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Trainings-Log


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1    Donnerstag, 14. September 2006 um 22:05 Uhr
      

So. An dieser Stelle denke ich garnicht daran, erneut eine ausführliche Anleitung zu verfassen. Die letzte ist nämlich bei einem Forenunfall vernichtet worden, und dafür hat es möglicherweise Gründe gegeben. Ich sollte den großen Geist nicht herausfordern.
Also kurz und knackig zu den Facts:

Training läuft seit drei Wochen nach einem wunderbaren 4er Split, der mir bisher nach jeder Trainingseinheit einen satten Muskelkater sowie ein bis ins Unendliche erschöpftes/zufriedenes Lächeln beschert hat. Trainingsplan:

TE1: Beine
TE2: Brust
TE3: Rücken
TE4: Schultern, Arme

Je nach körperlicher Verfassung baue ich einen freien Tag ein, im Regelfall zwischen TE4 und TE1. Heute allerdings wären eigentlich Arme/ Schultern an der Reihe gewesen, doch ich wurde überraschend zur Arbeit bestellt und hatte nicht genügend Zeit. So wurde der freie Tag vorgezogen. Garnicht schlimm, denn ich habe noch immer bösen Muskelkater in der Brust, der mir den Atem raubt. Kurzum: Ich finde es ganz ok.
Die einzelne Trainingseinheit gestalte ich nicht nach einem Plan oder Schema aus Sätzen und Wiederholungen, sondern tobe mich einfach aus. Ich prügel mir einfach die Sheize aus dem Arsch, so einfach ist das.

Zu den Übungen:
Die Beine bearbeite ich mit Kniebeugen, die ich unter sportlerunwürdigen Verhältnissen ausführe. Zum genauen Verlauf oder dem Trainingsgewicht (sehr jämmerlich) möchte ich eigentlich nichts weiter sagen, nur soviel: Es funktioniert.

Die Brust torpediere ich mit Bankdrücken, Schrägbankdrücken und Fliegenden. Drücken kann ich wahlweise mit Lang- oder Kurzhanteln, ich habe also eine Menge Spaß. Ein Brusttraining dauert meist eine Stunde und beinhaltet sehr viele Sätze.

Beim Rückentraining arbeite ich mit Kreuzheben und vorgebeugtem Rudern, wobei ich bei letzterem mit verschiedensten Griffvarianten spiele, meist jeden Satz eine andere. Kurzhanteln kommen an dieser Stelle auch zum Einsatz, vorgebeugtes Kurzhantelrudern in engem Stand (Beine zusammen) habe ich kennen und schätzen gelernt. Die Arme haben hier sehr viel Spielraum und erlauben eine enge, am Körper verlaufende Bewegung als auch einen weiteren Bewegungsablauf, der praktisch bis zum vorgebeugten Seitheben reichen kann (wofür die Kraft allerdings nicht reicht).

Arme und Schultern? Klare Sache: Military Press ist natürlich die neben Curls in allen Formen und Abwandlungen die wichtigste Übung an diesem Trainingstag. Trizepsdrücken, enges Bankdrücken, Kickbacks, also für die Arme sind hier alle Möglichkeiten gegeben, habe ich doch Kurz- sowie Langhanteln als auch eine Curlstange zur Verfügung. Ansonsten mache ich selten Seitheben, stattdessen eher aufrechtes Rudern als zweite Schulterübung. Dies allerdings in einer sehr kurzen Bewegung im unteren Bereich, der mir für die Schulterbelastung als völlig ausreichend erscheint.

Den Bauch nehme ich sporadisch mal dran, werde ihn aber künftig bei der Brust sowie bei TE4 einbauen, denke ich. So als Lückenfüller für die Pausen zwischen den Sätzen. A propos Pausen: Es gibt nur wenige und gerade so lang, wie es nötig ist um wieder zu Atem zu kommen. Zeitweise trete ich auch mal aus dem modrigen Schuppen ins Freie, um ein wenig Sauerstoff zu tanken und somit den Schwindel und die Übelkeit zu bekämpfen. Das muss sein.

Als Geheimwaffen stehen mir noch Dips und Klimmzüge zur Verfügung. Wenn es kälter wird und wieder das vernünftige Rocky/Rambo Feeling beim Stampfen durch den Schnee aufkommt, werde ich sie in Angriff nehmen.

Zur Ernährung.
Die einzigen Besonderheiten gegenüber einer typischen, gewöhnlichen, stinknormalen Ernährung: 500g bis 1000g Magerquark täglich, pro Portion aufgewertet mit Früchten, Milch, Haferflocken, Nüssen, Honig und weiß der Geier was mir noch in die Hände fällt, täglich ein Liter Milch, täglich mehrere Liter Wasser (ca. 3, möglicherweise auch 4). An dieser Stelle muss ich sagen, dass ich ein starker Teetrinker bin. Wirklich stark, denn ich saufe ausnahmslos jeden Tag MINDESTENS zwei Liter Tee. An freien Tagen, die ich zuhause verbringe, können es schonmal 6-8 Liter werden. Ich bin sicher, dass dieser Umstand einen Einfluss auf meinen Wasserhaushalt hat.

Fragen?




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2    Freitag, 15. September 2006 um 20:42 Uhr
      

So, habe soeben Trainingseinheit 4 beendet. Roundabout jeweils zwanzig Sätze für Schultern und Bizeps, für die Trizeps nur knapp die Hälfte, weil diese Muskelgruppe (glücklicherweise?) so schwach ist, dass ein Bruchteil des Trainingsvolumens ausreicht, um sie beinahe zu zerreißen.

Notizen/ Beobachtungen:
Mein "stabiler" Körperkern ist sehr förderlich für Military Press, bei denen ich übrigens nicht auf eine Handvoll Aufwärmsätze verzichten sollte. Ferner wird bei dieser Übung ein Teil des Rückens stark mitbelastet, und zwar der Latissimus. Er hat eine stützende Funktion.

Langhantel-Bizepscurls sind brutal. Leider nicht nur für die Bizeps, sondern oftmals auch für die Handgelenke. Bei einer gewissen Griffweite lässt sich das (in meinem Fall) zwar in Grenzen halten, doch bei häufiger Anwendung wird die Übung diesbezüglich zunehmend unbequem. Sehr erfrischend dahingegen: Diese Übung mit bescheidenem Gewicht, lediglich zu Aufwärm- bzw. Aufpumpzwecken. Wirklich ein Spaß und sehr empfehlenswert. Ich mache das sogar völlig ohne Gewicht, einfach mit der blanken Stange. Es bereitet mir Freude die Bewegung kontrolliert und behutsam auszuführen, ohne dass dabei meine Sinne durch die Ganzkörper-Anspannung betäubt werden. Ich fühle die Arbeit des betroffenen Muskels; für mich ohnehin ein wichtiger Aspekt des Trainings und an dieser Stelle wunderbar im Vordergrund.

Für einen mächtigen Pump in den Unterarmen: Bizepscurls mit Curlstange im Obergriff. Bei dieser Übung sind die Unterarme bei mir sogar der limitierende Faktor.

Jetzt gehe ich duschen, packe mir zwei Packungen Magerquark und einen Löffel in die Taschen und düse zu einem Kumpel, einen Film gucken. Soll er sich seine Chips doch alleine hineinschaufeln.



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Fenrir
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3    Samstag, 16. September 2006 um 11:26 Uhr
      

Sauberes Trainings-Log.

Keine Fragen. Steht alles drin.
Bleib dabei in diesem Stil - keine Einbrüche.

Wie schaut es mit Fotos aus, die Deine Entwicklung dokumentieren. Gib mir geiles, verschwitztes Fleisch, Baby!

Sofort!


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4    Samstag, 16. September 2006 um 11:57 Uhr
      

Ehrlich gesagt bin ich von der Idee mit den Bildern nicht überzeugt, weil meine Ziele nicht strikt formverbessernder Natur sind, sondern sich eher am Trainingsvergnügen orientieren. Im Moment ist meiner Form außerdem wirklich nicht viel abzugewinnen, ich habe den Jojo-Effekt nach meiner quasi-Diät im Sommer in vollen Zügen genossen und wochenlang alles in mich hineingeschaufelt.

Aber trotzdem, damit man eine gewisse Vorstellung von mir bekommt, hier eine kleine Kollage aus vier Aufnahmen. Die oberen beiden entsprechen dem, was ich meine Bestform dieses Jahres Ende Juni nennen muss, die unteren sind etwa zwei Wochen später entstanden. Zur Zeit habe ich ca. 2-3 kg Fett/ Wasser mehr drauf. Meine Schwachstellen sind bekanntermaßen die Schultern und Arme (gravierend). Natürlich ist das nicht alles, genaugenommen bin ich voller Schwachstellen. Naja, wie gesagt: Ich mache ja auch nicht alles mögliche, um sie zu beheben.



Andere Posen habe ich nicht zur Verfügung, aber möglicherweise lasse ich mich dazu hinreißen alle zwei Monate mal einen Zusammenschnitt aus mehreren Perspektiven zu produzieren. Je nachdem, für wie wichtig ich diese Informationen erachte.


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5    Samstag, 16. September 2006 um 15:53 Uhr
      

Eben Training beendet. Meine Beine sind eine Naturkatastrophe und beim Training derselben komme ich mir immerzu vor wie bei einer Reha-Maßnahme.
Und soweit ist das garnicht hergeholt. Seit jeher habe ich das Beintraining vernachlässigt oder bestenfalls nur sporadisch betrieben. Die Früchte, die ich nun daraus ernte: Meine Trainingsgewichte in dieser Disziplin werden von anderen Leuten wahrscheinlich bei einarmigen Bizepscurls verwendet. Also ernsthaft, die Beine sind wirklich ein dunkles Kapitel meines sportlichen Werdegangs.
Aber das soll sich ändern, da mir Kniebeugen ansich gefallen und auch etwas sind, das meinem Körperbau gerecht wird. Damit meine ich, dass ich eine günstige Konstruktion für diese Bewegung habe.

Tja, ...Magerquark, Haferflocken, Milch und Apfelmus. Ergibt eine Pampe von weicher Konsistenz, die man wunderbar schlingen kann, auch in enormen Mengen.


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6    Sonntag, 17. September 2006 um 10:50 Uhr
      

Was ja besonders Spaß macht: Trainingsbooster, sofern sie effektiv sind.

Viele Sportler bedienen sich solcher Mittel, um ihre Leistungsfähigkeit während einer Trainingseinheit zu erhöhen. Ziel ist es härter, länger und schneller zu trainieren. Zuweilen habe ich zu diesem Zweck auf Koffein zurückgegriffen. Ich reagiere ziemlich sensibel auf diese Substanz, so dass eine moderate Dosierung schon zufriedenstellende Effekte brachte. Ansonsten war gewöhnliche Aggressivität stets die Methode meiner Wahl.

Heute werde ich mal einen Versuch unternehmen und eine Kombination von Koffein und Para-N-Acetyl-aminophenol einnehmen. Eine Mischung, die auch in handelsüblichen Schmerzmitteln vorzufinden ist, nichts spektakuläres also. Soweit ich weiß ergibt ein Zusammenspiel beider Wirkstoffe eine Erhöhung des analgetischen Effektes um, ich möchte nicht lügen, aber ich denke es war das 1,7-Fache gegenüber einer alleinstehenden Gabe des Paracetamols.
...ich habe gerade nachgelesen und festgestellt, dass in der Regel noch Acetylsalicylsäure hinzugesetzt wird. Habe ich aber nicht, also muss es auch ohne gehen.
Der besondere Trick aber: Ich habe vor es nicht dabei zu belassen, sondern noch ein oder zwei Gläser Wein zu trinken. Je nach dem, wie ich mich fühlen werde (trinke nicht häufig und bin entsprechend empfindlich).

Entweder wird es mich zu hohen Leistungen beflügeln, oder ich werde eine halbe Stunde warten müssen, bis der spürbare Effekt des Alkohols vergangen ist. Zuvor werde ich aber einen kleinen Spaziergang mit dem Hund unternehmen. Das Wetter ist schön.


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7    Sonntag, 17. September 2006 um 13:22 Uhr
      

So, habe eben etwas über eine Stunde lang Bankdrücken und Fliegende mit allen nur erdenklichen Gewichten und Wiederholungszahlen ausgeführt. War insgesamt gut.

Ich habe mich auf ein Glas Wein beschränkt, muss aber im Nachhinein sagen, dass es eher hinderlich war. Werde diese Prozedur nach dieser Erfahrung nicht wiederholen, der Alkohol hat mich nämlich dahingehend gelockert, dass ich die ersten 15-20 Minuten eher darauf bedacht war rhythmisch zur leisen Musik zu hampeln, die ich während des Trainings über mein Telefon laufen ließ. Ansonsten aber erfuhr ich einen ordentlichen Energie- und Konzentrationsschub, der mir erlaubte über längere Zeit Höchstspannung zu halten. In der Praxis bedeutete das: Im Durchschnitt drei zusätzliche Wiederholungen pro Satz sowie kürzere Pausen zwischen den Sätzen. Und ehrlich gesagt bin ich noch garnicht wirklich erschöpft, werde also nun wieder zurückgehen und noch eine halbe Stunde anhängen.


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8    Sonntag, 17. September 2006 um 14:16 Uhr
      

Jetzt ist der Spaß endgültig vorbei!
Meine Trainingshandschuhe, die mir über lange Zeit treue Dienste geleistet haben, mich vor fürchterlichen Schwielen und anderen Handbeschädigungen geschirmt, meine Handgelenke fixiert und meinen Griff gefestigt haben, sind ruiniert! Zumindest der rechte.
Das ist ein großer Einschnitt und läutet eine neue Ära meines Trainings ein - ich kann mich nämlich nicht daran erinnern keine funktionsfähigen Handschuhe besessen zu haben.



Naja, drauf geshizzen, die haben ohnehin schon gestunken wie ein alter Katzenkadaver am Straßenrand.


Fenrir
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9    Sonntag, 17. September 2006 um 14:23 Uhr
      

Die Form, die auf den Fotos zu sehen ist, ist imho eine akzeptabele Ausgangsbasis. Wann rechnest du damit wieder auf diesem Niveau zu sein - bedenke Mem. Effekt?

Das Thema Trainingsbooster ist interessant. Allerdings würde ich an deiner Stelle den klassischen ACE Stack antesten.
Koffein und Aspirin wirst du vermutlich recht leicht auftreiben können. Die Frage bleibt, ob du Ephedraextract oder Ephedrin verwenden möchtest; Würde klar 2. empfehlen.

Alk. zur Leistungssteigerung wird unterschätzt. Richtig angewendet können Maxkraftversuche positiv beeinflusst werden. Im Rahmen einer normalen TE würde ich davon abraten, da der kurzfristige Testosteronkick (vergl. Wirkungsweise Methyltestosteron) sehr schnell seinen Peak erreicht.
Teste es nochmal, wenn du in absehbarer Zukunft Maxkraftversuche ansetzen möchtest (Empfehlung: Sehr zügig 0,5g/kg Körpergewicht einfahren).

Oben schonmal angesprochen und ebenfalls für die ein oder andere 'besondere' TE jenseits von gut und böse geeignet; Methyltestosteron. Durch extrem kurze HWZ, bleibt je nach Dosierung die Auswirkung auf die Eigenproduktion im nicht spürbaren Rahmen.
Empfehle ich bei besonders hohem Agressionslevel, max. alle 2 Wochen.
Es geht hierbei primär um die Erfahrung im Training selbst - es sind unvergleichliche Momente!


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10    Sonntag, 17. September 2006 um 23:30 Uhr
      

 Zitat von Fenrir;121065
Die Form, die auf den Fotos zu sehen ist, ist imho eine akzeptabele Ausgangsbasis. Wann rechnest du damit wieder auf diesem Niveau zu sein - bedenke Mem. Effekt?

Die Form auf den Bildern wäre bei entsprechendem Einsatz in vier Wochen wiederhergestellt. Das würde zusätzliches Lauftraining, den Verzicht auf meinen enormen Fast-Food Konsum und allgemeines Streben in diese Richtung bedeuten. Alles Anforderungen, denen ich in naher Zukunft nicht gerecht werden will.
Fenrir, ich bin weitestgehend endomorph. Die Defi, wie sie auf den Bildern zu sehen ist, kann ich nicht ohne weiteres halten.

Danke für die Informationen zum Thema Booster.
Hoffentlich bleiben das nicht deine letzten Tips; von einem erfahrenen Stoffer kann ich sicher viel lernen.
:alki:
Aber: Methyltesto kommt für mich (vorerst) nicht in Frage. Ich sehe mich nicht auf einem Level, um mit sowas zu hantieren. Und wollte ich mit Roids arbeiten, würde ich einfach eine Kur fahren. Aber das will ich nicht. Jedenfalls in absehbarer Zeit nicht. Wäre meine Hemmschwelle niedrig genug dafür, würde meine Aufmerksamkeit auch eher Amphetaminen oder gar Kokain als Booster zukommen.
Das Äußerste, das für mich in Frage kommt, sind Supercaps von D&E. Einst habe ich sie probiert und war mit der Wirkung sehr zufrieden. Ich denke auch, dass das für für meine Zwecke absolut ausreichend ist.


Fenrir
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11    Montag, 18. September 2006 um 01:34 Uhr
      

 Zitat
Die Defi, wie sie auf den Bildern zu sehen ist, kann ich nicht ohne weiteres halten.

Dann ist es sinnlos diese Defi anzustreben. Wozu, wenn sie nur von kurzfristiger Dauer und mit Verzicht verbunden ist, den du nicht bereit bist auf dich zu nehmen.

 Zitat
Hoffentlich bleiben das nicht deine letzten Tips; von einem erfahrenen Stoffer kann ich sicher viel lernen.

Mir fällt momentan wenig ein. Du weisst wozu du bereit bist, was damit möglich ist und setzt es entsprechend um. Sehe da keinen Verbesserungsansatz.

 Zitat
Wäre meine Hemmschwelle niedrig genug dafür, würde meine Aufmerksamkeit auch eher Amphetaminen oder gar Kokain als Booster zukommen.

Das wird stark überbewertet - zum Training meiner Erfahrung nach nicht geeignet - zumindest nicht zum Training mit Gewichten. Was den reinen Kraftkick angeht, sehe ich Meth.test. klar in der Favoritenrolle.


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12    Montag, 18. September 2006 um 15:16 Uhr
      

Ok, also weiter im Programm: Rückentraining gerade beendet. Hatte keine Lust großartig Gewichtsscheiben umzustecken, also habe ich ausschließlich gerudert. Bei niedrigem Gewicht und vielen Wiederholungszahlen aufwärmend begonnen, dann alle vier Sätze das Gewicht moderat gesteigert, bis nur noch sechs Wiederholungen gingen. Damit dann eine Handvoll Sätze gemacht und wieder im selben Schema runtergearbeitet, allerdings im Untergriff. Dafür habe ich die Curlstange benutzt, da sich eine gerade Stange ab einem gewissen Trainingsvolumen unangenehm im Handgelenk bemerkbar macht.
Das Ganze dauerte über eine Stunde und hat mich ziemlich geschlaucht; werde mich gleich mal hinlegen (nachdem ich meine 750g Quark mit Erdbeermarmelade und Weintrauben verschlungen habe).


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13    Dienstag, 19. September 2006 um 20:48 Uhr
      

Ich glaube ich muss kotzen, mir ist richtig schlecht.
Eigentlich wollte ich nicht trainieren, mittags fühlte ich noch an allen erdenklichen Stellen meines leidigen Corpus die Spuren der letzten Trainingseinheiten. Und doch, nach großzügiger Nahrungszufuhr und zwei Stunden Schlaf am Nachmittag stellte ich spontan fest: Ich fühle mich stark.

Also losmarschiert und Schultern und Arme geknechtet. Anfangs habe ich über eine halbe Stunde lang nur Military Press gemacht, und es fühlte sich wirklich gut an. Mächtiger Pump, stabile Haltung, es ging immer noch etwas mehr Gewicht auf die Stange, ohne dass irgendeine schwache Muskelgruppe zu limitieren begann. Also fuhr ich fort und machte einen Satz nach dem anderen, bis irgendwann meine linke Schulter zu explodieren drohte. Ok, wenn nicht explodieren, dann sicherlich etwas anderes, nicht minder scheußliches. Die linke Seite fing an zu schwächeln, kam sogar mit einem beißenden Schmerz daher, so beendete ich die Übung.

Weiter mit Bizepstraining, wieder das gleiche Spiel: Es ging wunderbar und ich hatte das Gefühl stark genug zu sein um den Erdball zu curlen, wenn er sich greifen ließe. Übrigens habe ich auch jetzt noch den brutalsten Pump in den Armen. Mit Chance darf ich morgen Muskelkater in diesem Bereich verzeichnen. Ein Zustand, an den ich mich garnicht mehr erinnern kann (Bizeps sind aus irgendeinem Grund weitestgehend Mk-resistent).

Also wo war ich?
Ah, richtig: Es war brutal. Auch der Rest des Training ein einziger Leistungshöhepunkt. Schmerzhaft, aber nie über die "jetzt geht garnichts mehr"-Grenze vorstoßend. Und nun, nachdem ich aus der Dusche kam, folgende feststellung: Mir ist schwindelig und übel. Hoffentlich kann ein großer Haufen Quark helfen.


Piet

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14    Dienstag, 19. September 2006 um 21:10 Uhr
      

 Zitat von Patient;121220
Mir ist schwindelig und übel. Hoffentlich kann ein großer Haufen Quark helfen.


das ist doch eigentlich ein gutes Zeichen, zumindestens das dir schlecht ist, obwohl es das erste mal ist das ich das von jemanden nach Schulter/Bizeps-Training höre Zwinker

übrigens liest sich dein log echt gut, nicht das du denkst ich würde es nicht lesen, nur weil ich nichts dazu schreibe Smilie

PS: mir gehts momentan trainingstechnisch auch verdammt gut. Vielleicht sollte ich auch sowas verfassen....


Patient
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15    Dienstag, 19. September 2006 um 21:22 Uhr
      

 Zitat von Psycho_Cowboy;121222
das ist doch eigentlich ein gutes Zeichen, zumindestens das dir schlecht ist, obwohl es das erste mal ist das ich das von jemanden nach Schulter/Bizeps-Training höre Zwinker

Military Press werden ab einem gewissen Gewicht zu einer (wortwörtlich) atemberaubenden Ganzkörper-Übung. Zumindest für mich, da ich sie noch nicht lange mache und von Kopf bis Fuß unter Spannung und Konzentration stehen muss, um nicht einfach einzuklappen.

 Zitat
übrigens liest sich dein log echt gut, nicht das du denkst ich würde es nicht lesen, nur weil ich nichts dazu schreibe Smilie
PS: mir gehts momentan trainingstechnisch auch verdammt gut. Vielleicht sollte ich auch sowas verfassen....

Thanks.

Und ja, scheib unbedingt auch sowas. Ich frage mich schon lange, wie du das Training bei deinem Beruf überhaupt auf die Reihe bekommst. Sind wir nicht auch leistungsmäßig auf einem vergleichbaren Level? Eine Trainingsdoku deinerseits wäre zumindest für mich sehr interessant.


Piet

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16    Dienstag, 19. September 2006 um 21:58 Uhr
      

 Zitat von Patient;121224
Military Press werden ab einem gewissen Gewicht zu einer (wortwörtlich) atemberaubenden Ganzkörper-Übung. Zumindest für mich, da ich sie noch nicht lange mache und von Kopf bis Fuß unter Spannung und Konzentration stehen muss, um nicht einfach einzuklappen.


ich finde Military-Press auch verdammt geil, nur leider muss ich sie sie seit ich zu hause trainier leider im sitzen ausführen. Im stehen hatte ich immer ein besseres gefühl, sogar ne zeitlang Muskelkater im bauch davon bekommen, was anscheinend wirklich an der großartigen körperspannung liegt die man dabei aufbringen muss.


 Zitat von Patient;121224
Und ja, scheib unbedingt auch sowas. Ich frage mich schon lange, wie du das Training bei deinem Beruf überhaupt auf die Reihe bekommst. Sind wir nicht auch leistungsmäßig auf einem vergleichbaren Level? Eine Trainingsdoku deinerseits wäre zumindest für mich sehr interessant.


Ich muss zugeben das ich wirklich ernst erst seit ein paar monaten wieder trainiere. ich hatte das letzte Jahr so gut wie gar nicht und mich sehr erschreckt als ich irgendwann im Januar mein Spiegelbild sah und mit früher verglich. Doch da hatte ich noch mehr zu tun und wirklich kaum zeit fürs Training. Seit hst cluster geht es aber steil bergauf (man das klingt wie so nen verkaufssender) Ich habe mein gewicht von abgefallenen 86 Kg auf heutige 94 wieder gesteigert. Ich gehe die ganze Sache wieder ernsthaft an und versuche beim Training selber alles mögliche rauszuholen und zu probieren wie mein körper reagiert. Also eigentlich wie bei dir.
Ja leistungsmäßig würde ich uns auch ungefähr gleich einschätzen, wobei ich mich lieber ne Stufe unter dich begebe, da ich ich weiß das noch mehr geht.
Ich fang morgen gleich an zu schreiben Smilie


Patient
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17    Mittwoch, 20. September 2006 um 21:06 Uhr
      

Heute war trainingsfrei. Ich sollte zwischen vier Trainingstagen einen Tag Pause einschieben, damit mich die Kräfte nicht überraschend verlassen und ich noch am vierten Tag Feuer habe, ohne dafür tagsüber mehrere Stunden schlafen zu müssen.

Dieser Beitrag dient eigentlich nur der nachträglichen Berichterstattung über die Effektivität des gestrigen Trainings.
Schultern: Muskelkater, allerdings nicht so stark wie befürchtet.
Trizeps: Wie immer vernichtend.
Bizeps: Wie immer garnichts. Vormittags war noch eine leichte Spannung zu spüren, aber von Muskelkater fehlt jede Spur.

Naja.


Patient
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18    Donnerstag, 21. September 2006 um 21:05 Uhr
      

So, da bin ich wieder; melde mich zurück mit neuen Infos aus direkt aus der Hölle. Heute waren Beine wieder dran und ich habe gelitten wie ein verprügelter Hund (der kurz zuvor kastriert wurde). Ich war so zornig über den Umstand, dass ich nicht gerne zum Beintraining gehe, weil ich ungern Beine trainiere, dass ich mich komplett über den Jordan katapultierte. Kniebeugen und Frontkniebeugen bis zum Abwinken, mehrmals wurde mir kotzübel und schwindelig, meine Beine wurden binnen gewisser Zeit weich wie Gummi und ließen sich nicht wieder anspannen. Meine Trainingsgewichte sind wie bereits erwähnt bescheiden, aber die subjektive Anstrengung sprengt alle Grenzen der Erfreulichkeit.
Gleich nach dem Training musste ich zum Supermarkt an der Straße, um mir neuen Quark zu besorgen, doch ich bereute es schon schnell losgegangen zu sein. Ich wackelte auf Gummibeinen unkontrolliert an den Passanten vorbei, die mich teilweise ignorierten (das fand ich ok) und teilweise ausdruckslos anguckten (dabei kam ich mir doof vor). Im Supermarkt angekommen musste ich mich erstmal am Klopapier-Regal abstützen, um nicht einfach in die Knie zu sinken und vor Erschöpfung direkt einzuschlafen. Außerdem wurde ich von einem Schweißausbruch und Schwindelgefühl übermannt, so dass sich die wenigen Minuten Wartezeit an der Kasse als die schlimmste Zeit der vergangenen Monate herausstellte.
Also kurzum: Ich habe es mir heute echt dreckig gegeben. Und das geschieht mir ganz Recht! So schwach auf den Beinen zu sein ist eine Beleidigung!

Verdrückt habe ich gerade ein ganzes Kilogramm Quark mit diversen fruchtigen Zusätzen. Und noch immer fühlen sich meine Beine an wie eine unkontrollierbare Substanz; ich kann sie weder anspannen noch geschmeidig bewegen. Daher werde ich mich nirgendwo mehr hinbewegen, außer in mein Bett. Das schaffe ich vielleicht gerade noch so. Kriechend.


Patient
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19    Samstag, 23. September 2006 um 00:15 Uhr
      

Meine Beine sind noch immer unbrauchbar, ebenso der Rücken. Ja ganz Recht, der Rücken wurde durch das Beintraining mächtig in Mitleidenschaft gezogen. Das ist mir bereits mehrmals passiert, anfangs dachte ich es liege an einer mangelhaften Ausführung der Kniebeugen, dass ich durch zu weites Vorbeugen des Oberkörpers meine Rückenstrecker enorm belaste. Doch nun, da ich mich stets bemühe meinen Rücken so senkrecht und gerade wie möglich zu halten, wird der Muskelkater im oberen Rückenbereich noch wesentlich schlimmer. Das liegt daran, dass ich mit aller Macht die Schultern nach hinten presse und meinen Trapezius brutal unter Spannung setze.

Heute war Brusttraining; eigentlich wenig spektakulär. Ich hatte nicht viel Zeit drumherum, nur ein Zeitfenster von dreieinhalb Stunden zwischen Schule und Arbeit, daher entfiel die mentale Vorbereitung, der Aggressionsaufbau sowie die Quarkfresserei und mehrstündige körperliche Entspannung danach. Das Training belief sich auf eine Stunde Bankdrücken, flach und schräg. Zwischendurch gelegentlich den einen oder anderen Satz Fliegende, um diese schöne Dehnung in die Pecs zu bekommen, die einem unerhörten Pump die Schleusen öffnet und die Titten zum Zerbersten aufbläht und knüppelhart werden lässt. Ich mag das.


Patient
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20    Samstag, 23. September 2006 um 11:43 Uhr
      

Ich möchte euch mal eben an meinen furchtbaren Leiden teilhaben lassen: Meine komplette untere Körperhälfte ist gelähmt, meine Brust und der gesamte Schultergürtel schmerzen bei jeder Bewegung. Ich habe keine Ahnung, wie ich den heutigen Tag überstehen soll, geschweige denn den morgigen. Danke sehr.


      
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