachsen und dass sie gut erzogen werden. Dazu gehört in erster Linie, dass ich mich intensiv um sie kümmere. Wenn ich das nicht kann oder will, dann hätte ich besser auf sie verzichten sollen.
Aus diesem Grund habe ich keine Ambitionen, z.B. mein Geschäft zu vergrößern, um eine Art "Karriere" zu machen.
Kinder werden nun einmal nicht nebenbei groß. Das wirst du sehen, wenn du selbst Kinder hast.
Ich spreche mich nicht dagegen aus, dass Frauen mit Kindern arbeiten gehen, um zum Familienunterhalt beizutragen. Es gibt ja Möglichkeiten, die Arbeitszeit so anzupassen, dass die Frau arbeitet, wenn die Kinder außer Haus sind (Kindergarten oder Schule).
| Zitat von Giganto | |
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Frauen müssen einen Job mindestens ebenso gut ausfüllen wie ein Mann.
Sag mir, wie sie das z.B. im Management oder mit Ambitionen auf die Chefetage machen sollen, wenn sie Kinder haben, die einen guten Teil der Zeit und der Kraft beanspruchen.
Nein, ich bin nicht schlechter als du. (Siehe oben, da steht auch, dass ich durchaus meinen Neigungen nachgehe.)
Niemand hat mir was eingebläut. Ich lebe nur ein Leben mit Kindern und weiß daher, wo ich persönliche Abstriche machen muss, weil ich nicht mehr allein nur für mich zu sorgen habe. Das macht mich nicht unglücklich, denn was ich investiere, bekomme ich hundertfach zurück.
Ich glaube, ich bin die einzige hier im Board, die Mutter ist. Schön wäre es, wenn wir die Meinung anderer Frauen mit Kindern hören könnten.
Ich werde also wahrscheinlich sehr allein mit meiner Meinung hier stehen.
Und dann warte ich jetzt natürlich auf Beispiele, wo Frauen es schaffen, Kinder und eine außerordentlich erfolgreiche Karriere unter einen Hut zu bekommen.
Nur dann werde ich fragen: Um welchen Preis?
Eins noch, nur als Denkanstoß: Kennt ihr den Ausspruch: "Hinter fast jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau."?
Stark in dem Sinne, dass sie ihm den Rücken frei hält.
Anika
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9 Freitag, 18.
August 2006 um 21:16 Uhr
Mir fällt grad noch was ein:
Hat sich jemand Gedanken gemacht, warum wir in Deutschland mit sinkenden Geburtenzahlen kämpfen?
Ja, genau: Weil Frauen sich entscheiden müssen zwischen Beruf und Kind.
Eine Entscheidung, die so widersinnig ist, dass es wehtut.
Frauen sind doch nicht mit allem ausgestattet, was man zum Kinderkriegen und damit zur Erhaltung der Art braucht, um dann gezwungen zu sein, eine solche Entscheidung treffen zu müssen.
Somit ist es eine Entscheidung gegen ihre "Bestimmung".
Und von seiten des Staates wird leider nicht viel dafür getan, dass eine Frau ihrer "Bestimmung" folgen kann.
Stattdessen wird ihnen eingeredet, sich selbst zu verwirklichen, wie immer das auch aussehen mag.
Mir fällt grad noch was ein:
Hat sich jemand Gedanken gemacht, warum wir in Deutschland mit sinkenden Geburtenzahlen kämpfen?
Ja, genau: Weil Frauen sich entscheiden müssen zwischen Beruf und Kind.
Eine Entscheidung, die so widersinnig ist, dass es wehtut.
Frauen sind doch nicht mit allem ausgestattet, was man zum Kinderkriegen und damit zur Erhaltung der Art braucht, um dann gezwungen zu sein, eine solche Entscheidung treffen zu müssen.
Somit ist es eine Entscheidung gegen ihre "Bestimmung".
Und von seiten des Staates wird leider nicht viel dafür getan, dass eine Frau ihrer "Bestimmung" folgen kann.
Stattdessen wird ihnen eingeredet, sich selbst zu verwirklichen, wie immer das auch aussehen mag.
10 Freitag, 18.
August 2006 um 21:31 Uhr
hallo anika! in meiner ersten rage habe ich wohl vergessen ein wenig zu differenzieren. das war jetzt nicht alles auf dich persönlich gemünzt, sondern eher auf die aussage der frau herrmann. ich hab die aktuelle ausgabe der "zeit" neben mir liegen, wo in einem kleinen artikel auf dieses geschreibsel in "cicero" eingegangen wird. da sind einige zitate dabei, auf die ich mich bezogen habe.
sicherlich hast du als alleinerziehende da eine sonderrolle. da ist es sicherlich von nöten, in erster linie das wohl der kinder im auge zu haben. was mir bei dieser diskussion ein wenig fehlt ist der vater! selbst als alleinerziehende frau gibt es da irgendwo draussen einen erzeuger, der auch pflichten hat. damit meine ich jetzt nicht die zahlung von unterhalt, sondern auch pflichten im sinne von, sorge für die erziehung und das wohl der kinder zu tragen, und das nicht nur am wochenende!
von welchen fähigkeiten geht denn die frau herrmann aus, die nur mütter besitzen sollen? auch auf diesen sektor bin ich als mann um gleichstellung bemüht! nicht um der frau willen, sondern um meiner selbst willen, in meiner rolle als mann! ich kann alles was eine frau auch kann, und umgekehrt (ausser vieleicht stillen). wieso soll das dann alles auf die frau beschränkt sein?
weiter heisst es sinngemäss:
da frag ich mich, wer stellt denn die regeln auf, gegen die frau ankämpfen muss? warum ist die frau ausgelaugt? ist das alles richtig und hat wert unter dem gesichtspunkt der angeblich existierenden emanzipation? sollte es dann nicht viel richtiger heissen, das die familie bzw. beide partner als oberhäupter einer funktionierenden partnerschaft am ende sind?
weiterhin meint die frau herrmann, das frauen alles aufeinmal wollen: bildung, karriere, partnerschaft, kinder, etc. pp. und damit dann überfordert sind.
da kann ich nur sagen, wenn frau das alles alleine will, kann ich mir das schon gut vorstellen, dass sie sich überfordern. das wäre ein alleinerziehender mann sicherlich auch bzw. ein mann innerhalb einer beziehung, in der nur die frau das sagen hat und ohne rücksicht auf das wohl der anderen familienmitglieder karriere machen will. in einer basis, wo alle zusammenkommen und auf gleicher augenhöhe miteinander leben, wohl eher nicht! da würde es zu lasten aller erwachsener aufgeteilt werden. ob es dann zu einer überforderung kommt sei mal dahin gestellt. persönlich kann ich es mir eher weniger vorstellen.
dann philosophiert frau herrmann weiter:
was soll denn das mit dem talent bedeuten? ist talent = begabung = intelligent bzw. hat das was mit intellektuellen fähigkeiten zu tun? würde das dann im umkehrschluss bedeuten, das weniger intelligente frauen nur noch zuhause für heim und herd und die befriedigung des mannes zu sorgen haben?
abschliessend möchte ich noch folgendes bemerken: das hört sich alles so verflucht nach arbeit und gegeneinander statt miteinander an. wo bleibt denn da der spass und die gemeinsamkeit? ich kann mir keine moderne beziehung vorstellen, wo so ein modell wie von frau herrmann gefordert über längeren zeitraum bestand hat, was meiner meinung nach gut so ist.
hallo anika! in meiner ersten rage habe ich wohl vergessen ein wenig zu differenzieren. das war jetzt nicht alles auf dich persönlich gemünzt, sondern eher auf die aussage der frau herrmann. ich hab die aktuelle ausgabe der "zeit" neben mir liegen, wo in einem kleinen artikel auf dieses geschreibsel in "cicero" eingegangen wird. da sind einige zitate dabei, auf die ich mich bezogen habe.
sicherlich hast du als alleinerziehende da eine sonderrolle. da ist es sicherlich von nöten, in erster linie das wohl der kinder im auge zu haben. was mir bei dieser diskussion ein wenig fehlt ist der vater! selbst als alleinerziehende frau gibt es da irgendwo draussen einen erzeuger, der auch pflichten hat. damit meine ich jetzt nicht die zahlung von unterhalt, sondern auch pflichten im sinne von, sorge für die erziehung und das wohl der kinder zu tragen, und das nicht nur am wochenende!
von welchen fähigkeiten geht denn die frau herrmann aus, die nur mütter besitzen sollen? auch auf diesen sektor bin ich als mann um gleichstellung bemüht! nicht um der frau willen, sondern um meiner selbst willen, in meiner rolle als mann! ich kann alles was eine frau auch kann, und umgekehrt (ausser vieleicht stillen). wieso soll das dann alles auf die frau beschränkt sein?
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weiter heisst es sinngemäss:
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da frag ich mich, wer stellt denn die regeln auf, gegen die frau ankämpfen muss? warum ist die frau ausgelaugt? ist das alles richtig und hat wert unter dem gesichtspunkt der angeblich existierenden emanzipation? sollte es dann nicht viel richtiger heissen, das die familie bzw. beide partner als oberhäupter einer funktionierenden partnerschaft am ende sind?
weiterhin meint die frau herrmann, das frauen alles aufeinmal wollen: bildung, karriere, partnerschaft, kinder, etc. pp. und damit dann überfordert sind.
da kann ich nur sagen, wenn frau das alles alleine will, kann ich mir das schon gut vorstellen, dass sie sich überfordern. das wäre ein alleinerziehender mann sicherlich auch bzw. ein mann innerhalb einer beziehung, in der nur die frau das sagen hat und ohne rücksicht auf das wohl der anderen familienmitglieder karriere machen will. in einer basis, wo alle zusammenkommen und auf gleicher augenhöhe miteinander leben, wohl eher nicht! da würde es zu lasten aller erwachsener aufgeteilt werden. ob es dann zu einer überforderung kommt sei mal dahin gestellt. persönlich kann ich es mir eher weniger vorstellen.
dann philosophiert frau herrmann weiter:
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was soll denn das mit dem talent bedeuten? ist talent = begabung = intelligent bzw. hat das was mit intellektuellen fähigkeiten zu tun? würde das dann im umkehrschluss bedeuten, das weniger intelligente frauen nur noch zuhause für heim und herd und die befriedigung des mannes zu sorgen haben?
abschliessend möchte ich noch folgendes bemerken: das hört sich alles so verflucht nach arbeit und gegeneinander statt miteinander an. wo bleibt denn da der spass und die gemeinsamkeit? ich kann mir keine moderne beziehung vorstellen, wo so ein modell wie von frau herrmann gefordert über längeren zeitraum bestand hat, was meiner meinung nach gut so ist.
Nightwitch
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11 Freitag, 18.
August 2006 um 21:43 Uhr
Ich habe mir mal bewusst nur diesen Satz herausgepickt, weil er mir ins Auge sprang und ich dadurch sofort an ein anderes brisantes Thema hier im Board erinnerte.
Grundsätzlich stimme ich deiner Meinung zu, Giganto, und ich finde es müssig die kleinen Nuancen meiner Meinung auszuarbeiten, weil das sicherlich im Endeffekt das gleiche wäre.
Nur bzgl. "was können Männer was Frauen nicht können und umgekehrt?" gab es hier im Forum kontroverse Diskussionen, die gänge Schlussfolgerung war (wenn ich mich richtig erinnere): [COLOR="SeaGreen"]"Frauen können dem Kind keinen Vater ersetzen und Männer einem Kind nicht die Mutter."[/color]
Das heisst also für mich: es gibt doch geschlechtsspezifische Unterschiede bei dem Erziehen von Kindern.
Und es ist nunmal so, dass von Natur aus (eben weil sie es für millionen von Jahren als praktisch angesehen hat) das mütterliche Lebewesen (ausser vielleicht einiger verdienter Ausnahmen) immer schon für die Erziehung und Versorgung des Nachwuchses zuständig war.
Sicher können es auch Männer. Und nicht weniger gut oder besser als jede Frau. Dennoch glaube ich dass ihnen ein ganz gewisser Faktor fehlt: die Verbindung zu dem Kind die nur eine Mutter aufbauen kann. Denn sie war es die das Kind 9 Monate lang in ihrem Bauch gespürt hat und die Mutter war es, welche das Kind gespürt hat. Oftmals ist es halt leider so, dass diese Verbindung stärker ist als die Verbindung zum Vater (vielleicht auch weil dieser selten die meiste Zeit mit dem Kind verbringt).
Dies sollte jetzt keine Kritik sein sondern vielleicht eher ein Denkanstoss, dass es halt doch Unterschiede bei der "Fähigkeit" der einzelnen Geschlechter für die Kindeserziehung gibt.
| Zitat von Giganto | |
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Ich habe mir mal bewusst nur diesen Satz herausgepickt, weil er mir ins Auge sprang und ich dadurch sofort an ein anderes brisantes Thema hier im Board erinnerte.
Grundsätzlich stimme ich deiner Meinung zu, Giganto, und ich finde es müssig die kleinen Nuancen meiner Meinung auszuarbeiten, weil das sicherlich im Endeffekt das gleiche wäre.
Nur bzgl. "was können Männer was Frauen nicht können und umgekehrt?" gab es hier im Forum kontroverse Diskussionen, die gänge Schlussfolgerung war (wenn ich mich richtig erinnere): [COLOR="SeaGreen"]"Frauen können dem Kind keinen Vater ersetzen und Männer einem Kind nicht die Mutter."[/color]
Das heisst also für mich: es gibt doch geschlechtsspezifische Unterschiede bei dem Erziehen von Kindern.
Und es ist nunmal so, dass von Natur aus (eben weil sie es für millionen von Jahren als praktisch angesehen hat) das mütterliche Lebewesen (ausser vielleicht einiger verdienter Ausnahmen) immer schon für die Erziehung und Versorgung des Nachwuchses zuständig war.
Sicher können es auch Männer. Und nicht weniger gut oder besser als jede Frau. Dennoch glaube ich dass ihnen ein ganz gewisser Faktor fehlt: die Verbindung zu dem Kind die nur eine Mutter aufbauen kann. Denn sie war es die das Kind 9 Monate lang in ihrem Bauch gespürt hat und die Mutter war es, welche das Kind gespürt hat. Oftmals ist es halt leider so, dass diese Verbindung stärker ist als die Verbindung zum Vater (vielleicht auch weil dieser selten die meiste Zeit mit dem Kind verbringt).
Dies sollte jetzt keine Kritik sein sondern vielleicht eher ein Denkanstoss, dass es halt doch Unterschiede bei der "Fähigkeit" der einzelnen Geschlechter für die Kindeserziehung gibt.
12 Freitag, 18.
August 2006 um 22:26 Uhr
@nigthwitch:
die gibt es sicherlich, die geschlechtsspezifischen unterschiede in der erziehung, die für die entwicklung des kindes wichtig sind. für mich unterstreicht das nochmal mehr, das sich beide partner um das kind im gleichen masse bemühen sollten/müssen.
sicherlich hat auch in den ersten wochen und monaten die spezielle bindung zu mutter ihre bereichtigung. doch darüber hinaus teilt es sich eher danach ein, wer sich mit dem kind wann und mit wieviel zeitlichen aufwand beschäftigt- im hinblick auf die bindung.
zusammenfassend aus meiner sicht gesagt: beide partner sind, was die erziehung der kinder angeht, von äusserster wichtigkeit, eine funktionierende beziehung vorausgesetzt. bei alleinerziehenden verhält es sich nunmal anders, was ich aber damit nicht bewerten will.
@nigthwitch:
die gibt es sicherlich, die geschlechtsspezifischen unterschiede in der erziehung, die für die entwicklung des kindes wichtig sind. für mich unterstreicht das nochmal mehr, das sich beide partner um das kind im gleichen masse bemühen sollten/müssen.
sicherlich hat auch in den ersten wochen und monaten die spezielle bindung zu mutter ihre bereichtigung. doch darüber hinaus teilt es sich eher danach ein, wer sich mit dem kind wann und mit wieviel zeitlichen aufwand beschäftigt- im hinblick auf die bindung.
zusammenfassend aus meiner sicht gesagt: beide partner sind, was die erziehung der kinder angeht, von äusserster wichtigkeit, eine funktionierende beziehung vorausgesetzt. bei alleinerziehenden verhält es sich nunmal anders, was ich aber damit nicht bewerten will.
Anika
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13 Freitag, 18.
August 2006 um 22:34 Uhr
Eine ähnliche Diskussion hatten wir schon mal.
/forum-showposts-erotik-und-pa...t/7876-hausmann-hausfrau.html
Eine ähnliche Diskussion hatten wir schon mal.
/forum-showposts-erotik-und-pa...t/7876-hausmann-hausfrau.html
14 Samstag, 19.
August 2006 um 09:17 Uhr
Mir fehlt im Moment die Zeit, im Detail auf diese Diskussion einzugehen.
Daher ein etwas knappes, allgemein formuliertes Statement:
Hier äußern sich bisher User, die plus/minus in den Zwanzigern sind. Frau Hermann ist Ende vierzig. Also sind verschiedene Grundvoraussetzungen und somit Ansichten anders. Ich bin altersbedingt näher an Frau Hermann und kann ihre Einstellung daher gut nachvollziehen.
Was die Überforderung und das Ausgelaugt-sein angeht, und somit die damit zusammenhängenden Schlüsse, die Frau Hermann offensichtlich in ihrem Buch zieht, sollten wir mal sprechen, wenn ihr Ende vierzig seid. Dann wird die Welt - und zwar euere innere, aber auch die äußere - wahrscheinlich noch viel dramatischer aussehen, als sie in diesem Buch gezeichnet zu sein scheint. Mit Mitte/ Ende zwanzig hat mich diese Welt auch noch nicht schlauchen können. Das sieht mittlerweile ja mal ganz anders aus. Wo ich damals noch der Meinung war, aufrecht und mit breitem Kreuz meine Vorstellungen umsetzen zu können, lebe ich heute nach dem Motto "Wer bin ich, dass ich gegen den Wind blase." Ich bin ein starker, energiegeladener, intelligenter, gebildeter Mensch, und dennoch bin ich nach 13 Schul- und mittlerweile 19 Arbeitsjahren "müde" geworden. Karriere und Kind würden meine Kräfte bei weitem übersteigen. Selbst wenn ich mich seinerzeit für ein Kind entschieden hätte, wäre entweder die Qualität meiner Mutterrolle oder aber die meiner beruflichen Tätigkeit auf der Strecke geblieben. Da hätte auch ein gut funktionierendes Familienleben nichts daran geändert. Dafür wird man von dieser schnelllebigen, verrückten Welt zu sehr absorbiert.
Ich lese hier, gerade in Giganto's Beiträgen, ein illusorisches, theorethisches Wunschdenken heraus. Das ist nicht das Leben! Das ist nur das, was wir gerne in diesem Leben erfahren würden. Ich würde jedem einzelnen von Herzen gönnen, wenn er das so umsetzen könnte. Aber es passt leider so gar nicht zu dem, was ich immer wieder um mich herum erlebe.
Der Umstand, dass ich kein Kind habe, scheint durchaus zu den Thesen von Frau Hermann zu passen. Aber: Über den Inhalt ihres neuen Buches mag ich erst urteilen, wenn ich es denn gelesen haben sollte. Vorab-Informationen sind nicht unbedingt dazu geeignet, sich eine Meinung zu bilden, sondern dienen eher dem Verlag/ Autor als PR bzw. der Presse als "Aufreisser" (früher nannte man sowas "Auflagensteigerung"
.
Schade, dass wir keine Zeitreise in die Zukunft machen können und genau diese Diskussion hier mittels Zeitsprung in 15 oder 20 Jahren führen können. Die Ergebnisse und euere persönlichen Ansichten zu diesem zukünftigen Zeitpunkt würden mich wirklich interessieren. (Ich möchte wetten, dass die Kritiker hier bei Frau Hermann zumindest teilweise Abbitte leisten würden).
Mir fehlt im Moment die Zeit, im Detail auf diese Diskussion einzugehen.
Daher ein etwas knappes, allgemein formuliertes Statement:
Hier äußern sich bisher User, die plus/minus in den Zwanzigern sind. Frau Hermann ist Ende vierzig. Also sind verschiedene Grundvoraussetzungen und somit Ansichten anders. Ich bin altersbedingt näher an Frau Hermann und kann ihre Einstellung daher gut nachvollziehen.
Was die Überforderung und das Ausgelaugt-sein angeht, und somit die damit zusammenhängenden Schlüsse, die Frau Hermann offensichtlich in ihrem Buch zieht, sollten wir mal sprechen, wenn ihr Ende vierzig seid. Dann wird die Welt - und zwar euere innere, aber auch die äußere - wahrscheinlich noch viel dramatischer aussehen, als sie in diesem Buch gezeichnet zu sein scheint. Mit Mitte/ Ende zwanzig hat mich diese Welt auch noch nicht schlauchen können. Das sieht mittlerweile ja mal ganz anders aus. Wo ich damals noch der Meinung war, aufrecht und mit breitem Kreuz meine Vorstellungen umsetzen zu können, lebe ich heute nach dem Motto "Wer bin ich, dass ich gegen den Wind blase." Ich bin ein starker, energiegeladener, intelligenter, gebildeter Mensch, und dennoch bin ich nach 13 Schul- und mittlerweile 19 Arbeitsjahren "müde" geworden. Karriere und Kind würden meine Kräfte bei weitem übersteigen. Selbst wenn ich mich seinerzeit für ein Kind entschieden hätte, wäre entweder die Qualität meiner Mutterrolle oder aber die meiner beruflichen Tätigkeit auf der Strecke geblieben. Da hätte auch ein gut funktionierendes Familienleben nichts daran geändert. Dafür wird man von dieser schnelllebigen, verrückten Welt zu sehr absorbiert.
Ich lese hier, gerade in Giganto's Beiträgen, ein illusorisches, theorethisches Wunschdenken heraus. Das ist nicht das Leben! Das ist nur das, was wir gerne in diesem Leben erfahren würden. Ich würde jedem einzelnen von Herzen gönnen, wenn er das so umsetzen könnte. Aber es passt leider so gar nicht zu dem, was ich immer wieder um mich herum erlebe.
Der Umstand, dass ich kein Kind habe, scheint durchaus zu den Thesen von Frau Hermann zu passen. Aber: Über den Inhalt ihres neuen Buches mag ich erst urteilen, wenn ich es denn gelesen haben sollte. Vorab-Informationen sind nicht unbedingt dazu geeignet, sich eine Meinung zu bilden, sondern dienen eher dem Verlag/ Autor als PR bzw. der Presse als "Aufreisser" (früher nannte man sowas "Auflagensteigerung"
.Schade, dass wir keine Zeitreise in die Zukunft machen können und genau diese Diskussion hier mittels Zeitsprung in 15 oder 20 Jahren führen können. Die Ergebnisse und euere persönlichen Ansichten zu diesem zukünftigen Zeitpunkt würden mich wirklich interessieren. (Ich möchte wetten, dass die Kritiker hier bei Frau Hermann zumindest teilweise Abbitte leisten würden).
Anika
Mitgliedschaft beendet
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15 Samstag, 19.
August 2006 um 09:27 Uhr
Ich hatte gehofft, Susan, dass du dich Wort melden würdest.
Ich kann alles nur aus meiner Warte beurteilen, und obwohl uns ja ein paar unbedeutende Jährchen trennen, hast du meine Gedanke besser formuliert, als ich es konnte.
Alles, was du beschreibst, sehe ich jetzt schon, und ich bin überzeugt davon, dass alle, die jetzt gegenteiliger Meinung sind, in der entsprechenden Situation anders denken werden. Nur wird dir und mir das niemand glauben.
Ich hatte gehofft, Susan, dass du dich Wort melden würdest.
Ich kann alles nur aus meiner Warte beurteilen, und obwohl uns ja ein paar unbedeutende Jährchen trennen, hast du meine Gedanke besser formuliert, als ich es konnte.
Alles, was du beschreibst, sehe ich jetzt schon, und ich bin überzeugt davon, dass alle, die jetzt gegenteiliger Meinung sind, in der entsprechenden Situation anders denken werden. Nur wird dir und mir das niemand glauben.

16 Samstag, 19.
August 2006 um 12:06 Uhr
in wieweit willst du wissen, ob das theoretisches, illusorisches wunschdenken ist? du kennst meine lebenssituation nichtmal im ansatz und weisst garnicht, was und wie ich lebe und welche erfahrungen ich in meinen 30 lebensjahren bereits gesammelt habe. ich bin zwar "erst" knappe 30, steh aber schon seit ein paar jahren auf eigenen füssen und lebe genau das, was ich schreibe. ich habe erfahrungen gesammelt, auf denen meine aussagen und meine einstellung u.a. beruhen, die ich teilweise niemandem wünschen möchte.
zusammengefasst kann man wohl sagen: lebenserfahrung kann man nicht anhand von lebensalter messen. es gibt viele 30-50 jährige, die behütet gelebt haben und niemals erfahrungen machen durften, die u.u. weit jüngere erlebt haben. das ist schonmal ein dicker fetter unterschied! solltest du dazu weiter infos wünschen, kann ich dir diese gerne per pn mitteilen.
zu meiner jetzigen lebenssituation:
ich unterstütze derzeit meine freundin bei ihren bemühungen um weiterbildung und karriere. dabei werde ich genau das tun, was ich schreibe, mich nämlich ein ganzes stück und über einen längeren zeitraum selber zurücknehmen, was meine längerfristigen beruflichen ziele angeht. danach bin ich dann dran, mit der verwirklichung meiner eigenen ziele, die ich nebenher vorantreibe. diese planung beruht auf ganz einfachen begebenheiten: meine freundin ist 3 jahre älter als ich.
ähnliches sieht auch unsere längerfristige familienplanung vor: ich habe mich schon dafür ausgesprochen, kinder, wenn sie denn dann mal kommen werden, über einen längeren zeitraum aufzuziehen (hauptberuflich), während meine partnerin arbeiten geht und das tut, was sie gerne tun möchte. das beruht auch auf meiner eigenen interessenslage: ich mag kinder und alles was mit ihnen einhergeht. schliesslich mache ich sowas ähnliches ja auch beruflich und bringe mit praktikas und ausbildung rund 12 jahre berufserfahrung mit. auch das ist eine nicht zu unterschätzende erfahrung im bezug auf das was ich in meinen beiträgen bisher geschrieben habe. zu meiner berufserfahrung zählt nämlich auch im weitesten sinne beratung von familien im hauptamtlichen und ehrenamtlichen job.
| Zitat von Susan | |
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in wieweit willst du wissen, ob das theoretisches, illusorisches wunschdenken ist? du kennst meine lebenssituation nichtmal im ansatz und weisst garnicht, was und wie ich lebe und welche erfahrungen ich in meinen 30 lebensjahren bereits gesammelt habe. ich bin zwar "erst" knappe 30, steh aber schon seit ein paar jahren auf eigenen füssen und lebe genau das, was ich schreibe. ich habe erfahrungen gesammelt, auf denen meine aussagen und meine einstellung u.a. beruhen, die ich teilweise niemandem wünschen möchte.
zusammengefasst kann man wohl sagen: lebenserfahrung kann man nicht anhand von lebensalter messen. es gibt viele 30-50 jährige, die behütet gelebt haben und niemals erfahrungen machen durften, die u.u. weit jüngere erlebt haben. das ist schonmal ein dicker fetter unterschied! solltest du dazu weiter infos wünschen, kann ich dir diese gerne per pn mitteilen.
zu meiner jetzigen lebenssituation:
ich unterstütze derzeit meine freundin bei ihren bemühungen um weiterbildung und karriere. dabei werde ich genau das tun, was ich schreibe, mich nämlich ein ganzes stück und über einen längeren zeitraum selber zurücknehmen, was meine längerfristigen beruflichen ziele angeht. danach bin ich dann dran, mit der verwirklichung meiner eigenen ziele, die ich nebenher vorantreibe. diese planung beruht auf ganz einfachen begebenheiten: meine freundin ist 3 jahre älter als ich.
ähnliches sieht auch unsere längerfristige familienplanung vor: ich habe mich schon dafür ausgesprochen, kinder, wenn sie denn dann mal kommen werden, über einen längeren zeitraum aufzuziehen (hauptberuflich), während meine partnerin arbeiten geht und das tut, was sie gerne tun möchte. das beruht auch auf meiner eigenen interessenslage: ich mag kinder und alles was mit ihnen einhergeht. schliesslich mache ich sowas ähnliches ja auch beruflich und bringe mit praktikas und ausbildung rund 12 jahre berufserfahrung mit. auch das ist eine nicht zu unterschätzende erfahrung im bezug auf das was ich in meinen beiträgen bisher geschrieben habe. zu meiner berufserfahrung zählt nämlich auch im weitesten sinne beratung von familien im hauptamtlichen und ehrenamtlichen job.
17 Samstag, 19.
August 2006 um 12:21 Uhr
ganz interessant ist in diesem zusammenhang auch die lebensgeschichte der frau herman:
[SIZE="1"]quelle: Eva Herman - Wikipedia [/size]
übrigens hat eva herman einen sohn.
wer jetzt böses denkt, könnte meinen: bei so einem lebenswandel ist es kein wunder, wenn man im alter von derzeit 47 jahren verbraucht und ausgelaugt ist, nimmt man ihre tv / journalistenkarriere hinzu. ob das wohl in diesem masse auf viele frauen zutrifft :musik:
ganz interessant ist in diesem zusammenhang auch die lebensgeschichte der frau herman:
| Zitat | |
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[SIZE="1"]quelle: Eva Herman - Wikipedia [/size]
übrigens hat eva herman einen sohn.
wer jetzt böses denkt, könnte meinen: bei so einem lebenswandel ist es kein wunder, wenn man im alter von derzeit 47 jahren verbraucht und ausgelaugt ist, nimmt man ihre tv / journalistenkarriere hinzu. ob das wohl in diesem masse auf viele frauen zutrifft :musik:
18 Samstag, 19.
August 2006 um 12:32 Uhr
Danke, Anika. Du wirst wohl recht behalten - es wird uns heute keiner glauben. Du hast die Erfahrung, weil du die Doppelbelastung bestehen musst. Ich habe die Erfahrung, weil ich als Führungskraft so stark beruflich eingebunden bin, dass Kinder in mir keine ausreichend gute Mutter vorfänden.
Nachdem ich vor etwas mehr als zehn Jahren genau vor dieser Entscheidung "Kind und Beruf" stand und ich sie mir wahrlich nicht leicht gemacht habe, kann ich heute sagen, dass ich mir damals geradezu mit visionären und hellseherischen Gedanken die Entwicklung unserer Gesellschaft und unserer Arbeitswelt ausgemalt habe. Es kam genau so, wie ich es befürchtet hatte.
Der Umstand, dass ich damals auch - zumindest vorerst - alleinerziehend gewesen wäre, spielt dabei fast schon eine untergeordnete Rolle. Wer hohe Ansprüche an Kindererziehung und Familienführung stellt, kann unmöglich gleichzeitig richtig Karriere machen. (Es sei denn, es ist genug Geld für eine Nanny da - aber das wäre auch nicht mein Weg. Ich möchte meine Kinder immer noch selbst erziehen!) Der Versuch ist über kurz oder lang zum Scheitern verurteilt, weil genau das passiert, was Frau Hermann offenkundig in ihrem Buch beschreibt: ausgebrannte, frustierte Frauen, die eigentlich schon gar keine Frauen mehr sind. Und so jemand soll eine gute Mutter und Ehefrau sein können und sich gleichzeitig noch irgendwie selbst in diesem Leben finden? Wie denn?
Die Arbeitswelt verlangt von Frauen 120%igen Einsatz. Ich kenne keine erfolgreiche Businessfrau, die nicht mehr können und bringen muss als ihre männlichen Kollegen. Das ist nun mal so, ob es uns gefällt oder nicht.
Die logische Konsequenz kann also nur bedeuten: Entweder Karriere und ein Stück weit Selbstaufgabe (als Frau im ursprünglichen Sinne ihres Daseins) oder Familie, Kinder und dann eben "nur" eine zeitlich und qualifiziert begrenzte Tätigkeit zum Geldverdienen. Letzteres ist keine Herabwürdigung, sondern eine realistische Betrachtung der Möglichkeiten.
Frauen sind extrem belastbar und flexibel, aber auch sie haben nur begrenzte Ressourcen zur Verfügung. Wenn sie diese zu sehr plündern, dann bleibt am Ende nur eine menschliche Hülle, gefüllt mit Frust, Ängsten und negativen Gedanken, zurück. Welcher Ehemann und welche erwachsenen Kinder stehen so jemandem dann noch auf Dauer bei? Zumal diese ja auch den Druck in ihrem eigenen Leben meistern müssen. Das Alleinsein ist - sobald die Kinder aus dem Haus sind - fast schon vorprogrammiert. Oder fahren Männer neuerdings auf ausgebrannte, depressive, zickige Frauen mittleren Alters ab, denen ihre Versagensängste und ihre Überlastung auf den Stirnfalten stehen? Nein, im Gegenteil. Junge, oberflächliche, attraktive und vermeintlich sorgenfreie Strahlemädchen werden dann von genau solchen Ehemännern als Geliebte favorisiert. Bingo!
Deshalb überlegt euch gut, welchen Weg ihr beschreitet. Kinder sind nun mal unwiderruflich da, wenn man sie in die Welt gesetzt hat. Und in seine Karriere zu investieren, macht nur Sinn, wenn man es auch durchzieht. Ansonsten kann man von Anfang an anders, sprich: kräfteschonender an den eigenen beruflichen Werdegang herangehen und sich die Option "Familienleben" offenhalten.
Garantien und Sicherheiten gibt es heutzutage eh keine mehr - weder im Beruf noch im Privatleben. Alles ist irgendwie ein Glücksspiel - that's for shure. Also bleibt nur noch die eigene Person (im Sinne von Persönlichkeit und Gesundheit!) als Konstante. Geht damit rücksichtsvoll und liebevoll um.
EDIT:
Giganto, du bestätigst mich mit deinem Beitrag. Ich wünsche jedem, dass er seine eigenen Ideen und Vorhaben in die Tat umsetzen kann. Aber ich kenne niemanden, der das wirklich erfolgreich geschafft hat: Abbruch der Karriere, Scheitern der Ehe, Kinder, die aus dem Ruder laufen usw. usw. usw. - DAS sind die Erfahrungen, die ich in meinem Umfeld mache. Oder eben alternativ der Verzicht auf Kinder, weil die Kraft für Karriere und Familie nicht reicht. Diese Erfahrungen/ Beobachtungen habe ich im übrigen nicht mit 30 gemacht, sondern erst gehäuft in den letzten Jahren. Also lass uns noch mal in zehn, fünfzehn Jahren drüber sprechen...
Danke, Anika. Du wirst wohl recht behalten - es wird uns heute keiner glauben. Du hast die Erfahrung, weil du die Doppelbelastung bestehen musst. Ich habe die Erfahrung, weil ich als Führungskraft so stark beruflich eingebunden bin, dass Kinder in mir keine ausreichend gute Mutter vorfänden.
Nachdem ich vor etwas mehr als zehn Jahren genau vor dieser Entscheidung "Kind und Beruf" stand und ich sie mir wahrlich nicht leicht gemacht habe, kann ich heute sagen, dass ich mir damals geradezu mit visionären und hellseherischen Gedanken die Entwicklung unserer Gesellschaft und unserer Arbeitswelt ausgemalt habe. Es kam genau so, wie ich es befürchtet hatte.
Der Umstand, dass ich damals auch - zumindest vorerst - alleinerziehend gewesen wäre, spielt dabei fast schon eine untergeordnete Rolle. Wer hohe Ansprüche an Kindererziehung und Familienführung stellt, kann unmöglich gleichzeitig richtig Karriere machen. (Es sei denn, es ist genug Geld für eine Nanny da - aber das wäre auch nicht mein Weg. Ich möchte meine Kinder immer noch selbst erziehen!) Der Versuch ist über kurz oder lang zum Scheitern verurteilt, weil genau das passiert, was Frau Hermann offenkundig in ihrem Buch beschreibt: ausgebrannte, frustierte Frauen, die eigentlich schon gar keine Frauen mehr sind. Und so jemand soll eine gute Mutter und Ehefrau sein können und sich gleichzeitig noch irgendwie selbst in diesem Leben finden? Wie denn?
Die Arbeitswelt verlangt von Frauen 120%igen Einsatz. Ich kenne keine erfolgreiche Businessfrau, die nicht mehr können und bringen muss als ihre männlichen Kollegen. Das ist nun mal so, ob es uns gefällt oder nicht.
Die logische Konsequenz kann also nur bedeuten: Entweder Karriere und ein Stück weit Selbstaufgabe (als Frau im ursprünglichen Sinne ihres Daseins) oder Familie, Kinder und dann eben "nur" eine zeitlich und qualifiziert begrenzte Tätigkeit zum Geldverdienen. Letzteres ist keine Herabwürdigung, sondern eine realistische Betrachtung der Möglichkeiten.
Frauen sind extrem belastbar und flexibel, aber auch sie haben nur begrenzte Ressourcen zur Verfügung. Wenn sie diese zu sehr plündern, dann bleibt am Ende nur eine menschliche Hülle, gefüllt mit Frust, Ängsten und negativen Gedanken, zurück. Welcher Ehemann und welche erwachsenen Kinder stehen so jemandem dann noch auf Dauer bei? Zumal diese ja auch den Druck in ihrem eigenen Leben meistern müssen. Das Alleinsein ist - sobald die Kinder aus dem Haus sind - fast schon vorprogrammiert. Oder fahren Männer neuerdings auf ausgebrannte, depressive, zickige Frauen mittleren Alters ab, denen ihre Versagensängste und ihre Überlastung auf den Stirnfalten stehen? Nein, im Gegenteil. Junge, oberflächliche, attraktive und vermeintlich sorgenfreie Strahlemädchen werden dann von genau solchen Ehemännern als Geliebte favorisiert. Bingo!
Deshalb überlegt euch gut, welchen Weg ihr beschreitet. Kinder sind nun mal unwiderruflich da, wenn man sie in die Welt gesetzt hat. Und in seine Karriere zu investieren, macht nur Sinn, wenn man es auch durchzieht. Ansonsten kann man von Anfang an anders, sprich: kräfteschonender an den eigenen beruflichen Werdegang herangehen und sich die Option "Familienleben" offenhalten.
Garantien und Sicherheiten gibt es heutzutage eh keine mehr - weder im Beruf noch im Privatleben. Alles ist irgendwie ein Glücksspiel - that's for shure. Also bleibt nur noch die eigene Person (im Sinne von Persönlichkeit und Gesundheit!) als Konstante. Geht damit rücksichtsvoll und liebevoll um.
EDIT:
Giganto, du bestätigst mich mit deinem Beitrag. Ich wünsche jedem, dass er seine eigenen Ideen und Vorhaben in die Tat umsetzen kann. Aber ich kenne niemanden, der das wirklich erfolgreich geschafft hat: Abbruch der Karriere, Scheitern der Ehe, Kinder, die aus dem Ruder laufen usw. usw. usw. - DAS sind die Erfahrungen, die ich in meinem Umfeld mache. Oder eben alternativ der Verzicht auf Kinder, weil die Kraft für Karriere und Familie nicht reicht. Diese Erfahrungen/ Beobachtungen habe ich im übrigen nicht mit 30 gemacht, sondern erst gehäuft in den letzten Jahren. Also lass uns noch mal in zehn, fünfzehn Jahren drüber sprechen...
19 Samstag, 19.
August 2006 um 12:43 Uhr
es gibt hier noch mehr menschen mit doppelbelastung, die aber ganz andere schlüsse ziehen und erfahrungen gesammelt haben. auch in meinem persönlichen umfeld gibt es genug postiv beispiele, die dies belegen und rechtfertigen.
ich will jetzt explizit nochmal auf folgendes eingehen:
ich sprecht von der verpflichtung der frau zur doppelbelastung. mir fehlt da nach wie vor die männliche komponente! wo bleibt die verantwortung des mannes. wenn ihr diese nicht selber einfordert und euch statt dessen zurücklehnt: euer fehler! so wird sich nie etwas ändern und die emanzipation kann man als gescheitert erklären, hier und jetzt!
| Zitat | |
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es gibt hier noch mehr menschen mit doppelbelastung, die aber ganz andere schlüsse ziehen und erfahrungen gesammelt haben. auch in meinem persönlichen umfeld gibt es genug postiv beispiele, die dies belegen und rechtfertigen.
ich will jetzt explizit nochmal auf folgendes eingehen:
ich sprecht von der verpflichtung der frau zur doppelbelastung. mir fehlt da nach wie vor die männliche komponente! wo bleibt die verantwortung des mannes. wenn ihr diese nicht selber einfordert und euch statt dessen zurücklehnt: euer fehler! so wird sich nie etwas ändern und die emanzipation kann man als gescheitert erklären, hier und jetzt!
20 Samstag, 19.
August 2006 um 13:05 Uhr
Ich brauche nichts einzufordern. Und ich beschwere mich auch nicht. Also was soll das? Partnerschaften sind heute einfach nicht mehr stabil genug, als das man sich darauf verlassen könnte. Wer anders denkt, ist ein Träumer oder aber ein Glückspilz, dem das Schicksal etwas ganz besonderes an die Seite stellt.
Und da seh ich auch gar keine besondere Verantwortung des Mannes. Schließlich schmeissen auch Frauen ihre Mutterrolle hin und lassen Mann und Kinder zurück.
Und was die Verantwortung von Vätern angeht: Ich für meinen Teil kenne keinen Mann, der auf Dauer 50 % der elterlichen Pflichten erfüllt. Die Hauptaufgabe liegt bei der Mutter, bis die Kinder das Haus verlassen. Das es andere Fälle gibt, bleibt damit unbestritten.
| Zitat von Giganto | |
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Ich brauche nichts einzufordern. Und ich beschwere mich auch nicht. Also was soll das? Partnerschaften sind heute einfach nicht mehr stabil genug, als das man sich darauf verlassen könnte. Wer anders denkt, ist ein Träumer oder aber ein Glückspilz, dem das Schicksal etwas ganz besonderes an die Seite stellt.
Und da seh ich auch gar keine besondere Verantwortung des Mannes. Schließlich schmeissen auch Frauen ihre Mutterrolle hin und lassen Mann und Kinder zurück.
Und was die Verantwortung von Vätern angeht: Ich für meinen Teil kenne keinen Mann, der auf Dauer 50 % der elterlichen Pflichten erfüllt. Die Hauptaufgabe liegt bei der Mutter, bis die Kinder das Haus verlassen. Das es andere Fälle gibt, bleibt damit unbestritten.
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