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auf linux umsteigen

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PEOPLES
Grünschnabel

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1    Mittwoch, 07. Februar 2007 um 08:58 Uhr
      

hi,

mein computer zickt rum wie nen weltmeister, und ich überlege, ob ich ihn nciht neu auflege, und dabei gleich auf linux umsteige, nur leider hab ich damit genau keine erfahrung, und da hab ich mal paar fragen dazu:

-wie einfach ist die installation von zusätzlichen sachen, wie usb-ports, sata-festplatten, ect.? wie wird das ganze mit den treibern gelöst, erkennt das ding überhaupt meine komponenten?
- wie einfach ist der "normale" umgang, oder ist das immernoch etwas für "cracks"?
- woher bekomm ich ne pflegeleichte version für mau?

ich benutzte meinen rechner hauptsächlich zum internet-serven, und ich musste eben auch pdf's lesen können ect. event. auch das eine oder andere spiel, aber ncihts anspruchsvolles.

muss ich mich da nächtelang mit linux beschäftigen, bis ich die erste email schreiben kann, oder gibts da auch bootfähige einfach insatallationsmöglichkeiten?

danke
Michi


Sting

Nicht registriert
2    Mittwoch, 07. Februar 2007 um 09:16 Uhr
      

Yo, Michi!

Linux ist schon seit Jahren nicht mehr nur etwas für "Cracks" ;-)

Ich könnte jetzt stundenlang über Benutzerfreundlichkeit von Linux schreiben, doch erspare mir das lieber und rate Dir zum Testen einer sog. "Live Linux Distro".

Dazu gehst Du am besten auf Knoppix Linux , lädst Dir ein DVD- bzw. CD-Image herunter, brennst es auf eine bootbare DVD bzw. CD, legst diese ein und bootest.

Dann wirst Du ein voll lauffähiges Linux haben, ohne überhaupt etwas auf Festplatte installiert haben zu müssen - und wirst erkennen, ob es etwas für Dich ist.

Treiberunterstützung und Geräteerkennung ist mittlerweile sehr ausgereift; schon vor über drei Jahren wurden alle meine USB-Geräte einwandfrei erkannt (bis auf ein nerviger USB-WLAN-Adapter).

Solltest Du dann einige Erfahrung gesammelt haben, empfehle ich Dir die sogenannte Ubuntu Distro von Linux, da diese enorm einsteigerfreundlich ist.

Bzgl. Spielen: normale Windows-Spiele werden nicht ohne weiteres auf Linux laufen; dazu benötigt man eine Laufzeitumgebung namens WINE, die bestimmte Windows-Laufzeitbibliotheken in Linux verfügbar macht. Das ist aber ein Thema für sich.

Die meisten Linux-Distros haben mindestens eine Office-Suite beigelegt und verfügen i.d.R. auch über einen guten PDF-Reader.

Bei Fragen einfach fragen ;-)


Ciao,
Jason.

P.S.: hatte geplant, eine Artikelserie über den Umstieg von Windows zu Linux zu bringen; nun hast Du mir das vorweggegriffen ;-)



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PEOPLES
Grünschnabel

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3    Mittwoch, 07. Februar 2007 um 10:49 Uhr
      

danke sting, ich werde das knoppix mal antesten.

was hälst du eigentlcih von dem openSUSE?

danke und gruss michi


powersofti
Grünschnabel

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4    Mittwoch, 07. Februar 2007 um 12:27 Uhr
      

Ich kann Sting nichts hinzufügen


Critter
Grünschnabel

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5    Dienstag, 13. Februar 2007 um 05:47 Uhr
      

Meine Erfahrung mit Linux sieht bisher folgendermaßen aus:
Für vieles sind Treiber vorhanden. USB-Festplatten, Sticks und co sind in aller Regel kein Problem. Werden auch automatisch gemountet (=ansprechbar gemacht wie von Windoof gewohnt).
PDF, Browsen und Mailen ist auch simpel. OpenOffice, Firefox und Thunderbird werden bei fast allen Distributrionen mitgeliefert.
Film-DVDs waren früher für den normalen Windows-DAU ein unlösbares Problem. Ich nehme an, dass sich das durch VLC inzwischen erledigt hat.
NTFS ist immernoch ein kleines Problem. Aber zumindest das Lesen von mit NTFS formatierten Partitionen klappt reibungslos. Das Schreiben ist leider immernoch ohne Gewähr.

Sobald du aber abseits dieser ausgetretenen Pfade wanderst, hast du komplett verloren. Dann kommst du ohne stundenlange Recherche kein Stück weiter.

Und genau deshalb kann ich den meisten nur von Linux abraten.
Wer weiss was er tut, kann ohne weiteres mit nem Linux-Desktop glücklich werden. Jemand der bisher nur Windows kennt ist schon bei kleineren Problemen ziemlich verloren. (beliebtes Problem sind immernoch nicht erkannte WLAN-Sticks)
Generell ist es so dass für neu erscheinende Hardware zunächst keine Linux-Treiber zur Verfügung stehen. Die meisten Hersteller sparen sich immernoch die Entwicklungskosten für einen entsprechenden Treiber und überlassen die Community sich selbst. Und da dauert es eben etwas.
Zumindest für Grafikkarten gilt das allerdings nicht. Mindestens Nvidia aber ich meine auch ATI stellen mittlerweile selbst Linux-Treiber zur Verfügung.

Ihr merkt vielleicht, dass ich nicht so wirklich auf dem aktuellen Stand bin, aber die Grundprobleme die mit Linux auftreten sind eigentlich seit Jahren die von mir angesprochenen.

PS: Auf DistroWatch.com: Put the fun b...to computing. Use Linux, BSD. gibt es unzählige Linux Distributionen, aber natürlich auch Links zu den Grossen.


powersofti
Grünschnabel

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6    Dienstag, 13. Februar 2007 um 07:58 Uhr
      

 Zitat von Critter;130244

Sobald du aber abseits dieser ausgetretenen Pfade wanderst, hast du komplett verloren. Dann kommst du ohne stundenlange Recherche kein Stück weiter.


Genau das finde ich den grossen Vorteil von Linux. Während Windows mir einfach den Bluescreens zeigt, läuft Linux immer noch und ich kann was machen.


Critter
Grünschnabel

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7    Dienstag, 13. Februar 2007 um 16:06 Uhr
      

Wann hast du zuletzt nen Bluescreen gesehen? Der tritt praktisch nurnoch bei Hardwaredefekten auf. Und auch dann sagt ein Bluescreen ja nicht "Hallo ich bin blau, start deinen PC neu" sondern gibt deutliche Hinweise darauf woher das Problem kommt.
Bis du bei XP nen Bluescreen hast, hattest du schon zehnmal ne Kernelpanic bei Linux.
Abseits der ausgetretenen Pfade muss man suchen und arbeiten um ein Problem zu lösen.
Das gilt bei Windows wie bei Linux. Ist ja nicht so als gäbe es bei Windows keine Helpforen und ne Knowledgebase solls auch noch geben.
Die Windows Pfade sind allerdings bedeutend länger und breiter als die von Linux.
Windows hat eine eingebaute Hilfe die zumindest simple Probleme lösen kann. Windows hat massenhaft Assistenten die unerfahrenen Nutzern das Leben erleichtern.
Es gibt Treiber für (fast) alles. Und sehr sehr vieles läuft PlugnPlay-mässig.


Ich bin mit Sicherheit kein Microsoft-Fan aber für den Desktop Einsatz für unerfahrene User (und das sind fast alle) ist Windows ganz schlicht das bessere System.
Ich als Spieler hab sowieso keine ernstzunehmende Chance um Windows rumzukommen. Dual-Boot habe ich eine Weile betrieben ist aber lästig und letztlich ineffizient.

Ich habe mich persönlich für Linux interessiert und ich hatte mehrere Vorlesungen über Linux bzw Linuxanwendungen und hab mich später auch als Tutor in diesen Vorlesungen engagiert. Und trotzdem kenn ich mich mit Linux kaum aus.
Das ist ein Zeitaufwand der sich kaum noch rechtfertigen lässt. Besonders wenn man sich überlegt was Linux für den gewöhnlichen Anwender besser macht als Windows. Die wichtigen Programme die für Linux zur Verfügung stehen, gibt es fast ohne Ausnahme auch für Windows (zB Gimp, openoffice, Firefox). Die Bedienung ist in solchen Fällen also identisch.
Was bleibt? Ein Geschwindigkeitsvorteil...der durch das lahme KDE das so beliebt ist wieder zunichte gemacht wird.
Ein Sicherheitsvorteil mangels Linuxviren und co.
Der besteht allerdings nur solange Linux nicht auf einer breiten Basis von unerfahrenen Anwendern (die also ihren PC allgemein nicht gut absichern) genutzt wird.
Bestes Beispiel ist der Firefox. Mit der ansteigenden Popularität kamen immer mehr Sicherheitslücken zum Vorschein, die auch fleissig genutzt werden.

PS: Einen Vorteil hatte ich bei der Auflistung vergessen: Linux kostet nichts, solang man es nicht kauft.


powersofti
Grünschnabel

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8    Dienstag, 13. Februar 2007 um 18:29 Uhr
      

Ich habe öffters einen Bluescreens und das sind dann meistens die bei denen eben nicht dransteht was es ist. Einen Kernelpanic hatte ich noch nie obwohl ich schon eifrig probiert habe Linux mal zum Absturz zu bringen.

Ich bin seit win98 und linux6.4 dabei und habe mir alles selber beigebracht. Den größten Vorteil den Linux hat ist neben dem Preis das es auch auf etwas schwächeren Rechnern noch sehr gut läuft, was ich nun von Vista wirklich nicht behaupten kann. Was den Anfänger betrifft: wenn er wirklich garkeine Ahnung hat ist es egal ob er vor Linux oder Win sitzt, er muss sich in beiden Fällen einarbeiten


Sting

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9    Dienstag, 13. Februar 2007 um 18:35 Uhr
      

 Zitat von Critter

Ich habe mich persönlich für Linux interessiert und ich hatte mehrere Vorlesungen über Linux bzw Linuxanwendungen und hab mich später auch als Tutor in diesen Vorlesungen engagiert. Und trotzdem kenn ich mich mit Linux kaum aus.

Dann hast Du definitiv etwas falsch gemacht.


 Zitat von powersofti

Was den Anfänger betrifft: wenn er wirklich garkeine Ahnung hat ist es egal ob er vor Linux oder Win sitzt, er muss sich in beiden Fällen einarbeiten

Korrekt.
Und damit ist alles zum Thema gesagt.


Critter
Grünschnabel

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10    Dienstag, 13. Februar 2007 um 18:51 Uhr
      

Bei Windows ist die Einarbeitung aber auch für Anfänger bedeutend leichter. Es gibt eben massenhaft Assistenten die sich zu Wort melden.
Bei der Installation geht das schon los.
Bei Windows gibt es da vergleichsweise wenig einzustellen. Es reicht in den meisten Fällen einfach alles abzunicken.
Bei Linux wird man mit Paketauswahl und diversen Partitionsvorschlägen "belästigt" mit denen man zunächst garnichts angangen kann. Und es ist hier eben nicht egal was man auswählt.
Wenn du bei Windows ein Programm haben willst, dann installierst dus mit nem Doppelclick und gut is. Bei Linux ist das Verhalten sogar von Distro zu Distro unterschiedlich. Üblicherweise wird zur Konsole gegriffen.
Hotlinesupport von Hardwareherstellern gibts für Linux auch meist keinen (die Hotlines nutzen doch nur Anfänger, oder?)


PS: Mit "ich kenne mich kaum aus" meine ich, dass ich zum Beispiel noch nie den kernel neu kompilieren musste obwohl das nichts so ungewöhnliches bei Linux ist.

PPS: Ich hab aber keine Lust hier einen Glaubenskrieg auszutragen.
Wer noch nie einen PC angefasst hat, der muss sich natürlich bei Windows, Mac (jaja ist kein PC) oder Linux erstmal einarbeiten bevor er richtig loslegen kann.


powersofti
Grünschnabel

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11    Dienstag, 13. Februar 2007 um 21:06 Uhr
      

Ich nutz ja beides


      

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