[Gedicht] Nights in White Satin
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Anika
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1 Sonntag, 27.
August 2006 um 17:54 Uhr
Nights in White Satin
Blaudunkle Nacht,
ein Märchen.
Luft aus Seide,
Sternenschein.
Ich hab getanzt in dieser Nacht,
die Füße bloß,
im Wind das Haar,
in einem Kleid aus heller Seide.
Ein Lied erklang in dieser Nacht,
erfüllte mich,
klang nach in mir
und sprach vom Glück.
Er war bei mir in dieser Nacht,
so nah bei mir,
die Herzen nur getrennt
durch zarte weiße Seide.
Meine Stirn,
geschmiegt an seine Wange.
Mein weicher Arm,
umschlingend seinen Nacken.
Sein warmer Atem
in meinem wehenden Haar.
Geflüsterte Worte
an meinem lauschenden Ohr.
Starke Arme,
die mich sicher halten.
Heiße Hände
folgen unsichtbaren Linien,
und Ströme flüssigen Feuers
rasen durch meine Venen.
Verlangen füllte diese Nacht,
unendlich stark und groß,
ließ brennen meine Seele
und wuchs mit jedem leichten Schritt.
Vom See her stiegen Nebel auf,
so weiß, so rein, so schimmernd,
so makellos wie Seide.
Ich tanzte schwerelos in seinem Arm,
sank in das Moos,
um gleich in Flammen aufzugehn.
-----------------------------------------------------
In finstrem Raum fand ich mich wieder,
nur Dunkelheit und Kälte um mich her.
Das schöne Bild verging mit dem Erwachen.
Vertrieben waren Zärtlichkeit und Nähe.
Umschlang mich selbst mit meinen Armen.
Tonlose Schreie aus verzerrtem Mund:
Wo bist du?
Wie brennender Biss einer Peitsche,
wie klaffendes Mal im Herzen
sind Antwort und Erkenntnis:
Unerreichbar!
©Anika
09/06
Zuletzt modifiziert von Anika am 18.03.2008 - 10:57:35
Nights in White Satin
Blaudunkle Nacht,
ein Märchen.
Luft aus Seide,
Sternenschein.
Ich hab getanzt in dieser Nacht,
die Füße bloß,
im Wind das Haar,
in einem Kleid aus heller Seide.
Ein Lied erklang in dieser Nacht,
erfüllte mich,
klang nach in mir
und sprach vom Glück.
Er war bei mir in dieser Nacht,
so nah bei mir,
die Herzen nur getrennt
durch zarte weiße Seide.
Meine Stirn,
geschmiegt an seine Wange.
Mein weicher Arm,
umschlingend seinen Nacken.
Sein warmer Atem
in meinem wehenden Haar.
Geflüsterte Worte
an meinem lauschenden Ohr.
Starke Arme,
die mich sicher halten.
Heiße Hände
folgen unsichtbaren Linien,
und Ströme flüssigen Feuers
rasen durch meine Venen.
Verlangen füllte diese Nacht,
unendlich stark und groß,
ließ brennen meine Seele
und wuchs mit jedem leichten Schritt.
Vom See her stiegen Nebel auf,
so weiß, so rein, so schimmernd,
so makellos wie Seide.
Ich tanzte schwerelos in seinem Arm,
sank in das Moos,
um gleich in Flammen aufzugehn.
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In finstrem Raum fand ich mich wieder,
nur Dunkelheit und Kälte um mich her.
Das schöne Bild verging mit dem Erwachen.
Vertrieben waren Zärtlichkeit und Nähe.
Umschlang mich selbst mit meinen Armen.
Tonlose Schreie aus verzerrtem Mund:
Wo bist du?
Wie brennender Biss einer Peitsche,
wie klaffendes Mal im Herzen
sind Antwort und Erkenntnis:
Unerreichbar!
©Anika
09/06
Zuletzt modifiziert von Anika am 18.03.2008 - 10:57:35
2 Sonntag, 27.
August 2006 um 18:00 Uhr
ich bin geschockt von diesem Gedicht.
Das eiskalte Erwachen aus einem immer schneller und heißer werdenden Tanz und der Kontakt, zwischen dir und dem Traum, dem Wunder des gemeinsamen Tanzens und brennens...
ich bin unglaublich beeindruckt, wie leidenschaftlich das Gedicht geworden ist und wie du die anfängliche Kälte in Feuer und in eiskaltes und grauenhaftes Erkennen verwandelt hast!
ich bin geschockt von diesem Gedicht.
Das eiskalte Erwachen aus einem immer schneller und heißer werdenden Tanz und der Kontakt, zwischen dir und dem Traum, dem Wunder des gemeinsamen Tanzens und brennens...
ich bin unglaublich beeindruckt, wie leidenschaftlich das Gedicht geworden ist und wie du die anfängliche Kälte in Feuer und in eiskaltes und grauenhaftes Erkennen verwandelt hast!
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Anika
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3 Sonntag, 27.
August 2006 um 18:06 Uhr
Ja, das Brett musste erst weg vom Kopf.
Hast mir sehr geholfen, Lyka.
Danke.
Edit:
Zum Verständnis: Lyka kennt den Anfang der ersten Version.
Ja, das Brett musste erst weg vom Kopf.
Hast mir sehr geholfen, Lyka.
Danke.

Edit:
Zum Verständnis: Lyka kennt den Anfang der ersten Version.
Daemonarch
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Anika
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5 Sonntag, 27.
August 2006 um 23:43 Uhr
Hehe, wie kommst du darauf?
Vielleicht zuviel The Moody Blues "Nights in White Satin". :naughty:
| Zitat von Daemonarch;119226 | |
|
Hehe, wie kommst du darauf?
Vielleicht zuviel The Moody Blues "Nights in White Satin". :naughty:
powersofti
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Anika
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7 Montag, 28.
August 2006 um 12:09 Uhr
Vielen Dank.
Ich kann dir aber sagen, es war eine schwere Geburt.
Wäre Lyka nicht gewesen, hätte ich es wahrscheinlich weggeschmissen.
Es ist schön, einen solchen Kritiker zu haben.
| Zitat von powersofti;119266 | |
|
Vielen Dank.
Ich kann dir aber sagen, es war eine schwere Geburt.
Wäre Lyka nicht gewesen, hätte ich es wahrscheinlich weggeschmissen.
Es ist schön, einen solchen Kritiker zu haben.
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