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saddam hussein zum tode verurteilt

saddam hussein zum tode verurteilt


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Giganto
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1    Montag, 06. November 2006 um 12:10 Uhr
      

die welt ist zum todesurteil von saddam hussein zwiegespalten. einige politiker begrüssen die entscheidung, andere- allen vorran die chefs der eu staaten- lehnen das urteil.
amnesty international spricht von einem unfairen verfahren, die richter und geschworenen seien parteiisch und voreingenommen gewesen.

die verteidigung hat einspruch gegen den richterspruch angekündigt.

mich interessiert vor allem, wie souverain ein staat aggieren kann und wer die regeln bestimmt.

in einigen staaten ist die todesstrafe an der tagesordnung. trotzdem nehmen sich die staatschefs heraus, die gräueltaten von saddam hussein zu beurteilen und als strafenswert zu klassieren.

natürlich hat er während seiner staatszeit viele menschen umgebracht- das will ich hier alles andere als gut heissen. der mann ist ein verbrecher, soviel steht fest.

aber: wenn die usa fallen würden, also durch eine humaneren staat ersetzt werden würden, kämen dann die präsidenten, die für todesurteile verantwortlich sind, ebenfalls auf die anklagebank?


Patient
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2    Montag, 06. November 2006 um 12:47 Uhr
      

Das Todesurteil von Hussein ist symbolisch. Theater.



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Piet

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3    Montag, 06. November 2006 um 12:53 Uhr
      

alles andere als die todesstrafe wäre wohl für die Weltgemeinschaft nicht tragbar. Im Prinzip geht es gar nicht anders.


Lykaon
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4    Montag, 06. November 2006 um 12:55 Uhr
      

wir können ja mal 6 Milliarden Menschen fragen Zwinker

(sorry, aber die globale Menschenmasse ist für mich in hinsicht auf 1 Sozialität NICHT vorhanden)


openMfly
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5    Montag, 06. November 2006 um 15:01 Uhr
      

Der klassische Todesstrafe ja/nein thread...

Ich bin generell gegen die Todesstrafe. Egal was der Mann getan hat, kein Mensch hat das Recht über sein Weiterleben zu entscheiden.

Aber das das ganze so ausgehen würde, war klar.


Lykaon
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6    Montag, 06. November 2006 um 15:02 Uhr
      

ja. eine Million Sozialstunden war eindeutig nicht vorherzusehen.


openMfly
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7    Montag, 06. November 2006 um 15:12 Uhr
      

 Zitat von Lykaon;124043
ja. eine Million Sozialstunden war eindeutig nicht vorherzusehen.


Ich denke mal, der nette Herr Bush (bzw. seine Marionettenspieler) werden diese Entscheidung schon lange getroffen haben.
Aber da hat ja natürlich ein unabhängiges Gericht entschieden.... :roll:


Giganto
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8    Montag, 06. November 2006 um 15:13 Uhr
      

 Zitat von Patient;124032
Das Todesurteil von Hussein ist symbolisch. Theater.


so sehe ich das auch.

 Zitat von openMfly;124042
Der klassische Todesstrafe ja/nein thread...

Ich bin generell gegen die Todesstrafe. Egal was der Mann getan hat, kein Mensch hat das Recht über sein Weiterleben zu entscheiden.

Aber das das ganze so ausgehen würde, war klar.


also es geht mir persönlich nicht um das thema todesstrafe! es geht mir eher darum, wie souverän staaten und regierungen ihre entscheidungen treffen dürfen.


openMfly
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9    Montag, 06. November 2006 um 15:20 Uhr
      

 Zitat von Giganto;124046
so sehe ich das auch.



also es geht mir persönlich nicht um das thema todesstrafe! es geht mir eher darum, wie souverän staaten und regierungen ihre entscheidungen treffen dürfen.


Sobald die manderen Länder, bzw. die Staatenbündnisse (NATO, EU...) die Souveränität des Landes anerkannt haben, dürfen die Länder doch auch ihre eigenen Entscheidungen fällen (in einem bestimmten Rahmen; aber eine "berechtigte" Todesstrafe fällt sicher in den Rahmen).
Hier wurde die Souveränität des Gerichtes anerkannt und man hat diesem freie Hand gelassen.

Das ist die Theorie auf dem Papier. Aber das Länder heute wirklich Souverän handeln... wer glaubt denn das noch?
Durch internationale Verpflechtungen (Kapital, Politik, Macht...) wird so großer Druck auf Länder ausgeübt, dass in wirklich wichtigen großen Fragen kaum souverän entschieden werden kann.

Die einzig wahre souveräne Entscheidungsgewalt, wenn es denn eine gibt, sehe ich bei den Männern, die hinter Bush stehen.
Wobei diese Regierung sich ja auch nicht alles erlauben kann (nur viel zu viel....).


julia88
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10    Dienstag, 07. November 2006 um 18:18 Uhr
      

 Zitat von openMfly;124042
Der klassische Todesstrafe ja/nein thread...

Ich bin generell gegen die Todesstrafe. Egal was der Mann getan hat, kein Mensch hat das Recht über sein Weiterleben zu entscheiden.

Aber das das ganze so ausgehen würde, war klar.



Aber dieser Mensch hat viele Menschen auf dem Gewissen.
Was meinst du wie schwer das für die Verwandten und so ist


Lykaon
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11    Dienstag, 07. November 2006 um 18:41 Uhr
      

ich möchte ungern jetzt Stalin zitieren, es würde aber passen. Die Frage ist: Welcher Herrscher hat aktuell keine menschen auf dem gewissen und wer wurde dafür an den Pranger gestellt...

ich bin gegen die Todesstrafe.


openMfly
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12    Dienstag, 07. November 2006 um 19:26 Uhr
      

 Zitat von Lykaon;124158
ich möchte ungern jetzt Stalin zitieren, es würde aber passen. Die Frage ist: Welcher Herrscher hat aktuell keine menschen auf dem gewissen und wer wurde dafür an den Pranger gestellt...

ich bin gegen die Todesstrafe.


Auch wenn das hier vielleicht keiner glaubt, so hat der George sicher einige Menschen mehr auf seinem Gewissen als der Sadam. Aber wer klagt den mächtigsten Mann der westlichen Welt an?

Ich will das was er getan hat keineswegs klein reden. Furchtbare Dinge waren dabei, das steht außer Frage.
Das das Volk gelitten hat ist auch unbestreitbar.

Aber die Todesstrafe halte ich trotzdem für unzivilisiert und moralisch nicht vertretbar.
Allein, dass man dem "Henker" diese Aufgabe aufbürtet. Ich möchte nicht in der Haut dieses Menschen stecken...


Giganto
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13    Dienstag, 07. November 2006 um 23:52 Uhr
      

 Zitat von openMfly;124168
Auch wenn das hier vielleicht keiner glaubt, so hat der George sicher einige Menschen mehr auf seinem Gewissen als der Sadam. Aber wer klagt den mächtigsten Mann der westlichen Welt an?


das hauptargument für bush ist wahrscheinlich, dass er im sinne der westlichen interessen handelt bzw. uns versucht das glaubbar (wortneuschöpfung?) zu machen. die westlichen medien tragen ihren grossen teil dazu bei.


Lykaon
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14    Dienstag, 07. November 2006 um 23:55 Uhr
      

die GESCHICHTE wurde immer von den Siegern geschrieben....


openMfly
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15    Mittwoch, 08. November 2006 um 11:28 Uhr
      

 Zitat von Lykaon;124249
die GESCHICHTE wurde immer von den Siegern geschrieben....



bzw. von denen die Grad das Sagen haben umgeschrieben.

 Zitat
das hauptargument für bush ist wahrscheinlich, dass er im sinne der westlichen interessen handelt bzw. uns versucht das glaubbar (wortneuschöpfung?) zu machen. die westlichen medien tragen ihren grossen teil dazu bei.


Die westlichen Interessen sind mittlerweile nur noch die Interessen des Kapitalismus. Irgendwelche Werte und Ideale werden dabei nur noch als Deckmantel missbraucht.

Bush hat in einem Interview über das Urteil gesagt, dass es ein großer Sieg für die Demokratie ist.
Jetzt denkt mal genauer über diese Aussage nach.
Inwiefern soll denn ein Todesurteil ein großer Sieg für die Demokratie sein?


Lykaon
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16    Mittwoch, 08. November 2006 um 11:36 Uhr
      

jeder tod eines nichtdemokraten ist heutzutage anscheinend ein Sieg für die Demokratie o.O


openMfly
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17    Mittwoch, 08. November 2006 um 11:47 Uhr
      

 Zitat von Lykaon;124273
jeder tod eines nichtdemokraten ist heutzutage anscheinend ein Sieg für die Demokratie o.O


Dann ist wohl die Achtung des menschlichen Lebens und die Meinungsfreiheit nicht mehr ganz so wichtig....

Das lustige an der Meinungsfreiheit ist ja, dass wir glauben sie zu besitzen.
Dabei machen die Medien unsere Meinung. Jedenfalls die der meisten Menschen.

Da gibts ein schönes Buch von Neil Postman drüber: "wir amüsieren uns zu Tode".
Er sagt, dass der öffentliche Diskurs in allen Bereichen nur noch Unterhaltung sei und frei von wirklichem Inhalt sei, da dass Fernsehen seine Form bestimmt.
Und was im Fernsehen läuft, kann gar nichts anderes als Unterhaltung sein.
Das Buch ist sehr interessant und die Argumentation des Mannes sind gut nachzuvollziehen.

Er sagt auch, dass Huxley mit seiner "schönen neuen Welt recht hatte" und nicht Orwell mit "1984".
Es brauch keiner Unterdrückung durch den Staat um uns zu kontrollieren, sondern nur einer Unterhaltungsindustrie, die uns das Denken und Widersprechen verlernen lässt.

Die beiden Bücher werde ich als nächstes lesen. Müssten heute ankommen. So Bücher durfte ich im Deutschunterricht leider nicht behandeln.


Lykaon
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18    Mittwoch, 08. November 2006 um 11:57 Uhr
      

ich habe beide gelesen und wurde mit "schöne neue welt" nicht so getroffen wie von "1984", anscheinend sind wir schon auf dem Weg zu Huxleys Vision, mittendrin


Patient
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19    Mittwoch, 08. November 2006 um 15:28 Uhr
      

Zumindest vergessen Menschen zugunsten von vorgelegten Regeln zunehmend ihren Verstand zu benutzen.


openMfly
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20    Montag, 20. November 2006 um 19:38 Uhr
      

Das ganze "Verfahren" wurde von der Organisation "Human Rights Watch" überwacht.
Die sind zu folgendem Ergebnis gekommen:

GMX - Human Rights Watch: Sadd...ozess war unfair (20.11.2006)

Meine Rede...

Aber was bringt diese Untersuchung jetzt?
An dem Urteil wird sie wohl nichts ändern.
Zur Kenntnis genommen und abgeheftet.


      

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