hatz 4 empfänger für den öffentlichen nahverkehr einsetzen?
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1 Dienstag, 29.
August 2006 um 14:25 Uhr
gerade tobt ja wieder eine diskussion durch die republik: der neuste wurf einiger politiker lautet, hartz 4 empfänger für den service bereich im öffentlichen nahverkehr einzusetzen. sie sollen alten damen, geh-behinderten und müttern mit kinderwagen beim ein und aussteigen behilflich sein, und wenn es einmal brenzlich wird die polizei rufen oder kleinere auseinandersetzungen vieliecht selber schlichten. das ganze für ein "butterbrot" versteht sich!
was haltet ihr davon?
gerade tobt ja wieder eine diskussion durch die republik: der neuste wurf einiger politiker lautet, hartz 4 empfänger für den service bereich im öffentlichen nahverkehr einzusetzen. sie sollen alten damen, geh-behinderten und müttern mit kinderwagen beim ein und aussteigen behilflich sein, und wenn es einmal brenzlich wird die polizei rufen oder kleinere auseinandersetzungen vieliecht selber schlichten. das ganze für ein "butterbrot" versteht sich!
was haltet ihr davon?
2 Dienstag, 29.
August 2006 um 14:53 Uhr
... so das jeder sehen kann: "Seht her - ich bin arbeitslos!"
Abgesehen davon, das ich es für sinnfrei halte, irgendwelche Leute ggf. etwas älteren Jahrgangs in die Öffis zu stecken, wo sie sich mit besoffenen Jugendbanden auseinandersetzen müssen. Die bezahlen eh nicht, beschmieren alles, belästigen die Leute usw.
Natürlich kann man verlangen, das die Leute ggf. Arbeiten machen, um nicht ganz zu hause zu versauen. Viele werden einfach zu faul um dann noch was zu machen. Aber ob das das richtige ist...
... so das jeder sehen kann: "Seht her - ich bin arbeitslos!"
Abgesehen davon, das ich es für sinnfrei halte, irgendwelche Leute ggf. etwas älteren Jahrgangs in die Öffis zu stecken, wo sie sich mit besoffenen Jugendbanden auseinandersetzen müssen. Die bezahlen eh nicht, beschmieren alles, belästigen die Leute usw.
Natürlich kann man verlangen, das die Leute ggf. Arbeiten machen, um nicht ganz zu hause zu versauen. Viele werden einfach zu faul um dann noch was zu machen. Aber ob das das richtige ist...
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3 Dienstag, 29.
August 2006 um 17:44 Uhr
In meinen Augen spricht nichts dagegen. Wenn die Allgemeinheit mein Leben finanziert, so kann ich der Allgemeinheit doch etwas zurückgeben, oder? So weit hergeholt ist das nun wirklich nicht.
In meinen Augen spricht nichts dagegen. Wenn die Allgemeinheit mein Leben finanziert, so kann ich der Allgemeinheit doch etwas zurückgeben, oder? So weit hergeholt ist das nun wirklich nicht.
Piet
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4 Dienstag, 29.
August 2006 um 17:53 Uhr
Naja so langsam kommt es mir so vor, als würden praktisch irgendwelche Lücken gesucht werden wo man noch nen h4er verheizen kann...
Naja so langsam kommt es mir so vor, als würden praktisch irgendwelche Lücken gesucht werden wo man noch nen h4er verheizen kann...
Piet
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6 Dienstag, 29.
August 2006 um 18:04 Uhr
damit meine ich die "Arbeit" die sie verrichten sollen. Aufpasser im Bus oder in den U-Bahnen. Die armen kerle werden höchstens tierisch einen vorn Zahn bekommen als damit anerkannte Arbeit zu leisten.
siehe auch wisdoms post.
damit meine ich die "Arbeit" die sie verrichten sollen. Aufpasser im Bus oder in den U-Bahnen. Die armen kerle werden höchstens tierisch einen vorn Zahn bekommen als damit anerkannte Arbeit zu leisten.
siehe auch wisdoms post.
7 Dienstag, 29.
August 2006 um 18:06 Uhr
Man wird für solche Arbeiten sicherlich kein schmächtiges Kerlchen oder eine ältere Damen nehmen. Zudem wäre auch nie einer alleine unterwegs, sondern in 2-4er Gruppen.
| Zitat von Psycho_Cowboy®™;119490 | |
|
Man wird für solche Arbeiten sicherlich kein schmächtiges Kerlchen oder eine ältere Damen nehmen. Zudem wäre auch nie einer alleine unterwegs, sondern in 2-4er Gruppen.
Piet
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8 Dienstag, 29.
August 2006 um 18:10 Uhr
was bringt das dem armen 45 jährigen Familienvater, der 25 Jahre super Arbeit geleistet hat auf'm Bau. Nun aber wegen der schlechten Auftragslage entlassen worden ist und auch kaum Chancen auf Neueinstellung hat. Dafür darf er mit 3 anderen Jungs die U-Bahn durchkämmen wo die Kiddie's schon mit 8 Jahren die ersten Vorstrafen haben.
| Zitat von masso;119492 | |
|
was bringt das dem armen 45 jährigen Familienvater, der 25 Jahre super Arbeit geleistet hat auf'm Bau. Nun aber wegen der schlechten Auftragslage entlassen worden ist und auch kaum Chancen auf Neueinstellung hat. Dafür darf er mit 3 anderen Jungs die U-Bahn durchkämmen wo die Kiddie's schon mit 8 Jahren die ersten Vorstrafen haben.
9 Dienstag, 29.
August 2006 um 18:16 Uhr
Klar gibt es immer Leute die davon hart betroffen sind.
Aber kein Beispiel ohne Gegenbeispiel: Junger Kerl, lebt zu Hause, die Jobangebote, die ihm zugetragen wurden, sind ihm nicht lukrativ genug. Er bleibt daher lieber zu Hause und genießt das Leben. 6 Mal die Woche Fitness-Studio, jeden Tag ausschlafen, viel Zeit für Fernsehen und Internet.
| Zitat von Psycho_Cowboy®™;119494 | |
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Klar gibt es immer Leute die davon hart betroffen sind.
Aber kein Beispiel ohne Gegenbeispiel: Junger Kerl, lebt zu Hause, die Jobangebote, die ihm zugetragen wurden, sind ihm nicht lukrativ genug. Er bleibt daher lieber zu Hause und genießt das Leben. 6 Mal die Woche Fitness-Studio, jeden Tag ausschlafen, viel Zeit für Fernsehen und Internet.
Piet
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10 Dienstag, 29.
August 2006 um 18:18 Uhr
und genau deshalb bin ich generell dagegen, weil man heutzutage anscheinend nicht in der Lage ist zwischen diesen beiden gruppen zu unterscheiden.
| Zitat von masso;119502 | |
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und genau deshalb bin ich generell dagegen, weil man heutzutage anscheinend nicht in der Lage ist zwischen diesen beiden gruppen zu unterscheiden.
11 Dienstag, 29.
August 2006 um 19:00 Uhr
also ich finde es generell schon sehr arrogant, einen job abzulehnen. ich meine, was ist denn schlimm daran, eine verantwortungsvolle aufgabe in einem service bereich zu übernehmen? natürlich darf niemand gegen seinen eigenen wunsch in gefahr kommen, körperlicher art. aber ansonsten spricht meiner meinung nach nichts dagegen.
ich persönlich würde vorübergehend fast alle arten von arbeiten ausführen.
also ich finde es generell schon sehr arrogant, einen job abzulehnen. ich meine, was ist denn schlimm daran, eine verantwortungsvolle aufgabe in einem service bereich zu übernehmen? natürlich darf niemand gegen seinen eigenen wunsch in gefahr kommen, körperlicher art. aber ansonsten spricht meiner meinung nach nichts dagegen.
ich persönlich würde vorübergehend fast alle arten von arbeiten ausführen.
Nightwitch
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12 Dienstag, 29.
August 2006 um 20:46 Uhr
Desweiteren ist es schon so, dass HartzIV-Empfänger Arbeit annehmen müssen.
Gartenarbeit in öffentlichen Grünanlagen z.b., ich bin für ein paar Wochen im Kindergarten eingesetzt worden um dort Kinder zu betreuen, wieso also nicht auch im ÖPNV?
Diese "Sherrifs" gibt es zumindest im Ruhrgebiet schon länger (zumindest habe ich da welche in den S-Bahnen) gesehen.
Sie haben halt ne Uniform an, gehen mit mehreren durch die Züge und kontrollieren ob alles okay ist, geben Auskunft und leisten Hilfestellung.
Provokation seitens der Fahrgäste hin oder her... wenn die Leute, die für den Dienst ausgewählt werden, werden vorher eigentlich gründlich überprüft (so war das z.b. bei mir der Fall als ich im Kindergarten anfing). Ich musste auch polizeiliches Führungszeugnis vorlegen und ein Gespräch mit einem Psychologen führen, bevor ich als "geeignet" eingestuft wurde
Desweiteren ist es schon so, dass HartzIV-Empfänger Arbeit annehmen müssen.
Gartenarbeit in öffentlichen Grünanlagen z.b., ich bin für ein paar Wochen im Kindergarten eingesetzt worden um dort Kinder zu betreuen, wieso also nicht auch im ÖPNV?
Diese "Sherrifs" gibt es zumindest im Ruhrgebiet schon länger (zumindest habe ich da welche in den S-Bahnen) gesehen.
Sie haben halt ne Uniform an, gehen mit mehreren durch die Züge und kontrollieren ob alles okay ist, geben Auskunft und leisten Hilfestellung.
Provokation seitens der Fahrgäste hin oder her... wenn die Leute, die für den Dienst ausgewählt werden, werden vorher eigentlich gründlich überprüft (so war das z.b. bei mir der Fall als ich im Kindergarten anfing). Ich musste auch polizeiliches Führungszeugnis vorlegen und ein Gespräch mit einem Psychologen führen, bevor ich als "geeignet" eingestuft wurde
13 Dienstag, 29.
August 2006 um 23:01 Uhr
Grundsätzlich halte ich es für richtig Lanzeitarbeitslosen Jobs zu verordnen.
Das gilt natürlich nur wenn kein ernsthafter Hinderungsgrund vorliegt (körperliche Gebrechen, uU familiäre Situation).
Warum sollte jemand der ohne weiteres arbeiten könnte von der Solidargemeinschaft Geld geschenkt bekommen?
Nicht gut finde ich wiederum dadurch reguläre Jobs zu ersetzen (wie es bei diesen Aufpassern mindest teilweise der Fall wäre). Aber Dinge die sonst unerledigt bleiben, weil sie zu teuer sind, könnten so erledigt werden. (zB Gehwegpflege)
Ich würde den Betroffenen dafür keinen Cent mehr geben. Wer Geld haben will, muss eben arbeiten. So ist es auf der ganzen Welt. Schön wenn es noch ein Auffangsystem gibt für diejenigen, die nicht arbeiten können. Aber da muss es eben schon einen triftigen Grund geben.
Diese verordnete regelmässige Arbeit würde zumindest helfen mehr Menschen arbeitsfähig zu halten.
Denn wer über Jahre hinweg den ganzen Tag nur gammelt, für den wäre die Umstellung zu einem fulltime-Job gewaltig. Das weiss auch ein potentieller Arbeitgeber und nimmt den Bewerber folglich garnicht erst.
Um das umzusetzen wäre allerdings ein grundlegender Mentalitätswandel nötig. Und zwar ist folgende Binsenweisheit einfach in vielen Köpfen nicht angekommen:
Niemand hat etwas zu verschenken. Die Staatskasse am allerwenigsten.
Zum 45 jährigen: Ist man mit 45 schon so gut wie tot und hat im Leben genug getan oder wie?
Ich finde nicht, dass irgendwas dagegen spricht, dass ein 45 jähriger arbeitet. Sofern er nach den Jahren aufm Bau nicht sowieso körperlich hinüber ist.
Und bitte kommt nicht mit dem Argument: Der hat über Jahre Beiträge eingezahlt blabla
Das ist eine Solidargemeinschaft. Da kriegt man nicht wieder was man eingezahlt hat. So funktioniert das System nicht.
Grundsätzlich halte ich es für richtig Lanzeitarbeitslosen Jobs zu verordnen.
Das gilt natürlich nur wenn kein ernsthafter Hinderungsgrund vorliegt (körperliche Gebrechen, uU familiäre Situation).
Warum sollte jemand der ohne weiteres arbeiten könnte von der Solidargemeinschaft Geld geschenkt bekommen?
Nicht gut finde ich wiederum dadurch reguläre Jobs zu ersetzen (wie es bei diesen Aufpassern mindest teilweise der Fall wäre). Aber Dinge die sonst unerledigt bleiben, weil sie zu teuer sind, könnten so erledigt werden. (zB Gehwegpflege)
Ich würde den Betroffenen dafür keinen Cent mehr geben. Wer Geld haben will, muss eben arbeiten. So ist es auf der ganzen Welt. Schön wenn es noch ein Auffangsystem gibt für diejenigen, die nicht arbeiten können. Aber da muss es eben schon einen triftigen Grund geben.
Diese verordnete regelmässige Arbeit würde zumindest helfen mehr Menschen arbeitsfähig zu halten.
Denn wer über Jahre hinweg den ganzen Tag nur gammelt, für den wäre die Umstellung zu einem fulltime-Job gewaltig. Das weiss auch ein potentieller Arbeitgeber und nimmt den Bewerber folglich garnicht erst.
Um das umzusetzen wäre allerdings ein grundlegender Mentalitätswandel nötig. Und zwar ist folgende Binsenweisheit einfach in vielen Köpfen nicht angekommen:
Niemand hat etwas zu verschenken. Die Staatskasse am allerwenigsten.
Zum 45 jährigen: Ist man mit 45 schon so gut wie tot und hat im Leben genug getan oder wie?
Ich finde nicht, dass irgendwas dagegen spricht, dass ein 45 jähriger arbeitet. Sofern er nach den Jahren aufm Bau nicht sowieso körperlich hinüber ist.
Und bitte kommt nicht mit dem Argument: Der hat über Jahre Beiträge eingezahlt blabla
Das ist eine Solidargemeinschaft. Da kriegt man nicht wieder was man eingezahlt hat. So funktioniert das System nicht.
14 Mittwoch, 30.
August 2006 um 07:18 Uhr
ein anderer Harken ist es, das so ggf. Arbeitsplätze zu 1 Euro Jobs umgewandelt werden. Es ist jetzt schon so, das in den Pflegediensten Personal abgebaut wird und durch 1 Euro Jobber ersetzt werden... Am Ende wird einem arbeitslosen Straßenbahnfahrer gesagt - er solle doch bitte fahren und die anderen patroulieren derweil. Dafür wird dann der "teure" Fahrer rausgehauen...
Versteht ihr auf was ich hinaus will? Es ist ziemlich leicht, solche Sachen unmenschlich auszunutzen - wenn es einmal von der Regierung so auf den Weg gebracht wird.
Die Wachdienstmänner verdienen so schon nichts. Aber es wird dann wohl nicht mehr lange dauern, bis sie Arbeitslose dazu anheuern. Unter'm Strich gibt es dann genauso viele Arbeitslose wie zuvor - denn der Wachmann wurde ja auch rausgeschmissen - nur das jetzt alle für lau (Harz IV) oder für 1 Euro joppen!!!! Bezahlt von den Steuern - und die Unternehmer lachen sich einen Ast über soviel Blödsinn's Ideen.
Hoch lebe das Kapital!
Aber vielleicht kommt einmal die Zeit - als dann man selber oder eine Bekannte in einem Pflegeheim liegt, es auf einmal Probleme gibt und der Arbeitslose oder 1Euro Fritze davor steht - ohne Ausbildung und nicht weiß was er machen soll...
man kann es ihm nicht ankreiden - aber es tut uns leid, ihre Angehörige ist leider...
ein anderer Harken ist es, das so ggf. Arbeitsplätze zu 1 Euro Jobs umgewandelt werden. Es ist jetzt schon so, das in den Pflegediensten Personal abgebaut wird und durch 1 Euro Jobber ersetzt werden... Am Ende wird einem arbeitslosen Straßenbahnfahrer gesagt - er solle doch bitte fahren und die anderen patroulieren derweil. Dafür wird dann der "teure" Fahrer rausgehauen...
Versteht ihr auf was ich hinaus will? Es ist ziemlich leicht, solche Sachen unmenschlich auszunutzen - wenn es einmal von der Regierung so auf den Weg gebracht wird.
Die Wachdienstmänner verdienen so schon nichts. Aber es wird dann wohl nicht mehr lange dauern, bis sie Arbeitslose dazu anheuern. Unter'm Strich gibt es dann genauso viele Arbeitslose wie zuvor - denn der Wachmann wurde ja auch rausgeschmissen - nur das jetzt alle für lau (Harz IV) oder für 1 Euro joppen!!!! Bezahlt von den Steuern - und die Unternehmer lachen sich einen Ast über soviel Blödsinn's Ideen.
Hoch lebe das Kapital!
Aber vielleicht kommt einmal die Zeit - als dann man selber oder eine Bekannte in einem Pflegeheim liegt, es auf einmal Probleme gibt und der Arbeitslose oder 1Euro Fritze davor steht - ohne Ausbildung und nicht weiß was er machen soll...
man kann es ihm nicht ankreiden - aber es tut uns leid, ihre Angehörige ist leider...
powersofti
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15 Mittwoch, 30.
August 2006 um 09:32 Uhr
Das dürfte ja allgemein bekannt sein:
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) erwartet nach eigenen Angaben in diesem Jahr einen Rekordüberschuss, der sich auf nahezu zehn Milliarden Euro belaufen könnte.
Weniger bekannt dürfte diese Tatsache sein:
Hartz IV: Kostenexplosion des ALG nur ein Mythos?
Mit Phantomzahlen versuchen Politiker und so genannte Experten eine Kostenexplosion beim ALG II herbeizureden. Der Zweck ist klar: Es soll der Eindruck vermittelt werden, dass Arbeitslosengeld II (ALG II) sei so teuer, weil zu üppig bemessen und weil es viele Erwerbslose zu Unrecht beziehen. Mit der Rede von einer Kostenexplosion sollen weitere Kürzungen und Einschnitte vorbereitet werden.
Dabei ist die Kostenexplosion genauso unzutreffend und herbeigelogen wie der behauptete massenhafte Leistungsmissbrauch. Erheblich gestiegen sind lediglich die Verwaltungskosten und die kann man nun wirklich nicht den Erwerbslosen anlasten.
Es steht jeden Tag in der Zeitung. Die Ausgaben fürs Arbeitslosengeld II (ALG II) explodieren und steigen ins Uferlose. Und es gibt massenhaft Leistungsmissbrauch: "Arbeitslose zocken Geld ab, das ihnen gar nicht zusteht." Das ärgert viele. Erst recht, wenn der eigene, bescheidene Lohn kaum bis zum Monatsende reicht, man aber über Steuern das ALG II noch mitbezahlen muss. Doch was ist, wenn die Vorwürfe gegen Arbeitslose gar nicht stimmen? Wem nützt die ganze Hetze eigentlich wirklich?
Das ALG II ist so teuer, weil millionenfach Arbeitsplätze fehlen und die Zahl derer stetig ansteigt, die länger als ein Jahr arbeitslos sind. Diesen Anstieg der Langzeitarbeitslosen hätte es auch ohne Hartz IV gegeben. Gäbe es heute noch die alte Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe, dann würden alles in allem 41,0 Mrd. Euro im Jahr dafür ausgegeben. Hartz IV kostet 40,9 Mrd. Euro- also nahezu exakt den gleichen Betrag. Das hat das Bundesarbeitsministerium ausgerechnet.
Den Beweis liefert die Bundesregierung selbst
Den Nachweis für den Mythos der Kostenexplosion erbringt die Bundesregierung selbst. In ihrem neuen Bericht zur Entwicklung von Hartz 4 im Vergleich zur Sozialhilfe werden die Kosten einzeln aufgelistet.
Quelle: Hartz IV: Kostenexplosion des ...ank"> www.gegen-hartz.de
Am interessantesten finde ich das:
Verwaltungsaufwand von Langzeitarbeitslosen seit 2005 von :
1043,16 Euro - 545,- Euro = 498,16 Euro für 2005
1299,98 Euro - 545,- Euro = 754,98 Euro für 2006
Wer zockt hier eigentlich wenn ab?
Das dürfte ja allgemein bekannt sein:
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) erwartet nach eigenen Angaben in diesem Jahr einen Rekordüberschuss, der sich auf nahezu zehn Milliarden Euro belaufen könnte.
Weniger bekannt dürfte diese Tatsache sein:
Hartz IV: Kostenexplosion des ALG nur ein Mythos?
Mit Phantomzahlen versuchen Politiker und so genannte Experten eine Kostenexplosion beim ALG II herbeizureden. Der Zweck ist klar: Es soll der Eindruck vermittelt werden, dass Arbeitslosengeld II (ALG II) sei so teuer, weil zu üppig bemessen und weil es viele Erwerbslose zu Unrecht beziehen. Mit der Rede von einer Kostenexplosion sollen weitere Kürzungen und Einschnitte vorbereitet werden.
Dabei ist die Kostenexplosion genauso unzutreffend und herbeigelogen wie der behauptete massenhafte Leistungsmissbrauch. Erheblich gestiegen sind lediglich die Verwaltungskosten und die kann man nun wirklich nicht den Erwerbslosen anlasten.
Es steht jeden Tag in der Zeitung. Die Ausgaben fürs Arbeitslosengeld II (ALG II) explodieren und steigen ins Uferlose. Und es gibt massenhaft Leistungsmissbrauch: "Arbeitslose zocken Geld ab, das ihnen gar nicht zusteht." Das ärgert viele. Erst recht, wenn der eigene, bescheidene Lohn kaum bis zum Monatsende reicht, man aber über Steuern das ALG II noch mitbezahlen muss. Doch was ist, wenn die Vorwürfe gegen Arbeitslose gar nicht stimmen? Wem nützt die ganze Hetze eigentlich wirklich?
Das ALG II ist so teuer, weil millionenfach Arbeitsplätze fehlen und die Zahl derer stetig ansteigt, die länger als ein Jahr arbeitslos sind. Diesen Anstieg der Langzeitarbeitslosen hätte es auch ohne Hartz IV gegeben. Gäbe es heute noch die alte Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe, dann würden alles in allem 41,0 Mrd. Euro im Jahr dafür ausgegeben. Hartz IV kostet 40,9 Mrd. Euro- also nahezu exakt den gleichen Betrag. Das hat das Bundesarbeitsministerium ausgerechnet.
Den Beweis liefert die Bundesregierung selbst
Den Nachweis für den Mythos der Kostenexplosion erbringt die Bundesregierung selbst. In ihrem neuen Bericht zur Entwicklung von Hartz 4 im Vergleich zur Sozialhilfe werden die Kosten einzeln aufgelistet.
Quelle: Hartz IV: Kostenexplosion des ...ank"> www.gegen-hartz.de
Am interessantesten finde ich das:
Verwaltungsaufwand von Langzeitarbeitslosen seit 2005 von :
1043,16 Euro - 545,- Euro = 498,16 Euro für 2005
1299,98 Euro - 545,- Euro = 754,98 Euro für 2006
Wer zockt hier eigentlich wenn ab?
16 Mittwoch, 30.
August 2006 um 12:26 Uhr
und schon sind wir wieder bei diesem "System" das die Leute manipuliert!!! (siehe anderer Thread)
eine eingeschüchterte Herde läßt sich halt besser lenken! und auch besser melken - so wie es aussieht!
Naja, es gibt genug Laternen hier in Leipzig...
und schon sind wir wieder bei diesem "System" das die Leute manipuliert!!! (siehe anderer Thread)
eine eingeschüchterte Herde läßt sich halt besser lenken! und auch besser melken - so wie es aussieht!
Naja, es gibt genug Laternen hier in Leipzig...
17 Donnerstag, 31.
August 2006 um 00:44 Uhr
Weil kein normaler Arbeitnehmer mit dem Preis eines Arbeitslosen der auf Zwang arbeitet mithalten kann, bin ich ja dafür die Jobs nicht für private Stellen zu nutzen sondern eben für den der bezahlt und das ist die öffentliche Hand. Und auch da dürfen eben nicht die vorhandenen Jobs ersetzt werden. Das wäre auch ein möglicher Zivi-Ersatz und man könnte damit den Wehrdienst, der unnötig und viel zu teuer ist, abschaffen. Das Beispiel mit den unausgebildeten Leuten ist ja nett, aber durch die Zivis sowieso seit langem Realität.
Ich bin absolut nicht der Ansicht, dass ALG2-Empfänger zuviel Geld kriegen. Mit Sicherheit nicht.
Aber ich finde, dass zuviele Leute ALG2 kriegen.
Davon dass sie irgendeiner Billigarbeit nachgehen die sonst eben nicht gemacht würde sinken zwar nicht die Ausgaben für ALG2. Auch nicht der Verwaltungsaufwand oder die Arbeitslosenzahlen (höchstens etwas). Aber immerhin sitzen dann nicht mehr so viele den ganzen Tag nur vor der Glotze, langweilen sich, werden fett und rauchen und belasten dadurch auch noch das Gesundheitssystem unnötig. (Das passiert sicher nicht bei allen aber bei vielen)
Weil kein normaler Arbeitnehmer mit dem Preis eines Arbeitslosen der auf Zwang arbeitet mithalten kann, bin ich ja dafür die Jobs nicht für private Stellen zu nutzen sondern eben für den der bezahlt und das ist die öffentliche Hand. Und auch da dürfen eben nicht die vorhandenen Jobs ersetzt werden. Das wäre auch ein möglicher Zivi-Ersatz und man könnte damit den Wehrdienst, der unnötig und viel zu teuer ist, abschaffen. Das Beispiel mit den unausgebildeten Leuten ist ja nett, aber durch die Zivis sowieso seit langem Realität.
Ich bin absolut nicht der Ansicht, dass ALG2-Empfänger zuviel Geld kriegen. Mit Sicherheit nicht.
Aber ich finde, dass zuviele Leute ALG2 kriegen.
Davon dass sie irgendeiner Billigarbeit nachgehen die sonst eben nicht gemacht würde sinken zwar nicht die Ausgaben für ALG2. Auch nicht der Verwaltungsaufwand oder die Arbeitslosenzahlen (höchstens etwas). Aber immerhin sitzen dann nicht mehr so viele den ganzen Tag nur vor der Glotze, langweilen sich, werden fett und rauchen und belasten dadurch auch noch das Gesundheitssystem unnötig. (Das passiert sicher nicht bei allen aber bei vielen)
18 Sonntag, 03.
September 2006 um 22:04 Uhr
was hier ein wenig vergessen wird, meiner meinung nach:
was ist mit der gruppen menschen, die über jahre in die arbeitslosenversicherung eingezahlt hat und jetzt unverschuldet arbeitslos wird. sie haben doch einen gewissen anspruch auf die kohle, die in dieses system geflossen ist. ein nicht unerheblicher teil "unseres" monatsgehalts fliesst nämlich in diese kasse.
eine lösung wäre es sicherlich, die arbeitslosen versicherung in private hand zu geben. als eine art pflichtversicherung.
wer jetzt zb. nicht arbeitslos wird, bekommt dann irgendwann die eingezahlten gelder, ausgezahlt. so gehen dann vieleicht auch mehr menschen eher aus dem erwerb und mehr arbeitsplätze werden längerfristig frei = weniger arbeitslose.
ich weiss, ist ein wenig (zu)einfach gedacht.
wer darüber hinaus geld will, muss öffentlichen arbeiten nachgehen, die der gemeinschaft zu gute kommen.
was hier ein wenig vergessen wird, meiner meinung nach:
was ist mit der gruppen menschen, die über jahre in die arbeitslosenversicherung eingezahlt hat und jetzt unverschuldet arbeitslos wird. sie haben doch einen gewissen anspruch auf die kohle, die in dieses system geflossen ist. ein nicht unerheblicher teil "unseres" monatsgehalts fliesst nämlich in diese kasse.
eine lösung wäre es sicherlich, die arbeitslosen versicherung in private hand zu geben. als eine art pflichtversicherung.
wer jetzt zb. nicht arbeitslos wird, bekommt dann irgendwann die eingezahlten gelder, ausgezahlt. so gehen dann vieleicht auch mehr menschen eher aus dem erwerb und mehr arbeitsplätze werden längerfristig frei = weniger arbeitslose.
ich weiss, ist ein wenig (zu)einfach gedacht.
wer darüber hinaus geld will, muss öffentlichen arbeiten nachgehen, die der gemeinschaft zu gute kommen.
19 Montag, 04.
September 2006 um 01:43 Uhr
Zum einen hab ich die Einzahler bereits erwähnt, zum andern geht es um ALG2. Auch wenn mans nicht glaubt: es gibt auch noch ALG1. Der Anspruch auf ALG1 ergibt sich aus den Einzahlungen. Mit ALG2 hat das nichts zu tun.
Zum einen hab ich die Einzahler bereits erwähnt, zum andern geht es um ALG2. Auch wenn mans nicht glaubt: es gibt auch noch ALG1. Der Anspruch auf ALG1 ergibt sich aus den Einzahlungen. Mit ALG2 hat das nichts zu tun.
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