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1 Mittwoch, 30.
August 2006 um 07:40 Uhr
Tach die Leut'z :-)
ungeachtet des Hartz IV Threads will ich mal eine andere Diskussion vom Zaun brechen...
es geht so um Sachen, die mir im täglichen Miteinander so auffallen. Wir haben pro Tag pro Therapeuten ca. 25 - 30 Pat., es kommen also jeden Tag mind. 120 - 160 Leute in unseren Laden.
Man hört ne Menge, bekommt vieles mit.
Es geht darum, das sich die Leute einfach immer mehr nur um sich selber kümmern. Selten gibt es noch echte Hilfe unter den Leuten. Abgesehen von der Nachbarschaftshilfe in den Kleingärten, im Wohnhaus oder Reihenhaussiedlungen.
ABER:
Heutzutage kennt nicht jeder jeden in einem 4stöckigem Wohnhaus - früher bei uns undenkbar. Der eigene Kleingarten soll schöner sein, als der es Nachbarn. Mit dem hat man auch Ärger, weil der eigene Laubbaum Blätter in seinen Garten weht und er damit Arbeit hat. Das sind nur einige Bsp. wie es heute zugeht. Immer gleich der Anwalt usw. Alle sind aggressiv und aufgeladen.
Die Leute sind manipuliert von den Medien, haben vorgefertigte Meinungen über alles und jeden. Lassen sich jeden Blödsinn andrehen oder beschwatzen.
Es ist alles etwas übertrieben, aber es scheint einfach so als ob es immer mehr "Zombies" gibt, die das "System" hervor bringt. Keinerlei Individualität, Eigeninitiative. Es gibt bei uns in Leipzig eine Wohnsiedlung von einigen Straßen - die veranstalten 1-2 im Jahr ein Fest (Grill usw.) um mal zu sehen, wer hier eigentlich wohnt - um sich kennen zu lernen usw.
Vermutlich einzigartig in der Stad. LEIDER! Alles lebt so nebeneinander her - um noch mehr Geld zu verdienen, noch mehr Krempel zu kaufen, das Auto muß größer werden, der Urlaub noch weiter weg sein, die Klamotten noch teurer und zahlreicher...
Warum lassen sich "alle" so blindlings manövrieren? Das beste Bsp. sind doch Leute mit Kohle ohne Ende - die jeden Müll kaufen zu irren Preisen (Friseur 250 Euro, Schuhe 500 Euro usw.)
Jemand der mit dem Geld rechnen muß ist wahrscheinlich noch "frei" von diesem System - weil er eh nicht dieses Tempo gehen kann.
Irgendwie vermiße ich diese Freiheit bei vielen, es würde das Leben doch soviel einfacher machen...
Ich will mich nicht beklagen, wir müssen nicht rechnen, müssen keine Miete bezahlen etc. Es soll hier also nicht wie eine Klage oder Psychoprobleme klingen...
kurz gesagt: Die Leute da oben bestimmen mir langsam zuviel im Leben und unsereins muß sich dafür immer schneller drehen. Das geht mir tierisch auf den Wecker :-) Man muß nur mal schauen, wieviel von der Kohle für Fixkosten weggehen, die von anderen gemacht werden bzw. was dann für das "eigene Wohl" übrig bleibt. Das geht dann für Statussymbole drauf :-)
So das wollte ich mal los werden!!!
Tach die Leut'z :-)
ungeachtet des Hartz IV Threads will ich mal eine andere Diskussion vom Zaun brechen...
es geht so um Sachen, die mir im täglichen Miteinander so auffallen. Wir haben pro Tag pro Therapeuten ca. 25 - 30 Pat., es kommen also jeden Tag mind. 120 - 160 Leute in unseren Laden.
Man hört ne Menge, bekommt vieles mit.
Es geht darum, das sich die Leute einfach immer mehr nur um sich selber kümmern. Selten gibt es noch echte Hilfe unter den Leuten. Abgesehen von der Nachbarschaftshilfe in den Kleingärten, im Wohnhaus oder Reihenhaussiedlungen.
ABER:
Heutzutage kennt nicht jeder jeden in einem 4stöckigem Wohnhaus - früher bei uns undenkbar. Der eigene Kleingarten soll schöner sein, als der es Nachbarn. Mit dem hat man auch Ärger, weil der eigene Laubbaum Blätter in seinen Garten weht und er damit Arbeit hat. Das sind nur einige Bsp. wie es heute zugeht. Immer gleich der Anwalt usw. Alle sind aggressiv und aufgeladen.
Die Leute sind manipuliert von den Medien, haben vorgefertigte Meinungen über alles und jeden. Lassen sich jeden Blödsinn andrehen oder beschwatzen.
Es ist alles etwas übertrieben, aber es scheint einfach so als ob es immer mehr "Zombies" gibt, die das "System" hervor bringt. Keinerlei Individualität, Eigeninitiative. Es gibt bei uns in Leipzig eine Wohnsiedlung von einigen Straßen - die veranstalten 1-2 im Jahr ein Fest (Grill usw.) um mal zu sehen, wer hier eigentlich wohnt - um sich kennen zu lernen usw.
Vermutlich einzigartig in der Stad. LEIDER! Alles lebt so nebeneinander her - um noch mehr Geld zu verdienen, noch mehr Krempel zu kaufen, das Auto muß größer werden, der Urlaub noch weiter weg sein, die Klamotten noch teurer und zahlreicher...
Warum lassen sich "alle" so blindlings manövrieren? Das beste Bsp. sind doch Leute mit Kohle ohne Ende - die jeden Müll kaufen zu irren Preisen (Friseur 250 Euro, Schuhe 500 Euro usw.)
Jemand der mit dem Geld rechnen muß ist wahrscheinlich noch "frei" von diesem System - weil er eh nicht dieses Tempo gehen kann.
Irgendwie vermiße ich diese Freiheit bei vielen, es würde das Leben doch soviel einfacher machen...
Ich will mich nicht beklagen, wir müssen nicht rechnen, müssen keine Miete bezahlen etc. Es soll hier also nicht wie eine Klage oder Psychoprobleme klingen...
kurz gesagt: Die Leute da oben bestimmen mir langsam zuviel im Leben und unsereins muß sich dafür immer schneller drehen. Das geht mir tierisch auf den Wecker :-) Man muß nur mal schauen, wieviel von der Kohle für Fixkosten weggehen, die von anderen gemacht werden bzw. was dann für das "eigene Wohl" übrig bleibt. Das geht dann für Statussymbole drauf :-)
So das wollte ich mal los werden!!!
2 Mittwoch, 30.
August 2006 um 08:46 Uhr
Hi,
muss dir leider zustimmen...
Gerade in der letzten Zeit befinde ich mich öfters in Situationen, in denen ich mich einfach nicht wohl fühle und das liegt einfach an den Wertvorstellungen meiner Mitmenschen bzw. Kollegen.
Ich bin im Moment in einem großen Konzern tätig und da geht es zu getreu dem Motto: "fressen oder gefressen werden". Und das entspricht einfach nicht meiner Mentalität. Natürlich kann und muss ich mich am Arbeitsplatz durchsetzen können, aber ich versuche das immer im Einklang mit meinen Kollegen. Nie versuche ich, dass ICH nach einem Projekt besser dastehe, als meine Kollegen. Und das ist hier leider an der Tagesordnung. In den meisten Fällen kann man nicht mehr von Teamarbeit sprechen, sondern eher nach Profilierungsversuchen der Beteiligten.
Ãch werde meine Konsequenzen daraus ziehen. Ich werden mich nach meinem Examen eher bei mittelständigen Unternehmen bewerben. In den letzten Jahren habe ich diverse Praktikas gemacht und ich muss sagen, dass die Zeit bei dem kleinsten Unternehmen am schönsten und menschlichsten war.
"fressen oder gefressen werden". Das ist leider heute sehr üblich, besonders in den großen Unternehmen. :shock: Und hauptsache man hat eine mittlere oder gehobene Führungsposition und verdient einen Haufen Geld.
Ich kann von mir sagen, dass es mir nur darauf ankommt, dass es mir körperlich und gefühlsmäßig gut geht. Dass ich mich wohl fühle.
Das ist mir wichtig und dafür bin ich auch bereit, ein bisschen weniger zu verdienen!
Hi,
muss dir leider zustimmen...
Gerade in der letzten Zeit befinde ich mich öfters in Situationen, in denen ich mich einfach nicht wohl fühle und das liegt einfach an den Wertvorstellungen meiner Mitmenschen bzw. Kollegen.
Ich bin im Moment in einem großen Konzern tätig und da geht es zu getreu dem Motto: "fressen oder gefressen werden". Und das entspricht einfach nicht meiner Mentalität. Natürlich kann und muss ich mich am Arbeitsplatz durchsetzen können, aber ich versuche das immer im Einklang mit meinen Kollegen. Nie versuche ich, dass ICH nach einem Projekt besser dastehe, als meine Kollegen. Und das ist hier leider an der Tagesordnung. In den meisten Fällen kann man nicht mehr von Teamarbeit sprechen, sondern eher nach Profilierungsversuchen der Beteiligten.
Ãch werde meine Konsequenzen daraus ziehen. Ich werden mich nach meinem Examen eher bei mittelständigen Unternehmen bewerben. In den letzten Jahren habe ich diverse Praktikas gemacht und ich muss sagen, dass die Zeit bei dem kleinsten Unternehmen am schönsten und menschlichsten war.
"fressen oder gefressen werden". Das ist leider heute sehr üblich, besonders in den großen Unternehmen. :shock: Und hauptsache man hat eine mittlere oder gehobene Führungsposition und verdient einen Haufen Geld.
Ich kann von mir sagen, dass es mir nur darauf ankommt, dass es mir körperlich und gefühlsmäßig gut geht. Dass ich mich wohl fühle.
Das ist mir wichtig und dafür bin ich auch bereit, ein bisschen weniger zu verdienen!
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3 Mittwoch, 30.
August 2006 um 12:22 Uhr
das es nur noch per Hackordnung geht ist mittlerweile bei allen angekommen... - nur leider läßt sich jeder irgendwie davon treiben!!!
Wir haben ja nun dieses Antideskriminierungsgesetz... d.h. keiner darf bei Anzeigen z.b. nach jungen Leuten suchen oder sich als junges Team vorstellen, das nach Verstärkung sucht. Ein älterer Herr kann sich ja deshalb benachteiligt fühlen...
so weit so gut, jetzt aber suchen Anwälte (die eigentlich gar keinen Auftrag haben) wie die Verrückten nach Anzeigen in den Zeitungen und klagen die Leute an, mit irrwitzigen Summen als Auslagenentschädigung usw.
In was für einer Welt leben wir hier!!!!!! Jeder versucht dem anderen eins reinzudrücken, wo es nur geht!
das es nur noch per Hackordnung geht ist mittlerweile bei allen angekommen... - nur leider läßt sich jeder irgendwie davon treiben!!!
Wir haben ja nun dieses Antideskriminierungsgesetz... d.h. keiner darf bei Anzeigen z.b. nach jungen Leuten suchen oder sich als junges Team vorstellen, das nach Verstärkung sucht. Ein älterer Herr kann sich ja deshalb benachteiligt fühlen...
so weit so gut, jetzt aber suchen Anwälte (die eigentlich gar keinen Auftrag haben) wie die Verrückten nach Anzeigen in den Zeitungen und klagen die Leute an, mit irrwitzigen Summen als Auslagenentschädigung usw.
In was für einer Welt leben wir hier!!!!!! Jeder versucht dem anderen eins reinzudrücken, wo es nur geht!
4 Mittwoch, 30.
August 2006 um 14:42 Uhr
ja wisdom, du sprichst mir aus der seele. es ist wirklich so das die gesellschaft immer egoistischer wird. das sich kaum jemand solidarisch mit seinen mitmenschen oder kollegen erklärt. das an vielen stellen eine art (überlebens-) kampf losbricht, meist in der sorge um die eigene situation. der viele menschen verhärmt sind und nicht mehr wirklich frei und selbstbestimmt zu leben wissen, jeden tag buckeln und ackern gehen.
man nehme doch z.b. mal die ganzen beschlüsse, die uns diktiert werden: steuererhöhungen, steigende benzinpreise, mehrkosten trotz hoher abgabeleistungen im renten und krankenversicherungssystem- mal als 2 beispiele.
niemand geht auf die strasse und entrüstet sich!
ja wisdom, du sprichst mir aus der seele. es ist wirklich so das die gesellschaft immer egoistischer wird. das sich kaum jemand solidarisch mit seinen mitmenschen oder kollegen erklärt. das an vielen stellen eine art (überlebens-) kampf losbricht, meist in der sorge um die eigene situation. der viele menschen verhärmt sind und nicht mehr wirklich frei und selbstbestimmt zu leben wissen, jeden tag buckeln und ackern gehen.
man nehme doch z.b. mal die ganzen beschlüsse, die uns diktiert werden: steuererhöhungen, steigende benzinpreise, mehrkosten trotz hoher abgabeleistungen im renten und krankenversicherungssystem- mal als 2 beispiele.
niemand geht auf die strasse und entrüstet sich!
5 Donnerstag, 31.
August 2006 um 07:12 Uhr
das Problem ist einfach, das nur weniger Leute das meiste Sagen hier haben... das diese Netzwerke von Beziehungen alles regieren, sich gegeneinander in die Hände wirtschaften auf Kosten der Bevölkerung...
bei uns in Sachsen speziell in Dresden wurde auch wieder ein Stadtvertreter verurteilt. Es ging um Bereicherung und Untreue im Rahmen der damaligen Flutopferhilfen. Alles in allem ging es wohl in die Mio.
Er stellt sich hin und sagt das man ihn reingelegt und benutzt hat. Dann bekommt er 1,5 Jahre - die zur Bewährung ausgelegt sind. Kann doch nicht. Jeder Unternehmer wäre ab in den Bau gewandert. Solche Leute werden definitiv milder bestraft!
das Problem ist einfach, das nur weniger Leute das meiste Sagen hier haben... das diese Netzwerke von Beziehungen alles regieren, sich gegeneinander in die Hände wirtschaften auf Kosten der Bevölkerung...
bei uns in Sachsen speziell in Dresden wurde auch wieder ein Stadtvertreter verurteilt. Es ging um Bereicherung und Untreue im Rahmen der damaligen Flutopferhilfen. Alles in allem ging es wohl in die Mio.
Er stellt sich hin und sagt das man ihn reingelegt und benutzt hat. Dann bekommt er 1,5 Jahre - die zur Bewährung ausgelegt sind. Kann doch nicht. Jeder Unternehmer wäre ab in den Bau gewandert. Solche Leute werden definitiv milder bestraft!
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