Online-Roman 'Dreimal Hollywood und zurück'
Gehe zu Seite:
Sollte ein Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung
1 Samstag, 03.
März 2007 um 17:17 Uhr
Ich habe meinen Roman 'Dreimal Hollywood und zurück' online gestellt. Wer Lust hat mal reinzuschmökern, kann das hier tun:
www.hollywood-online-roman.de
Über einen Eintrag ins Gästebuch würde ich mich sehr freuen.
LG
Monique
Ich habe meinen Roman 'Dreimal Hollywood und zurück' online gestellt. Wer Lust hat mal reinzuschmökern, kann das hier tun:
www.hollywood-online-roman.de
Über einen Eintrag ins Gästebuch würde ich mich sehr freuen.
LG
Monique
Angemeldete Benutzer sehen hier keine Werbeeinblendung.
3 Sonntag, 04.
März 2007 um 12:00 Uhr
:hallo:
| Zitat von masso;131579 | |
|
| Zitat | |
|
:hallo:
5 Sonntag, 04.
März 2007 um 23:39 Uhr
Hi,
ich habe mir ein Thema ausgesucht, das wohl eher Frauen beschäftigt, nämlich: wie wäre es, wenn ich diesen oder jenen Star treffen würde. Nur, dass Christin, um die es hier geht, eigentlich gar nicht davon geträumt hat und es auch nicht darauf angelegt hat, den Schauspieler Connor O'Bannion zu treffen. Vielleicht gerade deshalb entwickelt sich eine Beziehung zwischen den Beiden. Christin, die noch auf dem Papier verheiratet ist und einen Sohn hat, entscheidet sich, ihr altes Leben hiner sich zu lassen und einen Neuanfang in den Staaten zu versuchen. Da Connor O'Bannion kein 'normaler' Mann ist, bringt das einiges an Problemen mit sich ...
Wie gesagt, ist vielleicht eher für Frauen interessant, aber männliche Leser sind natürlich überaus willkommen.
| Zitat von masso;131579 | |
|
Hi,
ich habe mir ein Thema ausgesucht, das wohl eher Frauen beschäftigt, nämlich: wie wäre es, wenn ich diesen oder jenen Star treffen würde. Nur, dass Christin, um die es hier geht, eigentlich gar nicht davon geträumt hat und es auch nicht darauf angelegt hat, den Schauspieler Connor O'Bannion zu treffen. Vielleicht gerade deshalb entwickelt sich eine Beziehung zwischen den Beiden. Christin, die noch auf dem Papier verheiratet ist und einen Sohn hat, entscheidet sich, ihr altes Leben hiner sich zu lassen und einen Neuanfang in den Staaten zu versuchen. Da Connor O'Bannion kein 'normaler' Mann ist, bringt das einiges an Problemen mit sich ...
Wie gesagt, ist vielleicht eher für Frauen interessant, aber männliche Leser sind natürlich überaus willkommen.

Anika
Mitgliedschaft beendet
Mitgliedschaft beendet
6 Sonntag, 11.
März 2007 um 19:43 Uhr
[size=14]Hallo Monique,
[/size] [size=14]als ich die kurze Inhaltsangabe las, war ich dem Stoff des Romans eher abgeneigt als von ihm angezogen. Zuviele Stories habe ich schon gelesen, die von traumhaften Begegnungen mit dem Star eines sehnsuchtsvollen Herzens erzählen. Speziell meine ich damit diese Real-Person-Fanfics aus dem Bereich `žLord of The Rings`œ, die beinahe allesamt gut enden und in denen das Wunder eines Happy Ends geschieht. Ich verzieh den (vorwiegend) weiblichen Autoren stets, denn wer hatte sie nicht, diese sehnsüchtigen, leicht pubertären Träume.
[/size] [size=14]So stand ich dem Stoff etwas misstrauisch gegenüber.
[/size] [size=14]Glücklicherweise ist hier die Konstellation eine andere: Die Protagonistin lernt zunächst den Mann kennen und erlebt ihn dann als Schauspieler. Das empfand ich als erfrischend neu, und es hielt mein Interesse.
[/size] [size=14]Nun folgte ich dem 1. Kapitel mit mäßigem Interesse, und ich werde im Folgenden die Gründe dafür darlegen. Wäre nicht im 2. Kapitel eine deutliche Steigerung in der Charakterisierung der Personen und Situationen vonstatten gegangen, hätte ich den Roman beiseite gelegt.
[/size] [size=14]Meiner Meinung nach enthält gerade das 1. Kapitel einige Passagen, die überflüssig sind, weil sie weder über Protagonistin etwas aussagen, das relevant für die Geschichte wäre, noch die Handlung vorantreiben.
[/size] [COLOR=black]
[/color]
[size=14]
[/size] [size=14][COLOR=black] Für mein Verständnis wäre hier eine gute Gelegenheit, darauf einzugehen, dass eine Änderung der Lebensumstände einhergehen könnte mit der Veränderung des Äußeren. Es klingt an, doch ist hier eine Gelegenheit vertan, dem Leser ihre Entschlossenheit auszubrechen in aller Konsequenz klarzumachen. Dazu wären nicht so viele Worte notwendig gewesen.[/color]
[/size] [size=14][COLOR=black] Gleiches lässt sich über die Szene sagen, als Christin ihr altes Tagebuch findet.[/color]
[/size] [size=14][COLOR=black] Was darin steht über die Schwärmereien eines Teenagers, hat keine Bedeutung für die Story, treibt sie nicht voran und ist für die Profilierung der Protagonistin bedeutungslos. Es klingt zwar Bedauern darüber an, Dinge aus ihrem früheren Leben vielleicht zurücklassen zu müssen, doch es bleibt flach.[/color]
[/size] [size=14][COLOR=black] Ebenso flach bleibt die Beschreibung der Trennung von ihrem Sohn.[/color]
[/size] [size=14][COLOR=black] Damit habe ich nun enorme Probleme.[/color]
[/size] [size=14][COLOR=black] Ist das Verlassen eines elfjährigen Kindes so einfach?[/color]
[/size] [size=14][COLOR=black] Will man als Mutter nicht die Entwicklung des Kindes miterleben, und setzt man als Mutter nicht alles daran, dabei zu sein, wenn das Kind heranwächst.[/color]
[/size] [size=14][COLOR=black] Die Gründe, warum sich die Gewissensbisse abschalten lassen, erscheinen mir fadenscheinig.[/color]
[/size] [size=14][COLOR=black] Ich vermisse hier eindeutig Gefühle. Ich fühlte nichts, als ich Zeilen las. Ich fühlte weder Schmerz bei ihr, noch fühlte ich etwas bei der Reaktion des Kindes.[/color]
[/size] [size=14][COLOR=black] Wenn ich mir vorstelle, dass der Junge nach der Schule nach Hause kommt und weiß, dass seine Mutter ihn verlassen hat, dann kann ich nur sagen: Es ist flach und schlicht und ergreifend ohne Gefühl geschrieben.[/color]
[/size] [size=14][COLOR=black] Eine gute Textstelle fand ich hier:[/color]
[/size] [size=14][COLOR=black]
[/color]
[/size] [size=14][COLOR=black] Mit diesen wenigen Worten wurde die Protagonistin plastisch. Ich sah sie umherlaufen, spürte ihre Unruhe, ihren Zwiespalt und ihre freudige Erwartung.[/color]
[/size] [size=14]Zu den Passagen die gestrafft werden könnten, gehört nach meinem Empfinden der Vergleich mit Wiesbaden und die Beschreibung des Mainzer Marktplatzes.
[/size] [size=14]Eine Straffung würde der Geschichte zugute kommen und sie vertiefen. Weniger ist manchmal mehr.
[/size] [size=14]Das betrifft auch die Dialoge im 1. Kapitel. Ihre Vielzahl macht die Geschichte unruhig.
[/size] [size=14]Als gut empfand ich dagegen die Beschreibung des Stadtbummels und des Aufenthalts im Restaurant bis auf ein kleines Aber:
[/size] [size=14]Mich stört ein wenig die Vertraulichkeit, in der sich zwei Menschen unterhalten, die sich lediglich seit ein paar Stunden kennen. Sie besprechen Themen, die sehr intim sind. Vielleicht gibt es das ja im wirklichen Leben auch, aber ich fand es unangemessen. Da war kein vorsichtiges Abtasten und Kennenlernen, wie es beim ersten Date doch stattfindet.
[/size] [size=14]Im 2. Kapitel gewinnt die Story deutlich an Substanz und Tiefe. Dieses 2. Kapitel hielt mich bei Laune, weiter zu lesen.
[/size] [size=14]Ich spürte Christins Zwiespalt, ihre Bedenken, ihre Neugier und ihren Hunger auf das Leben, und nun wurde sie mir langsam sogar sympathisch.
[/size] [size=14]Aber auch hier habe ich natürlich wieder etwas zu bemeckern: Die Masturbationsszene könnte etwas weniger explizit sein. Andeutungen reichen nach meinem Empfinden.
[/size] [size=14]Ein Wort noch zur Form:
[/size] [size=14]In der Erzählweise sind zwangsläufig Brüche, weil Rückblenden vorhanden sind.
[/size] [size=14]Diese Brüche solltest du kenntlich machen, indem du Absätze setzt. Dann heben sie sich ab und erleichtern das Verständnis.
[/size] [size=14]Ich möchte zum Schluss betonen, dass dies hier meine eigene Meinung ist. Ich nehme nicht für mich in Anspruch, Recht zu haben. Aber du bist sicher an der Meinung anderer interessiert.
[/size] [size=14]Ich möchte niemanden verletzen und verärgern.
[/size] [size=14]Nun bin ich auf die restlichen Kapitel gespannt.
Anika
[/size]
[size=14]Hallo Monique,
[/size] [size=14]als ich die kurze Inhaltsangabe las, war ich dem Stoff des Romans eher abgeneigt als von ihm angezogen. Zuviele Stories habe ich schon gelesen, die von traumhaften Begegnungen mit dem Star eines sehnsuchtsvollen Herzens erzählen. Speziell meine ich damit diese Real-Person-Fanfics aus dem Bereich `žLord of The Rings`œ, die beinahe allesamt gut enden und in denen das Wunder eines Happy Ends geschieht. Ich verzieh den (vorwiegend) weiblichen Autoren stets, denn wer hatte sie nicht, diese sehnsüchtigen, leicht pubertären Träume.
[/size] [size=14]So stand ich dem Stoff etwas misstrauisch gegenüber.
[/size] [size=14]Glücklicherweise ist hier die Konstellation eine andere: Die Protagonistin lernt zunächst den Mann kennen und erlebt ihn dann als Schauspieler. Das empfand ich als erfrischend neu, und es hielt mein Interesse.
[/size] [size=14]Nun folgte ich dem 1. Kapitel mit mäßigem Interesse, und ich werde im Folgenden die Gründe dafür darlegen. Wäre nicht im 2. Kapitel eine deutliche Steigerung in der Charakterisierung der Personen und Situationen vonstatten gegangen, hätte ich den Roman beiseite gelegt.
[/size] [size=14]Meiner Meinung nach enthält gerade das 1. Kapitel einige Passagen, die überflüssig sind, weil sie weder über Protagonistin etwas aussagen, das relevant für die Geschichte wäre, noch die Handlung vorantreiben.
[/size] [COLOR=black]
| Zitat | |
|
| Zitat | |
|
[/size] [size=14][COLOR=black] Für mein Verständnis wäre hier eine gute Gelegenheit, darauf einzugehen, dass eine Änderung der Lebensumstände einhergehen könnte mit der Veränderung des Äußeren. Es klingt an, doch ist hier eine Gelegenheit vertan, dem Leser ihre Entschlossenheit auszubrechen in aller Konsequenz klarzumachen. Dazu wären nicht so viele Worte notwendig gewesen.[/color]
[/size] [size=14][COLOR=black] Gleiches lässt sich über die Szene sagen, als Christin ihr altes Tagebuch findet.[/color]
[/size] [size=14][COLOR=black] Was darin steht über die Schwärmereien eines Teenagers, hat keine Bedeutung für die Story, treibt sie nicht voran und ist für die Profilierung der Protagonistin bedeutungslos. Es klingt zwar Bedauern darüber an, Dinge aus ihrem früheren Leben vielleicht zurücklassen zu müssen, doch es bleibt flach.[/color]
[/size] [size=14][COLOR=black] Ebenso flach bleibt die Beschreibung der Trennung von ihrem Sohn.[/color]
[/size] [size=14][COLOR=black] Damit habe ich nun enorme Probleme.[/color]
[/size] [size=14][COLOR=black] Ist das Verlassen eines elfjährigen Kindes so einfach?[/color]
[/size] [size=14][COLOR=black] Will man als Mutter nicht die Entwicklung des Kindes miterleben, und setzt man als Mutter nicht alles daran, dabei zu sein, wenn das Kind heranwächst.[/color]
[/size] [size=14][COLOR=black] Die Gründe, warum sich die Gewissensbisse abschalten lassen, erscheinen mir fadenscheinig.[/color]
[/size] [size=14][COLOR=black] Ich vermisse hier eindeutig Gefühle. Ich fühlte nichts, als ich Zeilen las. Ich fühlte weder Schmerz bei ihr, noch fühlte ich etwas bei der Reaktion des Kindes.[/color]
[/size] [size=14][COLOR=black] Wenn ich mir vorstelle, dass der Junge nach der Schule nach Hause kommt und weiß, dass seine Mutter ihn verlassen hat, dann kann ich nur sagen: Es ist flach und schlicht und ergreifend ohne Gefühl geschrieben.[/color]
[/size] [size=14][COLOR=black] Eine gute Textstelle fand ich hier:[/color]
[/size] [size=14][COLOR=black]
| Zitat | |
|
[/size] [size=14][COLOR=black] Mit diesen wenigen Worten wurde die Protagonistin plastisch. Ich sah sie umherlaufen, spürte ihre Unruhe, ihren Zwiespalt und ihre freudige Erwartung.[/color]
[/size] [size=14]Zu den Passagen die gestrafft werden könnten, gehört nach meinem Empfinden der Vergleich mit Wiesbaden und die Beschreibung des Mainzer Marktplatzes.
[/size] [size=14]Eine Straffung würde der Geschichte zugute kommen und sie vertiefen. Weniger ist manchmal mehr.
[/size] [size=14]Das betrifft auch die Dialoge im 1. Kapitel. Ihre Vielzahl macht die Geschichte unruhig.
[/size] [size=14]Als gut empfand ich dagegen die Beschreibung des Stadtbummels und des Aufenthalts im Restaurant bis auf ein kleines Aber:
[/size] [size=14]Mich stört ein wenig die Vertraulichkeit, in der sich zwei Menschen unterhalten, die sich lediglich seit ein paar Stunden kennen. Sie besprechen Themen, die sehr intim sind. Vielleicht gibt es das ja im wirklichen Leben auch, aber ich fand es unangemessen. Da war kein vorsichtiges Abtasten und Kennenlernen, wie es beim ersten Date doch stattfindet.
[/size] [size=14]Im 2. Kapitel gewinnt die Story deutlich an Substanz und Tiefe. Dieses 2. Kapitel hielt mich bei Laune, weiter zu lesen.
[/size] [size=14]Ich spürte Christins Zwiespalt, ihre Bedenken, ihre Neugier und ihren Hunger auf das Leben, und nun wurde sie mir langsam sogar sympathisch.
[/size] [size=14]Aber auch hier habe ich natürlich wieder etwas zu bemeckern: Die Masturbationsszene könnte etwas weniger explizit sein. Andeutungen reichen nach meinem Empfinden.
[/size] [size=14]Ein Wort noch zur Form:
[/size] [size=14]In der Erzählweise sind zwangsläufig Brüche, weil Rückblenden vorhanden sind.
[/size] [size=14]Diese Brüche solltest du kenntlich machen, indem du Absätze setzt. Dann heben sie sich ab und erleichtern das Verständnis.
[/size] [size=14]Ich möchte zum Schluss betonen, dass dies hier meine eigene Meinung ist. Ich nehme nicht für mich in Anspruch, Recht zu haben. Aber du bist sicher an der Meinung anderer interessiert.
[/size] [size=14]Ich möchte niemanden verletzen und verärgern.
[/size] [size=14]Nun bin ich auf die restlichen Kapitel gespannt.
Anika
[/size]
7 Sonntag, 11.
März 2007 um 19:54 Uhr
mich würde interessieren, warum du diese form für die veröffentlichung gewählt hast. keinen verlag gefunden?
des weiteren fänd ich es toll, wenn du das teil zum download oder ausdrucken optimieren könntest. viele leute (ich zum beispiel) haben keine musse, einen solch langen text am rechner zu lesen.
mich würde interessieren, warum du diese form für die veröffentlichung gewählt hast. keinen verlag gefunden?
des weiteren fänd ich es toll, wenn du das teil zum download oder ausdrucken optimieren könntest. viele leute (ich zum beispiel) haben keine musse, einen solch langen text am rechner zu lesen.
8 Montag, 12.
März 2007 um 11:07 Uhr
Liebe Anika,
ich danke dir für die ausführliche Besprechung und muss dir in fast allen Punkten zustimmen. Genau dies sind die Dinge, die ich auch selbst bemängele. Aber ich muss ehrlich sagen, dass ich irgendwann einfach keinen Nerv mehr hatte, noch weiter an dem Text herum zu basteln. Ich hatte sogar irgendwann angefangen, jedes Kapitel nochmal aus der Ich-Perspektive zu schreiben, weil ich dachte, dass das zu der Geschichte besser passen würde.
Diese Passage, in dem es um die Haare geht, sollte ich vielleicht besser ganz rausnehmen. Ich bin immer wieder darüber gestolpert, habe sie verändert, aber letztendlich, wenn man selbst so zweifelt, ist das Gefühl wohl richtig.
Auch die Gefühle, mit der die Protagonistin zu kämpfen hat, weil sie ihren Sohn verlässt, sind zu dünn. Ich stimme dir da absolut zu. Ich bin kein Freund zu vieler Adjektive, und vielleicht fällt es mir deshalb so schwer, Gefühle zu beschreiben. Daran sollte ich arbeiten.
Nochmal danke, ich freue mich wirklich über dieses Feedback. :-)
Liebe Anika,
ich danke dir für die ausführliche Besprechung und muss dir in fast allen Punkten zustimmen. Genau dies sind die Dinge, die ich auch selbst bemängele. Aber ich muss ehrlich sagen, dass ich irgendwann einfach keinen Nerv mehr hatte, noch weiter an dem Text herum zu basteln. Ich hatte sogar irgendwann angefangen, jedes Kapitel nochmal aus der Ich-Perspektive zu schreiben, weil ich dachte, dass das zu der Geschichte besser passen würde.
Diese Passage, in dem es um die Haare geht, sollte ich vielleicht besser ganz rausnehmen. Ich bin immer wieder darüber gestolpert, habe sie verändert, aber letztendlich, wenn man selbst so zweifelt, ist das Gefühl wohl richtig.
Auch die Gefühle, mit der die Protagonistin zu kämpfen hat, weil sie ihren Sohn verlässt, sind zu dünn. Ich stimme dir da absolut zu. Ich bin kein Freund zu vieler Adjektive, und vielleicht fällt es mir deshalb so schwer, Gefühle zu beschreiben. Daran sollte ich arbeiten.
Nochmal danke, ich freue mich wirklich über dieses Feedback. :-)
9 Montag, 12.
März 2007 um 11:25 Uhr
Hallo Giganto,
ich habe nur ganz wenige Verlage angeschrieben, das ist schon wieder eine Weile her. Ich halte es für ziemlich unwahrscheinlich, dass das Thema gute Chancen auf eine Veröffentlichung hätte. Deswegen mache ich mir die Mühe nicht. Außerdem lassen mich die Dinge, die Anika angesprochen hat, zweifeln, ob der Text schon ausgereift ist. Als ich anfing zu schreiben, wusste ich weder, wo die Geschichte hinführen würde, wie lang sie würde und wie sie enden würde. Ich habe also einfach drauf losgeschrieben (eigentlich auch mehr für mich und weil es mir Spaß gemacht hat). Aber natürlich will man dann doch, dass der Text auch mal gelesen wird. Deswegen habe ich ihn eben ins Internet gestellt. Ich hatte noch überlegt, ihn als e-book rauszugeben, aber mir wurde davon abgeraten, weil meist nur Sachbücher als e-books gelesen werden.
Ich verstehe, dass dir das Lesen am Bildschirm keinen sonderlichen Spass macht. Ich weiß nicht, ob ich ihn noch zum Ausdrucken umformatiere, aber das kann man selbst auch ganz leicht, in dem man den Text in ein Word-Dokument kopiert. Dann kann man auch noch selbst den Schriftgrad wählen und dadurch Platz sparen.
Hallo Giganto,
ich habe nur ganz wenige Verlage angeschrieben, das ist schon wieder eine Weile her. Ich halte es für ziemlich unwahrscheinlich, dass das Thema gute Chancen auf eine Veröffentlichung hätte. Deswegen mache ich mir die Mühe nicht. Außerdem lassen mich die Dinge, die Anika angesprochen hat, zweifeln, ob der Text schon ausgereift ist. Als ich anfing zu schreiben, wusste ich weder, wo die Geschichte hinführen würde, wie lang sie würde und wie sie enden würde. Ich habe also einfach drauf losgeschrieben (eigentlich auch mehr für mich und weil es mir Spaß gemacht hat). Aber natürlich will man dann doch, dass der Text auch mal gelesen wird. Deswegen habe ich ihn eben ins Internet gestellt. Ich hatte noch überlegt, ihn als e-book rauszugeben, aber mir wurde davon abgeraten, weil meist nur Sachbücher als e-books gelesen werden.
Ich verstehe, dass dir das Lesen am Bildschirm keinen sonderlichen Spass macht. Ich weiß nicht, ob ich ihn noch zum Ausdrucken umformatiere, aber das kann man selbst auch ganz leicht, in dem man den Text in ein Word-Dokument kopiert. Dann kann man auch noch selbst den Schriftgrad wählen und dadurch Platz sparen.
Anika
Mitgliedschaft beendet
Mitgliedschaft beendet
10 Montag, 12.
März 2007 um 11:50 Uhr
Liebe Monique,
was bin ich froh, dass du meine Besprechung so gut aufgenommen hast! ;-)
Die Passage mit den Haaren würde ich nicht herausnehmen, sondern doch überarbeiten und umschreiben. Sie ist eine sehr schöne, reale Möglichkeit, Christins Willen zum Ausbruch bildlich zu machen.
Es kommt sehr oft vor, bei einer Veränderung der Lebensumstände auch das Äußere zu verändern.
In diesem Fall ändert Christin vollständig ihr Leben, warum sollte das sich nicht auch in ihrem Äußeren wiederspiegeln.
Lieben Gruß
Anika
Liebe Monique,
was bin ich froh, dass du meine Besprechung so gut aufgenommen hast! ;-)
Die Passage mit den Haaren würde ich nicht herausnehmen, sondern doch überarbeiten und umschreiben. Sie ist eine sehr schöne, reale Möglichkeit, Christins Willen zum Ausbruch bildlich zu machen.
Es kommt sehr oft vor, bei einer Veränderung der Lebensumstände auch das Äußere zu verändern.
In diesem Fall ändert Christin vollständig ihr Leben, warum sollte das sich nicht auch in ihrem Äußeren wiederspiegeln.
Lieben Gruß
Anika
Anika
Mitgliedschaft beendet
Mitgliedschaft beendet
11 Montag, 12.
März 2007 um 11:53 Uhr
Genau das habe ich getan, den Text dann ausgedruckt und hatte keine Probleme damit. ;-)
| Zitat von MoniqueM;131970 | |
|
Genau das habe ich getan, den Text dann ausgedruckt und hatte keine Probleme damit. ;-)
12 Montag, 12.
März 2007 um 18:44 Uhr
Wenn Du ein Buch veröffentlich willst und keinen bekannten Namen hast, legst Du grundsätzlich erstmal bei drauf. Kein Verlag bindet sich ein Buch ans Bein, wo er drauf sitzen bleibt und eventuell noch Verluste erzielt. Mich hat der Spaß ca. 350 € gekostet. Und das ist noch sehr sehr günstig. :roll:
| Zitat von Giganto;131951 | |
|
Wenn Du ein Buch veröffentlich willst und keinen bekannten Namen hast, legst Du grundsätzlich erstmal bei drauf. Kein Verlag bindet sich ein Buch ans Bein, wo er drauf sitzen bleibt und eventuell noch Verluste erzielt. Mich hat der Spaß ca. 350 € gekostet. Und das ist noch sehr sehr günstig. :roll:
Anika
Mitgliedschaft beendet
Mitgliedschaft beendet
13 Montag, 12.
März 2007 um 19:48 Uhr
[size=14]Hallo Monique,
[/size] [size=14]Die Kapitel 3 und 4 habe ich nun gelesen, aber ich möchte doch noch einmal auf das 1. Kapitel zu sprechen kommen.
[/size] [size=14]Du hast mir zugestimmt, dass gerade die Textstellen, die mit Christins Sohn zu tun haben, etwas `ždünn`œ sind. Ja, sind sie, und das ist schade. Hier liegt viel ungenutztes Potential brach, den Charakter deiner Protagonistin zu profilieren und zu zeigen, dass sie eine Frau ist, die derart einschneidende Veränderungen nicht ohne innere Konflikte trifft und nicht ohne Verunsicherung darüber, dass sie das Richtige tut.
[/size] [size=14]Um diese Frau zu ergründen, bin ich gedanklich in ihre Rolle geschlüpft. Ich bin selbst Mutter, und so fiel es mir nicht schwer. Jedenfalls ließ mich das Thema nicht los.
[/size] [size=14]Worüber habe ich gelesen?
[/size] [size=14]Ich las von einer Frau, die im Begriff ist, ihr gesamtes Leben umzukrempeln, was bedeutet, dass sie mindesten zehn Jahre ihres Lebens zurücklässt.
[/size] [size=14]Diese zehn Jahre beinhalten eine Ehe, ein Zuhause, ein relativ sorgenfreies, geruhsames Leben und nicht zuletzt ein Kind.
[/size] [size=14]Vergessen wir zunächst den Mann (Na ja, so richtig dürfen wir ihn nicht vergessen, denn er spielt ja auch eine Rolle.), weil die Ehe eh kaputt ist, und vergessen wir die materiellen Sachen, so bleibt das Kind als wichtigstes Element, dem Leser zu zeigen, dass Christin eine wirkliche Frau ist.
[/size] [size=14]Ich weiß nicht, ob du Mutter bist. Wenn ja, dann werden dir meine Gedanken plausibel sein. Wenn nicht, kannst du dich vielleicht hineindenken.
[/size] [size=14]`žFür das Kind wird gesorgt sein.`œ schreibst du sinngemäß im 1. Kapitel.
[/size] [size=14]Was meinst du damit? Nahrung, Kleidung, Spielzeug, Ausbildung?
[/size] [size=14]Was ist mit Zuwendung?
[/size] [size=14]Dem 1. Kapitel habe ich entnommen, dass sich der Vater nur sehr sporadisch um seinen Sohn kümmerte. Hier besteht doch ein Widerspruch: Will Christin ihren Sohn guten Gewissens allein bei seinem Vater lassen, von dem sie weiß, dass er ihm die nötige Zuwendung und Aufmerksamkeit nicht geben wird?
[/size] [size=14]Ich weiß noch nicht, wie du den Charakter deiner Protagonistin angelegt hast.
[/size] [size=14]Soll sie wirklich als leichtfertig und oberflächlich erscheinen? Denn das tut sie, und auch ihre Erklärung, warum sie nie ein richtig inniges Verhältnis zu ihrem Sohn finden konnte, erscheint fadenscheinig: Sie hätte lieber eine Tochter gehabt, weil kleine Mädchen nun mal zauberhaft sind und man als Frau mehr mit ihnen anfangen kann.
[/size] [size=14]Kleine Jungen sind auch zauberhaft, und glaub mir, auch als Frau kann man sehr gut mit einem Jungen umgehen und seine Bedürfnisse befriedigen.
[/size] [size=14]Klarer wird mir ihre Einstellung erst im 4. Kapitel, als ich erfuhr, dass sie über einen Schwangerschaftsabbruch nachgedacht hatte, als sie schwanger wurde.
[/size] [size=14]Dieser Abbruch hätte aber ein Kind generell betroffen, eine Tochter ebenso wie einen Sohn.
[/size] [size=14]Für mein Verständnis wären ihre Gedanken über eine Abtreibung schon hier im 1. Kapitel besser am Platz gewesen als im 4. Kapitel. So hätte der Leser wenigstens den Hauch einer Erkenntnis und den Anflug eines gewissen Verständnisses entwickeln können.
[/size] [size=14]So lässt du den Leser allein mit Vermutungen und Unverständnis, denn Christins Charakter bleibt platt wie eine Flunder.
[/size] [size=14]Soll der Hinweis auf die wenig innige Beziehung zu ihren Sohn eine Begründung dafür sein, warum sie ihn so einfach verlässt?
[/size] [size=14]Du machst sie unsympathisch damit, und ich glaube nicht, dass das deine Absicht ist.
[/size] [size=14]Dass Christin ein Recht auf ihr eigenes Leben und Glück hat, ist unbestreitbar. Ich kann mich nur nicht damit abfinden, dass sie nicht zweifelt, ob ihr Weg richtig ist. Ich vermisse schlaflose Nächte, in denen sie verzweifelt nach einem Weg sucht, und ich vermisse Gefühlsregungen bei ihr und dem Sohn, als sie sich verabschieden. So entsteht schnell der Eindruck, dass sie dem Reiz des Neuen hinterher jagt ohne Rücksicht auf einen Menschen, für den sie doch Verantwortung trägt.
[/size] [size=14]Was soll man von einer solchen Frau halten?
[/size] [size=14]Lieben Gruß
[/size] [size=14]Anika
[/size]
[size=14]Hallo Monique,
[/size] [size=14]Die Kapitel 3 und 4 habe ich nun gelesen, aber ich möchte doch noch einmal auf das 1. Kapitel zu sprechen kommen.
[/size] [size=14]Du hast mir zugestimmt, dass gerade die Textstellen, die mit Christins Sohn zu tun haben, etwas `ždünn`œ sind. Ja, sind sie, und das ist schade. Hier liegt viel ungenutztes Potential brach, den Charakter deiner Protagonistin zu profilieren und zu zeigen, dass sie eine Frau ist, die derart einschneidende Veränderungen nicht ohne innere Konflikte trifft und nicht ohne Verunsicherung darüber, dass sie das Richtige tut.
[/size] [size=14]Um diese Frau zu ergründen, bin ich gedanklich in ihre Rolle geschlüpft. Ich bin selbst Mutter, und so fiel es mir nicht schwer. Jedenfalls ließ mich das Thema nicht los.
[/size] [size=14]Worüber habe ich gelesen?
[/size] [size=14]Ich las von einer Frau, die im Begriff ist, ihr gesamtes Leben umzukrempeln, was bedeutet, dass sie mindesten zehn Jahre ihres Lebens zurücklässt.
[/size] [size=14]Diese zehn Jahre beinhalten eine Ehe, ein Zuhause, ein relativ sorgenfreies, geruhsames Leben und nicht zuletzt ein Kind.
[/size] [size=14]Vergessen wir zunächst den Mann (Na ja, so richtig dürfen wir ihn nicht vergessen, denn er spielt ja auch eine Rolle.), weil die Ehe eh kaputt ist, und vergessen wir die materiellen Sachen, so bleibt das Kind als wichtigstes Element, dem Leser zu zeigen, dass Christin eine wirkliche Frau ist.
[/size] [size=14]Ich weiß nicht, ob du Mutter bist. Wenn ja, dann werden dir meine Gedanken plausibel sein. Wenn nicht, kannst du dich vielleicht hineindenken.
[/size] [size=14]`žFür das Kind wird gesorgt sein.`œ schreibst du sinngemäß im 1. Kapitel.
[/size] [size=14]Was meinst du damit? Nahrung, Kleidung, Spielzeug, Ausbildung?
[/size] [size=14]Was ist mit Zuwendung?
[/size] [size=14]Dem 1. Kapitel habe ich entnommen, dass sich der Vater nur sehr sporadisch um seinen Sohn kümmerte. Hier besteht doch ein Widerspruch: Will Christin ihren Sohn guten Gewissens allein bei seinem Vater lassen, von dem sie weiß, dass er ihm die nötige Zuwendung und Aufmerksamkeit nicht geben wird?
[/size] [size=14]Ich weiß noch nicht, wie du den Charakter deiner Protagonistin angelegt hast.
[/size] [size=14]Soll sie wirklich als leichtfertig und oberflächlich erscheinen? Denn das tut sie, und auch ihre Erklärung, warum sie nie ein richtig inniges Verhältnis zu ihrem Sohn finden konnte, erscheint fadenscheinig: Sie hätte lieber eine Tochter gehabt, weil kleine Mädchen nun mal zauberhaft sind und man als Frau mehr mit ihnen anfangen kann.
[/size] [size=14]Kleine Jungen sind auch zauberhaft, und glaub mir, auch als Frau kann man sehr gut mit einem Jungen umgehen und seine Bedürfnisse befriedigen.
[/size] [size=14]Klarer wird mir ihre Einstellung erst im 4. Kapitel, als ich erfuhr, dass sie über einen Schwangerschaftsabbruch nachgedacht hatte, als sie schwanger wurde.
[/size] [size=14]Dieser Abbruch hätte aber ein Kind generell betroffen, eine Tochter ebenso wie einen Sohn.
[/size] [size=14]Für mein Verständnis wären ihre Gedanken über eine Abtreibung schon hier im 1. Kapitel besser am Platz gewesen als im 4. Kapitel. So hätte der Leser wenigstens den Hauch einer Erkenntnis und den Anflug eines gewissen Verständnisses entwickeln können.
[/size] [size=14]So lässt du den Leser allein mit Vermutungen und Unverständnis, denn Christins Charakter bleibt platt wie eine Flunder.
[/size] [size=14]Soll der Hinweis auf die wenig innige Beziehung zu ihren Sohn eine Begründung dafür sein, warum sie ihn so einfach verlässt?
[/size] [size=14]Du machst sie unsympathisch damit, und ich glaube nicht, dass das deine Absicht ist.
[/size] [size=14]Dass Christin ein Recht auf ihr eigenes Leben und Glück hat, ist unbestreitbar. Ich kann mich nur nicht damit abfinden, dass sie nicht zweifelt, ob ihr Weg richtig ist. Ich vermisse schlaflose Nächte, in denen sie verzweifelt nach einem Weg sucht, und ich vermisse Gefühlsregungen bei ihr und dem Sohn, als sie sich verabschieden. So entsteht schnell der Eindruck, dass sie dem Reiz des Neuen hinterher jagt ohne Rücksicht auf einen Menschen, für den sie doch Verantwortung trägt.
[/size] [size=14]Was soll man von einer solchen Frau halten?
[/size] [size=14]Lieben Gruß
[/size] [size=14]Anika
[/size]
Anika
Mitgliedschaft beendet
Mitgliedschaft beendet
14 Donnerstag, 15.
März 2007 um 17:07 Uhr
[size=14] Hallo Monique,
[/size]
[size=14]
[/size]
das 3. Kapitel beginnt recht vielversprechend.
Die Christins Ankunft im Hotel hast du sehr gut beschrieben und die Atmosphäre des Hotels sehr bildhaft eingefangen. Das hat mir sehr gefallen.
Ich vermute, deine Stärke liegt eher im Beschreiben von Dingen, die du bildlich vor dir siehst, als in der Beschreibung von Gemütszuständen und `“vorgängen.
In diesem ersten Teil des 3. Kapitels ist es dir jedoch sehr gut gelungen, Christins Unbehagen einzufangen, als sie erkennt, dass sie eigentlich nicht in diese Welt der Reichen und Schönen gehört.
Dickes Lob für diesen relativ kurzen Textabschnitt, der doch so viele nachvollziehbare Gedanken enthält.
Die Stadtrundfahrt ist recht gut beschrieben. Du schreibst über reale, vorhandene, sichtbare Dinge, und das gelingt dir sehr gut. (s.o.)
Aber: Ich stelle mir gerade vor, ich würde mit einem tollen Mann, mit dem ich mir gewisse Dinge vorstellen könnte und sie im Grunde doch schon erwarte, auf Tuchfühlung in einem Bus sitzen, dann hätte ich wohl weniger Augen für all die Sehenswürdigkeiten und weniger Gedanken für ihre Geschichte als für ihn.
nirgends lese ich etwas über die Befindlichkeiten der beiden. Ich lese nichts über die Brisanz der Situation. Sie wissen doch beide, dass `žes`œ passieren wird. Sie wissen nur noch nicht, wann und wie.
Ich stelle mir vor, dass die Situation aufgeladen ist mit Emotionen, dass sie prickelt und Schmetterlinge im Bauch verursacht. Stattdessen sitzen sie dort artig im Bus und begucken sich sachlich und interessiert die Sehenswürdigkeiten.
Haben sie nicht miteinander gesprochen?
Waren sie nicht nervös?
Gab es keine verstohlenen Seitenblicke und kurze Berührungen, die sie zunächst erschreckt und verunsichert haben? Da müssten doch imaginäre Blitze schießen.
Du machst es ihnen wirklich schwer, Monique.
Die Vorgänge und Begebenheiten reihen sich lediglich aneinander, und eine echte spannungsgeladene Atmosphäre kann so nicht entstehen.
Der Dialog zwischen den beiden ist zwar stilistisch ausgefeilt, doch erscheint er völlig ohne Emotionen.
Deine Geschichte wird immer dann richtig gut, wenn du uns Einblick gewährst in Christins Gedanken und Ängste.
Ich meine konkret die Szenen auf dem Roten Teppich und nach der Party.
Ganz hervorragend ist dir gelungen, dass Christin sich zu Beginn der Liebesszene dem Leser preisgibt. Ich will das mal der Einfachheit halber `žFrauengedanken`œ nennen.
Zu Anfang des 4. Kapitels habe ich herzlich gelacht.
Den Kerl hätte ich mitsamt seinem Tablett rausgeschmissen, wenn er diese Dreistigkeit in meinem realen Leben besessen hätte. Kurz nach dem Aufwachen ist keine gute Zeit, sich von einem relativ fremden Mann betrachten zu lassen.
Vielleicht sollte sie Connor nach dem Anklopfen bitten, ein paar Minuten zu warten, bis sie sich ungefähr fünf Liter eiskaltes Wasser ins Gesicht geschüttet hat.
Na ja, ist nur Spaß. Warum sollte ich das `žbemeckern`œ, wenn Christin nichts dagegen hat.
Die Liebesszene ist recht gut gelungen, wenn auch nach meiner Meinung etwas zu lang und zu ausführlich, aber das ist Ansichtssache.
Was mich allerdings gestört hat, waren Christins Gedanken über den Sex mit ihrem Ehemann. Ich denke, keine Frau macht sich solche Gedanken in einer Situation wie dieser, weil in diesem Augenblick nur noch das zärtliche Beisammensein mit diesem Mann zählt.
Besser wären ihre Gedanken im 1. Kapitel aufgehoben, wo es um das Scheitern ihrer Ehe geht.
Insgesamt ist mir aufgefallen, dass du eine seltsame Distanz zu deiner Protagonistin hältst. Deshalb fällt es dir so schwer, Stimmungen und Atmosphäre zu vermitteln, und solange du diese Distanz wahrst, reißt du den Leser nicht mit.
Stellst du dir nicht vor, Christin zu sein? Ich denke, das wäre die Voraussetzung, der Geschichte an vielen Stellen die emotionale Kühle zu nehmen.
Wahrscheinlich scheiterte dein Versuch, die Story in der Ich-Form zu schreiben, an dieser gefühlsmäßigen Distanz.
Tja, das ist zunächst mal alles, was mir einfällt.
Dann werde ich mich auf die nächsten Kapitel `žstürzen`œ.
Lieben Gruß
Anika
[size=14] Hallo Monique,
[/size]
[size=14]
[/size]
das 3. Kapitel beginnt recht vielversprechend.
Die Christins Ankunft im Hotel hast du sehr gut beschrieben und die Atmosphäre des Hotels sehr bildhaft eingefangen. Das hat mir sehr gefallen.
Ich vermute, deine Stärke liegt eher im Beschreiben von Dingen, die du bildlich vor dir siehst, als in der Beschreibung von Gemütszuständen und `“vorgängen.
In diesem ersten Teil des 3. Kapitels ist es dir jedoch sehr gut gelungen, Christins Unbehagen einzufangen, als sie erkennt, dass sie eigentlich nicht in diese Welt der Reichen und Schönen gehört.
Dickes Lob für diesen relativ kurzen Textabschnitt, der doch so viele nachvollziehbare Gedanken enthält.
Die Stadtrundfahrt ist recht gut beschrieben. Du schreibst über reale, vorhandene, sichtbare Dinge, und das gelingt dir sehr gut. (s.o.)
Aber: Ich stelle mir gerade vor, ich würde mit einem tollen Mann, mit dem ich mir gewisse Dinge vorstellen könnte und sie im Grunde doch schon erwarte, auf Tuchfühlung in einem Bus sitzen, dann hätte ich wohl weniger Augen für all die Sehenswürdigkeiten und weniger Gedanken für ihre Geschichte als für ihn.
nirgends lese ich etwas über die Befindlichkeiten der beiden. Ich lese nichts über die Brisanz der Situation. Sie wissen doch beide, dass `žes`œ passieren wird. Sie wissen nur noch nicht, wann und wie.
Ich stelle mir vor, dass die Situation aufgeladen ist mit Emotionen, dass sie prickelt und Schmetterlinge im Bauch verursacht. Stattdessen sitzen sie dort artig im Bus und begucken sich sachlich und interessiert die Sehenswürdigkeiten.
Haben sie nicht miteinander gesprochen?
Waren sie nicht nervös?
Gab es keine verstohlenen Seitenblicke und kurze Berührungen, die sie zunächst erschreckt und verunsichert haben? Da müssten doch imaginäre Blitze schießen.
Du machst es ihnen wirklich schwer, Monique.
Die Vorgänge und Begebenheiten reihen sich lediglich aneinander, und eine echte spannungsgeladene Atmosphäre kann so nicht entstehen.
Der Dialog zwischen den beiden ist zwar stilistisch ausgefeilt, doch erscheint er völlig ohne Emotionen.
Deine Geschichte wird immer dann richtig gut, wenn du uns Einblick gewährst in Christins Gedanken und Ängste.
Ich meine konkret die Szenen auf dem Roten Teppich und nach der Party.
Ganz hervorragend ist dir gelungen, dass Christin sich zu Beginn der Liebesszene dem Leser preisgibt. Ich will das mal der Einfachheit halber `žFrauengedanken`œ nennen.
Zu Anfang des 4. Kapitels habe ich herzlich gelacht.
| Zitat | |
|
Den Kerl hätte ich mitsamt seinem Tablett rausgeschmissen, wenn er diese Dreistigkeit in meinem realen Leben besessen hätte. Kurz nach dem Aufwachen ist keine gute Zeit, sich von einem relativ fremden Mann betrachten zu lassen.
Vielleicht sollte sie Connor nach dem Anklopfen bitten, ein paar Minuten zu warten, bis sie sich ungefähr fünf Liter eiskaltes Wasser ins Gesicht geschüttet hat.

Na ja, ist nur Spaß. Warum sollte ich das `žbemeckern`œ, wenn Christin nichts dagegen hat.

Die Liebesszene ist recht gut gelungen, wenn auch nach meiner Meinung etwas zu lang und zu ausführlich, aber das ist Ansichtssache.
Was mich allerdings gestört hat, waren Christins Gedanken über den Sex mit ihrem Ehemann. Ich denke, keine Frau macht sich solche Gedanken in einer Situation wie dieser, weil in diesem Augenblick nur noch das zärtliche Beisammensein mit diesem Mann zählt.
Besser wären ihre Gedanken im 1. Kapitel aufgehoben, wo es um das Scheitern ihrer Ehe geht.
Insgesamt ist mir aufgefallen, dass du eine seltsame Distanz zu deiner Protagonistin hältst. Deshalb fällt es dir so schwer, Stimmungen und Atmosphäre zu vermitteln, und solange du diese Distanz wahrst, reißt du den Leser nicht mit.
Stellst du dir nicht vor, Christin zu sein? Ich denke, das wäre die Voraussetzung, der Geschichte an vielen Stellen die emotionale Kühle zu nehmen.
Wahrscheinlich scheiterte dein Versuch, die Story in der Ich-Form zu schreiben, an dieser gefühlsmäßigen Distanz.
Tja, das ist zunächst mal alles, was mir einfällt.
Dann werde ich mich auf die nächsten Kapitel `žstürzen`œ.
Lieben Gruß
Anika
15 Freitag, 16.
März 2007 um 09:00 Uhr
Liebe Annika,
ich danke dir inständig, dass du dich so intensiv mit dem Text auseinander setzt. Ich hätte das gebraucht, als ich am Schreiben war. Leider hat sich meine Freundin, der ich den Text zum Lesen gab, nicht weiter dazu geäußert.
Ich kann dir wieder nur zustimmen und es geht mir selbst so, dass ich die Mängel empfinde, wenn ich den Text lese. Manche Kapitel finde ich gut gelungen, andere eher flach. Es ist allerdings ziemlich schwierig, da noch etwas zu ändern, denn wenn du an einer Stelle anfängst, zieht das seine Kreise und du musst immer mehr anpassen.
Ja, ich habe selbst zwei Kinder und denke auch nicht, dass ich mich wie Christin verhalten würde und könnte. Im Moment habe ich gerade ziemlich viel mit der Ältesten um die Ohren, so dass ich meine ganze Energie darauf verwenden muss, ein Problem in den Griff zu bekommen. Deswegen habe ich derzeit auch nicht viel Zeit, mich mit dem Text auseinander zu setzen. Aber ich freue mich über deine Statements und werde weiter hier reinschauen.
Liebe Annika,
ich danke dir inständig, dass du dich so intensiv mit dem Text auseinander setzt. Ich hätte das gebraucht, als ich am Schreiben war. Leider hat sich meine Freundin, der ich den Text zum Lesen gab, nicht weiter dazu geäußert.
Ich kann dir wieder nur zustimmen und es geht mir selbst so, dass ich die Mängel empfinde, wenn ich den Text lese. Manche Kapitel finde ich gut gelungen, andere eher flach. Es ist allerdings ziemlich schwierig, da noch etwas zu ändern, denn wenn du an einer Stelle anfängst, zieht das seine Kreise und du musst immer mehr anpassen.
Ja, ich habe selbst zwei Kinder und denke auch nicht, dass ich mich wie Christin verhalten würde und könnte. Im Moment habe ich gerade ziemlich viel mit der Ältesten um die Ohren, so dass ich meine ganze Energie darauf verwenden muss, ein Problem in den Griff zu bekommen. Deswegen habe ich derzeit auch nicht viel Zeit, mich mit dem Text auseinander zu setzen. Aber ich freue mich über deine Statements und werde weiter hier reinschauen.
Sting
Nicht registriert
Nicht registriert
16 Samstag, 17.
März 2007 um 19:26 Uhr
Hallo, Monique,
ich habe Dein Buch nicht gelesen, möchte jedoch bzgl. Deiner folgenden Aussage
anmerken, dass es zum Beschreiben von Gefühlen bzw. zum Aufbauen eines Gefühlmoments in einer Geschichte nicht unbedingt (vieler) Adjektive bedarf.
Ich möchte aber dazu sagen, dass ich selbst als Verfasser von Fiktion keine Erfahrung habe (nur wissenschaftliche Publikationen), jedoch sehr gerne und viel lese und nicht selten von Büchern mitgenommen wurde, die weder schnörkelig geschrieben, noch voll von Adjektiven/Attributen waren.
Ergo: Du musst Dich glücklicherweise nicht einem Überfluss an Adjektiven hingeben, um Gefühle zu beschreiben. Wähle den impliziten Weg.
Desweiteren schreibst Du, dass Du mittlerweile keine grosse Lust mehr hast, an Deinem Text zu feilen. Lass' ihn doch einfach längere Zeit ruhen - aus den Augen, aus dem Kopf -, bis die Lust zu schreiben und zu schaffen Dich wieder packt.
Viel Erfolg und vor allem Spass!
P.S.: @masso Angeber. Hatte auch die Möglichkeit, aber war zu geizig
Hallo, Monique,
ich habe Dein Buch nicht gelesen, möchte jedoch bzgl. Deiner folgenden Aussage
| Zitat von Monique | |
|
anmerken, dass es zum Beschreiben von Gefühlen bzw. zum Aufbauen eines Gefühlmoments in einer Geschichte nicht unbedingt (vieler) Adjektive bedarf.
Ich möchte aber dazu sagen, dass ich selbst als Verfasser von Fiktion keine Erfahrung habe (nur wissenschaftliche Publikationen), jedoch sehr gerne und viel lese und nicht selten von Büchern mitgenommen wurde, die weder schnörkelig geschrieben, noch voll von Adjektiven/Attributen waren.
Ergo: Du musst Dich glücklicherweise nicht einem Überfluss an Adjektiven hingeben, um Gefühle zu beschreiben. Wähle den impliziten Weg.
Desweiteren schreibst Du, dass Du mittlerweile keine grosse Lust mehr hast, an Deinem Text zu feilen. Lass' ihn doch einfach längere Zeit ruhen - aus den Augen, aus dem Kopf -, bis die Lust zu schreiben und zu schaffen Dich wieder packt.
Viel Erfolg und vor allem Spass!
P.S.: @masso Angeber. Hatte auch die Möglichkeit, aber war zu geizig
17 Samstag, 17.
März 2007 um 19:51 Uhr
Das sagen sie alle. :teufel:
Später wirst Du es vielleicht irgendwann bereuen ...
| Zitat von Sting;132254 | |
|
Das sagen sie alle. :teufel:
Später wirst Du es vielleicht irgendwann bereuen ...

18 Samstag, 17.
März 2007 um 22:19 Uhr
Hallo Sting,
das Verfassen von fiktiven Texten ist gar nicht so einfach, wie viele Leute denken. Ich habe schon viel mit Schreiben zu tun, allerdings auch mehr Artikel, bei denen es auf sachliche und fachliche Richtigkeit ankommt. Das kann ich ganz gut, das fällt mir leicht und macht mir Spaß. Deswegen fällt es mir um so schwerer, diese emotionale Seite auch zu beschreiben. Aber ich werde deinen Rat annehmen und probieren, trotzt allem nicht zu viele Adjektive zu verwenden, weil Texte dadurch auch oft überladen wirken.
Da der 'Roman' schon fast vier Jahre alt ist und ich mich schon echt viel mit ihm beschäftigt habe, glaube ich, dass ich ihn wirklich ruhen lasse. Ich habe nämlich viel mehr Lust, mich einem anderen Thema zu widmen (ich hätte da schon so drei, vier im Kopf), wenn ich mal wieder etwas Zeit dafür finde. Das Schlimme ist, wenn du im Schreiben drin bist, und nicht weiter machen kannst, weil dir die Zeit fehlt.
Übrigens, geiles Profil-Bild (Patrick Steward ist einfach der Beste) und geiler Name (Sting auch ;-)
).
Hallo Sting,
das Verfassen von fiktiven Texten ist gar nicht so einfach, wie viele Leute denken. Ich habe schon viel mit Schreiben zu tun, allerdings auch mehr Artikel, bei denen es auf sachliche und fachliche Richtigkeit ankommt. Das kann ich ganz gut, das fällt mir leicht und macht mir Spaß. Deswegen fällt es mir um so schwerer, diese emotionale Seite auch zu beschreiben. Aber ich werde deinen Rat annehmen und probieren, trotzt allem nicht zu viele Adjektive zu verwenden, weil Texte dadurch auch oft überladen wirken.
Da der 'Roman' schon fast vier Jahre alt ist und ich mich schon echt viel mit ihm beschäftigt habe, glaube ich, dass ich ihn wirklich ruhen lasse. Ich habe nämlich viel mehr Lust, mich einem anderen Thema zu widmen (ich hätte da schon so drei, vier im Kopf), wenn ich mal wieder etwas Zeit dafür finde. Das Schlimme ist, wenn du im Schreiben drin bist, und nicht weiter machen kannst, weil dir die Zeit fehlt.
Übrigens, geiles Profil-Bild (Patrick Steward ist einfach der Beste) und geiler Name (Sting auch ;-)
). | Zitat von Sting;132254 | |
|
Ähnliche Themen
Neuigkeiten und Anregungen » Das neue Design ist online! (Montag, 10.
März 2008)
Musik » last.fm - eure charts online (Freitag, 18.
August 2006)
Kino, Film und TV » Online-Games (Donnerstag, 02.
März 2006)
Kino, Film und TV » DVD-Online-Verleih (Donnerstag, 02.
März 2006)
Fun Forum » Super Online-Games (Sonntag, 28.
Juli 2002)
Spam » [suche] online visitenkarten anbieter (Montag, 14.
August 2006)
Kino, Film und TV » Schönes Online-Spiel (Donnerstag, 12.
Juni 2003)
Fun Forum » Online-Spiel nicht nur für die Mittagspause (Mittwoch, 21.
Mai 2003)
