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Saddam ist tot!


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Piet

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1    Samstag, 30. Dezember 2006 um 12:43 Uhr
      

Heute Morgen wurde das Todesurteil vollstreckt. Seinen Tod fand er durch den Strick.
weiters gibt es hier zum nachlesen':
Todesurteil im Irak: Saddam Hussein hingerichtet

Abgesehen davon das es sicherlich kein fairer Prozess war, war es dennoch die einzig richtige Entscheidung, alles andere wie ein angewandtes Todesurteil wäre in dem Fall falsch gewesen.


Sting

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2    Samstag, 30. Dezember 2006 um 12:59 Uhr
      

 Zitat von Psycho Cowboy

...alles andere wie ein angewandtes Todesurteil wäre in dem Fall falsch gewesen.

Weshalb?



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Piet

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3    Samstag, 30. Dezember 2006 um 13:18 Uhr
      

Nach dem ganzen hin und her, der ewigen Suche damals nach seinem versteck, die ewigen prozesse seh ich das ganze als finalen Schlußpunkt. Nach dem Regime Sturz damals durch die Amerikaner und die festanahme Saddams schwebte das land bisher irgendwo zwischen dem alten Diktator der im Gefängnis sitzt und einen Neubeginnn der sich immernoch bisher zusehr an die vorherige herrschaftszeit klammerte.
Saddam war Kriegsverbrecher, Diktator, geal wie mans nennt. Er hat tausenden den Tod gebracht und das auf grausame Weise. Unglücklich ausgedrückt, ist sein Tod ein Start in eine neue Welt. Es werden jetzt sicherlich noch Anschläge kommen, aber das Gericht beweist hier zumindest Konsequenz. Das ist wichtig, denn alles andere würde die Menschen dort hier und in den umliegenden Gegenden nur noch mehr verunsichern. Todesurteile gab es schon immer und es sollte auch hier keine Ausnahme gemacht werden bzw plötzlich wetsliche Züge eingleiten lassen und die Todesstrafe verweigern. Es ist wie Buch was jetzt zugeklappt wurde oder ein kapitel was zu Ende gelesen wurde.


Giganto
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4    Samstag, 30. Dezember 2006 um 13:42 Uhr
      

ich höre immer wieder den namen saddam im zusammenhang mit verbrechen gegen die menschlichkeit (so wirds genannt).

ich versuche mit meinem verkaterten schädel zusammen zu fassen.

1. in dem land irak leben viele millionen menschen. wie kann es da sein, das nur einer schuld an der tragödie dieses landes hat (geschichte). da werden wohl noch ein paar mehr leute zusammen kommen, die das so gut gefunden haben wie es in dem land zuging. ich denke man hat wohl noch mehr möglichkeiten als einfach nur zuzusehen oder mitzumachen oder beides. gerade findet ja auch eine massive auflehnung gegen alles mögliche statt. das land versinkt im chaos.

2. wie kann man ein verbrechen mit mitteln bestrafen, die dem mittelalter entstammen. nur weil jetzt einige wenige den tod durch richterlichen beschluss finden machts das für mich nicht besser. wer legitimiert denn das? ich finde es steht niemandem zu, über leben oder tot zu richten.

was mich zu punkt 3. führt: wie souverän ist ein staat bzw. ein regierungsoberhaupt überhaupt? wer macht denn die weltgesetze und entscheidt über recht oder unrecht? ich meine, dann können wir die welt direkt unter den g7 staaten aufteilen, z.b. in kolonien.


Piet

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5    Samstag, 30. Dezember 2006 um 14:24 Uhr
      

 Zitat von Giganto;127512

1. in dem land irak leben viele millionen menschen. wie kann es da sein, das nur einer schuld an der tragödie dieses landes hat (geschichte). da werden wohl noch ein paar mehr leute zusammen kommen, die das so gut gefunden haben wie es in dem land zuging. ich denke man hat wohl noch mehr möglichkeiten als einfach nur zuzusehen oder mitzumachen oder beides. gerade findet ja auch eine massive auflehnung gegen alles mögliche statt. das land versinkt im chaos.


Nein, natürlich ist er nicht alleine Schuld. Aber ist praktisch das "Ausängeschild" der Verbrechen im Irak. Ich meinte damit, das sein Tod eher ein symbolischen Charakter hat.

 Zitat
2. wie kann man ein verbrechen mit mitteln bestrafen, die dem mittelalter entstammen. nur weil jetzt einige wenige den tod durch richterlichen beschluss finden machts das für mich nicht besser. wer legitimiert denn das? ich finde es steht niemandem zu, über leben oder tot zu richten.


das ist unsere westliche Denkweise. früher war es hier auch noch so, bis wir anfingen die Todesstrafe zu verpöhnen, weil ebenfalls unmenschlich. In dem Land war es schon immer so und wird es die Todesstrafe auch weiterhin geben. Das sollte man dem jeweiligen Staat auch selber überlassen. ich denke nicht das wir unsere westlichen Grundsätze dem Irak aufdrängen sollten. Soviel Souveränität sollte man ihnen schon lassen.
btw. In China essen sie Hunde. In Teilen Afrika haben Frauen keine Rechte. Wenn wir jetzt jedes Land auffordern unsere gesetze und ethischen Vorstellungen anzunehmen, DANN gäbe es ein Chaos.

 Zitat
was mich zu punkt 3. führt: wie souverän ist ein staat bzw. ein regierungsoberhaupt überhaupt? wer macht denn die weltgesetze und entscheidt über recht oder unrecht? ich meine, dann können wir die welt direkt unter den g7 staaten aufteilen, z.b. in kolonien.


Gibt es überhaupt Weltgesetze? gibt es auf der ganzen Welt einheitliche Menschenrechte? Für sowas bzw um mehrere Staaten unter einem bestimmten Gerechtigkeitssinn zusammenzufassen gibt es ja z.b. die Uno.
Sie regelt mit den Ländern die jeweiligen "Grundgesetze".
Guck dir Turkmenistan. Über solche Ländern schütteln wir "westlichen" nur den Kopf....


rocherie
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6    Samstag, 30. Dezember 2006 um 15:38 Uhr
      

 Zitat von Psycho_Cowboy;127516
Nein, natürlich ist er nicht alleine Schuld. Aber ist praktisch das "Ausängeschild" der Verbrechen im Irak. Ich meinte damit, das sein Tod eher ein symbolischen Charakter hat.



Hmm..ich hab das heute nacht auf ntv ne Weile verfolgt..
Sicherlich ist Saddam nicht der Mann, der "alleine" viel Unrecht und Mord getan hat. Aber er hatte die Macht dazu, andere zu Gräueltaten zu zwingen (und ich mag jetzt nicht drüber diskutieren wie frei der Mensch ist, Grauen nicht auszuführen...) und er hatte fanatische Anhänger die jeden seiner Befehle fraglos ausgeführt haben.

Sein Tod hat meiner Meinung nach keinen symbolischen Charakter - weil er tatsächlich erhängt wurde und damit jegliche Symbolik hinfällig ist.
Es ist in meinen Augen vielmehr ein: wir zeigen euch die Grenzen auf!

Das Wort Todesstrafe ist meiner Meinung nach ein widersinniges Wort.
Der Tod ist endgültig (zumindest was das Leben hier auf Erden so wie wir es kennen betrifft)
Strafe beinhaltet meiner Meinung nach die Möglichkeit, sein Fehlverhalten zu korrigieren, Demut zu üben, sich zu entschuldigen, ein Leben nach der Strafe zu beginnen, was innerhalb der jeweils gültigen Regeln entspricht.

nun ist natürlich die Frage: wessen Regeln sollen gelten? Wir in Europa sollten uns nicht anmaßen daß wir die absolut guten, gerechten Spielregeln des Lebens haben. Ich selber habe auch kein Lösung für das Ahnden von Verbrechen - wie immer hat wohl auch jeder Mensch selber eine Moral, Ethik und Rechtsempfinden. Das ist sicherlich begründet von der Biografie die ich hab, dem Staat in dem ich aufwachse, meiner Sozialisation.

Ich denke über diese Exekution nach, versuche mir vorzustellen wie es all denen gehen muss, die Angehörige durch Saddams Schergen verloren haben und sehe dennoch die Bilder der Execution (soweit sie gesendet wurden) vor mir.

Vielleicht..ist manches Leben auch einfach verwirkt? Ich weiß es nicht, maße mir auch nicht an darüber urteilen zu können. Dennoch..ich würde wohl nicht verzeihen können, wenn jemand meinem liebsten Menschen
etwas antun würde.

Nachdenklich grüßt
Rocherie


Piet

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7    Samstag, 30. Dezember 2006 um 19:13 Uhr
      

 Zitat von rocherie;127518

Sein Tod hat meiner Meinung nach keinen symbolischen Charakter - weil er tatsächlich erhängt wurde und damit jegliche Symbolik hinfällig ist.
Es ist in meinen Augen vielmehr ein: wir zeigen euch die Grenzen auf!


Ok, vielleicht war der Ausdruck nicht wirklich passend und wahrscheinlich meinen wir auch das gleiche.
Ich meinte das sein Tod eher als Zeichen der Stärke des irakischen Staates zu werten ist, die auch nicht davor zurückschrecken den ehemaligen Führer gerecht zu bestrafen. Es ist ein zeichen, das gerechte Urteile durch Gerichte gesprochen werden und das das auch in Zukunft das übliche verfahren sein wird. Ein Zeichen von, wie gesagt, Souverenität des Iraks.


Sting

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8    Samstag, 30. Dezember 2006 um 19:34 Uhr
      

@Psycho Cowboy
Danke für die Erläuterung.

 Zitat von Psycho Cowboy

Es ist ein zeichen, das gerechte Urteile durch Gerichte gesprochen werden und das das auch in Zukunft das übliche verfahren sein wird. Ein Zeichen von, wie gesagt, Souverenität des Iraks.


War das Urteil und seine Vollstreckung Deiner Meinung nach also gerecht?
Ich bin der Meinung, dass es ein Zeichen dafür war, dass konsequente Urteile gesprochen werden. Was Gesetze festlegen, ist nicht per se gerecht. Diesen Unterschied möchte ich klar hervorheben.
Erinnert sich noch jemand an den lächerlichen Londoner Hausarrest, den Pinochet einst befolgen musste?
Pinochet, der Putscher, Despot und Mörder.
Soviel zum Thema Gerechtigkeit ;-)
Diese gibt es nicht - ist nur eine Idealvorstellung.


Zum Thema Todesstrafe allgemein:
ich reagierte sicherlich anders, wäre ich persönlich unmittelbar durch den Hinzurichtenden betroffen. Dass ich es jedoch nicht bin, ermöglicht mir eine gewisse Distanz zu den Greueltaten, so dass ich von der Hinrichtung selbst auch angewidert bin. Ist eine lebenslange Haftstrafe zu akzeptablen, aber bitte nicht luxuriösen Bedingungen (so, dass der Häftling überlebt) nicht auch eine harte und gerechtfertigte Strafe?


 Zitat von Psycho Cowboy

...Wenn wir jetzt jedes Land auffordern unsere gesetze und ethischen Vorstellungen anzunehmen, DANN gäbe es ein Chaos.

Das wird nun etwas OT, aber dennoch möchte ich ebenso OT darauf eingehen:
bei uns ist nicht alles eitel Sonnenschein, aber unsere Rechtslage und Toleranz ist bei weitem günstiger ausgeprägt, als die vieler anderer, nicht westlicher Kulturen. In Deutschland werden so ziemlich alle Religionen toleriert (siehe Moscheen inkl. Muezzintürme, Synagogen etc.) Rassismus gibt es hier, jedoch auch in vielen anderen Ländern. Rassismus ist leider menschlich, wenn auch nicht human.
Fakt ist jedoch, dass bei uns vieles für die Allgemeinheit verträglicher läuft, als in vielen anderen Kulturen. Bei uns ist die geschlechtliche Gleichberechtigung viel fortgeschrittener (ich behaupte bewusst nicht, sie sei perfekt implementiert).
Du griffst Afrika auf: nun, was hälst Du von der Verstümmelung von Genitalien bei Frauen? Was ist falsch daran, sich bei sowas einzumischen? Nur, weil es zur Kultur bestimmter afrikanischer Stämme gehört, heisst es noch lange nicht, dass es vernünftig ist. Viele Greueltaten und makabere, nicht richtige Traditionen werden mittels des Schönfilters "Kultur" rechtfertigt. Oft liegen makabere Bräuche in Unwissen begründet. Ist es da nicht ideal, sich einzumischen und den Leuten bessere Wege zumindest aufzuzeigen?


rocherie
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9    Samstag, 30. Dezember 2006 um 23:19 Uhr
      

 Zitat von Sting;127522
@Psycho Cowboy
Du griffst Afrika auf: nun, was hälst Du von der Verstümmelung von Genitalien bei Frauen? Was ist falsch daran, sich bei sowas einzumischen? Nur, weil es zur Kultur bestimmter afrikanischer Stämme gehört, heisst es noch lange nicht, dass es vernünftig ist. Viele Greueltaten und makabere, nicht richtige Traditionen werden mittels des Schönfilters "Kultur" rechtfertigt. Oft liegen makabere Bräuche in Unwissen begründet. Ist es da nicht ideal, sich einzumischen und den Leuten bessere Wege zumindest aufzuzeigen?


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Giganto
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10    Sonntag, 31. Dezember 2006 um 12:03 Uhr
      

 Zitat
Nein, natürlich ist er nicht alleine Schuld. Aber ist praktisch das "Ausängeschild" der Verbrechen im Irak. Ich meinte damit, das sein Tod eher ein symbolischen Charakter hat.


war jetzt nicht unbedingt auf deinen beitrag bezogen. vielmehr meine ich die gesammelte medienlandschaft bzw. politik damit.

 Zitat
das ist unsere westliche Denkweise. früher war es hier auch noch so, bis wir anfingen die Todesstrafe zu verpöhnen, weil ebenfalls unmenschlich. In dem Land war es schon immer so und wird es die Todesstrafe auch weiterhin geben. Das sollte man dem jeweiligen Staat auch selber überlassen. ich denke nicht das wir unsere westlichen Grundsätze dem Irak aufdrängen sollten. Soviel Souveränität sollte man ihnen schon lassen.


aber genau deswegen wurde er ja unter anderem angeklagt und verurteilt. er hat menschen zum tode verurteilt, weil sie gegen irakische gesetze und moralvorstellungen verstossen haben. ausserdem hat er menschen verhaften lassen und gefoltert. alles wahrlich kein schöner zug. wenn ich aber an andere länder und staaten denke: dort passiert jeden tag das gleiche. nehmt doch z.b. die guantanamo bay auf kuba.

 Zitat

btw. In China essen sie Hunde. In Teilen Afrika haben Frauen keine Rechte. Wenn wir jetzt jedes Land auffordern unsere gesetze und ethischen Vorstellungen anzunehmen, DANN gäbe es ein Chaos.


aber genau das geschieht doch schon seit jahrzehnten. in asien wird gemassregelt und sanktioniert. im nahen osten ebenso. deshalb sind soviele leute auf den "westen" schlecht zu sprechen.

 Zitat
Sicherlich ist Saddam nicht der Mann, der "alleine" viel Unrecht und Mord getan hat. Aber er hatte die Macht dazu, andere zu Gräueltaten zu zwingen (und ich mag jetzt nicht drüber diskutieren wie frei der Mensch ist, Grauen nicht auszuführen...) und er hatte fanatische Anhänger die jeden seiner Befehle fraglos ausgeführt haben.


ihm wurde diese macht doch "verliehen", so wie bei vielen anderen staatschefs auch. es kann ja niemand hingehen und sagen: ich bin jetzt der chef vom ganzen (mal ein wenig vereinfacht ausgedrückt).

 Zitat
Sein Tod hat meiner Meinung nach keinen symbolischen Charakter - weil er tatsächlich erhängt wurde und damit jegliche Symbolik hinfällig ist.
Es ist in meinen Augen vielmehr ein: wir zeigen euch die Grenzen auf!


wie man sieht, kann man dort niemandem seine grenzen aufzeigen. weder die usa mit ihren 100.000senden soldaten, noch die demokratische regierung, die dort gerade das sagen hat. jeden tag sterben hunderte menschen bei anschlägen. über 3000 soldaten der us armee wurden bisher getötet, unzählige verletzt. diese zahlen sprechen wohl eine deutliche sprache.

 Zitat
nun ist natürlich die Frage: wessen Regeln sollen gelten? Wir in Europa sollten uns nicht anmaßen daß wir die absolut guten, gerechten Spielregeln des Lebens haben. Ich selber habe auch kein Lösung für das Ahnden von Verbrechen - wie immer hat wohl auch jeder Mensch selber eine Moral, Ethik und Rechtsempfinden. Das ist sicherlich begründet von der Biografie die ich hab, dem Staat in dem ich aufwachse, meiner Sozialisation.


ich finde nicht, das irgendwer von aussen regeln muss. viele länder und staaten haben ja vorgemacht, dass eine regierung auch auf druck von der gesellschaft den rückzug antreten muss.

wie sich die lage nach dem tod von saddam hussein entwickelt bleibt abzuwarten. al qaida nutzt das ereignis schon jetzt für einen versuch, die aufständischen zu einen:

Nach Saddams Tod: Al-Qaida ruf... SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

was hoffentlich nicht gelingen wird.

wenn ich an die pläne der us regierung denke, sich in absehbarer zeit aus dem irak zurück zu ziehen (so wie es z.b. die demokraten im us parlament bei einer möglichen wahl vor haben) wird mir ganz flau im magen.


Piet

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11    Sonntag, 31. Dezember 2006 um 13:13 Uhr
      

 Zitat von Sting;127522
War das Urteil und seine Vollstreckung Deiner Meinung nach also gerecht?

Das Wort "gerecht" hat sich fälschlicherweise mit rein geschlichen. Ich finde die Todesstrafe in diesem fall gerecht, aber nicht die Gerichtsverhandlungen.

 Zitat

Zum Thema Todesstrafe allgemein:
ich reagierte sicherlich anders, wäre ich persönlich unmittelbar durch den Hinzurichtenden betroffen. Dass ich es jedoch nicht bin, ermöglicht mir eine gewisse Distanz zu den Greueltaten, so dass ich von der Hinrichtung selbst auch angewidert bin. Ist eine lebenslange Haftstrafe zu akzeptablen, aber bitte nicht luxuriösen Bedingungen (so, dass der Häftling überlebt) nicht auch eine harte und gerechtfertigte Strafe?

wollen wir dieses Thema in einem Extra Thread diskutieren?
Allgemein bin ich Befürworter der Todesstrafe, wenn 100% Beweise vorliegen (nicht wie letzte woche in Texas (?) wo Studenten 2 tage vor der hinrichtung noch die Unschuld eines Häftlings beweisen konnten).
Ein mensch der so viele menschen gemordet, gefoltert, vergewaltigt, kinder vergast hat usw hat damit seinen Platz in dieser Welt verspielt. Was würde es uns bringen wenn er lebenslänglich bekommen würde?
Befreiungsversuche von seinen Anhängern? Anschläge im Knast?
Ganz klar - lieber sollen andere mehr Platz im Knast haben als das Saddam dort noch weiter vor sich hinleben darf.



 Zitat
Das wird nun etwas OT, aber dennoch möchte ich ebenso OT darauf eingehen:
bei uns ist nicht alles eitel Sonnenschein, aber unsere Rechtslage und Toleranz ist bei weitem günstiger ausgeprägt, als die vieler anderer, nicht westlicher Kulturen. In Deutschland werden so ziemlich alle Religionen toleriert (siehe Moscheen inkl. Muezzintürme, Synagogen etc.) Rassismus gibt es hier, jedoch auch in vielen anderen Ländern. Rassismus ist leider menschlich, wenn auch nicht human.
Fakt ist jedoch, dass bei uns vieles für die Allgemeinheit verträglicher läuft, als in vielen anderen Kulturen. Bei uns ist die geschlechtliche Gleichberechtigung viel fortgeschrittener (ich behaupte bewusst nicht, sie sei perfekt implementiert).
Du griffst Afrika auf: nun, was hälst Du von der Verstümmelung von Genitalien bei Frauen? Was ist falsch daran, sich bei sowas einzumischen? Nur, weil es zur Kultur bestimmter afrikanischer Stämme gehört, heisst es noch lange nicht, dass es vernünftig ist. Viele Greueltaten und makabere, nicht richtige Traditionen werden mittels des Schönfilters "Kultur" rechtfertigt. Oft liegen makabere Bräuche in Unwissen begründet. Ist es da nicht ideal, sich einzumischen und den Leuten bessere Wege zumindest aufzuzeigen?


Schwierig zu beantworten. Man müsste hier genau abwägen in wie weit man sich einmischen darf/sollte. Wir befinden uns mit unserer Art des humanitären Denken bzw unserer Menschenrechte global betrachtet noch nicht in der absoluten mehrheit. Afrika, große Teile Asiens, Südamerika - das von dir angesprochene Thema mit den Verstümmelungen ist ein wichtiges Thema, absolut und es ist auch richtig dort irgendwie zu vermitteln damit das aufhört. Nur gibt es wie oben geschrieben soviel was unsere westliche Kultur ablehnt und sie in vielen Ländern praktiziert wird.
-Unterdrückung der Frauen in muslimischen Ländern
-Kinderarbeit
-Organhandel
-Robbenschlachten
-schächten
es gibt soviel was uns von anderen Ländern in Denkweisen unterscheidet. Ich weiß ehrlich gesagt nicht wo man anfängt. Die Todesstrafe würde ich weiterhin von Staat zu Staat entscheiden lassen. Solange wir in einer Welt leben wo es keine allgemeingültigen Regeln gibt und auch keins dieser Länder einer "Gruppierung" z.b. Uno angehört, sollte die im Sinne ihrer Rechtssprechung entscheiden. Sicherlich ist das auch keine ideale Lösung, da weiterhin Menschrechte verletzt werden usw, doch denke ich das es genauso falsch ist sich als Europäer hinzustellen und die alten Bräuche und Gesetze der anderen Länder zu kristisieren.

 Zitat von Giganto;127543

aber genau deswegen wurde er ja unter anderem angeklagt und verurteilt. er hat menschen zum tode verurteilt, weil sie gegen irakische gesetze und moralvorstellungen verstossen haben. ausserdem hat er menschen verhaften lassen und gefoltert. alles wahrlich kein schöner zug. wenn ich aber an andere länder und staaten denke: dort passiert jeden tag das gleiche. nehmt doch z.b. die guantanamo bay auf kuba.


In den Anklageschriften geht es vorallem aber um die verbrechen wo er niemanden vorher angeklagt oder verurteilt lassen hat.
- Die Massentötung der Schiiten
- Giftgas gegen die Kurdische Bevölkerung
usw. Sicherlich passiert auf der Welt zur gleichen Zeit ähnlich Dinge auch wenn nicht in dem Ausmaß. Hier bin ich genauso dafür diese gerecht zu bestrafen.


Lisa
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12    Montag, 01. Januar 2007 um 19:56 Uhr
      

Geschmacklos wie der tote Körper herum gezeigt wurde. Muß sowas wirklich sein? Ich finde nicht. Mit nur einem fünkchen Anstand hätten sie darauf verzichtet. Ist sowas nicht verboten? Wegen jedem mist wird sich aufgeregt. Egal ob Madonna mit ihrer Kreuzigungstour oder anderes. Der tote Saddam wird öffentlich präsentiert. Das nicht noch die Hinrichtung übertragen wurde ist alles.


Piet

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13    Montag, 01. Januar 2007 um 22:14 Uhr
      

 Zitat von Lisa;127640
Geschmacklos wie der tote Körper herum gezeigt wurde. Muß sowas wirklich sein? Ich finde nicht. Mit nur einem fünkchen Anstand hätten sie darauf verzichtet. Ist sowas nicht verboten? Wegen jedem mist wird sich aufgeregt. Egal ob Madonna mit ihrer Kreuzigungstour oder anderes. Der tote Saddam wird öffentlich präsentiert. Das nicht noch die Hinrichtung übertragen wurde ist alles.


Das ist halt unsere mediengeile Gesellschaft. Die Grenzen des Anstands werden im Funk und Fernsehen nahezu aufgehoben wenn sich damit Geld verdienen lässt.

Die Hinrichtung kursiert übrigens gerade quer durchs Internet und ist selbst für Laien leicht zu entdecken. Sie wurde von einem dort Anwesenden per Handy gefilmt. Wenn schon nicht öffentlich, dann halt so. Wundern tuts mich nicht.


Giganto
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14    Mittwoch, 03. Januar 2007 um 13:09 Uhr
      

 Zitat von Psycho_Cowboy;127552
Das Wort "gerecht" hat sich fälschlicherweise mit rein geschlichen. Ich finde die Todesstrafe in diesem fall gerecht, aber nicht die Gerichtsverhandlungen.


das musst du ein wenig näher erleutern. was ist an dem gerichtsprozess, so wie du von den medien darüber informiert worden bist, deiner meinung nach ungerecht gelaufen?

 Zitat
wollen wir dieses Thema in einem Extra Thread diskutieren?

solch ein thema gibt es bereits. wir können es ja aus der versenkung holen:

/forum-showposts-religion-phil...fe.html?highlight=todesstrafe


 Zitat
Allgemein bin ich Befürworter der Todesstrafe, wenn 100% Beweise vorliegen (nicht wie letzte woche in Texas (?) wo Studenten 2 tage vor der hinrichtung noch die Unschuld eines Häftlings beweisen konnten).
Ein mensch der so viele menschen gemordet, gefoltert, vergewaltigt, kinder vergast hat usw hat damit seinen Platz in dieser Welt verspielt. Was würde es uns bringen wenn er lebenslänglich bekommen würde?
Befreiungsversuche von seinen Anhängern? Anschläge im Knast?


mit beweisen und rechtsmitteln ist das ja immer so eine sache. oftmals verschwinden beweise einfach oder werden nicht gefunden oder gefälscht. ich finde es sehr schwierig eine bewertung zu treffen.


 Zitat

In den Anklageschriften geht es vorallem aber um die verbrechen wo er niemanden vorher angeklagt oder verurteilt lassen hat.
- Die Massentötung der Schiiten
- Giftgas gegen die Kurdische Bevölkerung
usw. Sicherlich passiert auf der Welt zur gleichen Zeit ähnlich Dinge auch wenn nicht in dem Ausmaß. Hier bin ich genauso dafür diese gerecht zu bestrafen.


das habe ich gelesen, macht die sache aber für mich nicht besser. da er waffen und stoffe von anderen ländern geliefert bekommen hat, würde ich diesen ländern eine gewisse mitschuld zuschreiben. und genau diese sitzen jetzt mit auf der ankläger und nicht auf der angeklagten bank.

 Zitat von Lisa;127640
Geschmacklos wie der tote Körper herum gezeigt wurde. Muß sowas wirklich sein? Ich finde nicht. Mit nur einem fünkchen Anstand hätten sie darauf verzichtet. Ist sowas nicht verboten? Wegen jedem mist wird sich aufgeregt. Egal ob Madonna mit ihrer Kreuzigungstour oder anderes. Der tote Saddam wird öffentlich präsentiert. Das nicht noch die Hinrichtung übertragen wurde ist alles.


in neuen videos wird laut medieninformationen gezeigt, wie er verhöhnt wurde und ihm nichtmal seine letzten rechte als verurteilten zu gesprochen wurden. ich hab keines der videos gesehen und werde mir diese auch nicht angucken. ich denke aber, wenn man es besser machen will, sollte man sich auch an die eigenen spielregeln halten.

 Zitat von Psycho_Cowboy;127670
Das ist halt unsere mediengeile Gesellschaft. Die Grenzen des Anstands werden im Funk und Fernsehen nahezu aufgehoben wenn sich damit Geld verdienen lässt.

Die Hinrichtung kursiert übrigens gerade quer durchs Internet und ist selbst für Laien leicht zu entdecken. Sie wurde von einem dort Anwesenden per Handy gefilmt. Wenn schon nicht öffentlich, dann halt so. Wundern tuts mich nicht.


mich auch nicht. da steckt ein konzept dahinter, sonst hätte man dem treiben von offizieller stelle einhalt geboten.


julia88
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15    Montag, 08. Januar 2007 um 14:51 Uhr
      

Ganz ehrlich. Ich trauer nicht um ihn. Ér ist selbst dran schuld


      

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