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Angst vor Altersarmut

Angst vor Altersarmut


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Cornhulio
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1    Mittwoch, 24. Januar 2007 um 23:00 Uhr
      

Der Bericht aus den Tagesthemen regt mich grad tiersich auf deshalb muß ich meinem Ärger hier Luft verschaffen.

Da schwafeln Brillenträger im Anzug der Bundesbürger sei nicht über Altersvorsorge informiert, das müsse man nachholen sonst drohe in ein paar Jahrzehnten ein Fiasko.

Liebe Leute wo lebt ihr denn und was verdient ihr in euren tollen Jobs bitteschön. Da könnt ihr dem Rest der Bevölkerung was abgeben von eurem Wohlstand damit wir ihn dann fein einzahlen in die Kassen.

Ganz nebenbei kaufen wir von unseren Bausparverträgen neue Autos und Bauen ohne Zuschüsse Häuser, kaufen Wohnungen und zahlen die Mehrwertsteuer drauf. Und weil wir es alle so dicke haben, zahlen wir mehr für Krankenversicherungen, Medikamente, im Supermarkt, an der Tankstelle, leisten uns zu allem Überfluss Kinder die dann auch brav investieren, fahren nicht mehr in den Urlaub: wer braucht bei diesen Paradiesichen zuständen in Germany auch Erholung. Und weil wir alle so tolle Bürger sind geben wir mit 60 den Löffel ab damit unsere Nachkommen noch ein Scheibchen abhaben können.

Ich kotze gleich. Gute Nacht!


masso
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2    Donnerstag, 25. Januar 2007 um 18:13 Uhr
      

Man kann sich drüber aufregen soviel man will. Fest steht: Wer heute nicht vorsorgt fürs Alter, wird später mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in "Armut" leben. Was Armut dann auch immer bedeuten mag ...



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Lykaon
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3    Donnerstag, 25. Januar 2007 um 18:42 Uhr
      

Wenn die finanziellen Mittel, die monatlich verfügbar sind, die monatlichen Ausgaben übersteigen, ist dies eine durchaus vernünftige Sache. Ob die Beträge in 30-40 Jahren noch ähnlich wert sind, lässt sich allerdings bezweifeln. "Spare in der Zeit, dann hast du in der Not" lässt sich zwar anwenden, das Risiko eines Todes vor der Zeit lässt viele Menschen verdrängen, daß sie vielleicht so lang leben, um zu darben. Ein Kompromiss aus "Leben jetzt" und "Leben im Alter" ist allerdings sehr aufwändig.


Cornhulio
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4    Donnerstag, 25. Januar 2007 um 20:57 Uhr
      

Ihr habt beide recht. Eigentlich auch kein Grund zu Aufregung wenn da erwähnt worden wäre das viele Familien einfach nicht Vorsorgen können. Was meint ihr wie die sich bei sowas fühlen?

Das Auftreten dieser beiden Schnösel (Mann und Frau) hat in mir einen Brechreiz verursacht. Die machen Leuten angst die an ihrer Situation nicht viel verändern können. Das passt mir nicht.


masso
Grünschnabel

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5    Donnerstag, 25. Januar 2007 um 22:42 Uhr
      

 Zitat von Lykaon;129004
Wenn die finanziellen Mittel, die monatlich verfügbar sind, die monatlichen Ausgaben übersteigen, ist dies eine durchaus vernünftige Sache. Ob die Beträge in 30-40 Jahren noch ähnlich wert sind, lässt sich allerdings bezweifeln. "Spare in der Zeit, dann hast du in der Not" lässt sich zwar anwenden, das Risiko eines Todes vor der Zeit lässt viele Menschen verdrängen, daß sie vielleicht so lang leben, um zu darben. Ein Kompromiss aus "Leben jetzt" und "Leben im Alter" ist allerdings sehr aufwändig.


Warum ist ein Kompromiss sehr aufwendig? Ich denke, dass ich diesen Spagath für mich geschafft habe. Ich spare jeden Monat Summe X, die mir nicht unbedingt weh tut, ausser dass ich deswegen auf andere schöne Dinge verzichten muss. Es beruhigt aber mein Gewissen und ich mache etwas in puncto Altersvorsorge. Zwinker


 Zitat von Cornhulio
Ihr habt beide recht. Eigentlich auch kein Grund zu Aufregung wenn da erwähnt worden wäre das viele Familien einfach nicht Vorsorgen können. Was meint ihr wie die sich bei sowas fühlen?

Du sprichst hiermit das Problem der Geringverdiener an, dass sie ein geringes Einkommen haben, wenig sparen können und auch später eine geringe Rente bekommen (da sie schließlich auch nicht viel einbezahlt haben). Daran hat sich zu früher ja nicht viel geändert, oder?


Lykaon
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6    Donnerstag, 25. Januar 2007 um 22:47 Uhr
      

 Zitat von masso;129035
Warum ist ein Kompromiss sehr aufwendig? Ich denke, dass ich diesen Spagath für mich geschafft habe. Ich spare jeden Monat Summe X, die mir nicht unbedingt weh tut, ausser dass ich deswegen auf andere schöne Dinge verzichten muss. Es beruhigt aber mein Gewissen und ich mache etwas in puncto Altersvorsorge. Zwinker



Du sprichst hiermit das Problem der Geringverdiener an, dass sie ein geringes Einkommen haben, wenig sparen können und auch später eine geringe Rente bekommen (da sie schließlich auch nicht viel einbezahlt haben). Daran hat sich zu früher ja nicht viel geändert, oder?



@zitat: Ich spreche eher die Geringverdiener an. Dort, wo Einkommen und Auskommen recht knapp beieinander liegen, da die Summe X, die du als vertretbar siehst (ist sie ja auch) so gering ist, daß es sich im Nachhinein auf die Zeit nicht lohnt, maximal um die Inflation in den nächsten 30-40 Jahren auszugleichen. :naja:


masso
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7    Donnerstag, 25. Januar 2007 um 22:55 Uhr
      

 Zitat von Lykaon;129037
@zitat: Ich spreche eher die Geringverdiener an. Dort, wo Einkommen und Auskommen recht knapp beieinander liegen, da die Summe X, die du als vertretbar siehst (ist sie ja auch) so gering ist, daß es sich im Nachhinein auf die Zeit nicht lohnt, maximal um die Inflation in den nächsten 30-40 Jahren auszugleichen. :naja:


Ob man sein Gehalt als hoch oder niedrig einschätzt ist ein stückweit auch subjektiv. Ich bin bei manchen Sachen sehr sparsam, nahezu knausrig, bei anderen Dingen haue ich das Geld wahrscheinlich zum Fenster raus. Aber das ist ein anderes Thema ...

Lohnen tut es sich in meinen Augen aber trotzdem. Du bist noch jung und kannst die nächsten rund 35 Jahre noch schön den Zinseszins-Effekt mitnehmen, zuzüglich der staatlichen Förderungen und steuerlichen Aspekte. Die Inflation solltest Du damit überlisten können ... Zwinker


Cornhulio
Grünschnabel

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8    Sonntag, 28. Januar 2007 um 13:27 Uhr
      

 Zitat
Warum ist ein Kompromiss sehr aufwendig? Ich denke, dass ich diesen Spagath für mich geschafft habe. Ich spare jeden Monat Summe X, die mir nicht unbedingt weh tut, ausser dass ich deswegen auf andere schöne Dinge verzichten muss. Es beruhigt aber mein Gewissen und ich mache etwas in puncto Altersvorsorge.


Schön das es dir Finanziell so gut geht das du es dir leisten kannst. Viele andere haben nicht die Kohlen in den Taschen so locker sitzen das sie es sich aussuchen können. Stell dir vor du hast 2 Kinder und eine Frau die wegen der Kinder nicht arbeiten gehen kann. Meinst du dann klappt das auch so gut?

 Zitat
Du sprichst hiermit das Problem der Geringverdiener an, dass sie ein geringes Einkommen haben, wenig sparen können und auch später eine geringe Rente bekommen (da sie schließlich auch nicht viel einbezahlt haben). Daran hat sich zu früher ja nicht viel geändert, oder?


Geringverdiener stellen nunmal den größten Teil der Gesellschaft. Zu früher hat sich ne Menge verändert. Viele der Menschen die jetzt in Rente sind konnten sich noch ausrechnen wie viel Kohle sie später haben werden. Und jetzt? Berufsunfähigkeitsversicherung ist mittlerweile auch Pflicht. Gabs früher nicht. DEnk an alle die anderen Zusatzversicherungen für s Gesundheitssystem und so....Gabs früher alles nicht. Jetzt rechne dir das mal auf eine 4-5 köpfige FAmilie um wo nur einer Gehalt. Die Politik fordert Kinder. Viele können sich keine Kinder leisten.

 Zitat
Ob man sein Gehalt als hoch oder niedrig einschätzt ist ein stückweit auch subjektiv. Ich bin bei manchen Sachen sehr sparsam, nahezu knausrig, bei anderen Dingen haue ich das Geld wahrscheinlich zum Fenster raus. Aber das ist ein anderes Thema ...
Ich finde nicht das es da viel subjektives zu betrachten gibt in der Klasse der gering Verdiener. Kosten für Wohnung und Versicherungen sind doch in etwa gleich udn vergleichbar. Auch Lebenshaltung im allgemeinen.


rocherie
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9    Sonntag, 28. Januar 2007 um 14:34 Uhr
      

ich finde, daß es mit einem Einkommen und einem Kind nicht leicht ist, über die Runden zu kommen.
Ich bin durchschnittlich verdienend - kann aber nur arbeiten weil ich - für viel Geld übrigens - mein Kind betreuen lasse.
Rücklagen bilden ist mir nur in kleinsten Beträgen möglich.
Ich werde mit Sicherheit arbeiten müssen bis 67, die bisher errechnete Summer meiner Rente wenn ich so weiter verdiene wie bisher, ist sehr klein. Dann werde ich weder diese Wohnung halten können (58 m²Zwinker noch zu den Rentnern gehören die sich das halbe Jahr auf Kreuzfahrten rumtreiben.
Meine Leben ist äußerst sparsam, wenn ich Geld ausgebe bedenke ich es sehr gründlich.
Mir ist die (Schul)bildung meines Kindes wichtig, wer denkt es gibt Lehrmittelfreiheit, der irrt ein wenig. Es werden immer wieder Anschaffungen fällig, weil es diese oder jene Lektüre nicht als Klassensatz gibt, es werden Lehr- und Lernhefte angeschafft. Dazu dann diverse Theater- und sonstige Ausflüge. Ich finde das wichtig - also muss ich auch dafür bezahlen.
Ich will nicht als Jammerin verstanden werden, aber manchmal träume ich davon, daß jemand zu mir sagt: "gehen sie über Los, ziehen sie 4000€ ein.."

Ich versuche einfach..wie in der Fabel von der Grille und der Ameise zu leben:
(La Fontaine)
Die Grille trällerte und sang
Den ganzen lieben Sommer lang
Und fand sich plötzlich sehr beklommen,
als der Nordwind war gekommen:
im Haus war nicht ein Bröselein
Regenwurm und Fliegenbein
Hunger schreiend lief sie hin
Zur Ameis', ihrer Nachbarin,
mit der Bitte, ihr zu geben
etwas Korn zum Weiterleben
nur bis nächstes Jahr:
Ich werde Euch zahlen, sprach sie gar,
noch vor Verfall, mein Grillenwort,
Hauptstock, Zinsen und so fort.
Die Ameis aber leiht nicht gern;
Sie krankt ein wenig an Knausrigkeit:
Was triebt Ihr denn zur Sommerzeit?
Fragt sie die Borgerin von fern.
Da war ich Tag und Nacht besetzt,
ich sang und hatte viel Applaus.
Gesungen habt Ihr? Ei der Daus,
wohlan, so tanzet jetzt!

In der Hoffnung..das man mein Tanzen dann mag und im Gegenzug etwas für mich übrig hat...
Man hat nur ein Leben..ich lebe meines jetzt.


masso
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10    Sonntag, 28. Januar 2007 um 14:49 Uhr
      

 Zitat von Cornhulio;129168
Schön das es dir Finanziell so gut geht das du es dir leisten kannst. Viele andere haben nicht die Kohlen in den Taschen so locker sitzen das sie es sich aussuchen können. Stell dir vor du hast 2 Kinder und eine Frau die wegen der Kinder nicht arbeiten gehen kann. Meinst du dann klappt das auch so gut?

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob es mir jetzt so gut geht? Wer von Euch hätte gern sein erstes Geld mit 28 verdient, die erste eigene Wohnung mit 28, die ganzen Jahre zuvor sehr geknausert um über die Runden zu kommen, auf sehr vieles (Auto, Urlaube, etc.) verzichtet, was andere im meinen Alter hatten?
Dementsprechend ist mein Nachholbedarf im Moment auch sehr groß, da ich mit Konsumieren einige Jahre später anfange als der Durchschnitt. Zwinker



 Zitat von Cornhulio;129168
Geringverdiener stellen nunmal den größten Teil der Gesellschaft.

Da stellt sich immer die Frage der Definition. Wer ist in Deinen Augen ein Geringverdiener? Der Großteil der Menschen in meinen Augen nicht. Viele fahren einmal im Jahr in Urlaub, haben zwei Autos in der Familie, Rauchen und Saufen, müssen nicht hungern.


Lykaon
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11    Sonntag, 28. Januar 2007 um 14:57 Uhr
      

 Zitat von masso;129185
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob es mir jetzt so gut geht? Wer von Euch hätte gern sein erstes Geld mit 28 verdient, die erste eigene Wohnung mit 28, die ganzen Jahre zuvor sehr geknausert um über die Runden zu kommen, auf sehr vieles (Auto, Urlaube, etc.) verzichtet, was andere im meinen Alter hatten?
Dementsprechend ist mein Nachholbedarf im Moment auch sehr groß, da ich mit Konsumieren einige Jahre später anfange als der Durchschnitt. Zwinker


bei mir 27 :mrgreen:

 Zitat von masso;129185

Da stellt sich immer die Frage der Definition. Wer ist in Deinen Augen ein Geringverdiener? Der Großteil der Menschen in meinen Augen nicht. Viele fahren einmal im Jahr in Urlaub, haben zwei Autos in der Familie, Rauchen und Saufen, müssen nicht hungern.


Geringverdiener (imho) ist ein Mensch, dessen Einkommen maximal 10-15 Prozent über seinen Fixausgaben (Wohnung, Nahrung, Mobilitätskosten) liegt.
:mrgreen:


powersofti
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12    Sonntag, 28. Januar 2007 um 15:06 Uhr
      

Der Durchschnittsverdienst betrug 2005 29202 EUR brutto. Von diesem Betrag aus kann jede/r für sich ausrechnen wie er bei seinen aktuellen Kosten klarkommen würde.


masso
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13    Sonntag, 28. Januar 2007 um 15:11 Uhr
      

 Zitat von Lykaon;129189]bei mir 27 :mrgreen:
1


Fein. :mrgreen:

Ich kann mir denken worauf die hinaus willst. Ein Studium, auch wenn sich das Resultat schön anhört, muss sich nicht zwingend amortisieren. Ca. 4 Jahre lang verdient man nichts, zudem macht man sogar noch Schulden in der Zeit. Ohne jetzt eine genaue Zahl nennen zu können/wollen, kann sich wohl jeder ausrechnen, dass man diese Differenz erst nach vielen Jahren heraus hat, gegenüber jemandem, der früh angefangen hat zu arbeiten. Bei vielen Studenten in schlecht bezahlten Jobs (Architektur, Jura, meist auch BWL) frag ich mich sogar, ob sich das überhaupt jemals rentiert ...
Aber wir schweifen vom Thema ab.


Geringverdiener (imho) ist ein Mensch, dessen Einkommen maximal 10-15 Prozent über seinen Fixausgaben (Wohnung, Nahrung, Mobilitätskosten) liegt.
:mrgreen:[/quote]

Ist das eine offizielle Angabe oder hast Du Dir das ausgedacht?


masso
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14    Sonntag, 28. Januar 2007 um 15:12 Uhr
      

 Zitat von powersofti;129191
Der Durchschnittsverdienst betrug 2005 29202 EUR brutto. Von diesem Betrag aus kann jede/r für sich ausrechnen wie er bei seinen aktuellen Kosten klarkommen würde.


Von wem? Eines jeden einzelnen? Auch wenn zwei Partner gleichzeitig arbeiten? Die Zahl sagt mir jetzt so nichts ...


Lykaon
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15    Sonntag, 28. Januar 2007 um 15:16 Uhr
      

[quote=masso;129192]Fein. :mrgreen:

Ich kann mir denken worauf die hinaus willst. Ein Studium, auch wenn sich das Resultat schön anhört, muss sich nicht zwingend amortisieren. Ca. 4 Jahre lang verdient man nichts, zudem macht man sogar noch Schulden in der Zeit. Ohne jetzt eine genaue Zahl nennen zu können/wollen, kann sich wohl jeder ausrechnen, dass man diese Differenz erst nach vielen Jahren heraus hat, gegenüber jemandem, der früh angefangen hat zu arbeiten. Bei vielen Studenten in schlecht bezahlten Jobs (Architektur, Jura, meist auch BWL) frag ich mich sogar, ob sich das überhaupt jemals rentiert ...
Aber wir schweifen vom Thema ab.


Geringverdiener (imho) ist ein Mensch, dessen Einkommen maximal 10-15 Prozent über seinen Fixausgaben (Wohnung, Nahrung, Mobilitätskosten) liegt.
:mrgreen:[/quote]

Ist das eine offizielle Angabe oder hast Du Dir das ausgedacht?[/quote]

Es ist meine "Erfahrung". Ich bin kein Geringverdiener Zwinker

Irgendwo las ich die Geringverdiener-Definition (monetär), aber ich war drüber Zwinker


Piet

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16    Sonntag, 28. Januar 2007 um 16:05 Uhr
      

 Zitat
Als Geringverdiener gilt, wer in einem Vollzeitjob weniger als 67% des mittleren Bruttoeinkommens verdient.

Working Poor - Wikipedia

Wenn man die 29000 Euro Durschnittsverdienst nimmt, also die Leute die monatlich weniger 1600 Euro verdienen.
Ich denke, das sind viele.....

hilft nur eins, auf den Steinbrück hören und nie mehr in Urlaub fahren, damit man was für die Altersvorsorge zurücklegen kann. :crazy:


Giganto
Grünschnabel
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17    Sonntag, 28. Januar 2007 um 16:09 Uhr
      

 Zitat
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob es mir jetzt so gut geht? Wer von Euch hätte gern sein erstes Geld mit 28 verdient, die erste eigene Wohnung mit 28, die ganzen Jahre zuvor sehr geknausert um über die Runden zu kommen, auf sehr vieles (Auto, Urlaube, etc.) verzichtet, was andere im meinen Alter hatten?
Dementsprechend ist mein Nachholbedarf im Moment auch sehr groß, da ich mit Konsumieren einige Jahre später anfange als der Durchschnitt. Zwinker


natürlich scheint es dir und deiner familie gut zu gehen, das du dir den luxus eines studiums leisten kannst.

 Zitat

Da stellt sich immer die Frage der Definition. Wer ist in Deinen Augen ein Geringverdiener? Der Großteil der Menschen in meinen Augen nicht. Viele fahren einmal im Jahr in Urlaub, haben zwei Autos in der Familie, Rauchen und Saufen, müssen nicht hungern.


ein schlechtes beispiel. daran kann man nicht den tatsächlichen reichtum einer familie messen. vieles wird auf pump gekauft.

[quote=Lykaon;129189]
Geringverdiener (imho) ist ein Mensch, dessen Einkommen maximal 10-15 Prozent über seinen Fixausgaben (Wohnung, Nahrung, Mobilitätskosten) liegt.
:mrgreen:[/quote]

woher hast du diese merkwürdige definition?

achtung: diese zahlen entsprechen nicht meinen wirklichen einkommen und sind zufällig geählt!

wenn ich mir z.b. eine wohnung leiste, die eigentlich über meinen verhältnissen liegt und etwa 1300 € im monat kostet, dann bleiben mir- zieht man alle anderen kosten ab- vieliecht auch nur noch 10 - 15 % übrig, was aber nichts über meinen tatsächlichen wohlstand aussagt.
[quote=masso;129192]Fein. :mrgreen:

[quote]Ich kann mir denken worauf die hinaus willst. Ein Studium, auch wenn sich das Resultat schön anhört, muss sich nicht zwingend amortisieren. Ca. 4 Jahre lang verdient man nichts, zudem macht man sogar noch Schulden in der Zeit. Ohne jetzt eine genaue Zahl nennen zu können/wollen, kann sich wohl jeder ausrechnen, dass man diese Differenz erst nach vielen Jahren heraus hat, gegenüber jemandem, der früh angefangen hat zu arbeiten. Bei vielen Studenten in schlecht bezahlten Jobs (Architektur, Jura, meist auch BWL) frag ich mich sogar, ob sich das überhaupt jemals rentiert ...
Aber wir schweifen vom Thema ab.[/quote]

natürlich muss sich ein studium nicht amortisieren. viele menschen glauben das ein abgeschlossenes studium = wohlstand bedeutet. siehe auch generation praktikum .


Lykaon
Grünschnabel

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18    Sonntag, 28. Januar 2007 um 16:12 Uhr
      

"woher hast du diese merkwürdige definition?"

wie ich schon sagte, ist es meine Erfahrung. Meine Definition. Ich hätte auch sagen können: Menschen, bei denen das Auskommen das Einkommen übersteigt.

zum Thema: Working Poor... <1600 Euro/brutto (?)... :messer:

gut zu wissen... auch wenn ich das Durchschnittseinkommen als niedriger gelesen habe


Piet

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19    Sonntag, 28. Januar 2007 um 17:28 Uhr
      

Ich glaub nicht das man sich schämen muss wenn man weniger als 1600 brutto (ich geh mal davon aus) verdient. Ich kenne nur wenige die mehr verdienen.

 Zitat von masso
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob es mir jetzt so gut geht? Wer von Euch hätte gern sein erstes Geld mit 28 verdient, die erste eigene Wohnung mit 28, die ganzen Jahre zuvor sehr geknausert um über die Runden zu kommen, auf sehr vieles (Auto, Urlaube, etc.) verzichtet, was andere im meinen Alter hatten?


ist das nicht normal bei einem Studenten?


      

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