Praxis-Semester in kleinem, mittelständischem oder grossem Unternehmen?
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Sting
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1 Montag, 25.
September 2006 um 16:50 Uhr
Yo!
In meinem Master-Studium ist es vorgesehen, ein Praxis-Semester zu machen; konkret bedeutet dies:
1. eigenes Projekt vorschlagen, designen und implementieren; evtl. mit Untergebenen.
Ob es nun tatsächlich die eigene Idee sein wird oder aber die des Unternehmens, bleibt abzuwarten. Es fällt mir schwer zu glauben, dass ein junger Absolvent im Normalfall einfach mit seiner Idee daherspaziert kommen kann und das Unternehmen bereitwillig die Ressourcen dafür bereitstellt; es ist wohl eher Wunschdenken auf Seite der Leute, die den Studiengang samt seiner Richtlinien geregelt haben.
2. brav in regelmäßigen Abständen Bericht beim betreuenden Prof. erstatten
3. dies ist kein typisches Praktikum, wie es im Grundstudium erfolgen soll. Es sollen nicht zahlreiche Abteilungen etc. durchlaufen werden; der Fokus liegt, wie bereits erwähnt, auf der Projektierung (siehe 1.).
Dieses Praxis-Semester ist die Voraussetzung für die Zulassung zur Master-Thesis, der Abschlussarbeit dieses Studiums, das insbesondere zur Promotion berechtigt.
Im Januar 2007 muss ich eine Stelle sicher haben, daher möchte ich recht früh mit der Suche beginnen.
Meine Frage an Euch:
welche Unternehmensgrösse haltet Ihr - aus (eigener) Erfahrung und/oder Vorstellungen und/oder logischem Sachverstand etc. heraus - für geeignet, um die o. g. Anforderungen optimal zu erfüllen?
Es dankt Euch
Euer ultrakrasser Shizzer mit Stil.
Yo!
In meinem Master-Studium ist es vorgesehen, ein Praxis-Semester zu machen; konkret bedeutet dies:
1. eigenes Projekt vorschlagen, designen und implementieren; evtl. mit Untergebenen.
Ob es nun tatsächlich die eigene Idee sein wird oder aber die des Unternehmens, bleibt abzuwarten. Es fällt mir schwer zu glauben, dass ein junger Absolvent im Normalfall einfach mit seiner Idee daherspaziert kommen kann und das Unternehmen bereitwillig die Ressourcen dafür bereitstellt; es ist wohl eher Wunschdenken auf Seite der Leute, die den Studiengang samt seiner Richtlinien geregelt haben.
2. brav in regelmäßigen Abständen Bericht beim betreuenden Prof. erstatten
3. dies ist kein typisches Praktikum, wie es im Grundstudium erfolgen soll. Es sollen nicht zahlreiche Abteilungen etc. durchlaufen werden; der Fokus liegt, wie bereits erwähnt, auf der Projektierung (siehe 1.).
Dieses Praxis-Semester ist die Voraussetzung für die Zulassung zur Master-Thesis, der Abschlussarbeit dieses Studiums, das insbesondere zur Promotion berechtigt.
Im Januar 2007 muss ich eine Stelle sicher haben, daher möchte ich recht früh mit der Suche beginnen.
Meine Frage an Euch:
welche Unternehmensgrösse haltet Ihr - aus (eigener) Erfahrung und/oder Vorstellungen und/oder logischem Sachverstand etc. heraus - für geeignet, um die o. g. Anforderungen optimal zu erfüllen?
Es dankt Euch
Euer ultrakrasser Shizzer mit Stil.
2 Mittwoch, 27.
September 2006 um 13:55 Uhr
also ein freund von mir hat gute erfahrungen mit einem sehr kleinen unternehmen gesammelt (jedenfalls zu anfang). der praktikumsplatz wurde vom professor vermittelt und das was er während des praktikums machen musste (aufgabenstellung) war genau das, was die firma gebraucht / gesucht hat. entsprechend gross war dann natürlich auch das engagement der mitarbeiter, die ihn "betreut" haben. später wurde er in diesem unternehmen auch "übernommen", also nach studienende. natürlich hat er phasenweise alleine gewerkelt, weil es gerade in kleinen unternehmen ein gewisses mass an leistung geben muss, das jeder mitarbeiter aufbringen muss. so wie ich dich kenne, sollte es dir aber nicht schwer fallen, eigenverantworlich zu arbeiten.
also ein freund von mir hat gute erfahrungen mit einem sehr kleinen unternehmen gesammelt (jedenfalls zu anfang). der praktikumsplatz wurde vom professor vermittelt und das was er während des praktikums machen musste (aufgabenstellung) war genau das, was die firma gebraucht / gesucht hat. entsprechend gross war dann natürlich auch das engagement der mitarbeiter, die ihn "betreut" haben. später wurde er in diesem unternehmen auch "übernommen", also nach studienende. natürlich hat er phasenweise alleine gewerkelt, weil es gerade in kleinen unternehmen ein gewisses mass an leistung geben muss, das jeder mitarbeiter aufbringen muss. so wie ich dich kenne, sollte es dir aber nicht schwer fallen, eigenverantworlich zu arbeiten.
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3 Donnerstag, 28.
September 2006 um 22:42 Uhr
Kommt immer drauf an, was Du später vor hast? Möchtest Du später in einem kleineren Unternehmen arbeiten, solltest Du auch in der gleichen Größenordnung Dein Praktikumsplatz wählen und umgekehrt. Das zum einen. Zum anderen muss man in der heutigen Zeit immer mehr an seinen Lebenslauf denken. Und liest sich nunmal ein DAX-Unternehmen wesentlich besser als ein Unternehmen, von dem noch nie ein Mensch gehört hat. Zudem ist es eine Auszeichnung, wenn man von so einem Unternehmen genommen wird. Von daher sage ich -> großes Unternehmen.
Kommt immer drauf an, was Du später vor hast? Möchtest Du später in einem kleineren Unternehmen arbeiten, solltest Du auch in der gleichen Größenordnung Dein Praktikumsplatz wählen und umgekehrt. Das zum einen. Zum anderen muss man in der heutigen Zeit immer mehr an seinen Lebenslauf denken. Und liest sich nunmal ein DAX-Unternehmen wesentlich besser als ein Unternehmen, von dem noch nie ein Mensch gehört hat. Zudem ist es eine Auszeichnung, wenn man von so einem Unternehmen genommen wird. Von daher sage ich -> großes Unternehmen.

4 Freitag, 29.
September 2006 um 13:55 Uhr
Sie werden dort Wert auf zwischenmenschliche Feinfühligkeit wie Teamfähigkeit und allgemeine soziale Kompetenzen legen. Das ist die praxisnahe Komponente, die in der Uni gerne mal untergeht.
Und es sind die Dinge, die im Allgemeinen gerade bei Informatikern und Bären als eher schwach ausgeprägt bekannt sind.
Sie werden dort Wert auf zwischenmenschliche Feinfühligkeit wie Teamfähigkeit und allgemeine soziale Kompetenzen legen. Das ist die praxisnahe Komponente, die in der Uni gerne mal untergeht.
Und es sind die Dinge, die im Allgemeinen gerade bei Informatikern und Bären als eher schwach ausgeprägt bekannt sind.
Sting
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5 Freitag, 29.
September 2006 um 16:40 Uhr
Michaels Kommentare sind sehr offtopic, dennoch möchte ich darauf eingehen, da ich generell Irrglauben und irrtümliche Annahmen interessant finde.
Das ist richtig.
Das ist nicht richtig.
Das ist auch nicht richtig.
Ich weiss nicht, woher Deine Behauptungen stammen, vermute aber dass sie auf einer Kombination aus Hörensagen und Deiner Phantasie beruhen.
Gegen Dein Informationsdefizit muss man etwas machen, daher erzähle ich Dir (und anderen), wie es tatsächlich in vielen (technischen) Studiengängen aussieht bzw. bald aussehen wird.
In meinem Studium gab es verschiedene Maßnahmen, um Softskills zu vermitteln:
a) selbst regulierende Szenarien
In meinem Studium verhielt es sich so, dass man zu jedem Fach sogenannte interne Praktika machen muss.
Dies sind Projekte, die von verschiedenen Teams umzusetzen sind; die Teams werden nicht selten fremdbestimmt, so
dass man sich seine Teamkollegen nicht immer aussuchen kann. Nicht selten kommt es zu Konflikten; ist das Projekt
spätestens zur Deadline nicht fertig, hat man nicht bestanden. Damit geht zwar direkt kein monetärer Verlust einher,
aber indirekt, da man das Projekt im folgenden Semester oder sogar erst nach zwei Semestern erst wiederholen kann (mit neuen Themen): studieren kostet Geld und Zeit.
Da jedoch in jedem Semester mehrerer solcher Projekte parallel stattfinden, kumuliert sich mit der Zeit ein ganz schön grosser
Haufen an Arbeit. Ohne erfolgreichem Projektabschluss erhält man keine Klausurzulassung.
Auf diese Weise bin ich vom anfangs gutmütigen Teamchef irgendwann zum vernünftigen Rationalisierer geworden.
Desweiteren gab es einige Projekte externer Unternehmen aus der Wirtschaft (z.B. aus der Medizintechnik), die
sich bei uns Studierenden gute und billige Arbeitskräfte gesucht haben. Somit gab es Semesterprojekte, die noch
strengeren Auflagen unterlagen. Unter Druck lernt man seine Mitmenschen recht gut kennen und ebenso auch die nötigen
Maßnahmen, um ein Projekt über Konflikte hinweg zu einem fruchtbaren Abschluss zu bringen.
b) außerfachliche Seminare
Da die Meinung vom Fach*peep*en leider recht weit verbreitet ist (siehe Patients Behauptungen) gibt es im Studium
einige Pflichtfächer, die nichts mit dem, was man hauptsächlich studiert, zu tun haben. Konkret sind dies Seminare aus den Gebieten
der Psychologie, Soziologie, Rhetorik etc.
Spätestens in diesen Seminaren sollte man über Softskills verfügen, sonst sieht's düster aus: nicht nur für die spätere Karriere,
sondern vor allem für das aktuelle Studium. Ohne erfolgreiche Semesterteilnahme geht's im Studium nicht weiter.
c) fachliche Seminare und Vorträge
Wer mindestens einmal vor über 100 Leuten einen Vortrag gehalten und eine anschliessende Diskussion diesbezüglich geleitet hat,
wird wissen, wie wichtig Softskills sind. Sein Projekt zu verteidigen und gleichzeitig für eine Diskussion aufgeschlossen zu sein,
von mehreren Seiten 'angegriffen' zu werden ist eine interessante Erfahrung, die nichts mit den simplen Wortgefechten
in Internetforen gemein hat.
Zudem ist zu sagen, dass gerade Informatiker der praktischen und angewandten Informatik über sehr gut entwickelte Softskills
verfügen müssen. Da ich nicht annehme, dass Du mit dem Ablauf von der Idee zu einem Produkt bis zu seiner Terminierung vertraut bist,
möchte ich auch dies recht kurz und simplifiziert erläutern:
1. am Anfang steht die Idee bzw. der Wunsch: der Kunde will etwas haben
2. der Kunde schreibt sein Projekt aus oder sucht gezielt nach Entitäten, die seine Idee/seinen Wunsch umsetzen können
3. die Aufgabe des Umsetzers besteht zu Beginn darin,
a) den Kunden und seine Wünsche zu verstehen
b) seine Anforderungen zu verstehen
c) herauszufinden, ob die Wünsche des Kunden kongruent zu seinen Anforderungen sind
Wie unter 3c) vermerkt, merken Kunden oft nicht, was die wahren Anforderungen sind. Dies liegt meist in der Aufgabe der Partei,
die den Auftrag entgegennimmt.
4. ...Entwicklung... (viele Einzelschritte; manchmal muss man auch innerhalb dieser Schritte zurückgehen)
5. ...Testphase... (viele Einzelschritte; manchmal muss man auch innerhalb dieser Schritte zurückgehen)
6. Abnahme
Dies ist nur ein sehr kleiner Ausschnitt, sehr oberflächig beschrieben.
Falls Du mal etwas technisches studieren wirst, wirst Du mindestens einige der von mir beschriebenen Sachen wiederfinden.
Für weitere Fragen stehe ich zur Verfügung. Wir können gerne einen eigenen Thread daraus machen, falls Du noch Unklarheiten hast, denn eines steht fest: Informationsdefizite sind sehr unvorteilhaft.
Michaels Kommentare sind sehr offtopic, dennoch möchte ich darauf eingehen, da ich generell Irrglauben und irrtümliche Annahmen interessant finde.
| Zitat von Patient | |
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Das ist richtig.
| Zitat von Patient | |
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Das ist nicht richtig.
| Zitat von Patient | |
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Das ist auch nicht richtig.
Ich weiss nicht, woher Deine Behauptungen stammen, vermute aber dass sie auf einer Kombination aus Hörensagen und Deiner Phantasie beruhen.
Gegen Dein Informationsdefizit muss man etwas machen, daher erzähle ich Dir (und anderen), wie es tatsächlich in vielen (technischen) Studiengängen aussieht bzw. bald aussehen wird.
In meinem Studium gab es verschiedene Maßnahmen, um Softskills zu vermitteln:
a) selbst regulierende Szenarien
In meinem Studium verhielt es sich so, dass man zu jedem Fach sogenannte interne Praktika machen muss.
Dies sind Projekte, die von verschiedenen Teams umzusetzen sind; die Teams werden nicht selten fremdbestimmt, so
dass man sich seine Teamkollegen nicht immer aussuchen kann. Nicht selten kommt es zu Konflikten; ist das Projekt
spätestens zur Deadline nicht fertig, hat man nicht bestanden. Damit geht zwar direkt kein monetärer Verlust einher,
aber indirekt, da man das Projekt im folgenden Semester oder sogar erst nach zwei Semestern erst wiederholen kann (mit neuen Themen): studieren kostet Geld und Zeit.
Da jedoch in jedem Semester mehrerer solcher Projekte parallel stattfinden, kumuliert sich mit der Zeit ein ganz schön grosser
Haufen an Arbeit. Ohne erfolgreichem Projektabschluss erhält man keine Klausurzulassung.
Auf diese Weise bin ich vom anfangs gutmütigen Teamchef irgendwann zum vernünftigen Rationalisierer geworden.
Desweiteren gab es einige Projekte externer Unternehmen aus der Wirtschaft (z.B. aus der Medizintechnik), die
sich bei uns Studierenden gute und billige Arbeitskräfte gesucht haben. Somit gab es Semesterprojekte, die noch
strengeren Auflagen unterlagen. Unter Druck lernt man seine Mitmenschen recht gut kennen und ebenso auch die nötigen
Maßnahmen, um ein Projekt über Konflikte hinweg zu einem fruchtbaren Abschluss zu bringen.
b) außerfachliche Seminare
Da die Meinung vom Fach*peep*en leider recht weit verbreitet ist (siehe Patients Behauptungen) gibt es im Studium
einige Pflichtfächer, die nichts mit dem, was man hauptsächlich studiert, zu tun haben. Konkret sind dies Seminare aus den Gebieten
der Psychologie, Soziologie, Rhetorik etc.
Spätestens in diesen Seminaren sollte man über Softskills verfügen, sonst sieht's düster aus: nicht nur für die spätere Karriere,
sondern vor allem für das aktuelle Studium. Ohne erfolgreiche Semesterteilnahme geht's im Studium nicht weiter.
c) fachliche Seminare und Vorträge
Wer mindestens einmal vor über 100 Leuten einen Vortrag gehalten und eine anschliessende Diskussion diesbezüglich geleitet hat,
wird wissen, wie wichtig Softskills sind. Sein Projekt zu verteidigen und gleichzeitig für eine Diskussion aufgeschlossen zu sein,
von mehreren Seiten 'angegriffen' zu werden ist eine interessante Erfahrung, die nichts mit den simplen Wortgefechten
in Internetforen gemein hat.
Zudem ist zu sagen, dass gerade Informatiker der praktischen und angewandten Informatik über sehr gut entwickelte Softskills
verfügen müssen. Da ich nicht annehme, dass Du mit dem Ablauf von der Idee zu einem Produkt bis zu seiner Terminierung vertraut bist,
möchte ich auch dies recht kurz und simplifiziert erläutern:
1. am Anfang steht die Idee bzw. der Wunsch: der Kunde will etwas haben
2. der Kunde schreibt sein Projekt aus oder sucht gezielt nach Entitäten, die seine Idee/seinen Wunsch umsetzen können
3. die Aufgabe des Umsetzers besteht zu Beginn darin,
a) den Kunden und seine Wünsche zu verstehen
b) seine Anforderungen zu verstehen
c) herauszufinden, ob die Wünsche des Kunden kongruent zu seinen Anforderungen sind
Wie unter 3c) vermerkt, merken Kunden oft nicht, was die wahren Anforderungen sind. Dies liegt meist in der Aufgabe der Partei,
die den Auftrag entgegennimmt.
4. ...Entwicklung... (viele Einzelschritte; manchmal muss man auch innerhalb dieser Schritte zurückgehen)
5. ...Testphase... (viele Einzelschritte; manchmal muss man auch innerhalb dieser Schritte zurückgehen)
6. Abnahme
Dies ist nur ein sehr kleiner Ausschnitt, sehr oberflächig beschrieben.
Falls Du mal etwas technisches studieren wirst, wirst Du mindestens einige der von mir beschriebenen Sachen wiederfinden.
Für weitere Fragen stehe ich zur Verfügung. Wir können gerne einen eigenen Thread daraus machen, falls Du noch Unklarheiten hast, denn eines steht fest: Informationsdefizite sind sehr unvorteilhaft.
6 Samstag, 30.
September 2006 um 00:24 Uhr
Offenbar sind meine Informationen nicht etwa phantasiert, sondern einfach nur veraltet. Dass man Informatikern ein zurückgezogenes, dem Rechner zugewandtes Wesen noch immer nachsagt, ist doch garnicht verwunderlich, muss diese Person doch den Großteil seiner Zeit vor einem Bildschirm verbringen und hat im Vergleich zu anderen Berufsgruppen wenig Kontakt mit Menschen (wenngleich es selbstverständlich einen Informationsaustausch geben muss, doch der Kern der Aufgabe findet nunmal an einem Rechner statt).
Die von dir genannten Maßnahmen, mit denen du in deinem Studium konfrontiert wirst, sind wohl nichts anderes als eine Reaktion, ein effektiver Rückkopplungsmechanismus, der eben dieses Bild des Informatikers ausmertzen soll. Ganz nebenbei verträgt sich ein pizzafressender Computerfreak nicht mit den Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt.
Aber ein ähnliches Vorurteil herrscht noch immer vor, das habe ich mir nicht ausgedacht, sondern ich kann es mit meinen Augen sehen: Du bist nicht mein einziger studierender Bekannter.
Selbst aus den Kreisen meiner Lehrer habe ich kürzlich erzählt bekommen, dass sie vor Jahren in ihren Unternehmen mit ausgezeichneten Computerfachleuten zusammengearbeitet haben, die ein wenig "schwierig" waren. Und als solche waren sie im Allgemeinen auch bekannt. Sie verbrachten die meiste Zeit am Rechner und waren nicht unbedingt die talentiertesten im zwischenmenschlichen Miteinander. Und daraus ergaben sich Probleme, denn trotz ihrer Unbeliebtheit mussten sie stets in gutem Ton angesprochen werden, da sie aufgrund ihrer Fachkenntnisse und der Wichtigkeit ihres Aufgabenbereiches über enorme Macht im Unternehmen verfügten ...naja, so wurde es mir kürzlich dargestellt.
Und dieses Bild des Informatikers wird möglicherweise in Unternehmen noch immer Spuren hinterlassen haben, weshalb Personalchefs nun ein besonderes Augenmerk auf Fähigkeiten im sozialen Sektor legen.
Dass dies nicht auf dich zutrifft, war mir ja klar. Du bist ja nicht nur IT-Fachmann, sondern auch ein Kenner der Soziologie, Psychologie, bist ein ausgezeichneter Sportler und ein belesener Sprachbegabter. Eigentlich gibt es keinen Beruf, den du nicht mit deinen jetzigen Skills ausführen könntest. Kindergärtner, Legionär, Buchhalter, Sänger, Koch, Priester ...
:love
Offenbar sind meine Informationen nicht etwa phantasiert, sondern einfach nur veraltet. Dass man Informatikern ein zurückgezogenes, dem Rechner zugewandtes Wesen noch immer nachsagt, ist doch garnicht verwunderlich, muss diese Person doch den Großteil seiner Zeit vor einem Bildschirm verbringen und hat im Vergleich zu anderen Berufsgruppen wenig Kontakt mit Menschen (wenngleich es selbstverständlich einen Informationsaustausch geben muss, doch der Kern der Aufgabe findet nunmal an einem Rechner statt).
Die von dir genannten Maßnahmen, mit denen du in deinem Studium konfrontiert wirst, sind wohl nichts anderes als eine Reaktion, ein effektiver Rückkopplungsmechanismus, der eben dieses Bild des Informatikers ausmertzen soll. Ganz nebenbei verträgt sich ein pizzafressender Computerfreak nicht mit den Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt.
Aber ein ähnliches Vorurteil herrscht noch immer vor, das habe ich mir nicht ausgedacht, sondern ich kann es mit meinen Augen sehen: Du bist nicht mein einziger studierender Bekannter.
Selbst aus den Kreisen meiner Lehrer habe ich kürzlich erzählt bekommen, dass sie vor Jahren in ihren Unternehmen mit ausgezeichneten Computerfachleuten zusammengearbeitet haben, die ein wenig "schwierig" waren. Und als solche waren sie im Allgemeinen auch bekannt. Sie verbrachten die meiste Zeit am Rechner und waren nicht unbedingt die talentiertesten im zwischenmenschlichen Miteinander. Und daraus ergaben sich Probleme, denn trotz ihrer Unbeliebtheit mussten sie stets in gutem Ton angesprochen werden, da sie aufgrund ihrer Fachkenntnisse und der Wichtigkeit ihres Aufgabenbereiches über enorme Macht im Unternehmen verfügten ...naja, so wurde es mir kürzlich dargestellt.
Und dieses Bild des Informatikers wird möglicherweise in Unternehmen noch immer Spuren hinterlassen haben, weshalb Personalchefs nun ein besonderes Augenmerk auf Fähigkeiten im sozialen Sektor legen.
Dass dies nicht auf dich zutrifft, war mir ja klar. Du bist ja nicht nur IT-Fachmann, sondern auch ein Kenner der Soziologie, Psychologie, bist ein ausgezeichneter Sportler und ein belesener Sprachbegabter. Eigentlich gibt es keinen Beruf, den du nicht mit deinen jetzigen Skills ausführen könntest. Kindergärtner, Legionär, Buchhalter, Sänger, Koch, Priester ...
:love
7 Samstag, 30.
September 2006 um 00:36 Uhr
Der Arbeitsmarkt stellt heute mittlerweile generell ganz komplexere Anforderungen an die Bewerber. Neben der fachlichen Komponente stehen Softskills immer mehr im Vordergrund. Vor ein paar Jahren sah das m.E. noch ein wenig anders aus.
In dem Laden, in dem ich vor einiger Zeit meine Diplomarbeit geschrieben und vorher ein Praktikum absolviert habe, gab es eine größere IT-Abteilung, schätze mal 100 Leute oder mehr. Dort waren einige ITler dabei, so Anfang 40, die wirklich ein Musterbeispiel eines "Nerds" abgegeben haben. Von einem Kollegen erfuhr ich dann später, dass in einem Bereich die Leute nach und nach in Thailand auf Brautschau waren und sich von dort ne Frau mitgebracht haben. Krasse Burschen ...
Der Arbeitsmarkt stellt heute mittlerweile generell ganz komplexere Anforderungen an die Bewerber. Neben der fachlichen Komponente stehen Softskills immer mehr im Vordergrund. Vor ein paar Jahren sah das m.E. noch ein wenig anders aus.
In dem Laden, in dem ich vor einiger Zeit meine Diplomarbeit geschrieben und vorher ein Praktikum absolviert habe, gab es eine größere IT-Abteilung, schätze mal 100 Leute oder mehr. Dort waren einige ITler dabei, so Anfang 40, die wirklich ein Musterbeispiel eines "Nerds" abgegeben haben. Von einem Kollegen erfuhr ich dann später, dass in einem Bereich die Leute nach und nach in Thailand auf Brautschau waren und sich von dort ne Frau mitgebracht haben. Krasse Burschen ...
Sting
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9 Dienstag, 07.
November 2006 um 20:13 Uhr
Danke der Nachfrage ;-)
Wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Grossunternehmen werden. Hab dahingehend nach bestimmten Gewichtungen recherchiert und werde im Dezember auf einer Messe die Fühler ausstrecken; rechne mir aufgrund meines Profils recht gute Chancen aus.
Danke der Nachfrage ;-)
Wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Grossunternehmen werden. Hab dahingehend nach bestimmten Gewichtungen recherchiert und werde im Dezember auf einer Messe die Fühler ausstrecken; rechne mir aufgrund meines Profils recht gute Chancen aus.
10 Dienstag, 07.
November 2006 um 20:18 Uhr
Gute Entscheidung. :up:
Messe? Doch nicht etwa eine Bewerbermese, oder? War auch mal auf DER Bewerbermesse in Köln. Riesengroßer Reinfall. 20.000 stocksteife BWLer und BWLerinnen schlawenzeln um 150 Unternehmen herum. :kotz:
| Zitat von Sting;124173 | |
|
Gute Entscheidung. :up:
Messe? Doch nicht etwa eine Bewerbermese, oder? War auch mal auf DER Bewerbermesse in Köln. Riesengroßer Reinfall. 20.000 stocksteife BWLer und BWLerinnen schlawenzeln um 150 Unternehmen herum. :kotz:
Sting
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11 Dienstag, 07.
November 2006 um 20:27 Uhr
Ist diese Messe: bonding-studenteninitiative e.V.
Mache dies, da die Messe zur rechten Zeit am rechten Ort ist; sonst hätte ich mich direkt an das Unternehmen gewandt ;-)
Maßgeblich für die Wahl zu diesem Unternehmen waren folgende Kriterien:
-interessante Projekte
-mich interessiert der Bereich IT-Consulting
-vernünftige Behandlung von Praktikanten und frischen Absolventen (was ich ja beides bin)
;-)
Ist diese Messe: bonding-studenteninitiative e.V.
Mache dies, da die Messe zur rechten Zeit am rechten Ort ist; sonst hätte ich mich direkt an das Unternehmen gewandt ;-)
Maßgeblich für die Wahl zu diesem Unternehmen waren folgende Kriterien:
-interessante Projekte
-mich interessiert der Bereich IT-Consulting
-vernünftige Behandlung von Praktikanten und frischen Absolventen (was ich ja beides bin)
;-)
12 Mittwoch, 08.
November 2006 um 21:52 Uhr
bietet eine solche messe mehr chancen auf eine mögliche anstellung? bei haufenweise bewerbern erinnert sich doch bestimmt kein mensch mehr....oder wie läuft sowas ab?
bietet eine solche messe mehr chancen auf eine mögliche anstellung? bei haufenweise bewerbern erinnert sich doch bestimmt kein mensch mehr....oder wie läuft sowas ab?
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