eure lieblings bücher zum thema fantasy
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1 Freitag, 15.
September 2006 um 22:11 Uhr
da ich fan der bücherreihe "herr der ringe" und neuerdings auch "die herren von winterfell" super finde, würde ich mich mal interessieren, was ich aus diesem genre gut findet und im heimischen regal stehen habt.
ich habe gestern z.b. den buchtipp "lostworld" bekommen. kennt jemand dieses buch? soll wohl thematisch in richtung "matrix" gehen. werde ich mir in den nächsten tagen nochmal genauer ansehen.
da ich fan der bücherreihe "herr der ringe" und neuerdings auch "die herren von winterfell" super finde, würde ich mich mal interessieren, was ich aus diesem genre gut findet und im heimischen regal stehen habt.
ich habe gestern z.b. den buchtipp "lostworld" bekommen. kennt jemand dieses buch? soll wohl thematisch in richtung "matrix" gehen. werde ich mir in den nächsten tagen nochmal genauer ansehen.
Sting
Nicht registriert
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2 Samstag, 16.
September 2006 um 10:38 Uhr
Yo!
Fantasy ist ein sehr breitgefächertes Genre mit einem krassen Qualitätsgefälle; leider geniesst es unter Nicht-Fantasy-Lesern einen relativ schlechten Ruf und wird gerne gleich mit "Sword & Sorcery" gleichgesetzt.
Meiner Meinung nach ist "Herr der Ringe" gemessen an dem, was ich in diesem Genre lese, bestenfalls Durchschnitt. Leider wird diese Buchreihe aufgrund ihrer Popularität von ahnungslosen Journalisten (nein, Thorsten, damit meine ich nicht Dich) hoffnungslos in den Himmel gelobt und als Maßstab für Erscheinungen in diesem Genre gesetzt.
Bei Literatur jedweden Genres lege ich allgemein Wert auf ein extensives Setting (es gibt Ausnahmen, bei denen media in res auch super ist), sprich: die jeweilige Geschichte soll bitte angemessen eingeleitet werden; viel Wert lege ich auf Details und die Entwicklung der jeweiligen Charaktere.
Was sofort mein Mißtrauen weckt und im allgemeinen kein gutes Qualitäts-Indiz ist: Schwarz-Weiss-Malerei und Schablonendenken. Die Bücher, die ich lese, zeichnen sich eher durch graue Charaktere aus, was ich sehr reizend finde, da dies imho realistischer ist.
Weiterhin wird in den Büchern, die ich (nicht nur aus diesem Genre) lese, in der Regel kein Blatt vor den Mund genommen; es gibt keine sozialen Weichzeichner, d.h.: Vergewaltigungen (nicht nur von Frauen), Kindermord etc. werden nicht verschwiegen oder schön geredet.
Ein weiteres, brauchbares Qualitäts-Indiz ist gerade im Bereich der Fantasy der Umgang mit Magie. Generell kann man sagen: je dezenter, desto besser. Interessant ist auch, wie das Konzept der Magie verwendet wird:
in den sog. "Schundromanen" des Fantasy-Genre ist Magie einfach da und kann von jedem benutzt werden, manifestiert sich in allen möglichen Gegenständen vom Zahnstocher bis zum Schwert.
Die Romane, die ich als qualitativ hochwertig erachte, verwenden Magie entweder nur sehr dezent und hintergründig, eher als Mysterium, oder aber erklären Magie anhand eines relativ logischen Approach: Magie wird als System präsentiert, das durchaus festgelegte Grenzen hat. Quasi wie ein Werkzeug.
Einige gute Buchreihen:
-George R. R. Martin - A Song Of Ice And Fire (vier Bücher sind es bislang, es soll aber eine Heptalogie werden)
-R. Scott Bakker - Prince of Nothing (Trilogie)
-J. V. Jones - A Cavern of Black Ice, A Fortress Of Grey Ice, A Sword of Red Ice
-David Gemmell - Drenai Saga; Rigante Saga (eigentlich ist fast jede Novelle dieses Autors zu empfehlen; wenn seine Geschichten auf den ersten Blick hin etwas simpel wirken mögen, so merkt man im Laufe eines Buches schnell, dass subtil einiges kommuniziert wird)
Wie man merkt, ist die Nomenklatur in manchen Fällen etwas reisserisch; davon sollte man sich aber nicht täuschen lassen: es muss halt die kaufstärkste Zielgruppe in diesem Genre angesprochen werden - dies ist leider diejenige Gruppe, die primär "Schundromane" dieses Genre liest. Gleiches gilt für bestimmte Buchcovers.
Im Science-Fiction-Bereich kann ich uneingeschränkt folgende Buchreihe empfehlen:
-Richard K. Morgan: Altered Carbon, Broken Angels, Woken Furies
Ist eine Art Cyberpunk-Novelle, die sich jedoch nicht an den technischen Details aufhält, sondern sehr
media-in-res in die Geschichte einführt. Originelles Setting und sehr interessantere Charaktere, nicht zuletzt wg. des Protagonisten, einem klassischen Antihelden.
Ciao.
Yo!
Fantasy ist ein sehr breitgefächertes Genre mit einem krassen Qualitätsgefälle; leider geniesst es unter Nicht-Fantasy-Lesern einen relativ schlechten Ruf und wird gerne gleich mit "Sword & Sorcery" gleichgesetzt.
Meiner Meinung nach ist "Herr der Ringe" gemessen an dem, was ich in diesem Genre lese, bestenfalls Durchschnitt. Leider wird diese Buchreihe aufgrund ihrer Popularität von ahnungslosen Journalisten (nein, Thorsten, damit meine ich nicht Dich) hoffnungslos in den Himmel gelobt und als Maßstab für Erscheinungen in diesem Genre gesetzt.
Bei Literatur jedweden Genres lege ich allgemein Wert auf ein extensives Setting (es gibt Ausnahmen, bei denen media in res auch super ist), sprich: die jeweilige Geschichte soll bitte angemessen eingeleitet werden; viel Wert lege ich auf Details und die Entwicklung der jeweiligen Charaktere.
Was sofort mein Mißtrauen weckt und im allgemeinen kein gutes Qualitäts-Indiz ist: Schwarz-Weiss-Malerei und Schablonendenken. Die Bücher, die ich lese, zeichnen sich eher durch graue Charaktere aus, was ich sehr reizend finde, da dies imho realistischer ist.
Weiterhin wird in den Büchern, die ich (nicht nur aus diesem Genre) lese, in der Regel kein Blatt vor den Mund genommen; es gibt keine sozialen Weichzeichner, d.h.: Vergewaltigungen (nicht nur von Frauen), Kindermord etc. werden nicht verschwiegen oder schön geredet.
Ein weiteres, brauchbares Qualitäts-Indiz ist gerade im Bereich der Fantasy der Umgang mit Magie. Generell kann man sagen: je dezenter, desto besser. Interessant ist auch, wie das Konzept der Magie verwendet wird:
in den sog. "Schundromanen" des Fantasy-Genre ist Magie einfach da und kann von jedem benutzt werden, manifestiert sich in allen möglichen Gegenständen vom Zahnstocher bis zum Schwert.
Die Romane, die ich als qualitativ hochwertig erachte, verwenden Magie entweder nur sehr dezent und hintergründig, eher als Mysterium, oder aber erklären Magie anhand eines relativ logischen Approach: Magie wird als System präsentiert, das durchaus festgelegte Grenzen hat. Quasi wie ein Werkzeug.
Einige gute Buchreihen:
-George R. R. Martin - A Song Of Ice And Fire (vier Bücher sind es bislang, es soll aber eine Heptalogie werden)
-R. Scott Bakker - Prince of Nothing (Trilogie)
-J. V. Jones - A Cavern of Black Ice, A Fortress Of Grey Ice, A Sword of Red Ice
-David Gemmell - Drenai Saga; Rigante Saga (eigentlich ist fast jede Novelle dieses Autors zu empfehlen; wenn seine Geschichten auf den ersten Blick hin etwas simpel wirken mögen, so merkt man im Laufe eines Buches schnell, dass subtil einiges kommuniziert wird)
Wie man merkt, ist die Nomenklatur in manchen Fällen etwas reisserisch; davon sollte man sich aber nicht täuschen lassen: es muss halt die kaufstärkste Zielgruppe in diesem Genre angesprochen werden - dies ist leider diejenige Gruppe, die primär "Schundromane" dieses Genre liest. Gleiches gilt für bestimmte Buchcovers.
Im Science-Fiction-Bereich kann ich uneingeschränkt folgende Buchreihe empfehlen:
-Richard K. Morgan: Altered Carbon, Broken Angels, Woken Furies
Ist eine Art Cyberpunk-Novelle, die sich jedoch nicht an den technischen Details aufhält, sondern sehr
media-in-res in die Geschichte einführt. Originelles Setting und sehr interessantere Charaktere, nicht zuletzt wg. des Protagonisten, einem klassischen Antihelden.
Ciao.
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Anika
Mitgliedschaft beendet
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3 Samstag, 16.
September 2006 um 17:07 Uhr
Lieblingslektüre ist wie fast alles Geschmackssache.
"Der Herr der Ringe" ist mein Lieblingsbuch. Ich hab die Trilogie schon mehrere Male gelesen und entdecke immer neue Einzelheiten.
Wobei ich zugeben muss, dass ich mich jedesmal durch die ersten 120 Seiten quäle, in denen es um die Hobbits und ihr Pfeifenkraut geht.
Keine Ahnung, warum J.R.R. Tolkien hier so weitschweifig erzählt.
Es ist schon ein grandioses Werk, wenn man bedenkt, dass Tolkien die Handlung in einer von ihm geschaffenen Welt ansiedelt, in der die Völker und Rassen eine eigene Geschichte, eigene Sprachen und eine eigene Kultur erhielten. Dadurch erhält die Geschichte so etwas wie Authenzität.
Die Lektüre veranlasste mich, mich weiter mit Mittelerde zu beschäftigen, so dass ich mit viel Spaß "Das Silmarillion" und "Nachrichen aus Mittelerde" verschlang, wobei "Das Silmarillion" keine leichte Lektüre ist.
Die perfekte Ergänzung "History of Middle-earth" (10 Teile) ist leider bis auf die ersten beiden Teile nur in Englisch erhältlich, und mit dem Lesen von Originaltexten tu ich mich ein bisschen schwer.
Leider komme ich nicht so viel zum Lesen, wie ich gern möchte, aber auf meiner Literaturliste stehen unbedingt noch "Die Chroniken von Narnia" und "Die Herren von Winterfell".
| Zitat von Sting;120976 | |
|
Lieblingslektüre ist wie fast alles Geschmackssache.
"Der Herr der Ringe" ist mein Lieblingsbuch. Ich hab die Trilogie schon mehrere Male gelesen und entdecke immer neue Einzelheiten.
Wobei ich zugeben muss, dass ich mich jedesmal durch die ersten 120 Seiten quäle, in denen es um die Hobbits und ihr Pfeifenkraut geht.
Keine Ahnung, warum J.R.R. Tolkien hier so weitschweifig erzählt.
Es ist schon ein grandioses Werk, wenn man bedenkt, dass Tolkien die Handlung in einer von ihm geschaffenen Welt ansiedelt, in der die Völker und Rassen eine eigene Geschichte, eigene Sprachen und eine eigene Kultur erhielten. Dadurch erhält die Geschichte so etwas wie Authenzität.
Die Lektüre veranlasste mich, mich weiter mit Mittelerde zu beschäftigen, so dass ich mit viel Spaß "Das Silmarillion" und "Nachrichen aus Mittelerde" verschlang, wobei "Das Silmarillion" keine leichte Lektüre ist.
Die perfekte Ergänzung "History of Middle-earth" (10 Teile) ist leider bis auf die ersten beiden Teile nur in Englisch erhältlich, und mit dem Lesen von Originaltexten tu ich mich ein bisschen schwer.
Leider komme ich nicht so viel zum Lesen, wie ich gern möchte, aber auf meiner Literaturliste stehen unbedingt noch "Die Chroniken von Narnia" und "Die Herren von Winterfell".
Sting
Nicht registriert
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4 Samstag, 16.
September 2006 um 18:09 Uhr
Das ist absolut richtig.
Ich bezog mich jedoch auf nachweisbare Kriterien: nehmen wir z.B. die Entwicklung der Charaktere in "Herr der Ringe" in Relation zu anderen (z.B. den von mir genannten) Werken: flach.
Und daher stört es mich, dass "Herr der Ringe" von vielen ahnungslosen Journalisten gerne als Maßstab zur Beurteilung anderer Literatur im Fantasy-Genre herangezogen wird. Es gibt Novellen, die hinsichtlich nachweisbarer Kriterien weitaus mehr zu bieten haben, als "Herr der Ringe"; und gerade deshalb, da sie dadurch "Herr der Ringe" etwas voraus haben und nicht im Einheitsbrei mitschwimmen, erhalten sie schlechtere Bewertungen, ganz im Sinne von "das würde Tolkien nicht gefallen!".
Es ist einfach schade, dass Popularität mit Qualität gleichgesetzt wird. Das stört mich.
Ciao.
| Zitat von Anika | |
|
Das ist absolut richtig.
Ich bezog mich jedoch auf nachweisbare Kriterien: nehmen wir z.B. die Entwicklung der Charaktere in "Herr der Ringe" in Relation zu anderen (z.B. den von mir genannten) Werken: flach.
Und daher stört es mich, dass "Herr der Ringe" von vielen ahnungslosen Journalisten gerne als Maßstab zur Beurteilung anderer Literatur im Fantasy-Genre herangezogen wird. Es gibt Novellen, die hinsichtlich nachweisbarer Kriterien weitaus mehr zu bieten haben, als "Herr der Ringe"; und gerade deshalb, da sie dadurch "Herr der Ringe" etwas voraus haben und nicht im Einheitsbrei mitschwimmen, erhalten sie schlechtere Bewertungen, ganz im Sinne von "das würde Tolkien nicht gefallen!".
Es ist einfach schade, dass Popularität mit Qualität gleichgesetzt wird. Das stört mich.
Ciao.
6 Samstag, 16.
September 2006 um 22:17 Uhr
Im Bezug auf Herr der Ringe kann ich Sting absolut recht geben. Ich habe "Der Hobbit" sowie die ersten beiden Teile der Trilogie gelesen und war nicht sonderlich begeistert. Deshalb habe ich das letzte Buch auch weggelassen. Ich kann mit Fantasy aber generell nicht viel anfangen.
Im Bezug auf Herr der Ringe kann ich Sting absolut recht geben. Ich habe "Der Hobbit" sowie die ersten beiden Teile der Trilogie gelesen und war nicht sonderlich begeistert. Deshalb habe ich das letzte Buch auch weggelassen. Ich kann mit Fantasy aber generell nicht viel anfangen.
Piet
Mitgliedschaft beendet
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7 Samstag, 16.
September 2006 um 23:33 Uhr
Ich kann absolut Marcus Heitz empfehlen. Seine Trilogie "Die Zwerge" ist eine meiner absoluten Favoriten. Genauso wie "Ulldart - die dunkel Zeit" Hier gibt es Leseproben dazu.
auch ein Hammer:
"Das Buch Kane" von Karl E. Wagner (eins meiner Lieblinge)
Ich les eh nur fantasy, am liebsten alles mit Rittern, Drachen, Zwergen, fee'n usw 8-)
Ich kann absolut Marcus Heitz empfehlen. Seine Trilogie "Die Zwerge" ist eine meiner absoluten Favoriten. Genauso wie "Ulldart - die dunkel Zeit" Hier gibt es Leseproben dazu.
auch ein Hammer:
"Das Buch Kane" von Karl E. Wagner (eins meiner Lieblinge)
Ich les eh nur fantasy, am liebsten alles mit Rittern, Drachen, Zwergen, fee'n usw 8-)
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