Seltsame Verhaltensweisen älterer Menschen
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21 Mittwoch, 28.
März 2007 um 12:37 Uhr
Ja ich weiß, sie ist hja auch immer da, wenn man sie braucht. Sie versteht aber leider auch nicht, wann sie nicht gebraucht wird und dass sie manchmal im Weg steht, wenn sie helfen will.
Ja ich weiß, sie ist hja auch immer da, wenn man sie braucht. Sie versteht aber leider auch nicht, wann sie nicht gebraucht wird und dass sie manchmal im Weg steht, wenn sie helfen will.
23 Mittwoch, 28.
März 2007 um 19:11 Uhr
Nein hab ich nicht, ist auch nicht meine Aufgabe, sie steht ja nicht nur mir im Weg, sondern viel mehr meiner Mama.
Nein hab ich nicht, ist auch nicht meine Aufgabe, sie steht ja nicht nur mir im Weg, sondern viel mehr meiner Mama.
Piet
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24 Mittwoch, 28.
März 2007 um 21:01 Uhr
Kenn ich. Am Freitag und Samstag pflaster ich die Einfahrt vom Haus meiner Eltern. Der Vater meines Stiefvaters wohnt auch dort in der Nähe und ist generell immer bei sowas dabei weil ihm langweilig ist.
Man muß dazu sagen, das er früher mal Werkstattchef war und denkt das er immer noch alles weiß obwohl er von der Pflasterei keinen Schimmer hat (Hab bereits letztes Jahr dort viel gemacht - Pflaster, Trockenmauern usw).
Ich wär letztes Jahr fast ausgerastet und hab mein Stiefvater gezwungen den Ollen wegzusperren, weil er mir nur im Weg war.
Dieses mal wird es nicht anders sein. Nur werde ich dieses Jahr weder auf sein Alter (70) noch auf den Grad der Verwandschaft Rücksicht nehmen. Dann wird er halt eingemauert oder in die alte Sickergrube gestopft.
Nein, ich bin kein Rentnerhasser, aber ich weiß selber wann Schluss ist. Ok, ob ich es in dem Alter noch weiß, kann ich jetzt nicht sagen, aber ich habe zumindest kein Verständnis für seine ewige Rumnerverei.
Kenn ich. Am Freitag und Samstag pflaster ich die Einfahrt vom Haus meiner Eltern. Der Vater meines Stiefvaters wohnt auch dort in der Nähe und ist generell immer bei sowas dabei weil ihm langweilig ist.
Man muß dazu sagen, das er früher mal Werkstattchef war und denkt das er immer noch alles weiß obwohl er von der Pflasterei keinen Schimmer hat (Hab bereits letztes Jahr dort viel gemacht - Pflaster, Trockenmauern usw).
Ich wär letztes Jahr fast ausgerastet und hab mein Stiefvater gezwungen den Ollen wegzusperren, weil er mir nur im Weg war.
Dieses mal wird es nicht anders sein. Nur werde ich dieses Jahr weder auf sein Alter (70) noch auf den Grad der Verwandschaft Rücksicht nehmen. Dann wird er halt eingemauert oder in die alte Sickergrube gestopft.
Nein, ich bin kein Rentnerhasser, aber ich weiß selber wann Schluss ist. Ok, ob ich es in dem Alter noch weiß, kann ich jetzt nicht sagen, aber ich habe zumindest kein Verständnis für seine ewige Rumnerverei.
25 Mittwoch, 28.
März 2007 um 21:26 Uhr
nunja, was willst man machen, wenn man mal in dem Alter iist? allein und still in der Ecke sitzen und warten, daß die Zeit vergeht und man stirbt? Die alten Leute halten sich (oft) an den Dingen fest, die sie mal gut kannten.
Auch wenn es sich oft nur um einkaufen und langsamfahren und auf die Jugend schimpfen ist (oder sie werden religiös)
nunja, was willst man machen, wenn man mal in dem Alter iist? allein und still in der Ecke sitzen und warten, daß die Zeit vergeht und man stirbt? Die alten Leute halten sich (oft) an den Dingen fest, die sie mal gut kannten.
Auch wenn es sich oft nur um einkaufen und langsamfahren und auf die Jugend schimpfen ist (oder sie werden religiös)
26 Mittwoch, 28.
März 2007 um 21:42 Uhr
Das gleiche, was man früher auch gemacht hat. Oder würdest du - nur um mal wahllos ein Beispiel zu nehmen - deinen Tagesablauf als einen beschreiben, den ausschließlich junge Menschen bestreiten können? Extremsportarten fallen natürlich raus, aber im Allgemeinen kann man im Alter allen typischen Beschäftigungen nachgehen, die meisten erfordern nicht mehr als die Fähigkeit sich einigermaßen zu bewegen oder aufmerksam zu sein.
| Zitat von Lykaon;132827 | |
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Das gleiche, was man früher auch gemacht hat. Oder würdest du - nur um mal wahllos ein Beispiel zu nehmen - deinen Tagesablauf als einen beschreiben, den ausschließlich junge Menschen bestreiten können? Extremsportarten fallen natürlich raus, aber im Allgemeinen kann man im Alter allen typischen Beschäftigungen nachgehen, die meisten erfordern nicht mehr als die Fähigkeit sich einigermaßen zu bewegen oder aufmerksam zu sein.
Piet
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27 Mittwoch, 28.
März 2007 um 21:43 Uhr
du verstehst mich vielleicht falsch. Er hat hier tausend Möglichkeiten. Er kann spazieren gehen, angeln, mit den Fahrrad rumkutschieren, einkaufen, weiß der teufel was noch. Und ich lasse mich auch gern in vielen Sachen belehren, aber Sachen wo er keine Ahnung hat und er mir erzählen will das es früher auch gereicht hat das man z.B. Steine in Sand gesetzt hat und diese immer noch halten, platzt mir fast der Kragen. Es handelt sich also nicht um eine Sache wo er sich gut auskennt, sondern um eine Sache wo er denkt er würde etwas darüber wissen.
du verstehst mich vielleicht falsch. Er hat hier tausend Möglichkeiten. Er kann spazieren gehen, angeln, mit den Fahrrad rumkutschieren, einkaufen, weiß der teufel was noch. Und ich lasse mich auch gern in vielen Sachen belehren, aber Sachen wo er keine Ahnung hat und er mir erzählen will das es früher auch gereicht hat das man z.B. Steine in Sand gesetzt hat und diese immer noch halten, platzt mir fast der Kragen. Es handelt sich also nicht um eine Sache wo er sich gut auskennt, sondern um eine Sache wo er denkt er würde etwas darüber wissen.
28 Mittwoch, 28.
März 2007 um 21:53 Uhr
sein Lebenssinn ist halt das, was er bisher gemacht hatte. Ich meine nur, wenn jemand 40 Jahre lang kfz-Mechaniker war, kann es hochmöglich sein, daß er sich versucht um jedes Auto zu kümmern, das er sieht. Und patient... ist es das, was du vorhast, in den nächsten 50 jahren täglich zu tun?
sein Lebenssinn ist halt das, was er bisher gemacht hatte. Ich meine nur, wenn jemand 40 Jahre lang kfz-Mechaniker war, kann es hochmöglich sein, daß er sich versucht um jedes Auto zu kümmern, das er sieht. Und patient... ist es das, was du vorhast, in den nächsten 50 jahren täglich zu tun?

29 Mittwoch, 28.
März 2007 um 22:06 Uhr
Du drängelst vorsätzlich vom Thema ab, aber das macht nichts.
Zur Frage: Weiß ich nicht, kann ich nicht sagen. Ich meine, was ich vor habe, muss sich nicht mit dem decken, was tatsächlich eintrifft. Als ich zwölf war, hatte ich die Überzeugung, ich würde mit 23 ein ganz anderes Leben führen, als ich es nun mache, daher ...bin ich nicht länger so naiv schwebende Vorhaben dieser Art zu erfinden.
Denkst du etwa, der von Piet erwähnte alte Mann hat sich mit Mitte zwanzig vorgenommen, später mit 70 genau das zu tun, was Piet uns hier beschreibt??
| Zitat von Lykaon;132830 | |
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Du drängelst vorsätzlich vom Thema ab, aber das macht nichts.
Zur Frage: Weiß ich nicht, kann ich nicht sagen. Ich meine, was ich vor habe, muss sich nicht mit dem decken, was tatsächlich eintrifft. Als ich zwölf war, hatte ich die Überzeugung, ich würde mit 23 ein ganz anderes Leben führen, als ich es nun mache, daher ...bin ich nicht länger so naiv schwebende Vorhaben dieser Art zu erfinden.
Denkst du etwa, der von Piet erwähnte alte Mann hat sich mit Mitte zwanzig vorgenommen, später mit 70 genau das zu tun, was Piet uns hier beschreibt??
30 Mittwoch, 28.
März 2007 um 22:22 Uhr
ich schweife nicht ab, da ich weiss, daß meinen Tagesablauf jeder ab 15 bestreiten kann. Nichtsdestotrotz ist es eine Tatsache, daß wir nicht nicht von einem "ich werde Angeln fahren oder BB machen, wenn ich Rentner bin" sprechen. Ich sprach davon daß sich gewisse Gewohnheiten so sehr eingefahren haben werden, daß man sie auch weiter durchführt. Omas werden wie Mütter sein... man wird das im Alter sein (glaube ich) mit was man sich in den letzten Jahrzehnten identifiziert hat.
Und nein, der Mann hat sich sicher nicht vorgenommen, so zu sein. Seine Erfahrung haben sein Lebensbild gebaut und er wird so bleiben (meiner meinung nach)
ich schweife nicht ab, da ich weiss, daß meinen Tagesablauf jeder ab 15 bestreiten kann. Nichtsdestotrotz ist es eine Tatsache, daß wir nicht nicht von einem "ich werde Angeln fahren oder BB machen, wenn ich Rentner bin" sprechen. Ich sprach davon daß sich gewisse Gewohnheiten so sehr eingefahren haben werden, daß man sie auch weiter durchführt. Omas werden wie Mütter sein... man wird das im Alter sein (glaube ich) mit was man sich in den letzten Jahrzehnten identifiziert hat.
Und nein, der Mann hat sich sicher nicht vorgenommen, so zu sein. Seine Erfahrung haben sein Lebensbild gebaut und er wird so bleiben (meiner meinung nach)
31 Donnerstag, 29.
März 2007 um 08:36 Uhr
Ja, und wenn man sie braucht, dann ist ihre Hilfe sicher auch willkommen oder nicht? Ansonsten soll sie sich aber gefälligst nicht blicken lassen. Ist das nicht ein bisschen rücksichtslos?
Du schreibst, dass die Zeiten sich geändert hätten. Das stimmt, aber sie ändern sich ständig und irgendwann wird die Mutter (Oma) zum Kind und man selber zur Mutter. Und dann heisst es Nachsicht mit alten Leuten zu zeigen, wie man sie auch Kindern gegenüber zeigt. Verstehst du, wie ich das meine?
Schau mal, deine Oma war ihr Leben lang für andere da, das war ihre Aufgabe und eine andere hat sie scheinbar nicht. Sie kümmert sich um dich und das geht dir auf die Nerven. Kann ich verstehen, aber überleg mal, wie es umgekerht wäre, wenn du deiner Oma völlig egal wärst?
Um nochmal auf die sich ändernden Zeiten zurückzukommen...... es werden Zeiten kommen, da wirst du froh sein um deine Oma und auch Zeiten, wo es deine Oma nicht mehr gibt und du sie aber ganz dringend brauchen würdest und sei es nur zum Reden.
Noch ein kleiner Tip am Rande: man kann von Omas sehr viel lernen. Sie besitzen nämlich für gewöhnlich eine ganze Menge Lebenserfahrung, etwas, das jungen Menschen naturgemäß noch fehlt und wenn man schlau ist, dann nützt man das und lernt aus den Erfahrungen der Oma.
| Zitat von Anika86;132812 | |
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Ja, und wenn man sie braucht, dann ist ihre Hilfe sicher auch willkommen oder nicht? Ansonsten soll sie sich aber gefälligst nicht blicken lassen. Ist das nicht ein bisschen rücksichtslos?
Du schreibst, dass die Zeiten sich geändert hätten. Das stimmt, aber sie ändern sich ständig und irgendwann wird die Mutter (Oma) zum Kind und man selber zur Mutter. Und dann heisst es Nachsicht mit alten Leuten zu zeigen, wie man sie auch Kindern gegenüber zeigt. Verstehst du, wie ich das meine?
Schau mal, deine Oma war ihr Leben lang für andere da, das war ihre Aufgabe und eine andere hat sie scheinbar nicht. Sie kümmert sich um dich und das geht dir auf die Nerven. Kann ich verstehen, aber überleg mal, wie es umgekerht wäre, wenn du deiner Oma völlig egal wärst?
Um nochmal auf die sich ändernden Zeiten zurückzukommen...... es werden Zeiten kommen, da wirst du froh sein um deine Oma und auch Zeiten, wo es deine Oma nicht mehr gibt und du sie aber ganz dringend brauchen würdest und sei es nur zum Reden.
Noch ein kleiner Tip am Rande: man kann von Omas sehr viel lernen. Sie besitzen nämlich für gewöhnlich eine ganze Menge Lebenserfahrung, etwas, das jungen Menschen naturgemäß noch fehlt und wenn man schlau ist, dann nützt man das und lernt aus den Erfahrungen der Oma.

Anika
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32 Donnerstag, 29.
März 2007 um 08:41 Uhr
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!
Sehr guter Beitrag, Sternschnuppe. Du sprichst mir aus dem Herzen.
Toleranz und Verständnis sind nötig. Oder hat wer den Wunsch, die "Alten" auf irgendein Altenteil abzuschieben, wo sie unter sich sind und uns Jungen nicht mehr "auf die Nerven gehen" können?
| Zitat von Sternschnuppe;132838 | ||||
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Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!
Sehr guter Beitrag, Sternschnuppe. Du sprichst mir aus dem Herzen.
Toleranz und Verständnis sind nötig. Oder hat wer den Wunsch, die "Alten" auf irgendein Altenteil abzuschieben, wo sie unter sich sind und uns Jungen nicht mehr "auf die Nerven gehen" können?
33 Donnerstag, 29.
März 2007 um 11:27 Uhr
Liegt bestimmt an unser schnelllebigen Zeit. Wer kann es sich heute leisten Erinnerungen nachzuhängen oder den Tag mit scheinbar sinnlosen Sachen zu füllen. Muss immer schnell-schnell gehen alles.
Mit zunehmendem Alter fällt es immer schwerer neue Menschen zu finden mit denen man etwas verbindet Freundschaften zu schließen. Kein Wunder das man auf seine Familie zurückgreift. Es spielt natürlicher Egoismus bestimmt ein Stück mit rein.
Wenn eure Großmütter eure Kinderspiele mit der gleichen Ignoranz abgetan hätten, wie ihr heute mit ihnen umgeht würde es einigen hier bestimmt schlechter gehen.
Schließe mich meiner Vorrednerin an. Ein wenig mehr Toleranz und allen geht es besser. Alte Menschen entwickeln sich ab einem gewissen Punkt zurück und benehmen sich wie Kinder. Ihnen fehlt der Überblick. So jedenfalls meine Erfahrungen mit der älteren Generation.
Psycho Cowboy: Solche doofies gibt in jeder Altersklasse.
Liegt bestimmt an unser schnelllebigen Zeit. Wer kann es sich heute leisten Erinnerungen nachzuhängen oder den Tag mit scheinbar sinnlosen Sachen zu füllen. Muss immer schnell-schnell gehen alles.
Mit zunehmendem Alter fällt es immer schwerer neue Menschen zu finden mit denen man etwas verbindet Freundschaften zu schließen. Kein Wunder das man auf seine Familie zurückgreift. Es spielt natürlicher Egoismus bestimmt ein Stück mit rein.
Wenn eure Großmütter eure Kinderspiele mit der gleichen Ignoranz abgetan hätten, wie ihr heute mit ihnen umgeht würde es einigen hier bestimmt schlechter gehen.
Schließe mich meiner Vorrednerin an. Ein wenig mehr Toleranz und allen geht es besser. Alte Menschen entwickeln sich ab einem gewissen Punkt zurück und benehmen sich wie Kinder. Ihnen fehlt der Überblick. So jedenfalls meine Erfahrungen mit der älteren Generation.
Psycho Cowboy: Solche doofies gibt in jeder Altersklasse.
Anika
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34 Donnerstag, 29.
März 2007 um 14:47 Uhr
Wenn ich mir vorstelle, dass meine Kinder irgendwann mal von mir sagen: "Was will sie denn nun schon wieder hier? Kann sie nicht ihr eigenes Ding machen und uns in Ruhe lassen?" und wenn das der Trend sein soll und wenn wirklich so gedacht wird, dann hab ich wirklich Angst vorm Altwerden.
Mit welchem Recht wird über alte Leute so gesprochen?
Weil sie nicht mehr produktiv sind und die Gesellschaft Geld kosten?
Weil sie mitunter Fürsorge und Verständnis brauchen und dadurch in das eingene Leben eindringen und uns "beschränken" in unserem Streben nach Spaß und manchmal auch Bequemlichkeit?
Manchmal sind alte Leute starrsinnig und schrullig, und doch haben sie unseren Respekt verdient.
Wenn ich mir vorstelle, dass meine Kinder irgendwann mal von mir sagen: "Was will sie denn nun schon wieder hier? Kann sie nicht ihr eigenes Ding machen und uns in Ruhe lassen?" und wenn das der Trend sein soll und wenn wirklich so gedacht wird, dann hab ich wirklich Angst vorm Altwerden.
Mit welchem Recht wird über alte Leute so gesprochen?
Weil sie nicht mehr produktiv sind und die Gesellschaft Geld kosten?
Weil sie mitunter Fürsorge und Verständnis brauchen und dadurch in das eingene Leben eindringen und uns "beschränken" in unserem Streben nach Spaß und manchmal auch Bequemlichkeit?
Manchmal sind alte Leute starrsinnig und schrullig, und doch haben sie unseren Respekt verdient.
Anika
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35 Donnerstag, 29.
März 2007 um 15:15 Uhr
Ich wünschte mir die Förderung eines besonderen Familienmodells: Die Großfamilie, in der Alte und Junge zusammenleben. Für die Alten wird gesorgt, ohne dass sie in ein Altenheim abgeschoben werden, und die Jungen profitieren von Lebenserfahrung und Weisheit der Alten und von ihrer Hilfe, wenn die noch dazu in der Lage sind.
Die von mir sehr verehrte Regine Hildebrandt (Regine Hildebrandt | Biographie)
lebte in einer solchen Großfamilie mit Kindern, Enkeln und ihrer uralten Mutter.
Ich wünschte mir die Förderung eines besonderen Familienmodells: Die Großfamilie, in der Alte und Junge zusammenleben. Für die Alten wird gesorgt, ohne dass sie in ein Altenheim abgeschoben werden, und die Jungen profitieren von Lebenserfahrung und Weisheit der Alten und von ihrer Hilfe, wenn die noch dazu in der Lage sind.
Die von mir sehr verehrte Regine Hildebrandt (Regine Hildebrandt | Biographie)
lebte in einer solchen Großfamilie mit Kindern, Enkeln und ihrer uralten Mutter.
36 Donnerstag, 29.
März 2007 um 15:45 Uhr
Wünschen kann man sich das, aber es wird nicht klappen, zumindest in den Städten nicht und auf dem Land ist es teilweise noch so. Es fehlt alleine schon am Platzangebot, denn in den üblichen 3- oder 4-Zimmerwohnungen ist das nicht durchführbar. Zudem leben wir in einer Zeit, in der man ernsthaft fordert, Säuglinge und Kleinkinder von Fremden betreuen zu lassen, da brauchen wir darüber, die Alten in den Familien zu behalten im Grunde gar nicht nachdenken.
Und dann hat auch diese Medaille ihre zwei Seiten, nicht allen alten Leuten, die in den Familien verbleiben, geht es wirklich gut und auch den Jungen nicht; ich könnte einen ganzen Roman darüber schreiben. Es ist ein voreiligeer Schluss, zu behaupten, alte Leute würden in Heime abgeschoben. Man muß da wirklich jeden Fall einzeln betrachten und von aussen geht das schlecht.
Recht hast du aber, dass es wünschenswert wäre, dass alt und jung wieder vermehrt in Gemeinschaften leben. In den meisten Fällen würden beide Seiten davon profitieren.
Und Regine Hildebrandt war wirklich eine klasse Frau!
| Zitat von Anika;132852 | |
|
Wünschen kann man sich das, aber es wird nicht klappen, zumindest in den Städten nicht und auf dem Land ist es teilweise noch so. Es fehlt alleine schon am Platzangebot, denn in den üblichen 3- oder 4-Zimmerwohnungen ist das nicht durchführbar. Zudem leben wir in einer Zeit, in der man ernsthaft fordert, Säuglinge und Kleinkinder von Fremden betreuen zu lassen, da brauchen wir darüber, die Alten in den Familien zu behalten im Grunde gar nicht nachdenken.
Und dann hat auch diese Medaille ihre zwei Seiten, nicht allen alten Leuten, die in den Familien verbleiben, geht es wirklich gut und auch den Jungen nicht; ich könnte einen ganzen Roman darüber schreiben. Es ist ein voreiligeer Schluss, zu behaupten, alte Leute würden in Heime abgeschoben. Man muß da wirklich jeden Fall einzeln betrachten und von aussen geht das schlecht.
Recht hast du aber, dass es wünschenswert wäre, dass alt und jung wieder vermehrt in Gemeinschaften leben. In den meisten Fällen würden beide Seiten davon profitieren.
Und Regine Hildebrandt war wirklich eine klasse Frau!
37 Donnerstag, 29.
März 2007 um 17:44 Uhr
Seine Familie hat man sich nicht ausgesucht. Ich finds OK der Oma die Tür vor der Nase zuzuknallen.
Seine Familie hat man sich nicht ausgesucht. Ich finds OK der Oma die Tür vor der Nase zuzuknallen.
38 Donnerstag, 29.
März 2007 um 20:16 Uhr
ich knall ihr ja nicht die Tür vor der Nase zu. Ich bitte sie nur nicht herein und mache ihr klar, dass ich gerade keine Zeit hab.
Letztes Jahr z.B. kam sie eines Nachmittags um bei uns im Garten was zu machen. Und meinte dann als ich heimkam "Jetzt haben wir ja ne Hilfe, gell?" Ich hab dann ganz klar gesagt, dass ich keine Zeit dafür hab, ich hab was andres vor. Sie hat zwar dumm geguggt, aber so is das nunmal.
ich knall ihr ja nicht die Tür vor der Nase zu. Ich bitte sie nur nicht herein und mache ihr klar, dass ich gerade keine Zeit hab.
Letztes Jahr z.B. kam sie eines Nachmittags um bei uns im Garten was zu machen. Und meinte dann als ich heimkam "Jetzt haben wir ja ne Hilfe, gell?" Ich hab dann ganz klar gesagt, dass ich keine Zeit dafür hab, ich hab was andres vor. Sie hat zwar dumm geguggt, aber so is das nunmal.
39 Donnerstag, 29.
März 2007 um 20:21 Uhr
Genau so ist es.
1. haben die Angehörigen überhaupt nicht die richtigen Qualifikationen in den meisten Fällen. Es ist eben meist nicht mit bisschen waschen und Hintern wischen getan.
2. Die häusliche Pflege eines Angehörigen ist in vielen Fällen sehr anstrengend, zeitraubend und kann die Harmonie und das Zusammenspiel der ganzen Familie aus dem Gleichgewicht bringen. Und es sind meist die schwierigen Fälle, die viel Pflege oder doch zumindest viel Aufsicht brauchen, die in einem heim landen.
Aus den beidne Gründen ist es absolut nicht verwerflich, Menschen aus der eigenen Familie in ein Altenheim einziehen zu lassen.
Städter, die nie an ein eigenes Haus (Hof) gewöhnt waren und die im Gegenzug immer viele nicht verwandte Menschen um sich hatten, sind in Altenpflegeheimen auch oft glücklich.
Nur Menschen aus ländlichem Umfeld und starken Beziehungen zur großen Verwandschaft und ihrem Haus tun sich da teilweise doch sehr schwer mit.
Aber alles in allem werden den Menschen die ihre Eltern ins Pflegeheim bringen viel zu viel Schuldgefühle eingeredet.
Das sind doch nicht alles skrupellose menschen, die ihre Eltern nicht lieben.
Diese Schuldgefühle führen dann auch oft dazu, dass die Verwandten als Ausgleich dafür übergenau auf das Wohlbefinden der alten Menschen im Altenheim achten. Dann werden Dinge bemängelt, die nicht zu bemängeln sind und aus jeder Fliege wird ein Elephant gemacht.
So geniesen Pflegeheime einen sehr schlechten Ruf. Und man redet immer noch von "abschieben".
Wer aber kann denn bitte schön 16 Stunden am Tag nach seiner stark desorientierten Mutter schauen?
Oder seinen Vater pflegen, der vom Liegen schon jede Menge offene Stellen hat?
Wo bleibt da die eigene Familie? Die Arbeit? Die Hobbys?
Solange die Eltern körperlich un dgeistig fit sind, ist das ja alles schön und toll mit dem zusammen leben.
Aber wenn das nicht mehr gegeben ist, lässt sich das Zusammenleben doch sehr schwer gestalten.
| Zitat von Sternschnuppe;132853 | |
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Genau so ist es.
1. haben die Angehörigen überhaupt nicht die richtigen Qualifikationen in den meisten Fällen. Es ist eben meist nicht mit bisschen waschen und Hintern wischen getan.
2. Die häusliche Pflege eines Angehörigen ist in vielen Fällen sehr anstrengend, zeitraubend und kann die Harmonie und das Zusammenspiel der ganzen Familie aus dem Gleichgewicht bringen. Und es sind meist die schwierigen Fälle, die viel Pflege oder doch zumindest viel Aufsicht brauchen, die in einem heim landen.
Aus den beidne Gründen ist es absolut nicht verwerflich, Menschen aus der eigenen Familie in ein Altenheim einziehen zu lassen.
Städter, die nie an ein eigenes Haus (Hof) gewöhnt waren und die im Gegenzug immer viele nicht verwandte Menschen um sich hatten, sind in Altenpflegeheimen auch oft glücklich.
Nur Menschen aus ländlichem Umfeld und starken Beziehungen zur großen Verwandschaft und ihrem Haus tun sich da teilweise doch sehr schwer mit.
Aber alles in allem werden den Menschen die ihre Eltern ins Pflegeheim bringen viel zu viel Schuldgefühle eingeredet.
Das sind doch nicht alles skrupellose menschen, die ihre Eltern nicht lieben.
Diese Schuldgefühle führen dann auch oft dazu, dass die Verwandten als Ausgleich dafür übergenau auf das Wohlbefinden der alten Menschen im Altenheim achten. Dann werden Dinge bemängelt, die nicht zu bemängeln sind und aus jeder Fliege wird ein Elephant gemacht.
So geniesen Pflegeheime einen sehr schlechten Ruf. Und man redet immer noch von "abschieben".
Wer aber kann denn bitte schön 16 Stunden am Tag nach seiner stark desorientierten Mutter schauen?
Oder seinen Vater pflegen, der vom Liegen schon jede Menge offene Stellen hat?
Wo bleibt da die eigene Familie? Die Arbeit? Die Hobbys?
Solange die Eltern körperlich un dgeistig fit sind, ist das ja alles schön und toll mit dem zusammen leben.
Aber wenn das nicht mehr gegeben ist, lässt sich das Zusammenleben doch sehr schwer gestalten.

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