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viele junge mütter / väter allein erziehend?

viele junge mütter / väter allein erziehend?


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Anika

Mitgliedschaft beendet
21    Freitag, 24. November 2006 um 10:50 Uhr
      

*geht mal schnell bei Eva Herman nachlesen*Zwinker


Sting

Nicht registriert
22    Freitag, 24. November 2006 um 16:35 Uhr
      

 Zitat von Mein Mihau

Und mit Disziplin und verantwortungsbewusstem Verhalten gegenüber den sozialen Regeln in einer Partnerschaft kann man auch bis an sein Lebensende eine Ehe führen.

Soziale Regeln in einer Partnerschaft?
Ich kenne lediglich partnerschaftliche Regeln und lasse die gesellschaftlichen Aspekte heraus.


 Zitat von Mein Mihau

Nunja, das ist ja nicht bloß eine subjektive Sichtweise, sondern wird weitestgehend von der Praxis belegt. Soweit ich weiß gehen 50%* der Ehen zu Bruch, was für mich schon als Beweis für ihre mangelnde Kompatibilität mit dem Menschen gilt.

(Welt)frieden ist auch inkompatibel mit dem Menschen.
Dennoch erstrebenswert.

Ich sehe das Thema Ehe genausowenig als Gegenstand einer Daseinsberechtigungsdiskussion geeignet, wie die Frage nach der Existenzberechtigung von Homosexualität oder Analsex. Der Entschluss zu einer Ehe sollte eine wohlüberlegte, aber aussschliesslich private Sache sein. Der Schwerpunkt liegt bei der Wohlüberlegtheit. Daran scheitern meines Erachtens nach viele Ehen (vgl. Anforderungen, siehe mein vorheriges Posting).


 Zitat von Mein Mihau

Übrigens, in unserer hyperindividualistischen Gesellschaft werden beinahe garkeine Kinder mehr in die Welt gesetzt.

Es ist leider so, dass in den bildungsferneren Schichten anteilig mehr Kinder gezeugt werden, als in den bildungsnahen. Wird in den bildungsferneren Schichten nicht im Schnitt auch in jüngeren Jahren geheiratet, als in bildungsnäheren?


Bzgl. Ehe im Allgemeinen: meine Eltern sind nicht verheiratet, auch sehe ich die Ehe nicht als sakrosankt an. Und ich werde definitiv nicht kirchlich heiraten. Religion hat imho nichts im Privatleben der Menschen verloren - es sei denn, die Menschen wünschen dies explizit. Aber auch hier stellt sich die Frage: wünschen sich die Leute wirklich die religiöse Intervention in ihrem Privatleben, oder sind sie es einfach gewöhnt und denken daher nicht über Alternativen nach? ;-)


Patient
Grünschnabel

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23    Samstag, 25. November 2006 um 01:10 Uhr
      

 Zitat von Sting;125599
Soziale Regeln in einer Partnerschaft?
Ich kenne lediglich partnerschaftliche Regeln und lasse die gesellschaftlichen Aspekte heraus.

Ja, sowas meinte ich. Partnerschaftliche Regeln. Trotzdem handelt es sich hierbei um zwischenmenschliche Interaktion und wird somit von der Soziologie beschrieben, nicht von einer "Partnerschaftlehre". Ergo soziale bzw. soziologische Regeln.

 Zitat
(Welt)frieden ist auch inkompatibel mit dem Menschen.
Dennoch erstrebenswert.

Schwierige Sache, das. Gerade du als rational denkender und nüchtern zielorientierter Mensch solltest dir die Frage stellen, in wieweit es lohnenswert ist nach einer Sache zu streben, die von vornherein als unpraktikabel, unrealistisch und schlicht unerreichbar deklariert werden kann. Ich denke, dass das eine Frage der Vernunft ist.
Im Hinblick auf all die Zahlen, muss man sich doch fragen, was es mit all den gescheiterten Ehen auf sich hat. Dein Gedanke, die Idee der Ehe am Leben zu erhalten, ist wahrscheinlich ein idealistischer. Und das ist der Grund, warum du nicht mit Vernunft auf die Sachlage blickst. Ganz gleich ob du in einer Ehe glücklich wirst oder nicht: Du bist nicht dafür geschaffen. Ehen sind unnatürlich. Und deshalb scheitern sie, während wir uns hier unterhalten, überall auf der Welt. Das ist so, als würden Menschen sich in den Kopf setzen nur noch schwimmend zu leben. Ein paar würden es sicher irgendwie schaffen, aber die meisten würden absaufen. Warum? Weil Menschen naturgemäß keine Fische sind. Ebensowenig wie sie Ehepartner sind.

 Zitat
Der Entschluss zu einer Ehe sollte eine wohlüberlegte, aber aussschliesslich private Sache sein. Der Schwerpunkt liegt bei der Wohlüberlegtheit. Daran scheitern meines Erachtens nach viele Ehen (vgl. Anforderungen, siehe mein vorheriges Posting).

Wenn man lange genug über die Ehe nachdenkt, stellt man vielleicht fest, wie überflüssig und destruktiv diese in den meisten Fällen ist, dass man die Höhe des Risikos nicht abschätzen und vernünftigerweise darauf verzichten sollte. Was für Vorteile siehst du in einer Ehe, was sind für dich die konkreten Ursachen, eine Ehe einzugehen?

 Zitat
Es ist leider so, dass in den bildungsferneren Schichten anteilig mehr Kinder gezeugt werden, als in den bildungsnahen. Wird in den bildungsferneren Schichten nicht im Schnitt auch in jüngeren Jahren geheiratet, als in bildungsnäheren?

Mag ja sein. Aber was machen wir nun mit diesen Angaben? Die tiefen Geburtenraten sind in Deutschland ein echtes Problem. Hierbei wären somit die "bildungsnähreren" Schichten das Übel. Die hohe Bildung ist ein Pfad in Richtung Karriere und somit sicherlich Bestandteil der radikal individualistischen Gesellschaftsform, in dem wir leben. Das ist eine der Ursachen, warum die Demographie die Altersverteilung in diesem Land mit jener Extremsituation direkt nach dem zweiten Weltkrieg gleichsetzt, als beinahe alle jungen Menschen, ebenso wie jetzt, nicht präsent waren, weil sie im Krieg umgekommen sind. Nur sind in der letzten Generation keine Deutschen im Weltkrieg umgekommen, sondern sie haben beschlossen ihre Individualität auszukosten und ihr Leben zu leben (Bildung, Karriere, Drogensucht, Wasauchimmer), anstelle eine Familie zu gründen und Kinder in die Welt zu setzen. Soweit ich mich erinnere, hatten wir schon mal ein persönliches Gespräch hinsichtlich unserer Kinderwünsche...


 Zitat
Bzgl. Ehe im Allgemeinen: meine Eltern sind nicht verheiratet, auch sehe ich die Ehe nicht als sakrosankt an. Und ich werde definitiv nicht kirchlich heiraten.

Warum willst du überhaupt heiraten??


      
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