Leinen Pflicht für Hunde?
Gehe zu Seite:
Sollte ein Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung
1 Montag, 11.
September 2006 um 18:35 Uhr
Heute. Vormittag. Sonne scheint, Straßen sind leer. Hund möchte raus. Ich auch.
Fahrrad, Kopfhörer, Musik. Sonne im Gesicht. Langsam. Nett.
Hund trottet neben mir her. Er ist alt.
Dann, nach etwa einer Viertelstunde, sehe ich einen alten Mann. Er inspiziert sorgfältig seine Hecke. So sieht es jedenfalls für mich aus, denn ohne Brille kann ich es nicht exakt beurteilen. Er schaut auf. Sieht mich. Entfernung etwa 30 Meter. Sieht den Hund. Starrt uns an. Wartet auf uns.
Ich sehe ihn. Kneife die Augen zusammen: Sonne blendet mich. Er wartet auf uns. Warum? Man wird sehen.
Warm, Musik. Rhythmisch, funky. Angenehm. Ich fahre langsam, damit der alte Hund mitkommt. Zweimal schon ist er hintenan geblieben und ich musste ihn überreden sich zu beeilen.
Ich bin nun etwa zwei Meter vom alten Mann entfernt. Ich nicke ihm zaghaft zu. Er starrt mich an. Sein Mund bewegt sich langsam. Er scheint zu sprechen. Ich halte an, stütze mich mit dem linken Bein ab. Nehme die Stöpsel aus meinen Ohren, schaue ihn fragend an.
"Wie bitte?"
Seine Glatze glänzt in der Sonne. Ihm ist heiß, er atmet schwer. Offenbar hat er gerade in seinem Garten gearbeitet. Er antwortet.
"Wo ist ihre Leine?"
Ich schaue mich demonstrativ um und stelle fest, dass ich keine Leine habe.
"Es gibt keine Leine".
"Sie müssen aber eine haben. Große Hunde müssen an der Leine geführt werden".
Der Hund kommt langsam heran. Er schaut hoch zu uns: Seine Schnauze ist grau und alt, seine Zunge hängt etwa einen halben Meter aus seinem Maul. Er hat Glotzaugen. Der Hund entdeckt eine schattige Stelle und bemüht dorthin. Er ist clever und will die Zeit meiner Unterhaltung nutzen, um sich zu erholen.
Ich sehe den Hund an: Er ist alt.
Der alte Mann: "Sie wussten garnicht, dass sie eine Leine für den Hund haben müssen?"
Ich: "Nein"
Der alte Mann: "Ja, aber so ist es. Große Hunde müssen and er Leine gehalten werden."
Ich: "Warum?"
Der alte Mann stockt. Er ist überrascht. Eine so raffinierte Frage hat er nicht erwartet. Er kennt die Antwort nicht. Er entgegnet:
"Weil sie immer die Kinder beißen."
Ich verstehe. Ich sage:
"Der Hund ist alt. Und schwach. Er beißt niemanden. Er hat noch nie jemanden gebissen, schon garkeine Kinder."
Der alte Mann weiß es besser. Außerdem steht all das garnicht zur Debatte, denn es gibt ein Gesetz. Das Gesetz besagt, dass große Hunde, wie der im Schatten hockende, japsende alte Hund, an der Leine geführt werden müssen. Und ich habe keine Leine. Er sagt mir, dass es dieses Gesetz gibt.
Ich antworte: "Sehen sie sich den Hund an. Er ist nach einer Viertelstunde des Gehens nicht mehr fähig zu stehen. Würde ich ihn an einer Leine ziehen brächte ich ihn womöglich um."
Der alte Mann ist nicht beeindruckt, denn es gibt ein Gesetz. Das Gesetz besagt, dass große Hunde, wie der im Schatten hockende, japsende alte Hund, an der Leine geführt werden müssen. Und ich habe keine Leine. Er sagt mir, dass es dieses Gesetz gibt.
Ich antworte: "Gesetze werden nicht hinterfragt, oder? Gesetze werden befolgt, auch wenn sie unsinnig sind, richtig?"
Der alte Mann sagt: "Ihr Hund braucht auch ein Halsband und eine Hundemarke. Wenn er keine Hundemarke hat, kann er im Wald vom Jägersmann ohne Weiteres erschossen werden! Ohne Weiteres!"
Ich verstehe. Welcher Wald? Welcher Jägersmann? Warum sollte irgendwer ohne Weiteres den Hund erschießen?
Ich stelle diese Fragen nicht.
Ich bedanke mich für die Information, gelobe Besserung und verabschiede mich.
Der alte Mann macht einen unzufriedenen Gesichtsausdruck. Wiederholt ermahnt er mich und erinnert mich an die gesetzlich verankerte Leinenpflicht.
Ich gebe dem wartenden Hund ein Zeichen: Beiß ihn tot.
Es funktioniert nicht.
Ich verabschiede mich erneut vom alten Mann und gelobe ein weiteres Mal Besserung. Der Hund stemmt sich auf und lahmt hinter mir her.
Ich werde mich bessern. Nach zwölf Jahren werde ich nicht wieder durch diese Straße fahren.
Heute. Vormittag. Sonne scheint, Straßen sind leer. Hund möchte raus. Ich auch.
Fahrrad, Kopfhörer, Musik. Sonne im Gesicht. Langsam. Nett.
Hund trottet neben mir her. Er ist alt.
Dann, nach etwa einer Viertelstunde, sehe ich einen alten Mann. Er inspiziert sorgfältig seine Hecke. So sieht es jedenfalls für mich aus, denn ohne Brille kann ich es nicht exakt beurteilen. Er schaut auf. Sieht mich. Entfernung etwa 30 Meter. Sieht den Hund. Starrt uns an. Wartet auf uns.
Ich sehe ihn. Kneife die Augen zusammen: Sonne blendet mich. Er wartet auf uns. Warum? Man wird sehen.
Warm, Musik. Rhythmisch, funky. Angenehm. Ich fahre langsam, damit der alte Hund mitkommt. Zweimal schon ist er hintenan geblieben und ich musste ihn überreden sich zu beeilen.
Ich bin nun etwa zwei Meter vom alten Mann entfernt. Ich nicke ihm zaghaft zu. Er starrt mich an. Sein Mund bewegt sich langsam. Er scheint zu sprechen. Ich halte an, stütze mich mit dem linken Bein ab. Nehme die Stöpsel aus meinen Ohren, schaue ihn fragend an.
"Wie bitte?"
Seine Glatze glänzt in der Sonne. Ihm ist heiß, er atmet schwer. Offenbar hat er gerade in seinem Garten gearbeitet. Er antwortet.
"Wo ist ihre Leine?"
Ich schaue mich demonstrativ um und stelle fest, dass ich keine Leine habe.
"Es gibt keine Leine".
"Sie müssen aber eine haben. Große Hunde müssen an der Leine geführt werden".
Der Hund kommt langsam heran. Er schaut hoch zu uns: Seine Schnauze ist grau und alt, seine Zunge hängt etwa einen halben Meter aus seinem Maul. Er hat Glotzaugen. Der Hund entdeckt eine schattige Stelle und bemüht dorthin. Er ist clever und will die Zeit meiner Unterhaltung nutzen, um sich zu erholen.
Ich sehe den Hund an: Er ist alt.
Der alte Mann: "Sie wussten garnicht, dass sie eine Leine für den Hund haben müssen?"
Ich: "Nein"
Der alte Mann: "Ja, aber so ist es. Große Hunde müssen and er Leine gehalten werden."
Ich: "Warum?"
Der alte Mann stockt. Er ist überrascht. Eine so raffinierte Frage hat er nicht erwartet. Er kennt die Antwort nicht. Er entgegnet:
"Weil sie immer die Kinder beißen."
Ich verstehe. Ich sage:
"Der Hund ist alt. Und schwach. Er beißt niemanden. Er hat noch nie jemanden gebissen, schon garkeine Kinder."
Der alte Mann weiß es besser. Außerdem steht all das garnicht zur Debatte, denn es gibt ein Gesetz. Das Gesetz besagt, dass große Hunde, wie der im Schatten hockende, japsende alte Hund, an der Leine geführt werden müssen. Und ich habe keine Leine. Er sagt mir, dass es dieses Gesetz gibt.
Ich antworte: "Sehen sie sich den Hund an. Er ist nach einer Viertelstunde des Gehens nicht mehr fähig zu stehen. Würde ich ihn an einer Leine ziehen brächte ich ihn womöglich um."
Der alte Mann ist nicht beeindruckt, denn es gibt ein Gesetz. Das Gesetz besagt, dass große Hunde, wie der im Schatten hockende, japsende alte Hund, an der Leine geführt werden müssen. Und ich habe keine Leine. Er sagt mir, dass es dieses Gesetz gibt.
Ich antworte: "Gesetze werden nicht hinterfragt, oder? Gesetze werden befolgt, auch wenn sie unsinnig sind, richtig?"
Der alte Mann sagt: "Ihr Hund braucht auch ein Halsband und eine Hundemarke. Wenn er keine Hundemarke hat, kann er im Wald vom Jägersmann ohne Weiteres erschossen werden! Ohne Weiteres!"
Ich verstehe. Welcher Wald? Welcher Jägersmann? Warum sollte irgendwer ohne Weiteres den Hund erschießen?
Ich stelle diese Fragen nicht.
Ich bedanke mich für die Information, gelobe Besserung und verabschiede mich.
Der alte Mann macht einen unzufriedenen Gesichtsausdruck. Wiederholt ermahnt er mich und erinnert mich an die gesetzlich verankerte Leinenpflicht.
Ich gebe dem wartenden Hund ein Zeichen: Beiß ihn tot.
Es funktioniert nicht.
Ich verabschiede mich erneut vom alten Mann und gelobe ein weiteres Mal Besserung. Der Hund stemmt sich auf und lahmt hinter mir her.
Ich werde mich bessern. Nach zwölf Jahren werde ich nicht wieder durch diese Straße fahren.
2 Montag, 11.
September 2006 um 21:46 Uhr
Vermutlich war deine "Ich gelobe Besserung" Reaktion das Beste, was du machen konntest. Es ist zwar schade, dass manche Menschen so engstirnig sind, aber ihnen auch noch eine Chance für eine heftige Diskussion zu geben, die eh mit den Worten "diese jungen Leute heutzutage, so was hätte es früher nie gegeben", ist pure Zeitverschwendung!
Vermutlich war deine "Ich gelobe Besserung" Reaktion das Beste, was du machen konntest. Es ist zwar schade, dass manche Menschen so engstirnig sind, aber ihnen auch noch eine Chance für eine heftige Diskussion zu geben, die eh mit den Worten "diese jungen Leute heutzutage, so was hätte es früher nie gegeben", ist pure Zeitverschwendung!
Angemeldete Benutzer sehen hier keine Werbeeinblendung.
3 Montag, 11.
September 2006 um 22:40 Uhr
Ja. Oftmals sind es diese streng anmutenden alten Deutschen, die mit ihrer "Zucht und Ordnung"-Mentalität daherkommen. So kommt es mir jedenfalls vor.
Als ich kürzlich bei der Post war, habe ich etwas entsetzliches beobachtet: Ein alter Mann schüttelte missbilligend den Kopf, als eine Frau mit (vermutlich) ihren beiden Kindern singend aus dem Auto stiegen und auch nicht aufhörten vor sich hin zu trällern, als sie den Parkplatz überquerten.
Offenbar hätte es dem Alten besser gefallen, wenn sie mit todernster Miene finster dreingeschaut hätten. Es ist teilweise wirklich bizarr, was hier vor sich geht.
Menschen, die mit einem fröhlichen Gesichtsausdruck ihrer Arbeit nachgehen, werden gerne mal als euphorisch angesehen und in Therapie geschickt. Das habe ich nun schon aus mehreren Stellen gehört. Könnt ihr das nachvollziehen? Spaß bei der Arbeit gehört sich nicht!
Ja. Oftmals sind es diese streng anmutenden alten Deutschen, die mit ihrer "Zucht und Ordnung"-Mentalität daherkommen. So kommt es mir jedenfalls vor.
Als ich kürzlich bei der Post war, habe ich etwas entsetzliches beobachtet: Ein alter Mann schüttelte missbilligend den Kopf, als eine Frau mit (vermutlich) ihren beiden Kindern singend aus dem Auto stiegen und auch nicht aufhörten vor sich hin zu trällern, als sie den Parkplatz überquerten.
Offenbar hätte es dem Alten besser gefallen, wenn sie mit todernster Miene finster dreingeschaut hätten. Es ist teilweise wirklich bizarr, was hier vor sich geht.
Menschen, die mit einem fröhlichen Gesichtsausdruck ihrer Arbeit nachgehen, werden gerne mal als euphorisch angesehen und in Therapie geschickt. Das habe ich nun schon aus mehreren Stellen gehört. Könnt ihr das nachvollziehen? Spaß bei der Arbeit gehört sich nicht!
Sting
Nicht registriert
Nicht registriert
4 Dienstag, 12.
September 2006 um 09:13 Uhr
Köter gehören an die Leine.
Auch ein alter, japsender Hund kann beissen, wenn er sich dazu veranlasst sieht.
Die typischen Argumente der Halter ("der will doch nur spielen!", "der beisst schon nicht", "sehen Sie selbst, er ist doch alt!"
sind ein Ausdruck von Verantwortungslosigkeit.
Will ein nicht angeleinter Hund mich beissen, verlässt er diese Erde ganz schnell.
Ciao.
Köter gehören an die Leine.
Auch ein alter, japsender Hund kann beissen, wenn er sich dazu veranlasst sieht.
Die typischen Argumente der Halter ("der will doch nur spielen!", "der beisst schon nicht", "sehen Sie selbst, er ist doch alt!"
sind ein Ausdruck von Verantwortungslosigkeit.Will ein nicht angeleinter Hund mich beissen, verlässt er diese Erde ganz schnell.
Ciao.
Nightwitch
Grünschnabel

Beiträge: 1910

Dabei seit: 27. Feb 2008
Wohnort: Ahaus
Letzter Login: 31. Oct 2008

Grünschnabel

Beiträge: 1910
Dabei seit: 27. Feb 2008
Wohnort: Ahaus
Letzter Login: 31. Oct 2008
5 Dienstag, 12.
September 2006 um 13:13 Uhr
Ich denke alles ist reine Auslegungsache.
Man könnte zig Beispiele finden dass es gerechtfertigt ist, dass der Hund nicht an die Leine muss, genauso wie man Beispiele für die Leinenpflicht angeben kann.
Wenn es aber ein Gesetz ist (und ich glaube das ist es, korrigiert mich, wenn dem nicht so ist), muss man sich dran halten. Ob das Gesetz nun sinnig oder unsinnig ist.
Ich halte übrigens für Leinenzwang innerhalb der Städten okay. Man kann jedem Hund halt auch nur vor dem Kopf schauen. Auch wenn jetzt in dem Beispiel von oben der Hund wohl nicht gebissen hätte, beim nächsten kann es wieder anders aussehen.
Ich denke alles ist reine Auslegungsache.
Man könnte zig Beispiele finden dass es gerechtfertigt ist, dass der Hund nicht an die Leine muss, genauso wie man Beispiele für die Leinenpflicht angeben kann.
Wenn es aber ein Gesetz ist (und ich glaube das ist es, korrigiert mich, wenn dem nicht so ist), muss man sich dran halten. Ob das Gesetz nun sinnig oder unsinnig ist.
Ich halte übrigens für Leinenzwang innerhalb der Städten okay. Man kann jedem Hund halt auch nur vor dem Kopf schauen. Auch wenn jetzt in dem Beispiel von oben der Hund wohl nicht gebissen hätte, beim nächsten kann es wieder anders aussehen.
Sting
Nicht registriert
Nicht registriert
7 Dienstag, 12.
September 2006 um 14:08 Uhr
Tony: das ist kontextabhängig.
Ich spiele gerne mit mir bekannten Hunden, aber ich halte es für unsinnig, einen Hund, der als Waffe gelten kann, leinenlos herumzuführen. Darunter fallen für mich besonders Boxer, Pitbulls, Dobermänner und Rottweiler.
Hab' schon immer gerne mit Pitbulls und Rottweilern gerungen und weiss daher, wie stark diese Tiere sind.
Allerdings ist mir aufgefallen, dass Hundebesitzer aufgrund ihrer persönlichen Beziehung zum Hund dazu neigen, diesen zu unterschätzen; dies stösst mir negativ auf.
Ich war mal im Wald laufen, als mir ein grosser Neufundländer entgegenlief. Ich hab' mir nichts dabei gedacht, keine Angst gehabt und bin weitergelaufen. Er sprang mich an und warf mich (damals fast 100kg) um. "Der will doch nur spielen!" hörte ich aus 10m Entfernung einen alten Knacker rufen.
Der Hund wollte sicherlich wirklich nur spielen - ich jedoch nicht: ich hätte mich beim Sturz verletzen können. Letztendlich hatte ich nur Dreck an der Kleidung und war milde verärgert, da alles gut gegangen ist. Hätte der Halter den Hund an der Leine gehalten, wäre das wahrscheinlich nicht passiert.
Wie wäre der Sturz ausgegangen, wenn ich 30kg leichter gewesen wäre?
Was wäre geschehen, hätte ich Angst bekommen und die Beine in die Hand genommen? Hätte ich seinen Jagdinstinkt getriggert? Mit hoher Wahrscheinlichkeit: ja.
Falls Diskussionsbedarf besteht, können wir gerne einen Thread zu diesem Thema aufmachen.
Ciao.
Tony: das ist kontextabhängig.
Ich spiele gerne mit mir bekannten Hunden, aber ich halte es für unsinnig, einen Hund, der als Waffe gelten kann, leinenlos herumzuführen. Darunter fallen für mich besonders Boxer, Pitbulls, Dobermänner und Rottweiler.
Hab' schon immer gerne mit Pitbulls und Rottweilern gerungen und weiss daher, wie stark diese Tiere sind.
Allerdings ist mir aufgefallen, dass Hundebesitzer aufgrund ihrer persönlichen Beziehung zum Hund dazu neigen, diesen zu unterschätzen; dies stösst mir negativ auf.
Ich war mal im Wald laufen, als mir ein grosser Neufundländer entgegenlief. Ich hab' mir nichts dabei gedacht, keine Angst gehabt und bin weitergelaufen. Er sprang mich an und warf mich (damals fast 100kg) um. "Der will doch nur spielen!" hörte ich aus 10m Entfernung einen alten Knacker rufen.
Der Hund wollte sicherlich wirklich nur spielen - ich jedoch nicht: ich hätte mich beim Sturz verletzen können. Letztendlich hatte ich nur Dreck an der Kleidung und war milde verärgert, da alles gut gegangen ist. Hätte der Halter den Hund an der Leine gehalten, wäre das wahrscheinlich nicht passiert.
Wie wäre der Sturz ausgegangen, wenn ich 30kg leichter gewesen wäre?
Was wäre geschehen, hätte ich Angst bekommen und die Beine in die Hand genommen? Hätte ich seinen Jagdinstinkt getriggert? Mit hoher Wahrscheinlichkeit: ja.
Falls Diskussionsbedarf besteht, können wir gerne einen Thread zu diesem Thema aufmachen.
Ciao.
8 Dienstag, 12.
September 2006 um 16:31 Uhr
Wen scherts was er alles kann? Man müsste ihm die Zähne herausschlagen und die Beine abhacken, um ihn absolut ungefährlich zu machen. Was du da als Argument hinlegst ist eine Beleidigung für mich als Hundehalter und für dich als rational denkenden Menschen.
Du sprichst von etwas, wovon du keine Ahnung hast und nur mutmaßen kannst. Und nichtmal hierbei gibst du dir Mühe, denn deine Aussagen wären andere, hättest du deine Gedanken weitergestrickt. Wenn das schon so anfängt, habe ich garkeine Lust weiter mit dir darüber zu sprechen.
Ja. Ich führe neuerdings übrigens ein Messer mit mir und ersteche alle Lebewesen, die mir in destruktiver Absicht nahetreten. Ganz egal ob Hunde, Katzen, Vögel, menschliche Kinder oder Ameisen. Warum? Weil ich es kann!
| Zitat von Sting;120733 | |
|
Wen scherts was er alles kann? Man müsste ihm die Zähne herausschlagen und die Beine abhacken, um ihn absolut ungefährlich zu machen. Was du da als Argument hinlegst ist eine Beleidigung für mich als Hundehalter und für dich als rational denkenden Menschen.
| Zitat | |
|
Du sprichst von etwas, wovon du keine Ahnung hast und nur mutmaßen kannst. Und nichtmal hierbei gibst du dir Mühe, denn deine Aussagen wären andere, hättest du deine Gedanken weitergestrickt. Wenn das schon so anfängt, habe ich garkeine Lust weiter mit dir darüber zu sprechen.
| Zitat | |
|
Ja. Ich führe neuerdings übrigens ein Messer mit mir und ersteche alle Lebewesen, die mir in destruktiver Absicht nahetreten. Ganz egal ob Hunde, Katzen, Vögel, menschliche Kinder oder Ameisen. Warum? Weil ich es kann!
9 Mittwoch, 13.
September 2006 um 18:10 Uhr
genau das ist doch der knackpunkt: was drängt sich denn ein hund bzw. der halter, sich dir gegen deinen ausdrücklichen willen auf!
wenn ich einen hund zum spielen will, dann kaufe ich mir einen oder leihe mir einen bei freunden. wenn ich jedoch joggen, einkaufen oder was auch immer will, dann möchte ich nicht von hunden oder anderen tieren dabei gestört werden. wenn ich dann noch lautstark gegen diese aufdringlichkeit protestiere und mein wunsch wird nicht gehört, dann ist dies eine unverschämtheit sonders gleichen.
ich finde stings aussagen sind durch seine eigenen erfahrung belegt und sehr sachlich und deutlich niedergeschrieben. das sollte eigentlich ausreichen für eine diskussion.
auch wenn meine erfahrungen nichts mit deinem hund gemein haben (schliesslich war er ja nicht beteiligt), denke ich noch folgendes zum thema:
ich selber bin von 2 grossen hunden gebissen worden. einmal sogar ziemlich übel in den oberschenkel, wovon ich heute noch eine narbe trage. die ankündigung der mir entgegen kommenden hundebesitzer waren immer die gleichen: der will doch nur spielen. am ende soll ich dann noch selber schuld gewesen sein, weil ich angst gezeigt habe. :messer:
eine leine für hunde sollte auch meiner meinung nach verpflichtend sein. jedenfalls auf öffentlichem gelände.
| Zitat von Sting;120736 | |
|
genau das ist doch der knackpunkt: was drängt sich denn ein hund bzw. der halter, sich dir gegen deinen ausdrücklichen willen auf!
wenn ich einen hund zum spielen will, dann kaufe ich mir einen oder leihe mir einen bei freunden. wenn ich jedoch joggen, einkaufen oder was auch immer will, dann möchte ich nicht von hunden oder anderen tieren dabei gestört werden. wenn ich dann noch lautstark gegen diese aufdringlichkeit protestiere und mein wunsch wird nicht gehört, dann ist dies eine unverschämtheit sonders gleichen.
| Zitat von Patient;120737 | |
|
ich finde stings aussagen sind durch seine eigenen erfahrung belegt und sehr sachlich und deutlich niedergeschrieben. das sollte eigentlich ausreichen für eine diskussion.
auch wenn meine erfahrungen nichts mit deinem hund gemein haben (schliesslich war er ja nicht beteiligt), denke ich noch folgendes zum thema:
ich selber bin von 2 grossen hunden gebissen worden. einmal sogar ziemlich übel in den oberschenkel, wovon ich heute noch eine narbe trage. die ankündigung der mir entgegen kommenden hundebesitzer waren immer die gleichen: der will doch nur spielen. am ende soll ich dann noch selber schuld gewesen sein, weil ich angst gezeigt habe. :messer:
eine leine für hunde sollte auch meiner meinung nach verpflichtend sein. jedenfalls auf öffentlichem gelände.
Sting
Nicht registriert
Nicht registriert
10 Freitag, 15.
September 2006 um 15:10 Uhr
So beruhige Dich doch.
Diese Behauptung ist eine Lüge.
Sehr wohl verfüge ich über extensive Erfahrung mit Hunden, wie meinem vorherigen Posting eindeutig zu entnehmen ist.
Dies ist nicht nur eine weitere Lüge, sondern auch eine semantisch rautavistische Behauptung.
Aber Du hast bereits damit angefangen.
Ich finde die Konsequenz in Deiner Konsequenzlosigkeit bemerkenswert.
Was regst Du Dich eigentlich so auf? Meine im vorherigen Post verfasste Meinung war keineswegs auf Dich
gemünzt. Die von mir angeführten Argumente der Hundehalter sind Erfahrungswerte.
Thorsten, kann Deine Meinung nur unterschreiben
Ciao.
| Zitat von Patient | |
|
So beruhige Dich doch.
| Zitat von Patient | |
|
Diese Behauptung ist eine Lüge.
Sehr wohl verfüge ich über extensive Erfahrung mit Hunden, wie meinem vorherigen Posting eindeutig zu entnehmen ist.
| Zitat von Patient | |
|
Dies ist nicht nur eine weitere Lüge, sondern auch eine semantisch rautavistische Behauptung.
| Zitat von Patient | |
|
Aber Du hast bereits damit angefangen.
Ich finde die Konsequenz in Deiner Konsequenzlosigkeit bemerkenswert.
Was regst Du Dich eigentlich so auf? Meine im vorherigen Post verfasste Meinung war keineswegs auf Dich
gemünzt. Die von mir angeführten Argumente der Hundehalter sind Erfahrungswerte.
| Zitat von Giganto | |
|
Thorsten, kann Deine Meinung nur unterschreiben
Ciao.
11 Freitag, 15.
September 2006 um 15:35 Uhr
Sorry, ich war aufgrund der nervenden Erkältung zornig und ungehalten.
Aber deine Erfahrungen sind keine gute Referenz für die Aussagen, die du gemacht hast.
Sehe ich anders, denn mit deinen Forderungen nach einem Leinenzwang behebst du nicht das eigentliche Problem (welches du nichtmal definiert hast). Du hast nur festgestellt: Ein Hund kommt dich beißen. Spontane Lösung: Hund festbinden. Damit liegst du wohl richtig, aber für mein Verständnis ist das ein unbefriedigender Lösungsansatz, denn der Aggressivität des Hundes ist dadurch kein Einhalt geboten, sondern nur einer der möglichen Konsequenzen.
Wenn ich jemanden sehe, der seinen Hund an einer Leine führt, steht für mich fest: Da muss etwas nicht stimmen. Ein gut erzogener Hund braucht nämlich keine Leine.
Und das sage ich aus Erfahrung mit Hunden, meinem Hund sowie aus einer Schlussfolgerung, die man anstellen kann, wenn man weiß wie ein Hund funktioniert, insbesondere innerhalb eines sozialen Umfelds.
Ich habe damit angefangen, das stimmt. Aber ich schrieb, das sich keine Lust hätte es WEITERZUFÜHREN. Es existiert folglich keine Konsequenzlosigkeit.
Dass ich es jetzt doch mache, rührt von meinem Gesinnungswechsel. Ich fühle mich nämlich nicht länger durch eine Erkältung betäubt und genervt, sondern gut.
| Zitat von Sting;120946 | |
|
Sorry, ich war aufgrund der nervenden Erkältung zornig und ungehalten.
| Zitat | |
|
Aber deine Erfahrungen sind keine gute Referenz für die Aussagen, die du gemacht hast.
| Zitat | |
|
Sehe ich anders, denn mit deinen Forderungen nach einem Leinenzwang behebst du nicht das eigentliche Problem (welches du nichtmal definiert hast). Du hast nur festgestellt: Ein Hund kommt dich beißen. Spontane Lösung: Hund festbinden. Damit liegst du wohl richtig, aber für mein Verständnis ist das ein unbefriedigender Lösungsansatz, denn der Aggressivität des Hundes ist dadurch kein Einhalt geboten, sondern nur einer der möglichen Konsequenzen.
Wenn ich jemanden sehe, der seinen Hund an einer Leine führt, steht für mich fest: Da muss etwas nicht stimmen. Ein gut erzogener Hund braucht nämlich keine Leine.
Und das sage ich aus Erfahrung mit Hunden, meinem Hund sowie aus einer Schlussfolgerung, die man anstellen kann, wenn man weiß wie ein Hund funktioniert, insbesondere innerhalb eines sozialen Umfelds.
| Zitat | |
|
Ich habe damit angefangen, das stimmt. Aber ich schrieb, das sich keine Lust hätte es WEITERZUFÜHREN. Es existiert folglich keine Konsequenzlosigkeit.
Dass ich es jetzt doch mache, rührt von meinem Gesinnungswechsel. Ich fühle mich nämlich nicht länger durch eine Erkältung betäubt und genervt, sondern gut.
12 Samstag, 30.
September 2006 um 00:45 Uhr
Hunde gehören m.M. nach an die Leine, ganz klar. Zumindest dieses Gesetz hat einen Sinn.
Ich mag Hunde nicht besonders und Angst habe ich auch vor ihnen, zumindest vor größeren Versionen. Ich kenne das jeweilige Tier schließlich nicht und weiß nie wie es reagiert. Auf Sprüche wie "der ist harmlos" oder "der will nur spielen" reagiere ich allergisch. Was ist, wenn ich ich nicht spielen möchte?
Hunde gehören m.M. nach an die Leine, ganz klar. Zumindest dieses Gesetz hat einen Sinn.
Ich mag Hunde nicht besonders und Angst habe ich auch vor ihnen, zumindest vor größeren Versionen. Ich kenne das jeweilige Tier schließlich nicht und weiß nie wie es reagiert. Auf Sprüche wie "der ist harmlos" oder "der will nur spielen" reagiere ich allergisch. Was ist, wenn ich ich nicht spielen möchte?
13 Donnerstag, 12.
Oktober 2006 um 15:09 Uhr
Schadet es Mensch und Tier, wenn der Hund an die Leine genommen wird? Welchen nutzen trägt ein Hundehalter davon, wenn sein Hund zum Beispiel unangeleint durch die City läuft?
Ist es für einen Hund da nicht vieliecht sogar besser, wenn er angeleint wird? Er könnte ja vieleicht überfahren werden. Oft sehe ich auch völlig verängstigte Tiere im Einkaufsgewühl.
An Michael: Wenn du oft mit deinem Hund unterwegs bist, dann triffst du doch bestimmt oft auf andere Hunde. Hast du bisher noch keine schlechten Erfahrungen mit unangeleinten Hunden gemacht?
Für mich erfüllt ein Leinenzwang völlig unabhängig vom Bedrohungspotenzial eines jeweiligen Tieres vielmehr den Wunsch nach Sicherheit von in unserer Gesellschaft lebenden Menschen.
Es gibt einfach viel zu viele Tierhalter, die Verantwortungslos umgehen. Diese werden immer Auswege finden. Deshalb finde ich es vollkommen richtig, dass das halten von Hunden vereinheitlicht wird. Es gibt doch immer noch genug möglichkeiten, deinem Hund freies herumstolzieren zu ermöglichen ohne jemanden damit zu stören oder zu belästigen.
Für mich zeugt das von Respekt der Umwelt gegenüber. Misstrauischer macht mich viel mehr ein Hundehalter, der mit Hund und ohne Leine unterwegs ist.
Das mit dem sozialen Umfeld ist doch aber sicher schwierig. Nimmt man den Hund mit in die Stadt, kann von sozialem Umfeld doch sicher keine rede mehr sein. Das ist doch völlig unbekanntes Terrain für das Tier, das er sich vieliecht erstmal erobern will. Erziehung hin oder her: Tiere haben triebe. Selbst scheinbar gut erzogene Menschen vergessen sich hin und wieder. Oder würdest du auch für jeden Menschen die Hand ins Feuer legen? Ich nicht.
Schadet es Mensch und Tier, wenn der Hund an die Leine genommen wird? Welchen nutzen trägt ein Hundehalter davon, wenn sein Hund zum Beispiel unangeleint durch die City läuft?
Ist es für einen Hund da nicht vieliecht sogar besser, wenn er angeleint wird? Er könnte ja vieleicht überfahren werden. Oft sehe ich auch völlig verängstigte Tiere im Einkaufsgewühl.
An Michael: Wenn du oft mit deinem Hund unterwegs bist, dann triffst du doch bestimmt oft auf andere Hunde. Hast du bisher noch keine schlechten Erfahrungen mit unangeleinten Hunden gemacht?
| Zitat | |
|
Für mich erfüllt ein Leinenzwang völlig unabhängig vom Bedrohungspotenzial eines jeweiligen Tieres vielmehr den Wunsch nach Sicherheit von in unserer Gesellschaft lebenden Menschen.
Es gibt einfach viel zu viele Tierhalter, die Verantwortungslos umgehen. Diese werden immer Auswege finden. Deshalb finde ich es vollkommen richtig, dass das halten von Hunden vereinheitlicht wird. Es gibt doch immer noch genug möglichkeiten, deinem Hund freies herumstolzieren zu ermöglichen ohne jemanden damit zu stören oder zu belästigen.
| Zitat | |
|
Für mich zeugt das von Respekt der Umwelt gegenüber. Misstrauischer macht mich viel mehr ein Hundehalter, der mit Hund und ohne Leine unterwegs ist.
| Zitat | |
|
Das mit dem sozialen Umfeld ist doch aber sicher schwierig. Nimmt man den Hund mit in die Stadt, kann von sozialem Umfeld doch sicher keine rede mehr sein. Das ist doch völlig unbekanntes Terrain für das Tier, das er sich vieliecht erstmal erobern will. Erziehung hin oder her: Tiere haben triebe. Selbst scheinbar gut erzogene Menschen vergessen sich hin und wieder. Oder würdest du auch für jeden Menschen die Hand ins Feuer legen? Ich nicht.
14 Donnerstag, 12.
Oktober 2006 um 15:52 Uhr
Ich hatte eigentlich gehofft, dass dieses Thema in der Versenkung verschwindet.
Freiheit für sich und das Tier, zu dem man eine starke emotionale Bindung verspürt. Im Übrigen möchte ich hier klarstellen, dass ich meinen Hund nicht in die City nehme. Wozu denn, was soll denn der Hund in der Einkaufspassage?
Klar ist der Hund sicherer. Wichtig ist vielleicht zu erwähnen, dass es für einen Hund keine Strafe ist an der Leine zu sein, sondern vielmehr eine Freude. Der Hund empfindet im Optimalfall die Leine als Verlängerung der menschlichen Hand und fühlt sich dadurch nonstop in Kontakt mit seiner Bezugsperson. Das ist gut.
Wie du dir das Szenario vorstellst, in dem ein Hund überfahren wird, möchte ich gerne wissen. Vielleicht wird er auch überfallen?
Doch, habe ich. Aber was tut das zur Sache? Du solltest wissen wie ich die Sache sehe und wen ich dafür verantwortlich mache, dass ein Hund gefährlich ist. Tip: Es ist weder die fehlende Leine noch der Hund.
Hier hast du sehr fein deine eigene Aussage korrumpiert. Natürlich wird es immer Auswege geben. Ein Leinenzwang ermöglicht es sogar wesentlich eher, seinen Hund NICHT erziehen zu müssen.
Lebst du auf einem Baum? Hier in diesem Land braucht der Hund niemanden zu stören, ebenfalls nicht zu belästigen. Es reicht völlig, dass ich gegen ein Gesetz verstoße, um MICH zu belästigen. Lies den Eingangstext dieses Threads. Das Schauspiel ereignete sich an einer (beinahe) menschenleeren Straße und der Hund trottete hinter mir her. Es geht hier nicht um das Gefahrenpotential des Hundes, sondern um die Einhaltung der Gesetze! Zucht und Ordnung, nicht Sinn und Verstand.
Du bist so naiv, dass es mir beinahe weh tut.
Was denst du denn, wenn du einen Hund mit Würger und Maulkorb siehst? "Hach, das ist ja ein niedliches, wohlerzogenes Hündchen", was? Hau ab, sowas kannst du deiner Großmutter erzählen. Hund mit Leine macht den Eindruck, als wäre die Leine notwendig, ergo der Hund nicht aufs Wort hört.
Komm, versuch wenigstens mal ein wenig zu denken. MAN NIMMT DEN HUND MIT. Also ist der Hund mit seiner vertrautesten Bezugsperson unterwegs. Es gibt im Leben eines Hundes keine stärkere soziale Bindung.
Ja, und zwei der mächtigsten Instinkte sind die des Gehorsams und der Loyalität. Sind diese bei Hunden nicht für eine effektive Erziehung genutzt, ist es der Mensch, der an die Leine gehört. Denn dieser agiert verantwortungs- und rücksichtslos.
Auf keinen Fall.
Aber für meinen Hund: jederzeit.
Ich hatte eigentlich gehofft, dass dieses Thema in der Versenkung verschwindet.
| Zitat von Litia;122240 | |
|
Freiheit für sich und das Tier, zu dem man eine starke emotionale Bindung verspürt. Im Übrigen möchte ich hier klarstellen, dass ich meinen Hund nicht in die City nehme. Wozu denn, was soll denn der Hund in der Einkaufspassage?
| Zitat | |
|
Klar ist der Hund sicherer. Wichtig ist vielleicht zu erwähnen, dass es für einen Hund keine Strafe ist an der Leine zu sein, sondern vielmehr eine Freude. Der Hund empfindet im Optimalfall die Leine als Verlängerung der menschlichen Hand und fühlt sich dadurch nonstop in Kontakt mit seiner Bezugsperson. Das ist gut.
Wie du dir das Szenario vorstellst, in dem ein Hund überfahren wird, möchte ich gerne wissen. Vielleicht wird er auch überfallen?
| Zitat | |
|
Doch, habe ich. Aber was tut das zur Sache? Du solltest wissen wie ich die Sache sehe und wen ich dafür verantwortlich mache, dass ein Hund gefährlich ist. Tip: Es ist weder die fehlende Leine noch der Hund.
| Zitat | |
|
Hier hast du sehr fein deine eigene Aussage korrumpiert. Natürlich wird es immer Auswege geben. Ein Leinenzwang ermöglicht es sogar wesentlich eher, seinen Hund NICHT erziehen zu müssen.
| Zitat | |
|
Lebst du auf einem Baum? Hier in diesem Land braucht der Hund niemanden zu stören, ebenfalls nicht zu belästigen. Es reicht völlig, dass ich gegen ein Gesetz verstoße, um MICH zu belästigen. Lies den Eingangstext dieses Threads. Das Schauspiel ereignete sich an einer (beinahe) menschenleeren Straße und der Hund trottete hinter mir her. Es geht hier nicht um das Gefahrenpotential des Hundes, sondern um die Einhaltung der Gesetze! Zucht und Ordnung, nicht Sinn und Verstand.
| Zitat | |
|
Du bist so naiv, dass es mir beinahe weh tut.
Was denst du denn, wenn du einen Hund mit Würger und Maulkorb siehst? "Hach, das ist ja ein niedliches, wohlerzogenes Hündchen", was? Hau ab, sowas kannst du deiner Großmutter erzählen. Hund mit Leine macht den Eindruck, als wäre die Leine notwendig, ergo der Hund nicht aufs Wort hört.
| Zitat | |
|
Komm, versuch wenigstens mal ein wenig zu denken. MAN NIMMT DEN HUND MIT. Also ist der Hund mit seiner vertrautesten Bezugsperson unterwegs. Es gibt im Leben eines Hundes keine stärkere soziale Bindung.
| Zitat | |
|
Ja, und zwei der mächtigsten Instinkte sind die des Gehorsams und der Loyalität. Sind diese bei Hunden nicht für eine effektive Erziehung genutzt, ist es der Mensch, der an die Leine gehört. Denn dieser agiert verantwortungs- und rücksichtslos.
| Zitat | |
|
Auf keinen Fall.
Aber für meinen Hund: jederzeit.
15 Donnerstag, 12.
Oktober 2006 um 16:35 Uhr
Dann gehörst du scheinbar zu der besseren Sorte von Hundehaltern. Es geht hier ja aber auch nicht um dich im speziellen.
Sind das deine persönlichen erfahrungen oder hast du dich mit dem Thema eingehender beschäftigt?
Der Hund einer Arbeitskollegin wurde überfahren, als er aus einem plötzlichen Trieb heraus auf die Straße gerannt ist. Es war ein Schäferhund der 11 Jahre alt war und eigentlich genauso friedsam und langsam wie dein Hund.
Wenn der Hund in der öffentlichkeit immer so ausgestattet herumläuft stellt er doch niemals eine gefahr dar. Außer vieleicht für seinen Besitzer zu Hause. Das ist mir in dem Fall aber egal.
Das mit der Leine ist wohl Ansichtssache. Auf mich wirkt es nunmal beruhigend. Nur das zählt für mich ganz alleine.
Nur weil du eine andere Ansicht vertrittst oder Erfahrungen gesammelt hast, bin ich noch lange nicht naiv und doof.
Es gibt doch aber so etwas wie einen Lebensraum. Hunde makieren doch ihr Gebiet. Ist der Hund nicht in seinem Terrain das er abgesteckt hat verhält er sich doch bestimmt anders. Oder etwas nicht?
| Zitat | |
|
Dann gehörst du scheinbar zu der besseren Sorte von Hundehaltern. Es geht hier ja aber auch nicht um dich im speziellen.
| Zitat | |
|
Sind das deine persönlichen erfahrungen oder hast du dich mit dem Thema eingehender beschäftigt?
| Zitat | |
|
Der Hund einer Arbeitskollegin wurde überfahren, als er aus einem plötzlichen Trieb heraus auf die Straße gerannt ist. Es war ein Schäferhund der 11 Jahre alt war und eigentlich genauso friedsam und langsam wie dein Hund.
| Zitat | |
|
Wenn der Hund in der öffentlichkeit immer so ausgestattet herumläuft stellt er doch niemals eine gefahr dar. Außer vieleicht für seinen Besitzer zu Hause. Das ist mir in dem Fall aber egal.
Das mit der Leine ist wohl Ansichtssache. Auf mich wirkt es nunmal beruhigend. Nur das zählt für mich ganz alleine.
Nur weil du eine andere Ansicht vertrittst oder Erfahrungen gesammelt hast, bin ich noch lange nicht naiv und doof.
| Zitat | |
|
Es gibt doch aber so etwas wie einen Lebensraum. Hunde makieren doch ihr Gebiet. Ist der Hund nicht in seinem Terrain das er abgesteckt hat verhält er sich doch bestimmt anders. Oder etwas nicht?
16 Donnerstag, 12.
Oktober 2006 um 17:03 Uhr
Beides. Zwölfjährige persönliche Erfahrungen und Beobachtungen, ein kleiner Stapel Bücher und Unmengen von Unterhaltungen mit anderen Hundebesitzern. Selbstversändlich habe ich mich mit Hunden beschäftigt, lange bevor wir (damals als Familie) uns dazu entschlossen einen Hund anzuschaffen. Hundepsychologie ist eines meiner Fachgebiete.
:alki:
Kann sein, dass er friedsam war, das kann ich nicht beurteilen. Eines weiß ich aber ganz sicher: Es war ein dummer Hund.
Wenn es eines gibt was Hunde können, dann ist es das Begreifen von Kausalitäten, also der Beziehung zwischen Ursache und Wirkung. Darauf baut sich ein erheblicher Teil ihres Weltverständnisses auf. Wenn ein 11-Jähriger Hund noch nicht kapiert hat, dass eine Straße gefährlich ist, dann stimmt etwas entscheidendes nicht. Entweder wurde ihm dieser sehr wichtige Fakt nie vermittelt (sollte unbedingt zur Erziehung gehören), oder der Hund ist doof. Trieb hin oder her, der Hund springt auch nicht einfach einen Abgrund hinunter, nur weil er unten eine potentielle Beute erblickt hat.
LOL
Schonmal von einem 40kg-Hund angefallen worden? Glaub mir, so ein Tier kann einen Menschen auch verletzen, wenn es ein komplettes Sortiment an Halsbändern und Maulkörben umgeschnallt hat.
Es ergibt einfach keinen Sinn, was du sagst. Du würdest dir in die Hose machen, wenn jemand mit einem Englischen Mastiff an dir vorbeilatscht, und der Hund nicht freilaufend, fröhlich und schwanzwedelnd daherkommt, sondern unter Spannung an einer Leine gehalten wird. Garantiert. Du kannst den Hund einfach nicht einschätzen, wenn er an einer Leine ist. Seine Körpersprache ist eine ganz andere. Zudem kannst du den Halter nicht einschätzen, folglich sit die Situation für dich unklar und eine potentielle Gefahr.
Wobei, wenn der Hund frei läuft und es auf die abgesehen hat, frisst er dich einfach und niemand kann ihn abhalten. Daher ja mein Appell an vernünftige Erziehung.
Wovon du natürlich auch keine Ahnung hast: Hundehalter mit Leinen neigen dazu ihre (schlecht/garnicht erzogenen) Hunde in einer solchen Situation unter zusätzlichen Stress zu versetzen, indem sie an der Leine zerren oder fälschlicherweise anderweitig aggressives Verhalten vorweisen. Für einen dämlichen Köter kann das ein Angriffssignal sein, zumindest aber eine Bestätigung seiner eigenen Unsicherheit.
Ja natürlich. Aber das hat doch hier nichts zur Sache.
| Zitat von Litia;122262 | |
|
Beides. Zwölfjährige persönliche Erfahrungen und Beobachtungen, ein kleiner Stapel Bücher und Unmengen von Unterhaltungen mit anderen Hundebesitzern. Selbstversändlich habe ich mich mit Hunden beschäftigt, lange bevor wir (damals als Familie) uns dazu entschlossen einen Hund anzuschaffen. Hundepsychologie ist eines meiner Fachgebiete.
:alki:
| Zitat | |
|
Kann sein, dass er friedsam war, das kann ich nicht beurteilen. Eines weiß ich aber ganz sicher: Es war ein dummer Hund.
Wenn es eines gibt was Hunde können, dann ist es das Begreifen von Kausalitäten, also der Beziehung zwischen Ursache und Wirkung. Darauf baut sich ein erheblicher Teil ihres Weltverständnisses auf. Wenn ein 11-Jähriger Hund noch nicht kapiert hat, dass eine Straße gefährlich ist, dann stimmt etwas entscheidendes nicht. Entweder wurde ihm dieser sehr wichtige Fakt nie vermittelt (sollte unbedingt zur Erziehung gehören), oder der Hund ist doof. Trieb hin oder her, der Hund springt auch nicht einfach einen Abgrund hinunter, nur weil er unten eine potentielle Beute erblickt hat.
| Zitat | |
|
LOL
Schonmal von einem 40kg-Hund angefallen worden? Glaub mir, so ein Tier kann einen Menschen auch verletzen, wenn es ein komplettes Sortiment an Halsbändern und Maulkörben umgeschnallt hat.
| Zitat | |
|
Es ergibt einfach keinen Sinn, was du sagst. Du würdest dir in die Hose machen, wenn jemand mit einem Englischen Mastiff an dir vorbeilatscht, und der Hund nicht freilaufend, fröhlich und schwanzwedelnd daherkommt, sondern unter Spannung an einer Leine gehalten wird. Garantiert. Du kannst den Hund einfach nicht einschätzen, wenn er an einer Leine ist. Seine Körpersprache ist eine ganz andere. Zudem kannst du den Halter nicht einschätzen, folglich sit die Situation für dich unklar und eine potentielle Gefahr.
Wobei, wenn der Hund frei läuft und es auf die abgesehen hat, frisst er dich einfach und niemand kann ihn abhalten. Daher ja mein Appell an vernünftige Erziehung.
Wovon du natürlich auch keine Ahnung hast: Hundehalter mit Leinen neigen dazu ihre (schlecht/garnicht erzogenen) Hunde in einer solchen Situation unter zusätzlichen Stress zu versetzen, indem sie an der Leine zerren oder fälschlicherweise anderweitig aggressives Verhalten vorweisen. Für einen dämlichen Köter kann das ein Angriffssignal sein, zumindest aber eine Bestätigung seiner eigenen Unsicherheit.
| Zitat | |
|
Ja natürlich. Aber das hat doch hier nichts zur Sache.
Ähnliche Themen
Politik und Gesellschaft » gez-gebühren pflicht ab 2007 (Montag, 06.
Februar 2006)
Spam » Thailand: Polizei bewahrt 800 Hunde vor Kochtopf (Mittwoch, 05.
November 2003)
Fun Forum » Feuerwerk und Hunde - kleiner Clip - (Mittwoch, 09.
März 2005)
Lounge » Fernreisen - Welche Imfpungen sind Pflicht? (Samstag, 23.
Juni 2007)

